Ein erschreckendes Ende.
Es gibt kein ZurückDas Cover zeigt ein Nostalgie-Radio in Holzverkleidung, mit zwei Knöpfen für den gewünschten Senderkanal und Lautstärke. Angespielt wird damit auf die Glanzzeit des Radios als wichtiges Medium vergangener ...
Das Cover zeigt ein Nostalgie-Radio in Holzverkleidung, mit zwei Knöpfen für den gewünschten Senderkanal und Lautstärke. Angespielt wird damit auf die Glanzzeit des Radios als wichtiges Medium vergangener Zeiten. Die Hauptfigur Aldus Wieland Mumme, ein bekannter Mann des Radios mit seinen Jahrzehnte langen Beiträgen und abgehobenen Theorien in Richtung Soziologie und Philosophie beim verklausulierten Deutschlandfunk, er beschließt mit dem Erhalt seines Rentenbescheid über magere 1183 € Rente, eine Autobiographie zu schreiben. Ist der Schreibstil anfangs sehr gedankenschwer und gestelzt, folgt man daraufhin einem nostalgischen Roadtrip über Leipzig, Paris bis in die Gegend um Toulon mit Albus auf einem Motorrad antiquierter Bauart. In seinen eingebetteten Rückbesinnungen zu seinem Freund Maik, seinen Eltern und seiner Kindheit finden sich kreative Dialoge mit Sine, Praktikantin in seiner Literatur-Agentur. Seine Lebenskrise basiert wohl auf dem intellektuell fundierten Verlust des Radios an sich und seiner bisher hoch geschätzten Beiträge "Gedanken zur Zeit" in der Medienkultur. Es bekümmert ihn sehr, dass sein Anagramm AWM auch für „Alter weißer Mann“ stehen könnte. Das Ende der Hauptfigur kommt erschreckend überraschend.