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Veröffentlicht am 31.05.2025

Liebe in Regenbogenfarben

Liebe ist niemals normal
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Thomas Brezina ist einer der Kinderbuchhelden meiner Tochter. Nachdem er nun auch schon eine kleine Weile Erwachsenenliteratur schreibt, war ich auf seinen neuen Roman sehr neugierig. Bei Lovelybooks hatte ...

Thomas Brezina ist einer der Kinderbuchhelden meiner Tochter. Nachdem er nun auch schon eine kleine Weile Erwachsenenliteratur schreibt, war ich auf seinen neuen Roman sehr neugierig. Bei Lovelybooks hatte ich Glück und durfte "Liebe ist niemals normal" lesen.

Julian steht kurz vor seinem 22. Geburtstag und lebt in Wien. Jeden zweiten Sonntag sind er und seine Geschwister bei seinen Eltern eingeladen. Das "Kuhkaff" seiner Kindheit ist etwa 200km von der Hauptstadt entfernt und seine Eltern angesehene Geschäftsleute. Sie legen sehr viel wert auf diese Tradition und wollen nun endlich Julians Freund oder Freundin kennenlernen. Nachdem Julian von der Fragerei bereits extrem genervt ist, verspricht er an seinem 22. Geburtstag der Familie seinen Freund vorzustellen - den es allerdings gar nicht gibt.
Im Schnellverfahren muss ein vorzeigbarer Kandidat her! Seine beste Freundin Antonia, mit der er eine WG teilt, versucht ihn dabei zu unterstützen. Sie führt ihn in die Welt der Dating Apps ein. Ein Dating Desaster nach dem anderen lassen Julian immer mehr verzweifeln. Seine früheren Beziehungen haben ihn sehr unsicherer gemacht und die Dates, die er nun erlebt, sind überaus peinlich und teilweise skurril. Man leidet mit Julian mit, denn er fühlt sich seit jeher ungeliebt und alles andere als attraktiv. Noch sucht er seinen Platz im Leben.
Erik, der neue Mitbewohner der WG, gefällt ihm sehr gut, doch seine schroffe und arrogante Art und seine etwas mysteriöse Ausstrahlung, nerven Julian immer mehr. Doch dann ist Erik eines Tages Knall auf Fall ausgezogen und hat keinerlei Kontaktdaten hinterlassen....

Der Roman lässt sich sehr schnell lesen und zeigt die Unsicherheit junger Menschen auf, wenn es um die Liebe geht - egal welches Geschlecht man hat. Julian ist bereits sicher, dass er Männer liebt, aber den Richtigen zu finden erweist sich als nicht wirklich einfach. Seine Entwicklung im Laufe des Romans hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er oftmals in Selbstmitleid gebadet hat. Trotzdem hat er Ziele und Ideen - einzig beim Studium ist er noch unsicher, was das Richtige für ihn ist.

Thomas Brezina zeigt mit seinen teils etwas schrägen Charakteren, viel Humor und einer tollen Botschaft, dass er auch Erwachsenenbücher schreiben kann. Besonders gut haben mir die leisen Szenen auf dem Dach oder im Garten gefallen, die eine malerische und harmonische Atmosphäre erzeugten. In seinem Roman findet man viele Formen der Liebe und Beziehungen, die aufzeigen, dass Liebe einfach IST. Sie besteht aus Zuneigung, Respekt, Vertrauen und vieles mehr.

Fazit:
Mir hat der Roman gut gefallen. Er war kurzweilig, humorvoll, aber auch tiefgründig und ließ sich sehr schnell lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Humorvoll und nett für zwischendurch

Breakups and Butterflies
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Der Beginn der Story ist nicht wirklich neu. Mara wird nach acht Jahren Beziehung von ihrem Freund Sebastian verlassen und verliert auch noch die gemeinsame Wohnung. Ihr ganzer Lebensplan ist plötzlich ...

Der Beginn der Story ist nicht wirklich neu. Mara wird nach acht Jahren Beziehung von ihrem Freund Sebastian verlassen und verliert auch noch die gemeinsame Wohnung. Ihr ganzer Lebensplan ist plötzlich gescheitert und einen Plan B hat sie nicht. Wo soll sie unterkommen, bis sie eine Wohnung gefunden hat?
Mit ihrem Bruder Eugen hat sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr und zu ihren Eltern will sie auf keinen Fall zurück. Was bleibt ihr anderes übrig, als in ihrem Co-Working Office ihr Bett aufzuschlagen. Da ihre Chefin sich die nächsten Tage mit ihrem neuen Lover nach Marokko begibt, hat sie das Büro für sich alleine. Zusätzlich muss sie noch auf ihren Hund Zeus aufpassen. So fällt es auch dem kleinen Spitz mit dem großen Namen leichter, weil er in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.
Im Haus befinden sich noch weitere Büroräume und so trifft Mara immer wieder auf Marius, einen charmanten Filmemacher, der ihr unter die Arme greift und so ganz anders ist, als ihr arroganter Exfreund. Obwohl eine Anziehung besteht, sieht Mara in Marius, der sieben Jahre jünger ist, keinen potentialen Mann für eine Beziehung, auch wenn sie sich bei ihm unheimlich wohl fühlt und er ihr bei einem Blogbeitrag für ihre Chefin hilft. Mara weiß jedoch noch nicht, dass die Hiobsbotschaften noch mehr werden und alles noch schlimmer kommt....

