Toller Küsten-Krimi
Küstenmord: Spur ins DunkelDie junge, stets zuverlässige Steuerfachangestellte Vanessa Meier erscheint nicht zu einem fest verabredeten Treffen mit ihrer besten Freundin Luisa. Diese ist gerade erst von einem längeren Auslandsaufenthalt ...
Die junge, stets zuverlässige Steuerfachangestellte Vanessa Meier erscheint nicht zu einem fest verabredeten Treffen mit ihrer besten Freundin Luisa. Diese ist gerade erst von einem längeren Auslandsaufenthalt zurückgekommen und findet statt ihrer Freundin nur Berge von Post und vertrocknete Zimmerpflanzen vor. Luisa zögert nicht lange und wendet sich an die Polizei.
Die Ermittlungen landen schließlich bei Kommissarin Katja Greve und ihrem Team welche Parallelen zu einem längst vergangenen Fall sehen. Gibt es womöglich einen schon länger agierenden Serientäter im beschaulichen Schleswig?
Im 5. Teil der Küstenmord-Reihe von Eva Jensen begibt sich der Leser wieder an die schöne Schlei.
Auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt kommt man gut in die Geschichte rein. Wichtiges zu den Ermittlern aus den vorherigen Fällen wird am Rande in die durchweg spannende Geschichte eingewoben. Die Charaktere werden präzise und treffend beschrieben, besonders auch die Ängste und Stimmungen der Entführten und der ermittelnden Beamten werden gut eingefangen und man kann sich die Personen bildhaft vorstellen
Dazu die eher karge norddeutsche Landschaft mit ihren besonderen Eigenheiten wie das Noor, das passt perfekt zur Story.
Die Ermittlungen laufen langsam aber sicher an, als Hindernis stellt sich aber die zuständige Staatsanwaltschaft heraus indem Beschlüsse wegen der Kosten nur sehr schleppend beantragt werden. Ganz wie im echten Leben, es muss ja gespart werden!
Der Schreibstil ist durchgängig angenehm zu lesen, es ist sehr spannend formuliert. Die unsäglichen Verbrechen an der Entführten werden dabei zum Glück nur angedeutet, das fand ich persönlich besonders gut. Dabei werden die Kapitel aus mehreren Sichtweisen (Opfer/ Freundin/Polizeibeamte) chronologisch erzählt, es finden keine größeren Zeitsprünge statt.
Die zum Schluss überraschende Wendung des Falles war nicht unbedingt vorhersehbar und sorgte für einen Aha-Moment.
Dazu ein Cover welches gut zu den anderen der Reihe passt.
Ein toller Küsten-Krimi mit einer klaren Leseempfehlung!