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Veröffentlicht am 18.08.2025

Zwischen Flucht und Liebe

We Burn Daylight
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Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen: Eine Liebesgeschichte, inspiriert von Romeo und Julia, vor dem Hintergrund einer Sekte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Stammbibliothek ...

Der Klappentext des Buches hat mich sofort angesprochen: Eine Liebesgeschichte, inspiriert von Romeo und Julia, vor dem Hintergrund einer Sekte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Stammbibliothek das Buch so schnell ins Sortiment aufgenommen hat.

Die Umsetzung der Erzählperspektiven hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird wechselseitig aus der Sicht der Jugendlichen dargestellt, unterbrochen durch Ausschnitte eines Podcasts 30 Jahre später. Bis zum Schluss war mir nicht klar, wer diesen Podcast ins Leben gerufen hat.
Leider hat mir hier durchweg der Spannungsbogen gefehlt. Das könnte an dem schlichten Schreibstil liegen oder auch an dem Umfang der Geschichte an sich. Die knapp 500 Seiten hätten im Lektorat sicherlich - ohne Inhaltsverlust - eine Kürzung vertragen können.

Der Autor gibt im Nachwort an, dass es hier nicht um den Sektenführer geht. Dafür nimmt dieser, schon allein durch die Sektenthematik an sich, in sämtlichen Erzählsträngen großen Raum ein. Wie viel von den Geschehnissen auf der Farm Fiktion ist, kann ich nicht sagen, da ich keine Vorkenntnisse zu den Ereignissen 1993 in Waco habe. Auffällig war hier, wie wenig sympathisch Lamb dargestellt wurde, was einen Widerspruch zum Ruf des charismatischen Sektenführer darstellt.

Insgesamt eine Empfehlung an alle Leser, die sich für Liebesgeschichten vor dem Sektenhintergrund interessiert. Ein Jahresfavorit war es für mich allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Im Herzen der Flammen

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Ich hatte mich sehr auf die Story gefreut, allerdings anfangs Schwierigkeiten in die Welt einzusteigen. Die ersten Kapitel haben sich für mich eher nach Info Dumping mit schottischer Mythologie angefühlt, ...

Ich hatte mich sehr auf die Story gefreut, allerdings anfangs Schwierigkeiten in die Welt einzusteigen. Die ersten Kapitel haben sich für mich eher nach Info Dumping mit schottischer Mythologie angefühlt, was möglichst schnell abgehandelt werden musste, um mit der eigentlichen Handlung loslegen zu können. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen.

Aemyras hitzköpfige und impulsive Art hat mir gut gefallen und passt zu ihrer Rolle im Königreich. Im weiteren Verlauf ändert sich jedoch ihr Verhalten etwas und sie wirkte schon fast langweilig und austauschbar auf mich. Die Lovestory finde ich ok, für mich ein klassisches Enemies to lovers Konzept. Leider ist an dem atemberaubend schönen Prinzen ein Großteil ihres Charakters verloren gegangen.

Erwartungsgemäß endet das Buch mit einem Cliffhanger. Obwohl mich die Geschichte nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich das zweite Buch sicherlich lesen.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Abenteuer in den Alpen

Holmes & Moriarty
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Ich bin ein großer Fan der Dynamik zwischen Sherlock Holmes und Watson. Daher wollte ich dieses Buch schnellstmöglich lesen.
Der Einstieg aus der Sicht von Watson hatte den typischen Klang und ließ mich ...

Ich bin ein großer Fan der Dynamik zwischen Sherlock Holmes und Watson. Daher wollte ich dieses Buch schnellstmöglich lesen.
Der Einstieg aus der Sicht von Watson hatte den typischen Klang und ließ mich bereits innerlich bei einer Tasse Tee lächeln. Bei der erzwungenen Zusammenarbeit konnte ich Watson förmlich mit den Augen rollen sehen. Die Kapitel aus der Sicht von Moran haben mir leider nicht so gut gefallen. Die ungeduldige und manchmal recht platte Erzählweise bildeten zwar einen großen und sicherlich gewollten Gegensatz zum Ton von Watson, haben mir ansonsten aber nicht viel gegeben. Trotzdem war ich auf die Spannungen zwischen Holmes und Moriarty gespannt - die dann gar nicht so groß waren wie erwartet. Was mich am meisten irritiert hat, war die Darstellung von Sherlock Holmes. Die Figur wirkte hier geradezu unspektakulär und stand wenig im Vordergrund.

Insgesamt eine kurzweilige Story, die mich aber nicht vollkommen überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Das Paradies ist nicht immer wie es scheint

The Surf House
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Bea ist Model, doch der Job macht ihr keinen Spaß. Nach einem Vorfall in den Gassen von Marrakesch beschließt sie, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und in einem kleinen Küstenort neu anzufangen. ...

Bea ist Model, doch der Job macht ihr keinen Spaß. Nach einem Vorfall in den Gassen von Marrakesch beschließt sie, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und in einem kleinen Küstenort neu anzufangen. Doch das Surferparadies ist nicht so friedlich wie es scheint.

Es ist mein zweites Buch der Autorin. Der Schreibstil ist schlicht und lässt sich flüssig lesen. Auch hier ist es Clarke wieder gelungen, einen konstanten, allerdings eher langsamen, Spannungsbogen aufzubauen. Gut gefallen hat mir die Urlaubsatmosphäre: Sonne, Strand und optimale Bedingungen zum Surfen. Das schöne Cover spiegelt dieses Feeling wider.

Leider konnte ich bis zum Schluss keinen richtigen Zugang zum Hauptcharakter finden. Die meisten Handlungen von Bea waren für mich einfach nicht nachvollziehbar. Trotzdem war die Geschichte interessant und ich wollte wissen wer der Mörder ist. So ganz überraschend war die Auflösung zwar nicht, jedoch spannend genug um weiterzulesen.

Insgesamt ein gemütlicher Thriller und eine gute Lektüre für den nächsten Strandurlaub.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Eine Stadt im Krieg

Ginsterburg
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Ich habe einige Zeit benötigt, um in der Geschichte anzukommen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und ich musste mich erst daran gewöhnen. Auch die verschiedenen Beziehungen der Charaktere zu verinnerlichen ...

Ich habe einige Zeit benötigt, um in der Geschichte anzukommen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und ich musste mich erst daran gewöhnen. Auch die verschiedenen Beziehungen der Charaktere zu verinnerlichen hat etwas gedauert, was vielleicht an den wechselnden Perspektiven lag. Im Rückblick muss ich leider sagen, dass ich zu keinem Charakter eine Bindung aufbauen konnte.
Am meisten hat mich wohl irritiert, dass der Roman als feinfühlige Darstellung der familiären und freundschaftlichen Verstrickungen der Nazizeit vermarktet wurde. Für mich wurde die Entwicklung der Stadt und ihrer Menschen emotionslos vorgetragen, was zwar zum Kriegssetting passt, aber die Entwicklung der Charaktere in den Hintergrund gedrängt hat.

Insgesamt würde ich den Roman eher als anspruchsvoll beschreiben. Die verschiedenen Handlungsstränge zu verfolgen benötigt Aufmerksamt. Das Buch eignet sich daher nicht als Lektüre für zwischendurch. Für Fans von historischen Romanen in der Zeit des zweiten Weltkriegs eine Empfehlung.

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