Der Roman, der "Gar kein Plan ist auch eine Lösung" hieß, ist neu veröffentlicht worden mit all den schnick-schnack, der im Moment sehr angesagt ist: Farbschnitt, verschiedenen Tropes, rosa Cover und Bonuskapitel. Ich muss aber auch zugeben, dass das Buch auf den Bildern süß aussieht. Trotzdem ist der Inhalt noch derselbe und meiner Meinung nach einfach ein Liebesroman oder ein Wohlfühlroman zum Thema Selbstfindung mit einem Schuss Liebe.
Was der Grund für Sebastians Trennung von Mara ist, war mir leider viel zu schnell klar, aber sonst hat mich das Hörbuch sehr gut unterhalten. Der Humor kommt nicht zu kurz, auch wenn er manchmal etwas too much ist. Die Sprecherin, Viola Müller, hat das Hörbuch sehr gut eingesprochen und mich an der Geschichte dranbleiben lassen.

Die Charaktere sind vielschichtig, manche schrullig und einige sind eindeutig schwer auszuhalten.
Mara ist eine sympathische Frau, die sich leider viel zu sehr ausnutzen lässt. Sie hat keinerlei Selbstvertrauen und am liebsten hätte ich ihr einen Schubs gegeben und ihr gesagt, dass sie ist toll ist - genauso wie sie ist!
Marius lebt hingegen in den Tag hinein und nimmt das Leben wie es ist. Er zeigt Mara, dass sie nicht alles so ernst nehmen soll. Er tut ihr gut und hilft ihr wieder mehr Selbstvertrauen zu finden.
Auch die weiteren Figuren sind sehr lebendig dargestellt.
Kyra Groh hat es mit diesen Roman geschafft, Leichtigkeit und Tiefgründigkeit zu verbinden.

Fazit:
Ein süßer Liebesroman, bei dem es auch sehr viel um Selbstfindung geht. Trotz der leichten Erzählweise und manchmal etwas überladenen Humor, steckt auch Tiefgang und eine tolle Charakterentwicklung in der Geschichte.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Neuanfang in Guernsey

Alice und das Blau des Wassers
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Mein dritter Roman von Katja Keweritsch, der diesmal auf der Kanalinsel Guernsey spielt.
Es geht um die 49jährige Alice, deren Leben innerhalb von kurzer Zeit völlig aus der Bahn geworfen wird. Als sich ...

Mein dritter Roman von Katja Keweritsch, der diesmal auf der Kanalinsel Guernsey spielt.
Es geht um die 49jährige Alice, deren Leben innerhalb von kurzer Zeit völlig aus der Bahn geworfen wird. Als sich ihr Mann ausgerechnet an ihrem gemeinsamen Hochzeitstag von ihr trennt, weil er ein Verhältnis mit der gemeinsamen Arbeitskollegin hat, glaubt sie zuerst an ein Missverständnis. Doch das Kind, welches ihre Kollegin von ihrem Mann erwartet, ist keine Fata Morgana. Das gemeinsame Haus und auch der Job in der eigenen Firma sind für Alice Geschichte. Sie steht plötzlich vor dem Nichts, trotz jahrzehntelanger Arbeit für die eigene Firma und ihrer Familie. Ein Tapetenwechsel soll Alice auf andere Gedanken bringen. Ihre Tochter Mia schlägt einen Haustausch vor. Von Hamburg auf die Kanalinsel Guernsey - gelegen zwischen England und Frankreich - wird das Haus der Künstlerin Vivian für die kommenden sechs Monate Alices neues Zuhause.
Es dauert ein bisschen bis Alice beginnt die Insel zu erkunden. Sie findet Trost im schwimmen und findet neue Bekanntschaften. Erst der viel jüngere und unkonventionelle Künstler Louis gibt ihr wieder mehr Selbstvertrauen. Aber auch einige unabhängige und starke Frauen, die Alice kennenlernt, bringen wieder Zuversicht in ihr Leben.

