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Veröffentlicht am 30.05.2025

Nettes Café und interessante Charaktere

Café Hannah - Teil 1
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Ann E. Hacker hat mit "Café Hannah - Teil 1" die Premiere zu einer Buchreihe geschaffen, die mittlerweile aus 7 Bänden besteht. In "Alles auf Anfang" werden die Charaktere, um die es im ersten Band geht, ...

Ann E. Hacker hat mit "Café Hannah - Teil 1" die Premiere zu einer Buchreihe geschaffen, die mittlerweile aus 7 Bänden besteht. In "Alles auf Anfang" werden die Charaktere, um die es im ersten Band geht, einzeln vorgestellt. Alle haben einen Bezug zur Inhaberin Hannah, welche mit viel Liebe ihr Café in der Blumengasse in München nach ihren Ideen und Vorstellungen eingerichtet und eröffnet hat.

Die Geschichten der einzelnen Charaktere, wie z.B. von Hannah, die sich ihren Lebenstraum mit dem Café erfüllt, ihrer Nichte Svenja, die Hamburg nach einer Familienfeier plötzlich verlässt, sowie deren geheimnisvollem Bekannten Ben, dem schrulligen Hausbewohner und Künstler Hubertus von Waldhausen bekommen Leben eingehaucht und werden interessant dargestellt. Das Buch lässt sich gut lesen, ist kurzweilig verfasst und als Leserin fühle ich mich, als wäre ich selbst in dem Café und würde die Geschichten hautnah miterleben.

Die Geschichten sind verständlich und realitätsnah dargestellt, einige werden im ersten Band glaubhaft aufgelöst. Andere bleiben zum Schluss hin offen, so dass die Leserschaft mit Spannung dem 2. Band der Serie rund um das Café entgegenfiebert, um zu erfahren, wie es mit den Protagonisten weitergeht.

Als ich begann das Buch zu lesen, hatte ich sofort die Assoziation zur langjährigen Fernsehserie "Lindenstraße", in welcher es um die unterschiedlichen Charaktere im Haus der Lindenstraße 3 geht. Die Geschichten um Hannah und ihr Café sind eigenständige Geschichten und keinesfalls ein Abklatsch der Serie. So ist es nicht verwunderlich, dass sich beim Lesen das wohlige und gewohnte Gefühl einstellt, welches beide gleichermaßen ausstrahlen.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Biographie mit wertvollen Tipps und Expertenmeinungen

Freiheit beginnt jetzt!
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Das Buch "Freiheit beginnt jetzt!" von Ulrike von der Groeben mit Co-Autorin Anna Butterbrod ist eine Biographie der populären Sportmoderatorin, welche mit Tipps und Infos von Experten aus den jeweiligen ...

Das Buch "Freiheit beginnt jetzt!" von Ulrike von der Groeben mit Co-Autorin Anna Butterbrod ist eine Biographie der populären Sportmoderatorin, welche mit Tipps und Infos von Experten aus den jeweiligen Fachbereichen gut abgerundet und informativ dargestellt ist. Wer Ulrike von der Groeben kennt und ihren Weg verfolgt hat, wird großen Gefallen daran finden, wenn sie aus dem Nähkästchen plaudert und mit ihrer Fröhlichkeit, ihrem Charme und ihrer Begeisterungsfähigkeit aus ihrem Berufs- und Privatleben schreibt.
Am Ende jedes Kapitels führt sie Interviews mit Experten zu den jeweiligen Themenbereichen, die viele Fragen und Sorgen der Menschen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, abdecken. Es geht dabei nicht nur um den Übergang in den Ruhestand, Tipps für mehr Gelassenheit und neue Perspektiven, die Chance auch im Alter fit und gesund zu bleiben sowie die Alternative, im Ausland den Lebensabend zu verbringen. Es geht auch um tiefgreifende Themen wie z.B. die Erfüllung durch ein Ehrenamt zu finden und darum, den Verlust der Lebenspartnerschaft durch Tod sowie den daraus resultierenden Neuanfang.
Ulrike von der Groeben bleibt dabei sehr authentisch und schreibt mit sehr viel Ehrlichkeit sowie Offenheit über ihre Leben. Wer die beliebte Sportmoderatorin kennt, wird dieses Buch lieben. Andere, die sich eher einen Ratgeber für die Rente wünschen und die Autorin nicht kennen, werden, wenn sie nicht gern Biographien lesen, lediglich die jeweiligen Interviews und Gespräche interessant finden, wobei in dem Fall das Preis-Leistungs-Verhältnis unausgewogen bleibt. Als langjährige sportinteressierte Zuschauerin wünsche ich mir eine Fortsetzung, die in ein paar Jahren davon handelt, wie die persönlichen Ziele, Wünsche und Hoffnungen an den Ruhestand erfüllt wurden.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Eine Nacht vor 14 Jahren...

