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Veröffentlicht am 13.06.2025

Fantastisches Märchen über die Zeit

Momo
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Ich habe Momo bereits irgendwann als kleines Kind gelesen (bzw. vorgelesen bekommen), und damals auch die Serie geschaut, und eigentlich dachte ich, ich hätte mich an nichts erinnert, außer, dass es mir ...

Ich habe Momo bereits irgendwann als kleines Kind gelesen (bzw. vorgelesen bekommen), und damals auch die Serie geschaut, und eigentlich dachte ich, ich hätte mich an nichts erinnert, außer, dass es mir gefallen hat, aber tatsächlich kam jetzt beim Lesen doch richtig viel zurück.
Was der Unterhaltung in meinen Augen überhaupt nicht geschadet hat. Ich fand die Geschichte wirklich schön geschrieben, selbst in den Momenten, in denen nur kurz zusammengefasst wird, was passiert, hat Ende es dennoch geschafft, dass ich das alles als sehr lebendig empfunden habe (oder eben so lebendig, wie für eine solche Geschichte angebracht), Momo und Kassiopeia, ebenso wie die beiden Freunde sind mir schnell ans Herz gewachsen, und tatsächlich fand ich die Geschichte auch jetzt noch durchaus spannend und interessant. Spannend sicherlich noch mehr für Kinder, auch wenn auch ich sehr gerne immer wissen wollte, was als nächstes kommt, aber interessant ganz sicher für alle, denn diese Herangehensweise an Zeit und was wir mit unserer Zeit anfangen, hat doch sehr zum Nachdenken angeregt.
Es gibt auch eindeutig einen Unterton davon, wie man Zeit schlecht verbringt und wie gut, und nicht in allen Punkten würde ich immer zustimmen, aber gleichzeitig wird auch klar, dass man das differenzierter sehen kann, und in so einigen Sachen stehe ich auch voll und ganz hinter dem, was die Geschichte zu erzählen hatte.
Sehr gut Gefallen hat mir auch das Nachwort, ebenso wie die Illustrationen. Beides hat noch einmal mehr zur Magie der Geschichte beigetragen, und insgesamt bin ich einfach richtig gerne in die Welt eingetaucht und auch unglaublich zufrieden wieder aus der Geschichte herausgegangen. Hat mir wirklich gut gefallen, und ich bin froh, mich dem Buch noch einmal zugewendet zu haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 11.06.2025

Sehr bewegend

Das Lied des Achill
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"Ich werde der Erste sein." He was not, in fact, the first, and I'm also sad about it.
Ein wirklich fantastisches Buch. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gefallen würde, weil ich eigentlich nur gutes ...

"Ich werde der Erste sein." He was not, in fact, the first, and I'm also sad about it.
Ein wirklich fantastisches Buch. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gefallen würde, weil ich eigentlich nur gutes gehört habe, und ich war auch die ganze Zeit über echt interessiert daran, was passiert ist, und habe Patroklos und Achill sowie auch einige Nebenfiguren sehr schnell ins Herz geschlossen, und trotzdem hat sich die ganze Großartigkeit des Buches doch langsam an mich angeschlichen. Denn am Anfang war es "nur" ein gutes Buch, und dann am Ende ... uff. Nicht, dass ich es nicht hätte kommen sehen (obwohl ich immer das Gefühl habe, mich eigentlich nicht so mit Sagen/Mythen auszukennen, und die Griechischen sind keine Ausnahme, konnte ich doch recht früh erkennen, worauf es hinauslaufen würde), aber es ging mir dann doch näher als gedacht. Ganz besonders das letzte Kapitel (auch vieles vorher, aber das eben stärker) hat mich sehr berührt.
Das Buch ist eindeutig ernster, auch wenn vieles eher angeschnitten und nicht immer groß behandelt wird (oder zumindest nicht über das der Zeit entsprechende Maß hinaus), und auch sehr düster, was aber zu erwarten war, aber trotzdem gibt es auch immer wieder Lichtblicke und beim Lesen hat Miller für mich eine echt gute Balance gefunden zwischen "ich habe gerade ein total warmes Gefühl, weil das Buch sich glücklich liest" und "das nimmt doch alles kein gutes Ende, warum ist das so bedrückend?" Und für mich persönlich hat genau dieser Zwiespalt aber richtig gut gepasst und das Leseerlebnis noch mal besser gemacht, weil es eben genau die Art von Buch und Geschichte ist, die diese Herangehensweise braucht.
Auch schön fand ich die kleineren Verweise auf andere Geschichten, die immer wieder eingebaut wurden. Hat sich natürlich auch super ergeben, weil die Geschichten einfach zusammengehören (natürlich ist Odysseus relevant, wenn es um Troja geht), und entsprechend vielleicht nichts weltbewegendes, aber ich habe mich trotzdem immer gefreut, wenn ich was erkannt habe, und mit meinem mangelhaften Wissen verstanden habe, was da gerade eingeleitet/erwähnt/... wurde.

