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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Besser als erwartet. Unerwartete Wendungen und ziemlich brutal.

LOST LOVE CIRCUS
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Zunächst habe ich gedacht, dass diese Dark-Romance mal wieder ein 0,5 oder 1 Sterne Kandidat wird, jedoch wurde es zum Ende hin noch richtig spannend und unerwartet brutal. Es steckt mehr hinter dem Plot ...

Zunächst habe ich gedacht, dass diese Dark-Romance mal wieder ein 0,5 oder 1 Sterne Kandidat wird, jedoch wurde es zum Ende hin noch richtig spannend und unerwartet brutal. Es steckt mehr hinter dem Plot als sinnloses Rudelbumsen und der Hauptprotagonist Alexey war mir auch irgendwie sympathisch.

Mashas Schwester ist wie vom Erdboden verschwunden, doch eine Spur im Darknet führt sie geradewegs in die einsame Kälte Alaskas zum „Lost Love Circus“. Hier bewerben sich Anwärter/innen vor den sog. „Wreckern“ um in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden.

Freie Kost und Logis, sowie Orgien und das Ausleben jeglicher sexueller Wünsche bestimmen den Alltag. Im Grunde ist das Konzept wie ein Wanderbordell nur ohne Bezahlung, weshalb ich bis jetzt immer noch nicht den Sinn verstehe, warum man in diesen Zirkus eigentlich eintreten sollte, außer man ist geisteskrank und notgeil. Aber sei es drum, Dark Romance halt …

Jedenfalls versucht Masha nun herauszufinden, was mit Jekaterina passiert ist und der Wrecker Alexey hat es von Anfang an auf sie abgesehen, beansprucht sie für sich alleine und schafft damit eine Neiddebatte unter den anderen Mitgliedern. Außerdem wird das Oberhaupt, die Destroyerin, auf diese Beziehung aufmerksam.

Masha ahnt nicht, dass Alexey aus einem bestimmten Grund im „Lost Love Circus“ ist. Es wird zunehmend gefährlicher, aber auch leidenschaftlicher für sie beide.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Mehr Slow Burn geht nicht. Teilweise zu langatmig, aber dafür sympathische Protagonisten.

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Eine eigentlich ganz gute und auch spannende Romantasy, in der der Slow-Burn-Trope aber wirklich extrem ausgereizt wurde. Die Tension zwischen den Hauptprotagonisten baut sich dadurch natürlich sehr schön ...

Eine eigentlich ganz gute und auch spannende Romantasy, in der der Slow-Burn-Trope aber wirklich extrem ausgereizt wurde. Die Tension zwischen den Hauptprotagonisten baut sich dadurch natürlich sehr schön auf, aber irgendwann sollten sie auch mal zur Sache kommen, was erst gegen Ende in geringen Dosen, ohne relevante Spice-Szenen, geschehen ist.

Die Windweberin Rhya, die nichts von ihren magischen Kräften ahnt, befindet sich auf der Flucht, da Halblinge und Feenwesen gnadenlos in Anwyvn ausgemerzt werden sollen. Sie trifft auf General Scythe, der ein besonderes Mal an ihr feststellt und beschließt, sie in die Nordlande zu entführen.

Rhya ahnt nicht, dass er einen wichtigen Plan verfolgt, um die Elementmagien wieder zu vereinen. Scythe bringt ihr bei, wie sie den Wind rufen und für sich nutzen kann. Aus anfänglichen Feinden, werden Freunde und schon bald noch mehr. Doch der Feind schläft nicht und greift die Nordlande an. Erneut ist Rhya auf der Flucht und Scythe hadert mit seinen Gefühlen.

Es ist stellenweise doch sehr langatmig und es gibt auch Szenen, die sehr ausgeschmückt werden, die Geschichte aber nicht voranbringen. Ich muss z. B. nicht zig Seiten darüber lesen, wie Rhya zu einem Ballkleid kommt und wie dieses geschneidert wird. Dennoch werde ich diese Fantasy-Trilogie wohl weiter verfolgen, vor allem weil mir Rhya und Scythe als Paar gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Unerwartet gut.

SICKO
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Endlich mal wieder eine relativ gute Dark-Romance, bei der man nicht ständig die Augen verdreht oder sich zu Tode langweilt. Allerdings ist die Übersetzung sehr komisch und hölzern. Kommt mir vor, wie ...

Endlich mal wieder eine relativ gute Dark-Romance, bei der man nicht ständig die Augen verdreht oder sich zu Tode langweilt. Allerdings ist die Übersetzung sehr komisch und hölzern. Kommt mir vor, wie mit KI übersetzt und dass dann keiner mehr richtig gegengelesen hat, aber dafür kann die Autorin ja nichts.

In dieser Geschichte geht es um Jade, die bereits als Baby von der reichen Familie Kane adoptiert wird. Schon immer fühlt sie sich zu ihrem Adoptivbruder Royce stark hingezogen, was sie jedoch versucht, zu unterdrücken.

