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manuelam1410

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Nicht so meins.

Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
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Ich muss sagen, ich habe mir etwas schwergetan beim lesen, denn während seiner psychologischen und philosophischen Gedankengänge ging es nur zäh vorwärts.
Ein ziemlich verwirrendes, seltsames und teilweise ...

Ich muss sagen, ich habe mir etwas schwergetan beim lesen, denn während seiner psychologischen und philosophischen Gedankengänge ging es nur zäh vorwärts.
Ein ziemlich verwirrendes, seltsames und teilweise etwas erschreckendes Buch, dass ich streckenweise extrem langweilig, dann aber doch wieder interessant fand. Auf jeden Fall habe ich lange daran gelesen im Verhältnis zu anderen Büchern.

Veröffentlicht am 31.05.2025

Leidlich spannend

Hope’s End
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Nach einem beruflichen Rückschlag ist die junge Pflegerin Kit gezwungen, eine neue Pflegestelle auf dem abgelegenen Anwesen Hope’s End anzunehmen. Der Name scheint Programm zu sein, denn vor Ort soll sie ...

Nach einem beruflichen Rückschlag ist die junge Pflegerin Kit gezwungen, eine neue Pflegestelle auf dem abgelegenen Anwesen Hope’s End anzunehmen. Der Name scheint Programm zu sein, denn vor Ort soll sie ausgerechnet jene Frau betreuen, die im Verdacht steht, vor fast fünfzig Jahren ihre Familie umgebracht zu haben. Mittlerweile ist die vermeintliche Mörderin Lenora Hope allerdings steinalt und nach mehreren Schlaganfällen praktisch bewegungsunfähig. Lediglich ihren linken Arm kann sie bewegen und kommuniziert so über die Schreibmaschine. Dennoch möchte die alte Frau auf diese Weise ihre Lebensgeschichte erzählen …
Der Roman wird abwechselnd aus Sicht von Kit und Leonora erzählt, wobei der Part der Pflegerin deutlich größer ausfällt. In der ungekürzten Hörbuchfassung (mit einer Dauer von 14 Stunden, 41 Minuten) geschieht dies durch Lisa Rauen und Astrid Schulz. Die junge Sprecherin ist allerdings arg gewöhnungsbedürftig, weil ihre Sprache unfassbar starr klingt. So würde es sich bei ihr um eine hörbar bemühte KI oder eine Lehrerin handeln, die in der Schule einen Text mit Konsonantenbetonung vorträgt. Mehrmals war ich deswegen kurz davor, das Hörbuch abzubrechen.
Vielleicht ist es auch ihretwegen, dass ich der Geschichte nicht so viel abgewinnen konnte. Die Handlung wird immer wieder herausgezögert und man hat öfters das Gefühl, dass der Autor nach Literaturanleitungen und dem Handbuch für Thriller vorgegangen ist. Es werden sämtliche genreüblichen Thriller-Zutaten bemüht. Dazu gibt es einige umständliche Beschreibungen wie „es gemahnt mich“ und dergleichen. Am Ball geblieben bin ich eigentlich nur, weil ich wissen wollte, wie die Geschichte am Ende ausgehen würde.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Steckengeblieben

Was nicht war, kann ja noch werden
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Freya ist mal wieder in Hektik und hat auch ganz verschwitzt ihrem Freund Thorsten zu sagen, dass ihre beste Freundin mit Mann zu Besuch kommt und das mit dem Essen, dass hat sie auch noch nicht im Griff. ...

Freya ist mal wieder in Hektik und hat auch ganz verschwitzt ihrem Freund Thorsten zu sagen, dass ihre beste Freundin mit Mann zu Besuch kommt und das mit dem Essen, dass hat sie auch noch nicht im Griff. Wie immer, hilft Thorsten aus der Klemme, ist aber auch etwas angefressen. Als beim Essen aufkommt, dass ihre beste Freundin schwanger ist, kann Freya sich nicht ganz so freuen. Sie wird bald dreißig, ist gerne am Feiern und nimmt das Leben locker und das Drängen von Thorsten, man könne doch sesshaft werden und vielleicht auch mal eine Familie gründen, überhört sie lieber. Das Thema Schwangerschaft wischt somit auch gleich vom Tisch und stürzt sich in ihre Arbeit und hofft auf die Beförderung, aber die kommt nicht und stürzt Freya nur noch mehr in die Krise und sie will Veränderungen nur so, wie sie es will, aber das Leben meint es anders.
Der Beginn war super und witzig und da ist die Überdrehtheit von Freya auch noch amüsant und die Zerrissenheit zwischen Jugend Partyzeit und Erwachsen werden wirklich auch nachvollziehbar. Dann fängt es aber an zu nerven und irgendwie ist sie stecken geblieben und kommt weder vor noch zurück und so auch die Autorin. Das Buch wiederholt sich und egal wo Freya aufschlägt, passiert das Gleiche. Sie erwartet es wie immer, aber alle anderen haben sich entwickelt. Auch die Rückblenden in die Jugend sind genauso und man bekommt keine Erklärung in meinen Augen, sondern nur Bestätigung, das Freya einfach nur nervt. Eine Wendung gibt’s erst auf den letzten fünfzig Seiten, aber da war es für mich schon viel zu spät. Auch die gekünstelten Metaphern sind so gewollt und nicht schlüssig. Ich hatte mich gestern auf einen tollen Leseabend gefreut, aber wurde echt enttäuscht. Es gibt so viele tolle und kluge „Frauenromane“, aber dieser hier ist es für mich leider nicht.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Langweilig, aufgesetzt und anstrengend