Alles in allem ein Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt, als auch einfach zum Mitfühlen mit den Figuren, und ich persönlich hatte wirklich eine richtig gute Zeit beim Lesen und bin sehr froh, endlich dazu gekommen zu sein!

Veröffentlicht am 06.06.2025

Weiteres fantastisches Buch von Pratchett

Der Zeitdieb
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Terry Pratchett hat mich bisher noch nie enttäuscht, soweit ich mich erinnern kann (und ich weiß von recht vielen Büchern, dass ich sie toll fand, auch wenn ich mich nicht an die Inhalte erinnern kann) ...

Terry Pratchett hat mich bisher noch nie enttäuscht, soweit ich mich erinnern kann (und ich weiß von recht vielen Büchern, dass ich sie toll fand, auch wenn ich mich nicht an die Inhalte erinnern kann) und so war auch dieses Buch hier wieder wirklich unterhaltsam. Und außerdem überraschenderweise eine Art Fortsetzung zu Gevatter Tod, was mein letztes Buch von Pratchett war. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass von den ganzen Büchern, die ich aus dem Regal ziehe, es ausgerechnet eins wird, in dem Figuren nicht wirklich (außer dem Tod) wieder auftauchen, dafür aber ein paar Nachfahren. Hat mich sehr überrascht und das ziemlich positiv.
Susan fand ich generell eine sympathische Figur (die wirklich absolut ihre Leher-Macken beibehalten hat, was ich ziemlich amüsant fand), aber gleiches gilt auch für die ganzen anderen Figuren. Pratchett schafft es einfach irgendwie, immer unterhaltsame Figuren zu schreiben, die gleichermaßen Klischees entsprechen, als auch mit ihnen spielen, und mit dem ganz besonderen Humor seiner Welt und seiner Geschichten habe ich mich (wie so oft) die ganze Zeit echt gut unterhalten gefühlt.
Außerdem finde ich es sehr schön, dass man die Scheibenwelt nicht chronologisch lesen muss. Man kann natürlich, und sicherlich würde es auch nicht schaden, wenn ich es täte, aber bisher habe ich's nicht gemacht (und ich habe auch gar nicht alle Bücher der Reihe, nur 8 oder so), und ich hatte nicht das Gefühl, dass es viel schaden würde.
Spannende und unterhaltsame Figuren, sehr kreativer Plot, wie immer eine tolle Welt, und ich hatte einfach eine gute Zeit. Pratchett würde ich wirklich immer empfehlen!

Veröffentlicht am 06.06.2025

Ein unglaublich bewegendes und nachdenkliches Buch

Babel
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Was für ein Buch. Unglaublich mächtig, in meinen Augen, und das meine ich nicht nur deshalb, weil es sich um ein so langes Buch handelt.
Ich wusste zu Anfang überhaupt nicht, worum es geht, da ich mich ...

