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Veröffentlicht am 05.06.2025

Romantische Fantasy in fesselndem Schreibstil

We Reach for the Light
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Wegen seiner Rolle bei Casziels Rettung, muss sich der Dämon Ambri vor seinem neuen Meister beweisen. Zum Zeichen seiner Treue soll er eine reine Seele ins Verderben stürzen, dafür hat er den sensiblen ...

Wegen seiner Rolle bei Casziels Rettung, muss sich der Dämon Ambri vor seinem neuen Meister beweisen. Zum Zeichen seiner Treue soll er eine reine Seele ins Verderben stürzen, dafür hat er den sensiblen Künstler Cole auserkoren, der nach seinem Studienabschluss in einer erfolglosen Phase steckt und unter gewaltig Selbstzweifeln leidet. Kurz nachdem ihm Ambri zum ersten Mal erschienen ist, erlebt Cole einen kreativen Aufschwung, der ihm auf Anhieb internationalen Ruhm und finanziellen Erfolg beschert. Gekrönt wird dieses Glück von den zarten Gefühlen, die sich zwischen ihnen entwickeln, doch als Ambri bereit ist, sich seine echte Zuneigung zu Cole einzugestehen, tauchen weitere Diener des Dämonenmeisters auf, die Coles Verderben beschleunigen sollen.

"We Reach for the Light" von Emma Scott ist der zweite Band der "Angels & Demons" Dilogie, die beiden Protagonisten tauchen bereits im Vorgänger "We Conquer the Dark " als Nebenfiguren auf. Dennoch kann die Geschichte auch ohne Kenntnis des ersten Teils gelesen werden, Cole und Ambri bekommen ihren eigenen Handlungsfaden und die Verbindung zu Lucy und Casziel wird ausreichend erklärt. Die Hauptfiguren waren mir schnell ans Herz gewachsen, Ambri sogar noch ein wenig mehr als Cole. Wie schon im ersten Buch schien es mir, als ob der menschliche Teil des Paares ein wenig blasser charakterisiert worden ist, als der schillernde Dämon, der nicht so recht an seine eigene Güte glauben kann.

Der Schreibstil war genau so fesselnd, wie ich es von Emma Scott kenne und liebe und dennoch konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass das gewisse Etwas, das mich in den Büchern der Autorin immer so begeistert hat, fehlte. Allerdings vermag ich den Finger nicht auf den Punkt zu legen, woran es genau lag - hatte ich eventuell zu hohe Erwartungen, da Fantasy mein absolutes Lieblingsgenre ist und diese Reihe der erste Ausflug der Autorin in diese Richtung war? Insgesamt kann ich trotz der kleinen Einschränkung von einem runden Leseerlebnis sprechen, das mich entspannt und zufrieden zurück gelassen hat, so dass ich diesen Fortsetzungsband gern weiter empfehle.

Fazit: Die romantische Fantasy-Geschichte hat mich durchaus gefesselt, ich mochte die Protagonisten sehr. In meinen Augen erreichte das Buch zwar nicht ganz das Niveau, das ich von Emma Scott gewohnt bin, dennoch bietet es gute Unterhaltung, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 28.05.2025

Fesselnder Einstieg in eine mythische Geschichte mit etwas düsterem Hintergrund

The Deer and the Dragon
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Bereits seit Kindertagen hat Marlow einen imaginären Freund, zunächst ist das ein weißer Fuchs, den ihre streng religiöse Mutter als Diener des Bösen ansieht. Später wird die junge Frau Nacht für Nacht ...

Bereits seit Kindertagen hat Marlow einen imaginären Freund, zunächst ist das ein weißer Fuchs, den ihre streng religiöse Mutter als Diener des Bösen ansieht. Später wird die junge Frau Nacht für Nacht von einem verführerischen Mann besucht, der ihre Sinnlichkeit weckt und mit dem kein realer Liebhaber jemals mit halten konnte. Obwohl Marlow inzwischen eine erfolgreiche Autorin ist, lebt sie zurück gezogen und glaubt, unter Wahnvorstellungen zu leiden. Doch als das "Trugbild" Caliban sie plötzlich nicht mehr aufsucht, vergeht sie vor Sehnsucht und begibt sich in gefährliche Situationen, angetrieben von der Hoffnung, ihn wieder zu finden. Als eine nordische Fee in Marlows Wohnung auftaucht und ihr sagt, dass ihr "imaginärer" Gefährte in Wirklichkeit ein Prinz der Hölle ist, muss sie sich entscheiden, ob sie dieser Liebe eine Chance geben und sich in einen uralten Krieg der Götter einmischen möchte.

