Profilbild von SillyT

SillyT

Lesejury Star
offline

SillyT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SillyT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2025

Leider zu langatmig

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
0

Als die junge Hexe Sadaré erwacht, fehlen ihr jegliche Erinnerungen. Sie befindet sich in einem Labyrinth und mit ihr der Dämon Daesra. Ob sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, weiß sie nicht, doch ...

Als die junge Hexe Sadaré erwacht, fehlen ihr jegliche Erinnerungen. Sie befindet sich in einem Labyrinth und mit ihr der Dämon Daesra. Ob sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, weiß sie nicht, doch schnell wird klar, dass er sie hasst. Doch sie müssen gemeinsam das Labyrinth bewältigen, denn es ist eine Götterprüfung, die Leben oder Sterben bedeutet. Wird es ihnen gelingen, gemeinsam diese Aufgabe zu bewältigen?
Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, der Klappentext klang spannend und absolut düster, was ich unheimlich gerne mag.
Wir steigen hier mitten im Geschehen ein und der Schreibstil liest sich leicht, flüssig und angenehm.
Die Handlung startet im Labyrinth und dreht sich auch einfach in einem durch darum, diesem zu entkommen. Es gab ein paar spannende Szenen, auch mal einen Plottwist, aber leider gab es einfach viel zu viele Längen in der Geschichte, die mich das Buch immer wieder zur Seite legen ließen. Der gleichmäßige Lesefluss ging mit dem auf und ab der Handlung einfach verloren.
Das Setting ist das Labyrinth, was ich eigentlich interessant fand, aber halt auch nicht die große Abwechslung, aber ok, damit hatte ich gerechnet.
Der Enemies to Lovers Trope ist hier absolut ausgearbeitet, tatsächlich so gut, dass ich mir doch häufig die Frage stellte, ob diese Charaktere wirklich noch Lovers werden.
Die Charaktere sind hier natürlich recht überschaubar und alles dreht sich hier um Hexe Sadaré und Dämon Daesra. Leider wurde ich mit beiden nicht warm, vor allem der Dämon war sehr unsympathisch. Auch die Magie und wie sie zu nutzen war, fand ich schwierig.
Mein Fazit: Im Grunde ist die Idee rund um ein Labyrinth und ein Entkommen nicht neu, aber je nach Umsetzung einfach spannend. Hier zog sich das aber extrem und auch wenn es hin und wieder Spannung gab, war es zu langatmig. Wenn es zwei Protagonisten gewesen wäre, mit denen man hätte mitfiebern können, aber leider waren sie schwierig und tatsächlich konnte ich sie erst zum Schluss greifen. Sehr schade, aber leider war es nicht ganz meine Geschichte.

Veröffentlicht am 29.05.2025

Grandiose Idee, für mich aber mit Schwächen

Our Infinite Fates
0

Die siebzehnjährige Branwen ist anders als andere Jugendliche, denn sie kann sich an jedes ihrer Leben erinnern, aber auch daran, wie sie jedes Mal endeten. Eigentlich ist ihr Name Evelyn und ...

