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manuelam1410

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Engel haben keinen Hunger

Engel haben keinen Hunger
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Zuerst einmal: ich habe eine ganze Woche für dieses Buch gebraucht. Normalerweise bin ich viel schneller. Woran das lag? Ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin an sich war nicht so meins.
Das ist ...

Zuerst einmal: ich habe eine ganze Woche für dieses Buch gebraucht. Normalerweise bin ich viel schneller. Woran das lag? Ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin an sich war nicht so meins.
Das ist aber auch mein einziger "Kritikpunkt" und der Grund, warum ich vielleicht so lang gebraucht habe. Aber auch, weil diese Geschichte eben nicht nur Fiktion ist, sondern genau so passiert ist. Und dabei zeigt sie sowohl das Innenleben der Kranken, als auch das der Angehörigen (das sogar noch mehr). Alle grausamen Facetten der Krankheit werden dargestellt, die sich in diesem Fall fast über 4 Jahre streckt. Mit so einer riesigen konstanten Gewitterwolke im Leben lässt es sich ja kaum noch lachen, je schlimmer es wird. Man weiß ja gleich zu Beginn (Klappentext), dass das Ganze nicht gut ausgeht, was es nur noch bedrückender macht - aber eben auch realistischer, denn es gibt da nicht nur Happy Ends. Ich habe noch nicht viele Bücher über Magersucht gelesen, aber die gingen dann doch optimistisch aus (zum Beispiel mein absolutes Lieblingsbuch), aber nie war etwas abschreckender als diese Geschichte: absolut real, jahrelanges Leiden, diese grausame Hilflosigkeit. Das sollte jeder lesen, der etwas mehr über die Krankheit erfahren möchte, um sich bewusst zu sein, was es doch für schreckliche psychische Krankheiten gibt. Ich bleibe jedenfalls zurück, mit einem unwohlen Gefühl im Magen, was wohl sehr ironisch klingen mag, aber spreche auf jeden Fall eine Empfehlung aus.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Schrecklich

Seelenficker
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Das war sicher mit Abstand das heftigste Buch, das ich je gelesen habe. Und da waren schon ein paar davor, aber niemals so wie dieses. Das Schlimme: es ist keine pure Fiktion.
Nicht umsonst ist kein wirklicher ...

Das war sicher mit Abstand das heftigste Buch, das ich je gelesen habe. Und da waren schon ein paar davor, aber niemals so wie dieses. Das Schlimme: es ist keine pure Fiktion.
Nicht umsonst ist kein wirklicher Autor genannt, nur ein Pseudonym - absolut verständlich, nachdem ich dieses Buch gelesen habe.
Es versteckt nichts, spricht alles (zu) sehr offen und direkt an.
Aber genau dieses Fünkchen zu viel, was einen unwohl werden lässt, braucht es auch. Es führt einem vor Augen, was manchen Menschen tatsächlich geschieht. Und ich kann und will mir das nicht vorstellen - weil wir natürlich die Augen davor verschließen.
Im Buch tauchen immer wieder "handschriftliche" Notizen auf, die das Ganze noch etwas eindringlicher machen an manchen Stellen.
Die Geschichte ist sehr kurz, ohne Nachwort gerade mal 100 Seiten lang, aber das reicht schon. Das Ende war mir vielleicht etwas zu abrupt und auch sprachlich wird es nicht mein Liebling, aber es zeigt schonungslos Nataschas Geschichte.
Ich kann dafür nicht viele Worte finden, aber ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich mit den Abgründen des Menschen auseinandersetzen will. Zwar in nicht besonders langer Form, aber ich glaube, dieser Ausschnitt reicht schon vollkommen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Erschreckend

Mit Papa war's nur Blümchensex
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Dieses Buch hat mich mehr als schockiert. Ich zweifle nicht an der Echtheit der beschriebenen Dinge, eher bin ich davon überzeugt, dass endlich mal jemand sich etwas getraut hat. Im ersten Teil erzählt ...