"The Deer and the Dragon" von Piper CJ ist der Auftakt einer Fantasyreihe, bei dem es etwas gedauert hat, ehe ich emotional in der Geschichte angekommen war. Den Einstieg fand ich recht sprunghaft erzählt, zwar wirft die Autorin ihre Lesenden sofort ohne großes Vorgeplänkel in eine Szene aus Marlows Leben hinein, danach folgen allerdings zerstückelt wirkende Erinnerungen an ihre Vergangenheit, die sicherlich dazu gedacht waren, die Protagonistin besser kennen zu lernen, mich aber nicht so recht gepackt haben. Daher hat es eine Weile gedauert, ehe ich mit Marlow warm werden konnte, möglicherweise liegt das auch an ihrer introvertierten Art, dass bei mir der Eindruck entstand, von jeder anderen Figur in der Handlung ein deutlicheres Bild zu bekommen, als von der eigentlichen Hauptdarstellerin.

Dennoch kann ich den Schreibstil nur als äußerst fesselnd bezeichnen, ich mochte das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen und als ich das Gefühl bekam, Marlow endlich etwas mehr zu kennen, war ich emotional in jedem Lesemoment an ihrer Seite. Den fantasievollen Hintergrund fand ich sehr detailliert ausgearbeitet, es gibt ein breites Spektrum an Pantheons, die auf eine Vielzahl von Mythologien zurück greifen. Nachdem Marlow zu der Erkenntnis gelangt war, dass ihre Erfahrungen nicht auf Einbildung beruhen, stieg der Spannungsbogen konsequent an, bis zum Finale, das in einem Cliffhanger ausläuft und mich nun voller Ungeduld auf den Fortsetzungsband warten lässt.

Fazit: Nach dem etwas holprig wirkenden Anfang bin ich doch noch emotional in die fantasievoll geschriebene Geschichte eingetaucht und mochte den Roman bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen. Für diesen fesselnden Fantasy-Auftakt spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus,

Veröffentlicht am 14.05.2025

Fantasievoller Trilogie-Auftakt, etwas oberflächliche Figurengestaltung

Faebound
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Seit ihrer Jugend kämpft Yeeran in einem endlos scheinenden Krieg gegen das benachbarte Elfenvolk, gerade erst ist sie zur Kommandantin aufgestiegen. Damit ist sie die jüngste Elfe in ihrer Armee, der ...

Seit ihrer Jugend kämpft Yeeran in einem endlos scheinenden Krieg gegen das benachbarte Elfenvolk, gerade erst ist sie zur Kommandantin aufgestiegen. Damit ist sie die jüngste Elfe in ihrer Armee, der jemals diese Ehre zuteil wurde, doch bereits ihr erster Einsatz scheitert verhängnisvoll. Nach den Regeln ihres Volkes erwartet sie die Hinrichtung - Oberhaupt Salawa, die seit Jahren Yeerans Geliebte ist, wandelt diese Strafe in Verbannung um, was für sie beinahe schlimmer als der Tod ist. Yeerans Schwester Lettle und der loyale Oberst Rayan folgen der ehemaligen Soldatin in die Wildnis, wo sie unvermittelt auf Fae treffen, obwohl diese seit 1000 Jahren als ausgestorben gelten. Die Elfen werden gefangen genommen, nach und nach müssen Yeeran, Lettle und Rayan feststellen, dass die Fae nicht nur ganz anders sind, als sie in ihren düsteren Legenden gehört haben, auch ihre Loyalitäten werden in Frage gestellt, nachdem sie das verborgene Reich Mosima etwas kennen gelernt haben.