Für Jade bricht eine Welt zusammen, als Royce von heute auf morgen, ohne ein weiteres Wort, verschwindet. Niemand weiß etwas, nicht mal ihre Eltern. 4 Jahre vergehen, bis er plötzlich wieder auf der Türschwelle steht. Er ist Vize eines Motorradclubs, nennt sich jetzt SICKO, ist körperlich gestählt und mit Tattoos geschmückt. Und kalt und unnahbar wie nie zuvor.

Aber auch Jade hat sich verändert. Was sie in den letzten 4 Jahren durchgemacht hat, gleicht Höllenqualen. Doch sie redet nicht darüber. Royce lässt sie keine Sekunde aus den Augen und den großen Bruder raushängen, was Jade schier wahnsinnig macht. Keiner darf sie anfassen. Jade ahnt nicht, dass auch Royce immer schon mehr für sie empfunden hat.

Was hier alles passiert, ist definitiv nicht vorhersehbar und gleicht schon einem Thriller mit viel Spice und Revenge. Es wird sehr brutal und es gibt heftige Szenen, die mich durchaus verwundert haben. Amo Jones ist eine Autorin, die ich im Auge behalten werde.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Nette Cozy-Crime-Reihe, kurzweilig und unterhaltsam.

Tee? Kaffee? Mord! - Der Club der Giftmischer
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Im 5. Teil der Serie geht es um den sog. „Club der Giftmischer“, der sich jährlich jährlich in Earlsraven trifft und aus gut zwei Dutzend Apotheker/innen besteht. Auf der Bühne werden Spiele wie „Rate ...

Im 5. Teil der Serie geht es um den sog. „Club der Giftmischer“, der sich jährlich jährlich in Earlsraven trifft und aus gut zwei Dutzend Apotheker/innen besteht. Auf der Bühne werden Spiele wie „Rate das Gift“ aufgeführt, aber aus Spaß wird bitterer Ernst, als einer der Teilnehmer, Travis Bertram, tot von der Bühne fällt. Offensichtlich wurde ihm echtes Gift verabreicht!

Doch wer könnte etwas so Schreckliches tun und warum? Hatte er Feinde? Wie immer versuchen Nathalie Ames, ihre Köchin Louise und Constable Strutner der Sache auf den Grund zu gehen.

Es gibt auch noch eine kleine, witzige Nebenhandlung zwischen Nathalie und einem Sänger. Vielleicht entwickelt sich ja im Laufe der Serie etwas zwischen den beiden.

Wie immer eine nette, kurzweilige Unterhaltung und einer der interessanteren Fälle in „Tee? Kaffee? Mord!“. Ich höre die Serie immer mal wieder zwischendurch weiter. Mehr als 3 Sterne sind es bisher aber nie.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Gut geschriebenes, dystopisches Gedankenexperiment, das mich aber jetzt nicht vom Hocker gerissen hat.

Für immer
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Ein interessantes und durchaus gut geschriebenes, dystopisches Gedankenexperiment, in dem die Menschen quasi in der Zeit einfrieren, während die Natur und die Tiere um sie herum ganz normal weiterleben ...

Ein interessantes und durchaus gut geschriebenes, dystopisches Gedankenexperiment, in dem die Menschen quasi in der Zeit einfrieren, während die Natur und die Tiere um sie herum ganz normal weiterleben und -wachsen und auch altern.

Der Mensch jedoch hat keinen Hunger oder Durst mehr, die Haare und Nägel wachsen nicht mehr, aber auch schwerwiegende Krankheiten, wie Krebs und sonstige Schmerzen und Gebrechen, werden in ihrer Entwicklung gestoppt.

Schwangere können nicht gebären, da auch die Ungeborenen nicht mehr wachsen. Menschen, die Unfälle hatten und längst tot sein müssten, verharren in einer Art Schwebezustand. Sich selbst umzubringen ist dementsprechend auch nicht mehr möglich.

Und in diesem Szenario begleiten wir nun einige Protagonisten während ihres Alltags und in ihren Gedankengängen. Was nützt es einem, wenn man nicht mehr sterben kann, sich aber irgendwann die Langeweile und Perspektivlosigkeit einschleicht?

Warum sollte man überhaupt noch arbeiten gehen? Berufszweige, wie Bestatter oder Lebensmittelhersteller, werden de facto gar nicht mehr gebraucht.

Und wie damit umgehen, wenn die Zeit plötzlich wieder normal läuft und sich der Krebs zurück in den Körper frisst? Was ist wirklich wichtig im Leben und warum ist gerade die Endlichkeit so kostbar?

Der Roman ist definitiv lesenswert, hat mich jetzt aber nicht sonderlich tief berührt oder neue Erkenntnisse geschenkt. Trotzdem regt er natürlich zum Nachdenken an. Maja Lunde hat einen schönen Schreibstil und ich werde noch mehr von ihr lesen.

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