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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Raffinierte Spannung

Das Signal
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Die junge Innenarchitektin Viola verliert bei einem Unfall ein Bein und ihre Welt gerät plötzlich aus den Fugen. Zwar kümmert sich ihr gutaussehender und erfolgreicher Mann Adam liebevoll um sie, doch ...

Die junge Innenarchitektin Viola verliert bei einem Unfall ein Bein und ihre Welt gerät plötzlich aus den Fugen. Zwar kümmert sich ihr gutaussehender und erfolgreicher Mann Adam liebevoll um sie, doch Violas Leben ähnelt nach der Rückkehr aus der Klinik eher einem Gefängnisaufenthalt: Sie sitzt im Erdgeschoss des abgelegenen alten Hauses der beiden buchstäblich fest, die mürrische Pflegekraft Otilia überwacht sie wie eine Wärterin und der liebende Gatte ist mehr unterwegs als daheim. Um mehr Überblick über seinen Tagesablauf zu bekommen besorgt sich Viola heimlich übers Internet einige GPS-Tracker. Mit ihrer Hilfe entdeckt sie bald, dass Adams Erzählungen größtenteils Lügen sind. Und dann stellt sich noch heraus, dass sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wurde und sich nun in großer Gefahr befindet...

Ich lese seit Jahren leidenschaftlich gerne Bücher von Ursula Poznanski, bin ein großer Fan ihres schriftstellerischen Talents und so freute ich mich schon sehr auf den neuen Roman. Eine Leseprobe hat mich neugierig gemacht und meine Erwartungen hochgeschraubt. Ich wurde nicht enttäuscht: Der neue Psychothriller ist eine Wucht! Die clever gestrickte und - wie man das von der Autorin nicht anders gewohnt ist - fesselnd erzählte und mit Twists gefüllte Geschichte hat mich sofort gepackt. Das Setting erinnert tatsächlich etwas an Hitchcock und verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre, der ich mich kaum entziehen konnte. Die sympathische Protagonistin wuchs mir ans Herz, ich konnte mich gut in sie und ihre schlimme Lage hineinversetzen, litt mit und freute mich dann, als sie sich zu helfen wusste. Violas technische „Hilfsmittel“ sind eine interessante Idee und bringen eine moderne Brisanz ins Buch.
Es war alles in allem ein großes Lesevergnügen und ich bin fast ein bisschen traurig, dass dieses schon ein Ende hat!

Fazit: Eine packende Lektüre, bei der Psychothriller-Fans definitiv auf ihre Kosten kommen werden!

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Rätselhafte Morde im Graphischen Viertel

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Leipzig, 1930: Felix, Vadim, Julius und Eddie sind allesamt junge, vom Leben gelangweilte Männer aus wohlhabenden Familien, die ihre Zeit statt mit dem Studium lieber mit Lesen, Diskussionen und Wein trinken ...

Leipzig, 1930: Felix, Vadim, Julius und Eddie sind allesamt junge, vom Leben gelangweilte Männer aus wohlhabenden Familien, die ihre Zeit statt mit dem Studium lieber mit Lesen, Diskussionen und Wein trinken in einem Antiquariat im Graphischen Viertel verbringen. Vadim ist der Inhaber des Antiquariats, führt es aber mehr schlecht als recht. Um den Fortbestand des Ladens zu sichern und vielmehr noch um eines Nervenkitzels willen werden die vier Freunde zu Bücherdieben. Sie stehlen besondere Exemplare, die Vadim unter dem Ladentisch weiter verkauft. Als sich ihnen die geheimnisvolle Eva anschließt und sie kurz darauf den Auftrag bekommen, ein mysteriöses Buch mit okkulten Inhalten zu beschaffen, gerät ihre Welt plötzlich aus den Fugen. Die Fünf bringen sich in eine große Gefahr und müssen um ihr Leben bangen...
Leipzig, 1945: Felix arbeitet inzwischen als Bibliothekar für die Amerikaner. Seine Aufgabe besteht darin, unzählige geraubte Bücher zu katalogisieren. Doch in dem zerstörten Leipzig erwartet Felix eine ganz andere Mission, bei der er von seiner Vergangenheit eingeholt und erneut mit düsteren, gefährlichen Geheimnissen konfrontiert wird...

Ach, wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Nach der Lektüre von Das Haus der Bücher und Schatten, das mich restlos begeistert hat, war ich sehr gespannt auf den neuen Roman aus der Reihe Die Geheimnisse des Graphischen Viertels. Meine Erwartungen waren sehr hoch und und als ich das tolle, meines Erachtens wieder perfekt passende Cover sah, hoffte ich auf jede Menge Spannung und diese besondere Atmosphäre, die Kai Meyer schon im letzten Buch so grandios zu erzeugen vermochte. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor verbindet geschickt Elemente eines historischen Romans, einer unheimlichen Geschichte und eines Spionagethrillers zu einem rasanten Pageturner zusammen, der wunderbar unterhält. Den Leser erwarten ein spannender Plot, interessante Charaktere, überraschende Wendungen, viel Action und Adrenalin, aber auch starke Gefühle. Und eine Prise Schaurigkeit, die ich persönlich in ähnlichen Büchern sehr mag.

Fazit: Ein toll geschriebener, fesselnder Roman, den man kaum aus der Hand legen kann, sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 11.09.2025

Fesselnd und überraschend

Die stumme Patientin
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Die Malerin Alicia Berenson sitzt in einer geschlossenen psychischen Anstalt. Sie soll vor Jahren ihren Mann, einen berühmten Modefotograf, erschossen haben. Danach hat sie nie wieder gesprochen und sich ...