"Faebound" von Saara El-Arifi ist der Auftakt einer fantasievollen Trilogie, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Die magische Welt, die Legenden der Götter, die sie erschaffen haben, die drei Völker, die einst als Kinder dieser Götter entstanden sind und ganz besonders die geheimnisvollen Tierwesen, denen sehr viel Magie innewohnt, haben mich bezaubert, die emotionale Tiefe der Figuren fand ich dagegen noch etwas ausbaufähig. Yeeran, Lettle und Rayan waren mir durchaus sympathisch, allerdings hatte ich den Eindruck, immer nur das Allernotwendigste über sie zu erfahren, selbst die kleinen Einblicke in ihre Vergangenheit verrieten gerade so viel, wie zum Verständnis der aktuellen Situation vonnöten war.

Der Schreibstil hat mich locker und leicht durch die Seiten gleiten lassen, zwischenzeitlich mochte ich den E-Reader kaum weg legen. Manche Lesende werden sich in diesem Buch möglicherweise an kleinen Ungereimtheiten stoßen - z.B. die magischen Tierwesen Obeah, die zwar das Maul voller bedrohlicher Reißzähne haben, sich aber ausschließlich von Pflanzen ernähren - für mich schmälern solche Widersprüche das Lesevergnügen nicht. Den Schluss fand ich spannend beschrieben, obwohl die eine oder andere Wendung etwas vorhersehbar war. Dennoch habe ich mich insgesamt angenehm unterhalten gefühlt und freue mich schon auf die Fortsetzung, für diesen fantasievollen Reiheneinstieg spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Meiner Meinung nach hätte etwas mehr emotionale Tiefe die Charakterisierung der Figuren abgerundet, ein wenig mehr Sorgfalt bei der Hintergrundgestaltung hätte den Gesamteindruckt perfektioniert, dennoch kann ich von einem fesselnden, fantasievollen Leseerlebnis sprechen, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 02.05.2025

Spannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Hexe und Hexenjäger

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Zwei Jahre ist es her, seit die Hexenköniginnen gestürzt wurden und über alle Hexen des Reiches die Todesstrafe verhängt worden ist, auch Rune Winters geliebte Großmutter hat man im Rahmen dieser Säuberungsaktion ...

Zwei Jahre ist es her, seit die Hexenköniginnen gestürzt wurden und über alle Hexen des Reiches die Todesstrafe verhängt worden ist, auch Rune Winters geliebte Großmutter hat man im Rahmen dieser Säuberungsaktion hingerichtet. Rune selbst verbirgt ihre Hexenkräfte, bei Tag spielt sie der Gesellschaft die oberflächliche Erbin vor, nachts rettet sie andere Hexen, die von der Blutwache verhaftet wurden vor dem sicheren Tod. Um einer alten Freundin ihrer Großmutter zu helfen, muss sie ein gefährliches Spiel beginnen, denn nur Gideon Sharpe, der berüchtigte Hexenjäger, hat die Informationen, die Rune benötigt. Dabei ahnt sie nicht, dass Gideon ihr längst auf der Spur ist, schon lange versucht er, den "roten Nachtfalter" zu fangen und vermutet nun, dass Rune ihm den entscheidenden Hinweis liefern kann.

"Heartless Hunter" von Kirsten Ciccarelli ist eine Romantasy-Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Rune war mir bereits nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen, obwohl sie zwei Jahre zuvor gezwungen war, eine grässliche Entscheidung zu treffen, tut sie alles, was in ihrer Macht steht, um andere Hexen vor der gefürchteten Blutwache zu retten. Dass sie bei dem gefährlichen Spiel mit Gideon ab und an etwas unüberlegt handelt, habe ich ihrem Alter zugeschrieben, sie ist gerade einmal 18 Jahre und schon seit zwei Jahren ganz auf sich allein gestellt. Gideon, den ich nach den anfänglichen Beschreibungen eher als altgedienten Haudegen eingeschätzt hätte, ist nicht wesentlich älter als sie, im Lauf der Handlung habe ich mehr zu seiner traumatischen Vergangenheit erfahren und den Hass, den er für alle Hexen empfindet, besser verstanden, inzwischen mag ich ihn ebenfalls sehr.