Die siebzehnjährige Branwen ist anders als andere Jugendliche, denn sie kann sich an jedes ihrer Leben erinnern, aber auch daran, wie sie jedes Mal endeten. Eigentlich ist ihr Name Evelyn und ihr Verhängnis ist Arden, den sie liebt, dessen Schicksal mit ihrem verknüpft ist und der sie immer wieder vor ihrem 18. Geburtstag tötet. Doch in diesem Leben wünscht sich Evelyn nichts mehr, als zu überleben, denn ihre kleine Schwester ist an Leukämie erkrankt und Evelyn soll ihre Spenderin sein. Wird Arden sie finden oder wird sie es endlich schaffen, ihrem Schicksal zu entgehen.  
Vor Beginn des Buches war ich unglaublich gespannt auf die Geschichte, denn ein Buch über Wiedergeburt habe ich in der Form noch nie gelesen. 
Sprachlich fand ich die Geschichte rund um Evelyn/Branwen und Arden einfach wunderschön. Autorin Laura Steven schreibt bildhaft, aber auch sehr ruhig und mit leisen Tönen, die irgendwie zart wirkten.
Dabei ist das Grundthema, immer wieder geboren und von dem Menschen, den man liebt, getötet zu werden, ja eigentlich grausam und schmerzhaft, wobei gerade dieses Schmerzhafte durch die Sprache noch hervorgehoben wird.
Die Idee fand ich richtig grandios, doch das Tempo war mir von Beginn an einfach bis zum Ende zu ruhig. Zwar nimmt es später an Spannung zu, doch der große Plottwist am Ende fand ich irgendwie nicht passend.
Hinzu kommt, dass wir neben der Handlung in der Gegenwart, Wales 2022, chronologisch in Evelyns vielen Leben rückwärts reisen. Meist wechselten die Kapitel ab, man reist durch Jahrhunderte, trifft immer auf die gleichen beiden Personen in verschiedenen Körpern und weiß, wie die Begegnungen immer wieder enden. Dadurch tritt man immer wieder auf der Stelle, es fühlt sich an wie alle siebzehn Jahre grüßt das Murmeltier, nur traurig anstelle von humorvoll. Irgendwie war es berührend, aber auch sehr schleppend.
Evelyn/Branwen mochte ich sehr, als Protagonistin und Ich-Erzählerin lernt man sie, zumindest in der Gegenwart, intensiv kennen. Gerade ihre Beziehung zu ihrer Schwester hat mich sehr berührt und zeigt, wie Evelyn tickt.
Arden hingegen blieb für mich, egal in welchem Körper, nicht greifbar. Allein wegen dem, was er Evelyn immer wieder antut, ohne sich zu erklären, mochte ich ihn nicht. Zwar werden seine Beweggründe zum Ende hin klar, doch ich konnte das irgendwie nicht mit Evelyn vereinbaren. Ich könnte mir vorstellen, dass es hilfreich gewesen wäre, das ein oder andere Kapitel aus seiner Sicht zu erleben, um auch ihn fühlen zu können.
Mein Fazit: Sprachlich und von der Idee her ein ungewöhnliches Buch, das mich leider in der Umsetzung nicht vollständig überzeugen konnte. Evelyn war ein starker und vorstellbarer Charakter, Arden blieb mir fremd und die Liebe zwischen ihnen war für mich nicht verständlich, da man sie irgendwie nie richtig fühlen konnte. Durch die immer wieder ähnlichen Kapitel kam die Handlung nicht vorwärts.

Veröffentlicht am 26.05.2025

Tolle Atmosphäre, aber wenig Spannung

Die Schanze
0

Nach einer Trennung kehrt die junge Ärztin Ellen Roth in ihre Heimat direkt am Rande der Alpen zurück. Hier soll sie die Hausarztpraxis übernehmen und selbst ein wenig wieder zur Ruhe finden. Doch kaum ...