Katja Keweritsch zeigt in ihrem neuen Roman ein sehr identisches Bild einer Frau in den Wechseljahren, die vor den Trümmern ihrer Ehe und ihrer Existenz steht. Das ungewohnte neue Körpergefühl, die Zweifel und die Suche nach einer neuen Identität wird mit sehr viel Gefühl und Emotionen authentisch dargestellt. Die Entwicklung von Alice geschieht in kleinen Schritten und ist schlüssig.
Der Roman ist in vier Teile geteilt, die das jeweilige Quartal im Jahr darstellen. Der Schreibstil ist bildhaft und einfühlsam. Man spürt dazwischen auch die leisen feministischen Töne.
Ganz besonders hat mir das neu gefundene Lebensgefühl und der Zusammenhalt der Frauen gefallen. Es geht um Solidarität zwischen Frauen und um Selbstfindung...dem Akzeptieren des neuen Lebensabschnittes und einer neuen Zukunft.

Die Beschreibung der Insel, die sowohl das französische, als auch das englische Lebensgefühl widerspiegelt, ist bildhaft. Die Steilküsten, die Blumen und einige verwunschene Plätze, wie die "Little Chapel" in Les Vauxbelets habe ich bildlich vor mir gesehen (und auch gegoogelt...richtig sehenswert!)
Das Ende ist nicht wirklich vorhersehbar und hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein leiser, aber kraftvoller Roman über Frauensolidarität, einem Neuanfang und Selbstfindung in der Mitte des Lebens.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Die Donaunixen

Tod auf der Donau
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Es geht weiter mit der sympathischen Journalisten Sarah Pauli vom "Wiener Boten", die ihre Spürnase immer wieder in Mordermittlungen steckt. Diesmal ist die Donau der Tatort für einige mysteriöse Todesfälle.

Als ...

Es geht weiter mit der sympathischen Journalisten Sarah Pauli vom "Wiener Boten", die ihre Spürnase immer wieder in Mordermittlungen steckt. Diesmal ist die Donau der Tatort für einige mysteriöse Todesfälle.

Als die Leiche der führenden Stylingexpertin und Modezarin Elina Thor unweit ihres Hauses neben der alten Donau gefunden wird, sind nicht nur ihre Freundinnen entsetzt. Elina hatte mit ihrer eigenen Fernsehsendung "Dein Style" massenweise Fans, die betroffen über den Tod ihres Idols sind.
Bald ist klar, dass Elina mit einem Gegenstand tödlich getroffen wurde, bevor sie in die alte Donau gelangt ist. Außergewöhnlich ist die eher billige Kette, die sie um den Hals trug. Sarah kommt der Modeschmuck an einer Stylingsexpertin seltsam vor und fragt sich, ob die Kette tatsächlich Elina Thorn gehören könnte. Der Anhänger in Form eines keltischen Knotens ist ein Symbol für zeitlose Verbundenheit, Liebe, Freundschaft und Ewigkeit.
Sarah erinnert sich an eine unbekannte Tote, die vor sieben Monaten aus der alten Donau gezogen wurde. Sie ahnt, dass die beiden Fälle zusammenhängen, aber es gibt keinerlei Indizien dafür.
Während sie am Friedhof der Namenslosen beim Alberner Hafen, wo vor allem unbekannte Wasserleichen begraben wurden, für einen ihrer Artikel recherchiert, spukt ihr immer wieder diese unbekannte Tote im Kopf herum. Ein mysteriöser Kreuzfund mit einer geheimnisvollen Inschrift, welches auf dem vor langer Zeit bereits stillgelegten Friedhof gefunden wurde, gibt zusätzliche Rätsel auf.
Als eine weitere Tote im Donaukanal gefunden wird, die ebenfalls eine Kette mit dem keltischen Knoten trägt, ist Sarah sicher, dass es sich hier um etwas Größeres handelt.....

Ich bewundere Beate Maxian, wie sie immer wieder interessante Plätze für ihre Wien Krimis findet, besondere Symboliken und alte Sagen, wie hier die des Donauweibchens, einbringt.
Ihre Ermittlerin Sarah Pauli hat mittlerweile Kultstatus erhalten und man hat beim Lesen das Gefühl eine gute alte Bekannte wieder zutreffen. Man kann gut mitraten und genießt den Wiener Flair, das gute Essen und erfährt nebenbei mehr über die eine oder andere Symbolik.
Der aktuelle Fall liegt in der Vergangenheit und ist spannend, wenn auch nicht nervenzerreibend, aber da es sich eher um einen Regionalkrimi handelt, geht es hier auch "gemütlicher" zu, als bei einem Psychothriller.
Man rätselt mit Sarah Pauli und Kommissar Stein mit und fragt sich, ob hier ein Serienmörder im Spiel ist oder jemand einfach Rache nimmt. Was wirklich dahinter steckt? Das müsst ihr selber lesen!

