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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2025

Neue Ermittlungen in Castle Knoll

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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Mit Annie konnte ich - hier noch mehr als im ersten Band - nicht so richtig warm werden. Wenn man bedenkt, dass sie Kriminalromane schreiben möchte und bei jeder passenden Gelegenheit einwirft, dass sie ...

Mit Annie konnte ich - hier noch mehr als im ersten Band - nicht so richtig warm werden. Wenn man bedenkt, dass sie Kriminalromane schreiben möchte und bei jeder passenden Gelegenheit einwirft, dass sie bereits zwei Morde gelöst hat, ist sie für mich wirklich keine gute Ermittlerin. Im Gegenteil erscheint sie mir unfassbar naiv und kann nur zu Lösungen kommen, wenn sie ihr zufällig vor die Füße fallen (oder in die Jackentasche). Um hier nicht zu spoilern, belasse ich es dabei und gehe nicht weiter auf das Ende ein. Auch findet für mich keine Charakterentwicklung statt, was ich für eine Fortsetzung schade finde. Die Ermittlungen sind durch zahlreiche Details und Verdächtigungen gekennzeichnet, die den Leser durchaus auf falsche Fährten führen können. Ein bisschen mehr britischer Charme hätte der Geschichte nicht geschadet.

Insgesamt eine solide Empfehlung an alle, die mit Cozy Crime beginnen möchten.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag, der mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Kurzweilige Unterhaltung

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Es ist mein erstes Buch des Autors, weshalb ich keine besonderen Erwartungen hatte. Der Schreibstil ist schlicht und lässt sich schnell lesen. Die kurzen Kapitel helfen dabei.
Der Klappentext klang für ...

Es ist mein erstes Buch des Autors, weshalb ich keine besonderen Erwartungen hatte. Der Schreibstil ist schlicht und lässt sich schnell lesen. Die kurzen Kapitel helfen dabei.
Der Klappentext klang für mich total interessant, wie eine Mischung aus Dystopie, Science Fiction und Krimi. Um nicht zu spoilern, möchte ich auch gar nicht viel zum Inhalt sagen. Es gibt mehrere Verdächtigungen, falsche Fährten und natürlich kommt alles ganz anders als man zu Beginn beim Miträtseln denkt. Wirklich mitgerissen hat mich die Suche nach dem Mörder allerdings nicht. Was auch größtenteils an den Charakteren lag. Irgendwie blieben sie bis zum Schluss ziemlich blass und ich habe zwischendurch die Familienverhältnisse verwechselt.

Auch wenn mich das Buch nicht vollkommen überzeugen konnte, ist es insgesamt gute Unterhaltung für zwischendurch. Ich würde auch andere Werke des Autors lesen.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Die Jagd nach dem Mörder

Blutrotes Karma
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Die Handlung beginnt mit umfangreichen, seitenlangen Darstellungen von Studentenkrawallen in Paris im Jahr 1968. Zwischen Protesten und der Suche der eigenen Rolle innerhalb dieser findet Hervé die Leiche ...

Die Handlung beginnt mit umfangreichen, seitenlangen Darstellungen von Studentenkrawallen in Paris im Jahr 1968. Zwischen Protesten und der Suche der eigenen Rolle innerhalb dieser findet Hervé die Leiche seiner Freundin, die selbst eine größere Rolle innerhalb der Aufstände hat. Zusammen mit der besten Freundin von Suzanne und seinem Bruder führt Hervé die Spur des
Mörders nach Indien.