Die Malerin Alicia Berenson sitzt in einer geschlossenen psychischen Anstalt. Sie soll vor Jahren ihren Mann, einen berühmten Modefotograf, erschossen haben. Danach hat sie nie wieder gesprochen und sich weder verteidigt noch verbal zu der Tat geäußert. Allerdings hat sie kurz nach dem Mord ein Selbstporträt gemalt und es mit einem geheimnisvollen griechischen Namen betitelt.
Von Alicias Fall fasziniert bewirbt sich der forensische Psychotherapeut Theo Faber um eine Stelle in der Anstalt und bekommt sie tatsächlich. Er versucht alles, um die "stumme Patientin" endlich zum Sprechen zu bringen. Wird es ihm gelingen?

Ich möchte nichts verraten, lesen Sie selbst!
Denn das Buch ist den zahlreichen begeisterten Kritiken gerecht. Spannend und atmosphärisch, mit überraschenden Twists und faszinierenden Figuren. Ich habe es verschlungen und die Lektüre sehr genossen! Es ist nach "Die Insel des Zorns" der zweite Roman von Alex Michaelides, den ich gelesen habe und beide haben mir außerordentlich gut gefallen. Ich freue mich schon auf die weiteren Werke dieses hochtalentierten Erzählers und kann ihn allen Fans von originellen Psychothrillers wärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 26.05.2025

Spannend und berührend

Herbstvergessene
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Seit zehn Jahren hatte Maja Sternberg so gut wie keinen Kontakt zu ihrer Mutter Lilli. Das Verhältnis zwischen den beiden war schon immer angespannt. Doch als plötzlich die Nachricht von Lillis Tod kommt ...

Seit zehn Jahren hatte Maja Sternberg so gut wie keinen Kontakt zu ihrer Mutter Lilli. Das Verhältnis zwischen den beiden war schon immer angespannt. Doch als plötzlich die Nachricht von Lillis Tod kommt ist Maja tief betroffen. Sie reist nach Wien, wo die Mutter gelebt hat, um sich um ihren Nachlass zu kümmern und die Beerdigung zu organisieren. Laut der Wiener Polizei war Lillis Tod ein Selbstmord, doch die Tochter kann das nicht glauben. Ein altes Foto weckt ihre Neugier und führt Maja auf die Spur eines dunklen Familiengeheimnisses...

Als mir eine Bekannte diesen Roman mit einer besonderen Empfehlung überreicht hatte dachte ich mir nichts dabei und lies das Buch mit dem eher unscheinbaren Cover erstmal eine ganze Weile liegen. Doch irgendwann wurde ich neugierig und fing doch an zu lesen. Zum Glück! Anja Jonuleits Schreibstil hat mir auf Anhieb gefallen und die Geschichte erwies sich als richtig spannend! Nicht nur das, sie hat mich auch sehr berührt, was größtenteils an der großen Einfühlsamkeit liegt, mit der die Autorin die Schicksale ihrer Protagonisten schildert. Sie schafft es auch wunderbar, die Handlung in der Gegenwart mit den Rückblenden aus der Vergangenheit zu verknüpfen. Die letzteren fand ich besonders interessant und ergreifend, denn sie versetzen uns in die düstere Zeit der Naziregimes. Anja Jonuleit gelingt es sehr gut, die Atmosphäre des Angst und der ständigen Bedrohung zu erzeugen. Wie konnte mir diese begnadete Erzählerin bis dato unbekannt bleiben? Ich habe die Lektüre sehr genossen und bin richtig begeistert! Der beste Beweis: Die weiteren Romane Anja Jonuleits stehen bereits in meinem Regal und ich freue mich schon sehr darauf, sie demnächst zu lesen!

Fazit: Ein toll geschriebener Roman und eine fesselnde Geschichte, die unter die Haut geht. Bitte unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Packend!

Allein gegen die Lüge
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Aus heiterem Himmel bekommt der Student Matt Pine eine furchtbare Nachricht: Seine Eltern, sein kleiner Bruder und seine Schwester, die gerade noch einen Urlaub in Mexiko machten, wurden dort in ihrer ...

Aus heiterem Himmel bekommt der Student Matt Pine eine furchtbare Nachricht: Seine Eltern, sein kleiner Bruder und seine Schwester, die gerade noch einen Urlaub in Mexiko machten, wurden dort in ihrer Ferienwohnung tot aufgefunden. Als Todesursache wird eine defekte Gasleitung vermutet. Das FBI will die Umstände der Tragödie trotzdem genauer unter die Lupe nehmen, denn die Familie Pine ist der amerikanischen Öffentlichkeit durchaus bekannt: Matts älterer Bruder Danny sitzt seit Jahren wegen Mordes an seiner Freundin im Gefängnis und eine populäre True-Crime-Serie stellt seine Verurteilung als Justizfehler dar. Hängt der alte Mordfall mit dem Tod der Familie Pine zusammen? Ob er will oder nicht wird Matt in die Sache hineingezogen und schwebt schon bald selbst in Todesgefahr...

Alex Finlay liefert mit seinem Buch einen Thriller ganz nach meinem Geschmack: Fesselnd von dem ersten Satz an bis zum überraschenden Ende, mit rasantem Tempo und glaubwürdigen Charakteren. Keine Effekthascherei, grausame bzw. blutige Szenen. Der Autor hat das nicht nötig. Er schafft es, das Grauen auch mit leisen Tönen darzustellen und eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Durchweg gut und spannend geschrieben; der Perspektivenwechsel sorgt für Abwechslung und beleuchtet die Ereignisse aus verschiedenen Winkeln. Interessant fand ich auch den psychologischen Aspekt: den Umgang mit der Schuld, vor allem wenn es um die vermeintliche Schuld eines geliebten Familienangehörigen geht.

Fazit: Ein Pageturner, den man am liebsten nicht aus der Hand legen möchte! Eine klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans!

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