Nach einer Trennung kehrt die junge Ärztin Ellen Roth in ihre Heimat direkt am Rande der Alpen zurück. Hier soll sie die Hausarztpraxis übernehmen und selbst ein wenig wieder zur Ruhe finden. Doch kaum wieder in der Heimat, wird an einer Skischanze ein Toter gefunden. Ellen ist geschockt, denn sie kennt den Toten noch aus ihrer Schulzeit. Erinnerung an längst vergangene Tage werden wieder wach und Ellen sieht sich mit dem Grund, weshalb sie einst floh, erneut konfrontiert. Doch der Tote Mitschüler ist erst der Anfang und Ellen beginnt mit dem Journalisten Merab eigenständig zu ermitteln.
Mit Die Schanze erschien der erste Thriller aus der Feder des Autors Lars Menz.
Der Einstieg in diesen Thriller fällt sehr leicht, denn der Autor schreibt recht bildlich, leicht und flüssig. Schnell befindet man sich mitten in den Alpen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die doch recht beklemmende Atmosphäre, die auch noch durch die Abgeschiedenheit des Dorfes und der winterlichen Stimmung unterstrichen wird.
Gerade so kleinere Orte haben ja doch immer eine spezielle Wirkung, man spürt Misstrauen und Beobachtungen. Hin und wieder übertreibt es der Autor allerdings mit seinen Beschreibungen, was ein wenig überladen wirkt.
Die Handlung ist zwar interessant, aber beginnt auch recht schleppend, was zunächst auf die Spannung drückt. Als geübter Thrillerleser fiel mir auch schnell auf, in welche Richtung das Geschehen lief und so richtig große Plottwists gab es für mich leider nicht.
Protagonistin Ellen Roth fand ich dafür wiederum sehr authentisch dargestellt. Sie kämpft auch nach all den Jahren noch mit den Dämonen der Vergangenheit, was sie auf dem ersten Blick verletzlich erscheinen lässt. Doch mit der Rückkehr und dem sich dem Vergangenem stellen müssen, zeigt sie überraschend auch Stärke.
Polizist Haußer und Journalist Merab haben mir soweit sehr gut gefallen. Auch sie sind sehr vielschichtig gezeichnet und wirken dadurch glaubwürdig.
Ansonsten trifft man hier auch noch auf die Dorfbewohner, die einem alle nicht so ganz geheuer vorkommen und hin und wieder auch zu Vermutungen verlocken.
Mein Fazit: Für ein Thrillerdebüt war es insgesamt gut gelungen, zwar waren manche Dinge zu leicht lösbar und somit vorherzusehen, aber mit der Atmosphäre und den Darstellungen der Charaktere konnte der Autor hier durchaus punkten. Mir fehlte vor allem zu Beginn allerdings die Spannung und auch das Ende konnte mich nicht so richtig überraschen. So bleibt der Thriller ein wenig hinter meinen Erwartungen. Unterhält durchaus gut, ist aber kein absolutes must read, zumindest nicht für Thriller-Vielleser.

Veröffentlicht am 26.05.2025

Ruhig und atmosphärisch

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
0

Kriminalinspektorin Maya Topelius möchte eine Auszeit im Ressort ihrer Freundin Emily nehmen. Doch mit der Erholung auf der abgelegenen Schäreninsel ist es vorbei, als es zu einem Streit kommt und später ...

Kriminalinspektorin Maya Topelius möchte eine Auszeit im Ressort ihrer Freundin Emily nehmen. Doch mit der Erholung auf der abgelegenen Schäreninsel ist es vorbei, als es zu einem Streit kommt und später ein Toter gefunden wird. Als dann auch noch ein Sturm aufzieht und die Schäreninsel Svartlöga isoliert, bleibt Maya nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln.
Mit Still ist die Nacht erschien der zweite Schwedenkrimi aus der Feder von Sandra Aslund rund um die Ermittlerin Maya Topelius.
Der Schreibstil ist angenehm und leicht und die Insel atmosphärisch und gut vorstellbar gezeichnet. Ich mag ja diese Grundstimmung skandinavischer Krimis total und gerade diese Atmosphäre ist ein absoluter Pluspunkt des Buches, doch leider verrennt sich die Autorin Sandra Aslund hier ein wenig in den esoterischen Beschreibungen des Ressorts, das hier einfach zu viel Raum einnimmt.
Der Prolog machte den Einstieg unheimlich spannend, allerdings kommt es im Mittelteil dann doch zu Längen, die auch ein wenig auf das Privatleben der Ermittlerin zurückzuführen ist, das hier mit einfließt. Interessant wurde die Dynamik unter den Gästen, klar, sie sind abgeschirmt und dadurch beginnen dann auch die Verdächtigungen. Trotzdem konnte ich hier einiges vorausahnen.
Maya Topelius ist unheimlich sympathisch und man begleitet sie gerne bei ihren Ermittlungen. In diesem Buch steht sie nicht nur vor den Ermittlungen, sondern auch vor persönlichen Schwierigkeiten mit ihrer Freundin Emily, die ich aber nicht immer nachvollziehen konnte und etwas nervig fand. Ihr Kollege Pär bleibt in diesem Band deutlich im Hintergrund, was ich schade, aber verständlich fand.
Die Nebencharaktere sind vielschichtig und bieten Abwechslung, allerdings sind sie doch äußerst vielzählig, was hin und wieder für Verwirrung sorgt.
Mein Fazit: Still ist die Nacht ist ein ruhig erzählter Krimi, der mit viel Atmosphäre daherkommt. Wer gut ausgearbeitete Charaktere mit Tiefe mag und einen sich langsam entfaltenden Spannungsbogen, wird hier auf seine Kosten kommen. Wer aber viel Tempo und Action mag, würde hier enttäuscht werden. Ich mag vor allem die Ermittlerin und bin gespannt auf weitere Fälle.