Es ist mein erster Roman des Autors, daher wusste ich auch nicht genau was mich erwartet. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, ist teilweise aber recht ausschweifend. Grangé neigt dazu, Handlungsorte sehr bildhaft und ausschweifend zu beschreiben und mit geschichtlichen Hintergrundinformationen zu füttern. Für die Geschehnisse in Indien war das durchaus vorteilhaft, so konnte ich mir die Schauplätze gut vorstellen. Es führt allerdings auch dazu, dass durch einige Wendungen in der Handlung ein Thriller mit 608 Seiten entstanden ist. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der Autor nicht ursprünglich zwei Ideen hatte und diese hier zu einem Buch verknüpft hat - Studentenaufstand in Paris und religiöse Sekten in Indien.
Eine Empfehlung an Fans von Thrillern mit Schwerpunkt auf religiösen Praktiken und Verstrickungen im Milieu von Sekten. Für mich insgesamt ein solider Thriller, aber zu ausschweifend erzählt.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Frauen auf dem Weg in die Freiheit

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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Im Jahr 1955 verwandeln sich Hunderttausende Frauen in Amerika in Drachen. Auch danach passieren spontane Verwandlungen. Doch dies wird zum Tabuthema. Alex Tante verwandelt sich, ihre Mutter jedoch nicht. ...

Im Jahr 1955 verwandeln sich Hunderttausende Frauen in Amerika in Drachen. Auch danach passieren spontane Verwandlungen. Doch dies wird zum Tabuthema. Alex Tante verwandelt sich, ihre Mutter jedoch nicht. Zum Schweigen gezwungen, entwickelt Alex im Laufe der Zeit immer mehr Fragen.

Zunächst vorab: Dass sich Frauen im Amerika der 50er Jahre aus spontaner Wut in Drachen verwandeln, kann ich bei den in diesem Roman dargestellten männlichen Charakteren absolut nachvollziehen. Allein die Aussage von Alex Vater, dass Frauen sich um Haushalt und Familie zu kümmern haben und dafür keinen höheren Bildungsabschluss benötigen, hätte für meine spontane Verwandlung schon ausgereicht.

Es handelt sich hierbei nicht um ein klassisches Fantasybuch. Die Drachen stehen vielmehr als Allegorie für female empowerment. Neben dem allgemeinen Frauenbild dieser Zeit werden auch Themen wie unbezahlte Care-Arbeit, familiäre Traumata und Identitätsfindung angesprochen. Es wurden auch queere Themen angeschnitten, hier hätte ich mir jedoch einen größeren Fokus gewünscht. Dadurch hätte auch Alex als Hauptcharakter eine tiefere Weiterentwicklung erfahren können. Die Geschichte hatte einige Längen und der Schluss wurde fast schon plötzlich abgehandelt.
Obwohl ich mir mehr Wut und eine intensivere Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen gewünscht hätte, kann ich den Roman weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Im Kreis der Wächter

Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge
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Eine moderne Version der Artus-Sage im heutigen England hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Und natürlich die Erwähnung einer elitären Geheimgesellschaft in London. Um das gleich vorweg zu nehmen: ...

Eine moderne Version der Artus-Sage im heutigen England hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Und natürlich die Erwähnung einer elitären Geheimgesellschaft in London. Um das gleich vorweg zu nehmen: Die Wächter sind genau so, wie man sich das in einer Geheimgesellschaft vorstellt. Sie sind enorm reich, abgehoben und manchmal sogar unausstehlich. Harper passt dort so gar nicht hinein. Sie arbeitet am liebsten allein in der Goldschmiede ihrer Familie.
Das Goldschmieden ist jedoch nur zu Beginn Teil der Geschichte und wird im Laufe der Handlung eigentlich erstmal zur Nebensache. Harper selbst war mir relativ sympathisch, auch wenn ich sagen muss, dass sich der Charakter für mich eher nach Young Adult als New Adult anfühlt. Die Beziehung zu ihrer besten Freundin finde ich gut gelungen und realistisch dargestellt. Auch die Love Story wurde langsam aufgebaut und wirkte nicht überstürzt. Trotzdem fehlte mir während der ganzen Suche nach Excalibur das gewisse Etwas. Es kam leider nie richtig Spannung auf. Das konnte auch der Cliffhanger am Ende nicht mehr retten.

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