Ein sympathischer älterer Mann lebt in einem Laden, in dem er in Kisten, Kästen, Flaschen und Gläsern gesammelte Geräusche anbietet. Die Badehosen suchen ein Platschen und Planschen, der Eiswagen ist auf ...
Ein sympathischer älterer Mann lebt in einem Laden, in dem er in Kisten, Kästen, Flaschen und Gläsern gesammelte Geräusche anbietet. Die Badehosen suchen ein Platschen und Planschen, der Eiswagen ist auf der Suche nach seinem verloren gegangenen Klingeln, die Langeweile weiß selbst nicht was sie eigentlich braucht und das Monster bringt eine besonders mysteriöse folgenschwere Geräuscheüberraschung mit. Ob der Geräuschehändler das entstandene Chaos wieder beheben kann? Und ob er sich nach seiner Ankunft auch wieder richtig zu Hause fühlt?
Wir begleiten den Geräuschehändler durch seine allererste Woche nach seiner Ankunft. Die Kapitel sind in die jeweiligen Wochentage unterteilt, sodass sich gut jeden Tag eine Geschichte vorlesen lässt.
Die warmherzigen künstlerischen Illustrationen im Innenteil konnten unsere Kinder leider nicht voll und ganz überzeugen, da sie ihnen doch etwas zu abstrakt waren.
Mir gefällt es sehr gut, dass jedes Kapitel ähnlich beginnt, das Haus, den Geräuschehändler und die Klänge vorstellt. Die Klangvorstellungen variieren jedoch passend zum neuen Kapitel.
Insgesamt eine klangfüllende und poetische Geschichte für die Schärfung unserer Sinne.
Während es draußen regnete und stürmte, strahlte mich dieses sonnenkitzelwarme Buchcover voller Nordseeinsel-Charme an.
Wer würde nicht gerne auf einer Insel leben? Allein den unendlich vor mir liegenden ...
Während es draußen regnete und stürmte, strahlte mich dieses sonnenkitzelwarme Buchcover voller Nordseeinsel-Charme an.
Wer würde nicht gerne auf einer Insel leben? Allein den unendlich vor mir liegenden Dünen-Strand voller Muscheln und Schätzen würde ich lieben. Ständig barfuß laufen. Aber auch den Sog des Meeres fände ich fantastisch, der einerseits etwas mysteriös Unheimliches auf mich ausübt und zugleich glitzerschillernd zu Badeabenteuern einlädt. Und dann wären da noch all die Tiere: kichernde Möwen, robbende Robben und glibberige Quallen.
Ich konnte gar nicht anders, als loszulesen. Und tatsächlich, das wärmende Sommergefühl wurde lebendiger - durch die Illustrationen in den zart auf das Papier gehauchten freundlichen Farben in sonnengelb und meeresblau sowie durch die locker leichte Schreibweise. Ganz besonders liebe ich die Dialoge, die so authentisch und lebensnah wirken. Der Humor der Geschichte hat direkt einige Lacher aus mir gekitzelt.
Paule, ihr jüngerer Bruder Jojo und Freund Willi leben auf der Süderstedter Insel. Ihr Freund Schulz verbringt seine Ferien und die Feiertage bei ihnen, wenn er seine Oma besucht. Sie gründen die Ahoi-Bande, innerhalb derer sie u.a. eigene Ängste überwinden (bspw. vor dem Tauchen), Inselbewohnern helfen (bspw. dem älteren Herrn Hannes und einer Robbe), einen Kriminalfall lösen und ein eigenes Geschäft eröffnen. Selbst wenn das Buch die Ahoi-Bande durch das ganze Jahr begleitet, bleibt jederzeit das Urlaubsflair erhalten.
In jedem Kapitel lernen wir ein Mitglied der Ahoi-Bande besser kennen. In der Überschrift ist erkennbar aus welcher Sichtweise im personalen Stil (er, sie) erzählt wird. Ich brauchte jedoch etwas, um diesen Wechsel zu verstehen, da ich diese Art des Perspektivwechsels bislang nicht aus dem Kinderbuchbereich kannte. Ich bin mir unsicher, ob ich das gut oder weniger gut finde. Einerseits ist es schön, jedes Ahoi-Mitglied näher kennenzulernen und sich in mehrere Personen einzufühlen. Andererseits hatte ich das Gefühl, mich dadurch nicht in die Tiefe gehend mit einem Charakter verbunden zu fühlen und musste mir teilweise zum Anfang jedes Kapitels nochmal klar machen, wer nun erzählen wird.
Was mir bei den Kapiteln sehr gut gefallen hat, ist die abgeschlossene Handlung/Geschichte. Es bleiben weder Fragen offen, noch gibt es aufregende Cliffhanger. Dadurch lässt sich abends, an Regentagen oder in den Ferien ganz entspannt immer mal wieder ein Kapitel zwischendurch lesen.