Das Knistern unserer Herzen
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„Das Knistern unserer Herzen“ von Kathrin Samar ist ein Wohlfühlroman mit einem bunten Mix aus den Themenbereichen „Ersatzfamilie wider Willen“ und „unerfüllte Liebe aus der Vergangenheit“. Die Autorin ...

„Das Knistern unserer Herzen“ von Kathrin Samar ist ein Wohlfühlroman mit einem bunten Mix aus den Themenbereichen „Ersatzfamilie wider Willen“ und „unerfüllte Liebe aus der Vergangenheit“. Die Autorin verpackt die Story in die Kulisse einer Dorfgemeinschaft, wobei der Hauptschauplatz die ebenso idyllische wie fiktive Kleinstadt Rosewood ist.
Das Cover wirkt modern sowie verspielt und passt gut zum Stil des „New Adult“- bzw. „Romance“-Genres. Der Eindruck einer leichten, romantischen Sommerlektüre spiegelt die Geschichte perfekt wider. Die sanften Pastelltöne, die mit dezenten und romantischen Ornamenten im Herz- oder Blumenmotiv-Design auftreten, zieren das gesamte Cover. Die zarte Rose auf der Seite, die auch stets über jedem neuen Kapitel zu erkennen ist, passt sehr gut als Anspielung auf den fiktiven Schauplatz Rosewood. Die helle und fröhliche Wirkung lädt die Leserschaft ein, die gern Wohlfühlromane zu den Tropes „Second Chance Romance“, „Opposites Attract“ sowie „Grumpy meets Sunshine“ lesen. Letzteres tritt hier in vertauschten Rollen auf, da der männliche Hauptprotagonist den Part des „Sunshine“ übernimmt.
Die Geschichte startet mit dem stressigen Leben von Isabel (Izzy), die als Anwältin alles gibt, um Partnerin in ihrer Kanzlei zu werden. Für die Arbeit geht extrem viel Zeit drauf, sodass andere Belange stets in den Hintergrund rücken. Um ihrer langjährigen Freundin Sophie und deren Ehemann einen Gefallen zu tun, willigt sie ein, eine Woche lang auf deren drei Kinder im idyllischen Städtchen Rosewood aufzupassen, während die Eltern auf Kreuzfahrt sind.
Als sie mit den Kindern allein ist, scheint prompt alles schiefzugehen: Die Charaktere, von der trotzigen 14-jährigen Teenagerin Lisa über den wilden, circa 9-jährigen Fynn bis zur zweijährigen Alice, testen ihre Grenzen aus und machen Isabel das Leben schwer. Auch in logistischer Hinsicht ist die taffe Anwältin völlig überfordert. Wäre da nicht der freundliche Nachbar Rick, der stets zur Stelle ist, wenn die nächste Katastrophe ausbricht, wer weiß, was passiert wäre? Im Laufe der Geschichte stellt sich jedoch heraus, dass Isabel und Rick ein großes Geheimnis verbindet.
