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JonasRoka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2025

Die Geschichte von Antonio geht weiter

Antonio - Zweiter Teil
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Mir hat der 1. Teil sehr gut gefallen und ich war neugierig, wie sich der Handlungsverlauf weiterspinnt. Ich wurde nicht enttäuscht. Antonio wird zwar ins Internat abgeschoben, aber dort ergeben sich ...


Mir hat der 1. Teil sehr gut gefallen und ich war neugierig, wie sich der Handlungsverlauf weiterspinnt. Ich wurde nicht enttäuscht. Antonio wird zwar ins Internat abgeschoben, aber dort ergeben sich neue Möglichkeiten für ihn, und er findet den Freund fürs Leben: Stefan. Hinzu bekommt er neuen Familienanschluss, da sein Vater sich weiterhin nicht mit Ruhm bekleckert, auch nicht bezüglich Francesca.
Er ahnt jedoch nicht, dass Michele weiterhin ein schützende Hand über ihn hält, denn im Internat treibt ‚Landsmann‘ sein Unwesen. Johannes hingegen begegnet er leibhaftig, aber annähernd geklärt erscheint die Art ihrer Beziehung bei Weitem nicht…

Teil 1 spielte hauptsächlich auf 2 Erzähl- und Zeitebenen (London und Schweiz), jetzt kommt eine 3. hinzu: NewYork, wo Michelle sich ein neues Leben aufgebaut hat. Teil 2 knüpft nahtlos an den Vorläufer an; und ich finde, sprachlich ist er noch ein Stück weiter entwickelt. Der Spannungsbogen ist ziemlich gut und noch immer ist nicht klar, wo die Reise letztendlich hinführt.

Manko: Der Druck war z.T. (immer die linken Seiten) etwas fehlerhaft, aber nicht so, dass das mein Lesevergnügen ernsthaft einschränkt hätte.

Fazit: Lohnende Fortsetzung, habe bereits Band 3 bestellt

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Besondere, übernatürliche Fähigkeiten sollten nicht in die falschen Hände geraten

Das Tor
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Ich hatte zunächst die Fortsetzung „Yesterday“ gelesen. Die machte mich neugierig auf Band 1.
Hier ist Elisabeth (die Großmutter von Hannah) die Hauptfigur und Karin, ihre Zwillingsschwester, die in einer ...

Ich hatte zunächst die Fortsetzung „Yesterday“ gelesen. Die machte mich neugierig auf Band 1.
Hier ist Elisabeth (die Großmutter von Hannah) die Hauptfigur und Karin, ihre Zwillingsschwester, die in einer anderen Zeitlinie lebt. Titelgebend ist das Portal, das die Zeitsprünge ermöglicht.

Interessant war für mich auch, nochmals etwas mehr über die Ereignisse bei der Geburt von Elisabeth mitten im Bombenhagel auf Essen im Jahr 1943 zu erfahren und welche Beeinflussung das „grüne Band“ dabei hatte.

Neben diesen phantastischen Elementen folgt der Roman den Vorgaben eines Thrillers, mit sehr spannenden Höhepunkten. Gerade die Szenen in der Grube und auf dem Flughafen werden so eindrucksvoll geschildert, dass mir „das Blut in den Adern gefror“.

Gerade zum Ende hin gab es nochmals ein äußerst spannende Wendung, die ich so nicht erwartet habe, die sich aber – im Rahmen der Gesamtgeschichte – schlüssig einfügte.

Auch dieses Mal hat mir der Schreibstil des Autors wieder sehr gut gefallen.

Fazit: Eines dieser Bücher, die man intuitiv aus dem großen Stapel zieht, da man nicht mehr erwarten kann, wo die Lesereise einen hin entführen wird.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Augenöffner

EXIT
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Ich bin in sehr religiösem Umfeld aufgewachsen, habe aber als recht junger Mensch schon begonnen, zu hinterfragen und mir meine eigenen Gedanken zu machen. Anfang der 90er wurde das Buch von Tilman Moser ...

Ich bin in sehr religiösem Umfeld aufgewachsen, habe aber als recht junger Mensch schon begonnen, zu hinterfragen und mir meine eigenen Gedanken zu machen. Anfang der 90er wurde das Buch von Tilman Moser „Gottesvergiftung“ dabei sehr bedeutend für mich.

Per Zufall bin ich auf einer Buchmesse nun auf vorliegendes Buch gestoßen. 21 Beiträge ganz unterschiedlicher Autorinnen und Autoren, die verschiedene Aspekte des Themas durchleuchten.
Sie zeigen das ausufernde Drama der Verflechtung zwischen Staat und Kirche in Deutschland auf.

Es gibt so einiges, was man als selbstverständlich hingenommen hat, so z.B. dass man als Arbeitnehmer bei der Caritas oder beim diakonischen Werk eben einer Kirche zugehörig sein muss. Doch ist das auch rechtens? Oder, dass man auf bei der Einkommenssteuererklärung seine Konfession angeben muss.