Meine Lieblingszitate und Textstellen im Buch:
Was'n das eigentlich für'n Hund?«, wollte Schulz wissen. »Sieht selbst gebastelt aus.
Und wenn ihm nun was passiert ist«, sagte Paule. Quatsch«, sagte Willi. »Er war doch schon so oft weg.« Aber nicht am Strand. Und nicht ...«, ihre Stimme wurde zu einem Flüstern, »wenn der Schwarze Heuler unterwegs ist ...« Willi überlief ein Schauer. Für einen Moment sah er eine riesige schwarze Robbe vor sich, die den kleinen Jojo ins Meer zog, und ihm wurde ganz ängstlich ums Herz.
Und dann gingen sie nach Hause und waren ziemlich zufrieden. Sie hatten sehr gutes Eis gegessen, sie hatten Hannes gerettet und eine Bande gegründet. Mit einem coolen Namen. Mehr, fanden sie, konnte man von einem einzigen Tag nun wirklich nicht verlangen.
Wie die Geschichte die Seele der Kinder stärkt:
Die freundlichen Illustrationen und die lockere Schreibweise lassen all die Alltagsherausforderungen in den Hintergrund rücken und fühlen sich ganz unbeschwert für die Seele an.
Die abgeschlossenen Handlungen zeigen, dass am Ende immer alles gut wird und wie wir unsere Ängste und Zweifel überwinden. Dadurch legt sich ein Optimismus-Schimmern auf unser Herz, der auch Regentage in sonnengelb taucht.
Vielfalt: Willis Hund Ohdschie sieht ganz anders als gewöhnliche Hunde aus, beweist in dem Buch jedoch immer wieder seine Heldenspürnase.
Insgesamt eine unterhaltsame und warmherzige Lektüre voller Urlaubsfeeling!
Malie war ein kleiner ruhiger Vogel, der lieber für sich war, anstatt vom Stimmgewirr der lauten anderen Vögel in ihrem Wald umgeben zu sein.
„Jedes Mal, wenn sie versuchte, mit einzustimmen, zogen sich ...
Malie war ein kleiner ruhiger Vogel, der lieber für sich war, anstatt vom Stimmgewirr der lauten anderen Vögel in ihrem Wald umgeben zu sein.
„Jedes Mal, wenn sie versuchte, mit einzustimmen, zogen sich die Worte in ihrer Brust zusammen und schafften es nicht herauszukommen.“
Doch eines Tages hörte Malie ein ihr bislang unbekanntes Geräusch. Als ihre Stimme von den anderen Waldtieren erneut überhört wurde, erforschte Malie die Ursache des unheilvollen Geräusches selber. Sie fand heraus, dass ihr Wald, die Heimat von ihnen allen, in großer Gefahr war.
Ob Malie ihre Stimme nun finden würde? Würde sie gemeinsam mit ihren Waldmitbewohner*innen den Wald retten können?
Wie dieses Buch die Seele von Kindern stärkt ✨
Ich finde die Botschaft so wertvoll, dass jede Stimme es wert ist gehört zu werden - unabhängig davon, ob sie laut oder leise, kräftig oder zart ist.
Darüber hinaus zeigt die Geschichte, dass die Energie in der Stimme und im Auftreten viel wirkungsvoller als ein großes Bimbamborium sein kann.
Besonders gefällt mir, auf welch friedliche, aber dennoch wirkungsvolle Art und Weise die Waldtiere die Rettung ihres Waldes angehen. Ich finde, das ermutigt auch Kinder schlaue friedliche Lösungen für Konflikte zu suchen.
Die Illustrationen streicheln tatsächlich in ihrer Zartheit und der Farbenergie die Seele.
Kinder erleben immer wieder, wie Erwachsene ihre Welt zerstören. Vielleicht fühlen sie sich in diesen Momenten wie Malie - überhört. Dann schenkt dieses Buch ihnen Zuversicht und den Mut, für sich und das, was ihnen wichtig ist, einzustehen.
Mein Kritikpunkt:
Der teilweise poetische Text von dem bekannten Tom Percival klingt ins deutsche übersetzt für mich persönlich an geringen Stellen etwas holperig bzw. für Kinder etwas schwer verständlich.
Was ich am wunderbaren Calme Mara Verlag liebe, ist der umweltfreundliche Druck innerhalb Deutschlands mit Farben auf Pflanzenölbasis 🌱👏
Darüber hinaus unterstützt jeder Buchkauf soziale Projekte und die Tiere vom Begegnungs- und Lebenshof Dorf Sentana in Bielefeld 🫶 Bei genau diesen Tieren hat der Verlag auch seinen Ursprung.