Rick ist der absolute „Sunshine“ in der Geschichte. Was auch passiert, er bleibt freundlich, zugewandt und ist immer hilfsbereit. Er ist ein bodenständiger Lehrer, der bei Eltern und Schülern sehr beliebt ist, sich für Musik begeistert und dessen treue Cocker-Spaniel-Hündin Cookie allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Er besucht seine Mutter regelmäßig im Pflegeheim, was zeigt, dass er ein großes Herz hat. Cookie gelingt es zudem, das Eis bei den Kindern zu brechen. Wenn sie zur Begrüßung angestürmt kommt, sind die Probleme erst einmal vergessen und alle können nach angespannten Situationen wieder lachen.
Isabel ist das genaue Gegenteil von Rick. Sie ist stark in ihrem Job und eine Löwin im Gerichtssaal, aber auf menschlicher Ebene im echten Leben – vor allem im Umgang mit Kindern – ist sie komplett überfordert. Zudem ist sie zu stolz, um Hilfe anzunehmen, und tut dies nur, wenn es absolut keine andere Lösung mehr gibt. Ihre Überforderung ist ihr deutlich anzumerken, und die Kinder nutzen das zunächst schamlos aus.
Das Buch legt stellenweise ein echt hohes Tempo vor. Vor allem die alltagsnahen Dialoge mit den Kindern und die Schlagabtausche zwischen Isabel und Rick haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Bis zur Mitte zog sich die Handlung für mich allerdings ein bisschen. Es jagt zwar eine Katastrophe die nächste, während Isabel ständig vor ihren eigenen Gefühlen flieht, aber die Haupthandlung kommt dabei kaum vom Fleck. Richtige Wendungen und echte Spannung kamen für mich leider erst in der zweiten Hälfte auf.
Auch hatte ich gehofft, dass die Demenzerkrankung von Ricks Mutter der Geschichte mehr Tiefe verleiht. Das hätte Rick so viel emotionale Reife geben und gleichzeitig zeigen können, wo seine Belastungsgrenzen abseits der typischen Romance-Klischees liegen. Stattdessen nutzt die Autorin dieses ernste Thema leider nur als „Deko“ und lässt es erzählerisch einfach fallen. Man liest stattdessen seitenlang über das Wenden von Chicken-Nuggets oder wer als Nächstes rot anläuft. Der einfache Wohlfühlstil ist zwar super schnell wegzulesen, aber mir fehlte hier einfach der Tiefgang.
Der Perspektivenwechsel in jedem neuen Kapitel ist zwar eine gute Idee und zeigt das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, aber für mich sind die Protagonisten nicht tiefgründig genug gezeichnet. Wir erfahren kaum etwas über die jeweiligen Vorgeschichten, was die Charaktere früher erlebt haben und warum sie in bestimmten Situationen genau so handeln. Die richtige Spannung kommt erst zum Schluss auf, als die Frage im Raum steht, wie ein Happy End aussehen kann.
Fazit: Wer eine leichte Geschichte sucht, die nicht zu tiefgründig ist, sich schnell liest und zum Wohlfühlen beiträgt, ist hier genau richtig. Die Story glänzt durch ihre alltäglichen Katastrophen und witzigen Dialoge.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Gesellschaftskritisch durch die Vorweihnachtszeit