Gut gegen Nordwind
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Gut gegen Nordwind – durch dieses Buch habe ich mich mehrere Monate gequält. Ich stand schon kurz davor es abzubrechen, doch aufgrund vieler positiver Reviews, habe ich es doch nochmal in die Hand genommen ...

Gut gegen Nordwind – durch dieses Buch habe ich mich mehrere Monate gequält. Ich stand schon kurz davor es abzubrechen, doch aufgrund vieler positiver Reviews, habe ich es doch nochmal in die Hand genommen und beendet. Hat sich nicht gelohnt.

Ich erhoffte mir von der Idee des Buches etwas neues, spritziges, freches. Ein ganzer Roman, nur in E-Mails geschrieben – klingt spannend. War es leider nicht. Denn außer den Dialogen passiert halt absolut nichts. Und die Dialoge wirken auf mich alles andere als natürlich oder erheiternd. Sie wirken gestelzt, aufgesetzt, eben erfunden.

Weder Emmi noch Leo sind mir sympathisch geworden. Beide waren für mich oftmals viel zu melancholisch-depressiv und Emmi wirkte gerade im letzten Drittel des Buches geradzu psychopathisch auf mich.

Sowieso an sich, konnte ich nie nachvollziehen wo nun die gegenseitigen tiefen Gefühle herkommen!? Wie gesagt, die Dialoge wirkten auf mich sehr unecht, einfach aufgeblasen – bei mir kam leider kein Gefühl rüber.

Das Ende ist eigentlich eindeutig, aber trotzdem quetschte Daniel Glattauer noch eine Fortsetzung aus den Fingern!? – Ich werde sie sicherlich nicht lesen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Stirb

Stirb
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Die Geschichte ist nicht neu und wenn doch, dann nicht besonders originell: Verrückter Killer ist hinter junger Frau her. Frau muss sich verstecken und weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. So weit, ...

Die Geschichte ist nicht neu und wenn doch, dann nicht besonders originell: Verrückter Killer ist hinter junger Frau her. Frau muss sich verstecken und weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. So weit, so gut. Auch aus einer ausgelutschten Story kann man noch ein spannendes Buch machen. Hanna Winter hat sich anscheinend dagegen entschieden.
Die Charaktere bleiben alle sehr blass, auch Lara. Irgendwie eigenschaftslos und dann doch wieder überemotional, aber vor allem naiv, unlogisch und nervend. So begegneten mir die meisten Personen in diesem Buch. Unterstützt wird dies dadurch, dass viele oft nur mit Nachnamen genannt werden und so etwas wie eine Identifizierung kaum möglich war.
Der Erzählstil ist sachlich und eher beschreibend als erlebend. Hier wird die Handlung runter erzählt und kaum ausgeschmückt. Es gibt zwar Spannungsmomente, doch diese werden meist sehr schnell aufgelöst und so bleibt das Gefühl, dass man das auch hätte besser machen können.
Was mich aber am allermeisten gestört hat waren die unlogischen Patzer in diesem Roman. Rügen scheint mir ein Abstellgleis für Berliner zu sein, jede Nacht ist kühl oder kalt (auch im Sommer) und das Wetter ist im allgemeinen eher schlecht (Hallo, Klischee!). Viele Situationen sind vorhersehbar und dass Lara so eine dumme Hauptperson ist, macht die Sache nicht besser. Wir werden von einem wahnsinnigen Mörder verfolgt? Ach, kann ja schonmal passieren, dass man die Balkontür nicht abschließt. Und dass ich einen fremden Anhalter mitnehme? Auch kein Problem. Meine Tochter nach einem Mordfall in der Nachbarschaft alleine lassen? Warum nicht? Dass sich ein „überraschender“ Besuch vorher ankündigt und der Mörder somit genug Zeit hat, seine Spuren zu verwischen? Hm. Ach, und die Kommissarin, die ihr Handy erst abschaltet und dann noch nicht mal überprüft, war auch nicht besser. Wichtig war allerdings, dass auch sie ein arg schweres Schicksal mit sich rumtrug, das noch irgendwie in den Plot gezimmert wurde.
Am Ende kann die Geschichte, was den Täter angeht, noch mit ein, zwei überraschenden Wendungen daher kommen, doch das Buch ist einfach so voll von unglaubwürdigen Zusammenhängen und Zufällen, dass es mir absolut keinen Spaß gemacht hat, es zu lesen. Schade!

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