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Veröffentlicht am 27.07.2025

Teils gewöhnungsbedürftiger Stil, aber hat mir gut gefallen

Tick Tack
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Es geht um die 15-Jährige Mette, hochintelligent aber unglücklich (ob "normal" teenagermäßig oder tatsächlich depressiv lässt sich nicht so ganz sagen). Sie hat schon einige Therapeut:innen und einen missglückten ...

Es geht um die 15-Jährige Mette, hochintelligent aber unglücklich (ob "normal" teenagermäßig oder tatsächlich depressiv lässt sich nicht so ganz sagen). Sie hat schon einige Therapeut:innen und einen missglückten Selbstmordversuch hinter sich, der ihr online zweifelhaften Ruhm eingebracht hat. Erzählt wird abwechselnd aus ihrer Perspektive und der von Jo, dem 26-jährigen Bruder einer Klassenkameradin des Bad Godesberger Elitegymnasiums. Jener möchte Mette noch berühmter machen (warum, erfährt man ganz am Ende) und beginnt, ihr bei ihren Videos zu helfen, Skripte zu schreiben etc. Das ganze 2020/21 - vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Ich mochte das Buch - einen Stern Abzug gibt es nur deshalb, weil mir persönlich ein "Mittelteil" gefehlt hat.

Die Autorin schreibt eindringlich aus Sicht der zwei jungen und sich von aller Welt missverstandenen Protagonist:innen die Gefahren, die in Onlineforen, Telegram-Gruppen, Tiktok etc. lauern.

Gefallen haben mir auch die eher alltäglichen Streitereien zwischen den Eltern und den jungen Erwachsenen - das kennt wahrscheinlich jede:r. Man denkt, man hat den totalen Durchblick und alle anderen kapieren es nicht ... :D

Besonders gefallen haben mir auch die Ortsbeschreibungen, weil ich selbst in der Nähe aufgewachsen bin und die Beschreibungen sowohl von bad Go als auch den Kölner Vierteln sehr akkurat waren.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Solider Thriller

Pray - Meine Rache findet euch
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Ich habe das Buch als erstes aus der Reihe gelesen - dies ist aber recht problemlos möglich. Man lernt die Charaktere natürlich erst neu kennen, es werden aber zwischendurch wenn nötig kurze Rückblicke ...

Ich habe das Buch als erstes aus der Reihe gelesen - dies ist aber recht problemlos möglich. Man lernt die Charaktere natürlich erst neu kennen, es werden aber zwischendurch wenn nötig kurze Rückblicke gegeben (aber auch nicht zu viel, sowas würde mich als Leserin, die die anderen Bände kennt, nerven.

Es wird sehr spannend abwechselnd aus Sicht der beider Ermittler Rick Bentz und Reuben Montoya, der Tochter von Bentz (Kristi) sowie dem oder den Verdächtigen geschrieben.

Ein totgeglaubter Mörder scheint wieder da zu sein. Hat er es diesmal auf Kristi abgesehen, die seine Geschichte in einem ihrer Bestseller-True Crime-Bücher veröffentlicht hat? Vieles scheint dafür, aber genausoviel dagegen zu sprechen.

Bentz und Montoya, aber auch Kristi selbst, die gerade ihren Ehemann durch die Hand des Mörders verloren hat, machen nun Jagd auf ihn.

Teilweise fand ich die Sprache etwas holprig und steif, dies kann natürlich an der Übersetzung liegen.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Interessant konzipierter Krimi mit einigen Länger

Die Entführung
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Der Krimi hat mir an sich gut gefallen - Gerade zum Schluss war es mir aber zu viel "Gerede" und zu wenig Krimi.

Die Hälfte der Handlung spielt im Jahr 2000, als die Freundinnen Lena und Ronja an ihrem ...

Der Krimi hat mir an sich gut gefallen - Gerade zum Schluss war es mir aber zu viel "Gerede" und zu wenig Krimi.