Zuhause ist vorübergehend geschlossen
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Der Roman „Zuhause ist vorübergehend geschlossen“ von Antje Huhs ist das Gegenteil von dem, was wir als gemeinhin als Weihnachtsroman bezeichnen. Jeder, der aufgrund des Covers mit einem älteren Herrn ...

Der Roman „Zuhause ist vorübergehend geschlossen“ von Antje Huhs ist das Gegenteil von dem, was wir als gemeinhin als Weihnachtsroman bezeichnen. Jeder, der aufgrund des Covers mit einem älteren Herrn in roter Jacke und Stehlampe sowie dunklem Hintergrund und dem schneebedeckten Boden vermutet, eine atmosphärische, weihnachtliche Geschichte im passenden Ambiente mit gut dargestellter Szenerie zu bekommen, wird enttäuscht. Es geht nicht um das Weihnachtsfest, auch wenn die letzten ca. 30 Seiten am Heiligabend spielen. Liebe, Glück und Seligkeit sind nicht der Hauptbestandteil dieses Romans.

Wir lernen die unterschiedlichen Charaktere im Laufe der Geschichte kennen, den einen tiefgründiger, den anderen eher oberflächlich. Insgesamt geht es um hauptsächlich vier Familien, bei denen das Weihnachtsfest bedroht scheint. Es gibt einen Erlass der Regierung, der aufgrund des Streiks der Pflegekräfte besagt, dass Privathaushalte unter gewissen Voraussetzungen einen älteren Menschen, der im Heim lebt, aufnehmen und versorgen müssen. Hierbei bietet sich der Zusammenhang zur Weihnachtsgeschichte an, denn damals war es der Stall, in welchem Jesus zur Welt gekommen ist, da Maria und Josef keine andere Unterkunft gefunden haben. In dieser Geschichte sind es die älteren Menschen, die aufgrund eines Streiks eine vorübergehende Unterkunft bei Bürgern der Gesellschaft finden sollen.
In gewisser Weise kommt die Geschichte lustig daher, sie ist spannend und mit guter Wortwahl verfasst, wobei wir über so einige witzige Sprüche lachen und auch schmunzeln können, aber gleichzeitig wird hier ein großes Maß an Sozialkritik an unserer Gesellschaft ausgeübt. Es wird deutlich aufgezeigt, wie wenig christlich die Menschen sich in der Vorweihnachtszeit verhalten, wenn es darum geht, bedürftigen Mitmenschen zu helfen. Dabei lassen sich einige diverse Tricks und Kniffe einfallen, damit nur sie selbst sich nicht um ältere Menschen kümmern müssen. Andere wiederum, die zuvor als heile Familie funktioniert haben, zeigen sich der Ehefrau gegenüber sehr egoistisch, indem sie diese die gesamten Aufgaben allein erfüllen lassen. So ist es die brave Hausfrau, die sich nicht wohl mit dieser Aufgabe fühlt und trotzdem alles in ihrem Ermessen macht, um dem älteren Herrn, der in ihrer Familie untergebracht ist, einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Dabei stößt sie regelmäßig auf Widerstände.

Fluchttendenzen, der Egoismus in unserer Gesellschaft und das Wegsehen der Menschheit vor den Bedürfnissen anderer, ist in diesem Buch zum Markenzeichen geworden. Daraus folgende Bedürfnisse so wie Verhaltensänderungen sind wünschenswert, und genau das wird hier aufgezeigt. Es ist eine Mahnung, denn wenn wir als Gesellschaft weiterkommen wollen, muss sich eine Änderung vollziehen.

Die Geschichte ist lesenswert, weil immer wieder der Gedanke kommt, dass wir als Gesellschaft an einem Punkt angekommen sind, an dem es schlimmer nicht werden kann - und doch besteht die Hoffnung und das Warten auf eine Wendung. Ein junger Pflegehelfer, der sich um die älteren Menschen sorgt, sich keinen anderen Beruf vorstellen kann und die Missstände anklagt, sieht sich ironisch als hochgenommener Influencer, der wegen Gefährdung der nationalen Sicherheitslage in Untersuchungshaft landen wird. Auch das ist ein Fakt, dass Menschen durch eine Stimmung und gesellschaftliche Strömung kämpfen müssen, was ebenso einen Bezug zur Realität hat, bezogen auf das Thema social media. In dem Zusammenhang müssen wir uns erlauben, die Frage zu beantworten, ob social media Fluch oder Segen ist.

Die Arbeit der Polizei und mancher Verwaltungskraft wird ironisch und überspitzt dargestellt. Hierbei geht es um das Thema Bürokratie sowie vorschriftsgemäßes Handeln, welches an manchen Stellen nicht nachzuvollziehen ist. Das Thema gleichgeschlechtliche Liebe sowie Atomkraft wird angerissen, so dass insgesamt einige Themen Beachtung finden, welche die Menschheit in dieser Zeit beschäftigt.

Fazit: Das Buch ist unterhaltsam und wertvoll in Hinsicht des Blicks auf unsere Gesellschaft und stellt die Frage in den Raum, ob wir wirklich so verkorkst sind. Anhand der Intension dies in einem weihnachtlichen Roman zu verpacken und Assoziationen zur Weihnachtsgeschichte hervorzurufen, ist eine Möglichkeit, wobei ein gewisser Metamorphismus angebracht ist.
Es ist ein zeitgemäßes Werk, welches aufzeigt, wie überlastet Pflegekräfte und -heime derzeit sind. Hat man damals während der Coronakrise noch geklatscht und die Menschen bewundert und als systemrelevant bezeichnet, welche dieser Aufgabe nachkommen, so ist es heute eher das Wegschauen, ein alleingelassen Werden, das Stiefkind der Politik zu sein, welches sich in unserer Gesellschaft abzeichnet.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Weihnachten mit Miss Merkel

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
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Mit seinem cozy crime Roman "Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum" hat David Safier seinen 5. Band der Miss Merkel-Reihe erschaffen. Das Cover zeigt Miss Merkel mit Weihnachtsmannmütze und ihren Mops ...