Manche Beiträge richten auch nochmals den Blick auf die christliche Religion selbst. In welchem Aberglauben sind wir eigentlich erzogen worden? Besonders die katholische Kirche rückt dabei in den Fokus, aber auch die Protestanten haben offensichtlich nur gegen die schlimmsten Auswüchse protestiert. Der Kern der Sache wird in Frage gestellt.

Besonders der Beitrag von Klaus Ungerer „Die frohe Botschaft“ und der einleitende Artikel vom Herausgeber „Glaube.Macht.Gott“ sind besonders lobend zu erwähnen.

Für mich ein absolut bereicherndes Buch, ein tiefgehender und facettenreicher Einblick, bei dem es mich auch nicht sehr gestört hat, dass es inhaltlich manche Wiederholung gibt.


Fazit: Bin dankbar für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Beeinflusst populäre Musik den Zeitverlauf?

Yesterday
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Für mich sind Romane, die Zeitreisen in jeglicher Form behandeln, per se lesenswert. Darin mit selbst-konstruierten Maschinen zu reisen ist absolut Old School. Stellt sich also die Frage, wie gelingt ...


Für mich sind Romane, die Zeitreisen in jeglicher Form behandeln, per se lesenswert. Darin mit selbst-konstruierten Maschinen zu reisen ist absolut Old School. Stellt sich also die Frage, wie gelingt der moderne Sprung? In diesem Roman hat die Protagonistin eine Gabe geerbt und gelangt durch ein Tor in ihrem Garten in die Vergangenheit. Das möchte ich einmal so stehenlassen. Sie erhält bei ihrem ersten Sprung einen Auftrag von der Zwillingsschwester ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter, die in einer parallelen Zeitlinie lebt.

Hannah, ein 16jähriger Teeny, muss zurück ins Jahr 1966, um dort einen Anschlag auf die Beatles zu verhindern. Doch sie strandet bereits zwei Monate vor dem entscheidenden Datum in dem für sie fremden Jahrzehnt und muss sich erst einmal in den Alltag dort einfädeln. Das macht den Hauptteil der Handlung aus. Ihre Begegnung mit der ein paar Jahre älteren Gisela, in der sie eine Seelenverwandte findet und sich auch körperlich angezogen fühlt, ist ihr größter Glücksgriff. Muffige Familienfeiern, alte Rollenbilder, eingeschränkter Aktionsradius von Frauen und ein ganz anderer Musikgeschmack, daran muss sich Hannah erst einmal gewöhnen.

Ich habe mit großem Vergnügen als auch noch in den 60ern Geborener, aber diese Zeit nicht mehr bewusst Miterlebender, die Ausführungen gelesen und bekam ein konkretes Bild dieser Epoche. Vieles erinnerte mich an die 70er, die ich dann schon mit wachen Augen mitbekommen habe. Gerade die verwandtschaftlichen Zusammenkünfte aus dieser Zeit schweben mir noch lebhaft im Gehirn herum.

Dass die Zeitlinien durch Reisen in die Vergangenheit ganz schön durcheinandergeraten können, ist spätestens seit „Zurück in die Zukunft“ - Teil 2 allgemein bekannt. Hier vermischt der Autor ein wenig, da er auch von Parallelwelten spricht. Bei denen verhält es sich anders.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, aber vor allem hat mich beeindruckt, wie perfekt es dem Autor gelingt, eine Jugendliche dermaßen authentisch zu beschreiben. Rundum ist das Werk gut zu lesen und fesselnd.

Fazit: Ein Roman, der mich positiv zu überraschen wusste. Sicherlich nicht mein letztes Buch von diesem Autor.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Ein Blick von außen nach innen und wieder zurück

Meine deutsche Geschichte
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Der Autor ist Ende der 90er als Kind mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen in dem zunächst so fremden Land. Seine Integration ...

Der Autor ist Ende der 90er als Kind mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland eingewandert. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen in dem zunächst so fremden Land. Seine Integration gelingt, er „macht seinen Weg“, wie man so schön sagt, er studiert und arbeitet nun als politischer Berater im Deutschen Parlament.

Im Buch schreibt er über seine Sichtweise der Dinge mit Schwerpunkt Ukraine und Judentum. Er positioniert sich, ohne übergriffig oder missionarisch zu wirken. Dabei führt der die Leserschaft gut durch sein Werk, indem er in einleitenden Sätzen klar formuliert, was zu erwarten ist und was eher nicht. Mitunter sind die verschiedenen Themen nur angerissen, doch bezüglich des Umfangs des vorliegenden Buches wäre es auch gar nicht möglich, tiefgehend in die Materie einzusteigen. So ist es auch ein Überblick über die aktuell relevanten Themen aus Sicht des Autors.

Fazit: Gut zu lesen, interessant und überraschend unterhaltsam

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