Die Hälfte der Handlung spielt im Jahr 2000, als die Freundinnen Lena und Ronja an ihrem letzten Urlaubstag am Chiemsee entführt werden. Diesen Teil des Buches fand ich zum Großteil wirklich spannend, da abwechselnd aus der Sicht der Mädchen sowie der zwei Ermittler:innen Jakob und Eva erzählt wird, die sich um die Familien der Mädchen kümmern. Allerdings kam mir auch da schon die eigentliche "Krimi"-Handlung etwas zu kurz. Jakob und Eva sind mehr oder weniger "Babysitter" und versuchen, Lenas reichen Vater auf die Verhandlungen mit den Entführern vorzubereiten und den Familien beizustehen. Von der eigentlichen Ermittlungsarbeit der Polizei erfährt man kaum etwas.

Die zweite Hälfte spielt 17 Jahre später. Ohne zu viel zu spoilern - eines der Mädchen hat überlebt, die Leiche des zweiten wurde nie gefunden. Plötzlich wird aber doch eine Leiche in der Nähe des Hofes, wo sie damals festgehalten wurden, gefunden ...

In diesem zweiten Teil wurde es dann teilweise sehr undurchsichtig. Sehr viele Namen, die Protagonisten wurden verwirrenderweise oft entweder mit ihrem Vor- oder Nach- oder Spitznamen benannt, sodass man sich für manche der (nicht wenigen) Figuren auch noch mehrere Namen merken musste. Und dieser Teil bestand überwiegend aus Gesprächen, in denen immer mehr herauskam, wer (eigentlich alle) wie in die damaligen Ereignisse verwickelt war, wer was wusste, wann wo war, wem was gesagt hat etc.

Das Ende fand ich dann wiederum ganz gut gelöst, nur die letzten 100 Seiten waren recht mühsam zu lesen - hier hätte man insgesamt kürzen und generell ein paar Leute weglassen können, um das Ganze etwas dynamischer zu machen.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Eine gute Sommerlektüre

Funny Story
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Wer nach einer netten Lektüre sucht, sich sich entspannt und flüssig lesen lässt, aber nicht zu viel Denkleistung erfordert, ist hier richtig.

Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, mich letztendlich ...

Wer nach einer netten Lektüre sucht, sich sich entspannt und flüssig lesen lässt, aber nicht zu viel Denkleistung erfordert, ist hier richtig.

Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, mich letztendlich aber für 4 entschieden, weil das Buch zwar keinen wirklich spannenden Momente enthält, aber insgesamt auch nie langweilig wurde. Gefallen hat mir, dass die Protagonist:innen die ganze Zeit recht ehrlich miteinander reden und die ganze Story nicht (wie sonst leider oft in Büchern dieser Art) auf einem Missverständnis beruht, was durch normales miteinander reden schnell gelöst wäre.

Miles und Julia fand ich total sympathisch, die eigentliche Hauptfigur Daphne wirkt neben den exzentrischeren anderen Figuren leider etwas blass, vielleicht soll genau das sie aber authentisch machen.

Die Message ist letztendlich, dass Glück nicht ein (nach außen hin) 'perfektes' Leben ist, sondern die kleinen Momente, die tagtäglich passieren und auch im eigentlichen Chaos gefunden werden kann.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Ein schönes queeres Jugendbuch mit leicht fantastischen Elementen, ...

More Happy Than Not
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... die noch mehr hätten ausgearbeitet werden können.

Das Buch hat mir als Coming-of-Age-Geschichte eines queeren Jungen, der mit seiner Identität, seinen Lebens- und Familienverhältbissen struggelt und ...

... die noch mehr hätten ausgearbeitet werden können.

Das Buch hat mir als Coming-of-Age-Geschichte eines queeren Jungen, der mit seiner Identität, seinen Lebens- und Familienverhältbissen struggelt und in den ersten Liebesbeziehungen nach Glück sucht, gut gefallen. Die eingewebte fantastische Storyline (Gedächtnisanpassungen, um schlimme/belastende Erinnerungen zu vergessen) war mir aber irgendwie zu wenig ausgearbeitet und für die Handlung auch nicht so wirklich nötig. Ich persönlich hätte eine rein "realistische" Geschichte besser gefunden.

Ich habe die Ausgabe mit dem "neuen" letzten Kapitel gelesen, das hat mir als Abschluss nochmal gut gefallen.

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