Mit seinem cozy crime Roman "Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum" hat David Safier seinen 5. Band der Miss Merkel-Reihe erschaffen. Das Cover zeigt Miss Merkel mit Weihnachtsmannmütze und ihren Mops Pupsi mit Heiligenschein. Zusammen mit dem Titel ist klar, dass es sich hier um einen weihnachtlichen Wohlfühlroman handelt.
Die Geschichte, die an der Stelle beginnt, als Angela Merkel, genannt Puffeline und ihr Mann Achim Sauer mit ihrem Personenschützer Mike und Mops Pupsi aus dem gemeinsamen Urlaub mit den Obamas geflohen sind und am Vormittag des Heiligabends wieder zu Hause in Klein-Freudenstadt ankommen - und einen toten Weihnachtsmann in ihrem Kamin finden. Der Polizist ist mit der Rechtsmedizinerin auf dem Weg in den gemeinsamen Urlaub und so bleibt Miss Merkel nichts anderes übrig, als auf sich allein gestellt, zu ermitteln.
Die Geschichte, die am Heiligabend spielt, ist interessant erzählt, spielt an verschiedenen Schauplätzen im fiktiven Ort Klein-Freudenstadt, auf dem Weihnachtsmarkt, in einem Weihnachtsartikelgeschäft, in einer Kneipe und einigen anderen örtlichen Gegebenheiten. Die infrage kommenden Verdächtigen hätten alle einen Grund, für die Täterschaft verantwortlich zu sein. Und letzten Endes wird der Fall erst zum Schluss aufgeklärt und die Leserschaft kann miträtseln, wie sich der Mord zugetragen hat.
Der Autor hat einen lockeren und lustigen Schreibstil, so dass die Leserschaft durchweg nicht nur schmunzeln, sondern an einigen Stellen sogar lachen muss. Die Vorstellung, dass ihr Mann, Joachim Sauer, genannt Puffel, auf dem Weihnachtsmarkt von Klein-Freudenstadt im Krippenspiel rappt, lässt kein Auge trocken. So wird auch ein alter Klein-Freudenstadt Witz: "In unserem Dorf heißen alle Thomas, außer Horst, der heißt Peter" zum Besten gegeben. Oder die Gedanken von Angela in Reimform, denn "Oft ist das Großkapital für die Moral fatal" und dass zwei der Protagonisten nicht zur geistigen Elite des Landes gehören, regen zum Nachdenken und Staunen über so viel Kreativität des Autors an.
So weit - so gut. Auf der anderen Seite umfasst der Roman 192 Seiten und ist damit der kürzeste Roman der Miss Merkel-Reihe. Der Mord wird innerhalb weniger Stunden aufgelöst, von der Entdeckung im Kamin bis zur Weihnachtsfeier vergehen keine 12 Stunden. Somit muss jeder für sich beantworten, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Buch kostet im Hardcover 16 Euro und als E-Book immerhin noch 12,99 Euro akzeptabel ist und das Buch tatsächlich im Warenkorb landen soll.
Ein zweiter Mord bleibt im weiteren Verlauf unerwähnt und es wird auch kein Täter überführt, was absolut untypisch für den Autor ist. Ein bisschen entsteht der Eindruck, dass Weihnachten sehr plötzlich gekommen ist und ein Abgabetermin eingehalten werden musste, denn das Buch ist bereits am 16. September auf dem Markt erschienen.
Das Ende des Buches kann unterschiedlich interpretiert werden. Mich erinnert dieser Teil an den populären Artikel in der New York Sun von 1897, als es darum ging, ob es einen Weihnachtsmann gibt. Jeder entscheidet für sich, ob man hier ein positives Ende sehen möchte, in dem es um Glaube, Liebe, Schönheit und Poesie geht - oder ob es ein magisches Finale ist, in dem einfach einige Dinge nicht aufgeklärt werden.

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