Dieses Buch hat mich mehr als schockiert. Ich zweifle nicht an der Echtheit der beschriebenen Dinge, eher bin ich davon überzeugt, dass endlich mal jemand sich etwas getraut hat. Im ersten Teil erzählt Nele von der Zeit als sie ein Kind war, dem Missbrauch ihres Vaters an Ihr. Und doch erzählte sie es fast schon nebenbei. Als wäre es nicht das schlimmste in ihrem Leben. Zu recht. Ihr Vater war am Ende wohl der "nette" Mann. Denn dann folgte eine Hölle und ich kaufe der Autorin jedes Wort ab.Die Abgründe der Menschen sind tief und es gibt viel Krankes. Und dafür wird viel gezahlt. Man sollte die Augen nicht davor verschließen.

Die Autorin beschreibt wie sie von einer Abhängigkeit in die nächste rutschte und am Ende nur schwer entkommen konnte. Dass sie auch danach weiter im Sex Bereich arbeitete, wundert mich kaum.Ich hoffe nur, dass sie heute irgendwie Frieden mit allem schließen konnte. Dass sie weiss, dass nichts ihre Schuld war und dass ihr Vater die Familie zerstörte und nicht sie. Der Konflikt mit ihrer Familie, bzw. ihrer Mutter wurde nur kurz angeschnitten, was ich schade finde.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Toll

Herzkurven (4 CDs)
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Nachdem ihre Zwillingsschwester Nella gestorben ist, kümmert sich Danny um deren zwei Kinder Matt und Mia, ihr Haus und, leider, auch ihre Schulden. Danny arbeitet hart, um den Schuldenberg abzutragen ...

Nachdem ihre Zwillingsschwester Nella gestorben ist, kümmert sich Danny um deren zwei Kinder Matt und Mia, ihr Haus und, leider, auch ihre Schulden. Danny arbeitet hart, um den Schuldenberg abzutragen und sich um Matt und Mia zu kümmern, ohne eines von beiden zu vernachlässigen. Diese ohnehin schon sehr schwierige Situation wird noch erschwert, als plötzlich Nella‘s Schwager Ross auftaucht und die Kinder sehen will. Danny bekommt plötzlich panische Angst davor, dass er ihr die geliebten Kinder wegnimmt und versucht alles, um ihn zu vertreiben. Doch ihre große Klappe und all ihre Tricks nützen nichts, denn auch Ross ist mit allen Wassern gewaschen. Und so beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es hoch hergeht und nicht selten jemand verletzt wird. Danny verzweifelt, obwohl sie Ross mit der Zeit doch ganz sympathisch und vor allem seeehr attraktiv findet.

„Herzkurven“ ist ein wunderbar lustiger und bissiger Roman. Die scharfen Dialoge zwischen Danny und Ross sind einfach genial. Das ist, sogar wenn man es nur liest, wie ein Gefecht, bei dem man nicht dazwischen geraten sollte. Aber eines voller schwarzem Humor. Beim Lesen musste ich ständig schmunzeln und laut loslachen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und vergaß darüber sogar, dass ich eigentlich lernen hätte sollen.

Da kann ich Michelle Holman nur zu ihrem großartigen Schreibstil gratulieren.
Außerdem ist das Cover wunderschön gestaltet. Wichtige Symbole aus dem Buch und Verzierungen auf einem pinken Hintergrund. Alleine als ich dieses Cover sah, wollte ich das Buch schon lesen.

Ein rundum gelungener Roman, den jeder lesen sollte, der sich wieder mal so richtig amüsieren und herzhaft lachen will.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Gutes Buch

Anna Karenina
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Ich fand das Buch von der Sprache her sehr schön. Tolstois Schreibstil ist einfach wunderbar.
Allerdings hätte ich mir gewünscht mehr über Anna und weniger über Lewin zu lesen. Das hatte ich auch erwartet ...

Ich fand das Buch von der Sprache her sehr schön. Tolstois Schreibstil ist einfach wunderbar.
Allerdings hätte ich mir gewünscht mehr über Anna und weniger über Lewin zu lesen. Das hatte ich auch erwartet und war dann darüber etwas enttäuscht.
Denn mit der Zeit und nach dem x-ten mal werden seine philosophischen gedanken und gespräche etwas ermüdend und langweilig.
Die Geschichten der anderen Hauptpersonen fand ich da viel interessanter. deswegen finde ich es auch schade, das er irgendwie den meisten platz bekommt.
Besonders das Ende ist meiner Meinung nach zu sehr hinausgezögert.

ABER: Ich bin echt froh, das ich es gelesen habe, denn es war trotz allem ein tolles Buch.

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