Fazit:
Ein weiterer Wien-Krimi aus der Feder von Beate Maxian mit der sympathischen Journalistin Sarah Pauli, der zum Miträtseln einlädt und gut unterhält.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Das Geisterhaus

Die stillen Gefährten
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England 1865. Elsie Bainbridge ist noch nicht lange verheiratet, als sie bereits zur Witwe wird. Ihr Mann Rupert ist bei einem Umfall ums Leben gekommen und die hochschwangere Elsie soll auf dessen Landgut ...

England 1865. Elsie Bainbridge ist noch nicht lange verheiratet, als sie bereits zur Witwe wird. Ihr Mann Rupert ist bei einem Umfall ums Leben gekommen und die hochschwangere Elsie soll auf dessen Landgut "The Bridge" ziehen - so wie es eigentlich vorgesehen war. Begleitet wird sie von Sarah, der Cousine ihres Mannes.
Bei ihrer Ankunft muss Elsie feststellen, dass das Landhaus noch nicht fertig renoviert ist und sich im umliegenden Dorf hartnäckige Gerüchte halten. Das Landhaus soll verflucht sein, seitdem eine der Vorfahren der Familie Bainbridge als Hexe angeklagt und verbrannt wurde. Das Dorf wirkt heruntergekommen und die Bewohner meiden das Anwesen und die Bewohner. Auch die Dienerschaft verhält sich äußerst merkwürdig.
Elsie fühlt sich in den kalten und ungemütlichen Gemäuern unwohl. Sie ist einsam und hört während der Nacht immer wieder scharrende Geräusche. Auch Sarah hört das komische Knarren und Knirschen.
In einem verschlossenen Raum finden die beiden das Tagebuch von Anne Bainbridge aus dem Jahr 1635 und eine Holzfigur, einen stillen Gefährten. Dieser scheint sie zu beobachten...und auf mysteriöse Weise scheinen sich die Gefährten zu vermehren....
Während Sarah immer mehr in Anne Bainbridges Tagebuch versinkt und sich von ihrer stummen Tochter Hetta nah fühlt, wird Elsie immer ängstlicher...

Die Autorin nimmt sich Zeit um Hintergründe, Personen und Szenen einzuführen. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und auf zwei bzw. drei Zeitebenen, denn zu Beginn befinden wir uns in einer psychischen Einrichtung. Elsie wurde dort als Brandopfer eingeliefert und erzählt einem behandelten Arzt ihre Geschichte.

Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und sehr atmosphärisch. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und facettenreich dargestellt.
Elsie ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, aber sie tat mir trotzdem leid in ihrer Situation: hochschwanger, nur kurz verheiratet und jetzt Witwe und in einem düsteren Herrenhaus "untergebracht", welches keinerlei Geborgenheit gibt, sondern eher zum Fürchten ist. Sie vermisst ihr altes Zuhaue und ihren Bruder Joylon mit dem sie gemeinsam die Streichholzfabrik ihrer Eltern geführt hat.
Sarah ist eine etwas naive Figur, jedoch liebenswürdig und hilfsbereit. Sie steht Elsie zur Seite, die sie jedoch mit Missachtung straft.

Das Setting mit Großbritannien im viktorianischen Zeitalter ist eine meiner liebsten Epochen und eignet sich perfekt für historische Schauerromane oder Gruselgeschichten. Die angespannte gruselige Atmosphäre ist von Beginn an allgegenwärtig und zieht sich bis zum Ende durch die Geschichte. Man möchte unbedingt wissen, was es mit den Geräuschen, den seltsamen Vorkommnissen und den Geheimnissen um die "Stillen Gefährten" auf sich hat und kann das Buch schwer aus der Hand legen.
Die titelgebenden Holzfiguren habe ich mir wie eine lebensgroße Figur auf einem Holzsockel vorgestellt, die jedoch nicht platt, sondern eher reliefartig aussieht. Es war super interessant, wie unterschiedlich wir uns alle die stillen Gefährten vorgestellt haben.

Aber nicht nur die titelgebenden Figuren haben zum diskutieren angeregt, sondern auch das Ende. Es wird nicht alles aufgelöst und lädt zu Spekulationen ein. Einige von uns hatten diese eine Meinung dazu, die anderen waren anderer Meinung, wie das Ganze nun wirklich passiert ist und welche Rolle Elsie gespielt hat. Man bleibt deshalb mit einigen Fragen zurück, was für mich leider nicht gänzlich zufriedenstellend war. Ihr wisst ja - ich hasse offene Enden!
Ganz so schlimm war es nicht, aber einige Fragen hätte ich trotzdem gerne beantwortet gehabt.


Fazit:
Eine atmosphärischer und geheimnisvoller Schauerroman, der im viktorianischen Zeitalter spielt und von Beginn an fesselt.
Schade, dass das Ende noch Fragen aufwirft und somit etwas unzufriedenstellend bleibt. Trotzdem werden wir im Herbst wieder gemeinsam das nächste Buch der Autorin lesen. Ich freue mich schon darauf!

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