Sowohl die Protagonisten, als auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich authentisch und lebensecht dargestellt, ich hatte von ihnen allen ein klares Bild vor Augen. Das Worldbuilding hätte für meinen Geschmack gern etwas umfassender ausfallen dürfen, dem Lesevergnügen hat das in meinen Augen aber keinen Abbruch getan. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, das Katz-und-Maus-Spiel, dass sich Rune und Gideon liefern, ohne zu bemerken, wie sich die vorgetäuschten Gefühle in echte Zuneigung verwandeln, fand ich ausgesprochen spannend. Insgesamt hatte ich mit diesem Auftaktband einige wunderbare Lesestunden, der Cliffhanger am Ende macht Lust auf die Fortsetzung. Diese fantasievolle Lektüre empfehle ich daher gern weiter.

Fazit: Mich hat dieser Auftaktband um Hexenmagie und zart aufkeimende Gefühle zwischen einer Hexe und einem erbitterten Jäger der Blutwache bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, so dass ich gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 28.04.2025

Faszinierender Reihenauftakt mit etwas sperrigem Beginn

Spark of the Everflame
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Diem Bellator arbeitet wie ihre Mutter als Heilerin, doch erst als diese plötzlich verschwindet, darf sie auch in Häusern der Descended - Nachkommen, der Götter, die einst die Welt der Menschen kolonialisiert ...

Diem Bellator arbeitet wie ihre Mutter als Heilerin, doch erst als diese plötzlich verschwindet, darf sie auch in Häusern der Descended - Nachkommen, der Götter, die einst die Welt der Menschen kolonialisiert haben - tätig werden. Dabei erlebt sie täglich hautnah, wie arrogant die regierenden Descended auf die sterblichen Menschen, Mortals genannt, herab schauen. Kein Wunder, dass sich Diems Jugendfreund Henri der Rebellenbewegung angeschlossen hat, auch Diem will gegen die rücksichtslosen Descended vorgehen und ihr Volk befreien. Ihre neue Stellung als Palastheilerin bietet nicht nur die Möglichkeit, für die Rebellen zu spionieren, Diem hofft auch herauszufinden, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Doch Prinz Luther, der allgemein als Nachfolger des sterbenden Königs angesehen wird, beobachtet sie ständig und Diem spürt eine seltsame Verbindung, die sie vor sich selbst verleugnet.

"Spark of the Everflame" von Penn Cole ist der Auftaktband einer vierteiligen Reihe, bei dem es etwas gedauert hat, ehe ich einen Zugang zu der Geschichte finden konnte. Das lag vor allem an der sperrigen Protagonistin, Diem hat es mir zunächst nicht leicht gemacht, mit ihr warm zu werden. Obwohl sie Heilerin ist und ich nach Beendigung des Buches mit Fug und Recht behaupten kann, dass sie ein gutes Herz hat, zeigt sie sich nach Außen hin abweisend und kampfbereit - in ihrem Umfeld ist dieses Verhalten notwendig, da Mortal City, die Wohnsiedlung der Menschen, eher an ein Ghetto erinnert und die Straßen besonders für Frauen häufig gefährlich sind. Ihre vorlaute Art, die von der Mutter lange Zeit durch Medikamentengabe unterdrückt wurde, erschwert ihr das Alltagsleben zusätzlich.

Auch die Welt, in der Diem lebt, hat sich mir erst nach und nach erschlossen, als mich die Handlung dann aber einmal gepackt hatte, mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil hat mich gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr los gelassen, da noch drei Bände folgen, war es natürlich absehbar, dass dieses Buch auf einen Cliffhanger endet, so dass ich es kaum erwarten kann, den nächsten Teil zu lesen. Insgesamt habe ich mich auf fantasievolle Weise unterhalten gefühlt und spreche für diesen Reihenauftakt gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Nachdem es etwas gedauert hat, ehe ich einen Zugang zu Diem und ihrer Welt finden konnte, hat mich das Buch doch noch gepackt und bis zur letzten Seite in seinem Bann gehalten. Den soliden Auftaktband, dessen Cliffhanger bereits Lust auf die Fortsetzung macht, empfehle ich gern weiter.