Veröffentlicht am 25.05.2025

Rache kann schön sein

Heiress Takes All
0

Seitdem sich ihre Mutter von ihrem Vater hat scheiden lassen, hat sich für die siebzehnjährige Olivia Owens einfach alles geändert. Ihr Vater Dash ist steinreich, doch der Ehevertrag hat Olivia und ihre ...

Seitdem sich ihre Mutter von ihrem Vater hat scheiden lassen, hat sich für die siebzehnjährige Olivia Owens einfach alles geändert. Ihr Vater Dash ist steinreich, doch der Ehevertrag hat Olivia und ihre Mutter ins Nichts katapultiert. Doch heute heiratet ihr Vater erneut und zwar gerade einmal eine fünfundzwanzig Jährige und Olivia ist bei der Party eingeladen. Allerdings hat sie ganz andere Pläne, als andächtig der Musik zu lauschen oder die neue Braut des Vaters zu bewundern. Olivia will Rache und gemeinsam mit Freunden und einem Lehrer hat sie einen cleveren Plan ausgeheckt, um ihren Daddy um ein paar Millionen zu erleichtern.
Wie wunderschön kann ein Buch eigentlich sein?! Dieses hier ist auf jeden Fall ein absolut optisches Highlight für mich und weckte damit auch meine Aufmerksamkeit. Auch der Klappentext klang vielversprechend, da ich ein großer Fan von Heist Büchern bin und die Thematik immer spannend finde.
Der Einstieg fällt auch noch recht leicht, denn der Schreibstil des Autorenduos ist leicht und liest sich locker. Allerdings dauert es ein wenig, bis für mich hier etwas Spannung aufkommen wollte und auf den ersten hundert Seiten geschieht gar nicht so viel. Stattdessen dreht sich viel um Olivia und darum, was das verwöhnte Prinzesschen alles verloren hat. Ich hätte an dieser Stelle viel eher mehr über die einzelnen Charaktere erfahren und welchen Plan sie wie umsetzen wollen. Es dauert also wirklich, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, was sie später dann zum Glück auch noch macht.
Was man für mich hier locker hätte weglassen können, ist das hin und her mit Olivias Exfreund. Die Handlung des Buches umfasst eh nur einen sehr kurzen Zeitraum und da hätte ich das Drama und die Lovestory gar nicht für nötig gehalten. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache, für mich brachte es mich immer wieder aus der eigentlichen Handlung, dem Coup, raus.
Protagonistin Olivia, aus deren Sicht man das Geschehen miterlebt, war mir nicht wirklich sympathisch, sie soll als clevere und geschickte Anführerin ihrer Crew auftreten, doch immer wieder driften ihre Gedanken in die Richtung, wie unfair doch alles gelaufen ist und das nun ihr Erbe abhanden gekommen ist oder besser, sie kein Recht mehr darauf hat. Ihren Wunsch nach Rache kann ich schon irgendwie verstehen, aber dafür hätte ich mir hier eine taffe und smarte Protagonistin gewünscht.
Die Nebencharaktere bleiben mir leider auch zu flach, auch diese unterschiedlichen Figuren haben ganz viel Potential, um Spannung in die Story zu bringen, doch das meiste dreht sich um Olivia und deren Gedanken und Beobachtungen.
Mein Fazit: Das Buch bietet unheimlich viel Potential und das Thema, diese clevere Oceans Eleven Thematik, mag ich eigentlich sehr gerne. Diese kam aber hier einfach zu kurz und die erste Hälfte dümpelte leider sehr vor sich hin. Das Buch ist definitiv ein Jugendbuch, mir fiel es etwas schwer, mich in die Protagonistin hineinzuversetzen und meine Erwartungen, einen spannende und cleveren Heist Roman zu lesen, wurde nicht ganz erfüllt. Insgesamt zwar in Ordnung, aber ich werde den zweiten Band nicht mehr lesen.