Was für ein Buch. Unglaublich mächtig, in meinen Augen, und das meine ich nicht nur deshalb, weil es sich um ein so langes Buch handelt.
Ich wusste zu Anfang überhaupt nicht, worum es geht, da ich mich mit Babel nur soweit beschäftigt hatte, dass viele Leute es gut fanden (und meine Mutter dachte, es könnte mir auch gefallen, weshalb sie es mir geborgt hat), und entsprechend blind bin ich auch ins Lesen reingegangen, und habe eine ganze Weile gar keine Ahnung gehabt, worauf es hinauslaufen würde. Das Buch/die Übersetzung ließ sich unglaublich gut lesen (sowohl, was ich selbst gelesen habe, als auch, was ich als Hörbuch gehört habe), und ich bin wirklich von Anfang an echt gut in die Geschichte reingekommen, gerade die ersten hundert Seiten fühlen sich aber wirklich hauptsächlich wie Einleitung an, und ich konnte gar keinen Plot erkennen. Im Nachhinein hätte ich ihn vermutlich da schon sehen sollen, denn die "Einleitung" setzt eindeutig die Grundbausteine für alles, was danach kommt, aber wie es aussieht war ich einfach komplett blind für das offensichtliche.
Danach nimmt alles recht schnell an Fahrt auf, ich habe erkannt, wohin es geht, fand auch mit der Länge eigentlich alle Szenen sehr zielführend, was ich erstaunlich finde, und schon war auch das Ende da, bis zu dem ich einerseits verdammt gut unterhalten wurde, und mir andererseits verdammt viele Gedanken machen konnte und musste. Denn Babel ist eindeutig keine Unterhaltungsliteratur in meinen Augen. Obwohl es sich so leicht liest, und die Figuren wirklich super geschrieben und aufgebaut sind, und ich auch alle Figuren und ihre Ansichten komplett nachvollziehen konnte (nicht so, dass ich auf ihrer Seite war, aber es ist eindeutig ersichtlich, woher sie alle kommen), ist das Buch echt schwere kost, und beschäftigt sich politisch viel mit Rassismus und Minderheiten und Vorurteilen und Ungleichgewichten und das alles ist eindeutig nichts, was ich nur als Unterhaltung sehen kann, angesichts dessen, wie echt es ist. Der Unterhaltungsfaktor ist aber dennoch vorhanden. Durch spannende Geschichten, eine spannende Welt (die trotz magischer Elemente unserer so sehr gleicht), und sehr vielschichtigen Figuren, die mir alle wirklich nicht egal waren (nicht, dass ich sie alle geliebt hätte, aber als die Figuren, die sie gewesen sind, haben sie sich wirklich unglaublich gut in die Geschichte eingefügt, und gerade die vier Hauptfiguren sind mir auch mit allem, was passiert ist, trotzdem ans Herz gewachsen, auch wenn einige durchaus Mist bauen ... aber gerade in ihrem Kontext, in dem sie aufgewachsen sind, und der uns durch ein paar Perspektivwechsel in alle Köpfe gegeben wird, kann man eben doch verstehen, woher sie alle kommen, selbst wenn man es nicht akzeptabel findet).
Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen, auch wenn das Buch mich jetzt zum Ende hin nicht begeistert zurücklässt. Oder begeistert vielleicht schon, aber nicht auf eine glückliche Art und Weise? Ich fand es wirklich gut, fühle mich gleichzeitig aber auch ein wenig leer, und das meine ich vollkommen als Kompliment. Das Buch konnte mich sehr bewegen, hat mich eine Menge Emotionen gekostet, und jetzt ist es vorbei und ... es war einfach ein Erlebnis. Sowohl durch die Gedanken und alles Nachdenken, zu denen/dem Babel mich gezwungen hat, als auch durch die Geschichte selbst.
Mich konnte Kuang mit ihrem Werk auf jeden Fall überzeugen.

Veröffentlicht am 25.05.2025

Sehr liebevolles Buch zum Thema

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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Wirklich schönes Buch, das mich emotional sehr berühren konnte. In der Mitte gibt es eine Seite, die ich für Kinder doch sehr düster finde, also Eltern würde ich empfehlen, genau zu gucken, ob das für ...

Wirklich schönes Buch, das mich emotional sehr berühren konnte. In der Mitte gibt es eine Seite, die ich für Kinder doch sehr düster finde, also Eltern würde ich empfehlen, genau zu gucken, ob das für ihr Kind schon was ist, aber abgesehen davon finde ich den Ansatz des Abschiednehmens sehr schön umgesetzt und bewegend, und die ganze Geschichte hatte auch etwas sehr magisches.
Als jemand, der dieses Jahr ein Großelternteil verloren hat, hat das Buch mich auch in dieser Hinsicht emotional sehr berühren können, und ich persönlich habe mich ganz gut aufgehoben gefühlt, bin aber natürlich auch schon Erwachsen.
Außerdem ein paar ganz fantastische Illustrationen, die ich sehr liebevoll gestaltet fand, und besonders der Schatten des Eichelhähers, der immer wieder auftaucht, hat mir als Symbol für die Erinnerungen/Geschichten echt gut gefallen.

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