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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2025

Ernste Themen in eine romantische Komödie verpackt

Say You'll Remember Me
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Xavier lernt man als nicht sehr charmanten Tierarzt kennen, der Tiere mehr liebt als Menschen. Davon lässt sich Samantha aber nicht abschrecken. Kurz über lang kommt es zu einem Date. Doch am nächsten ...

Xavier lernt man als nicht sehr charmanten Tierarzt kennen, der Tiere mehr liebt als Menschen. Davon lässt sich Samantha aber nicht abschrecken. Kurz über lang kommt es zu einem Date. Doch am nächsten Tag zieht Samantha ans andere Ende des Landes und die beiden werden sich nicht wieder sehen können.

Das hübsche Cover ist so typisch Abby Jimenez, dass es auf jeden Fall Wiedererkennungspotenzial hat. Der Schreibstil ist kurzweilig und flüssig. Ich finde es sehr gut, dass sich Abby Jimenez immer an schwierige Themen rantraut wie hier die Demenzerkrankung und die Kindesmisshandlung. Das alles dann in romantische Komödien zu verpacken ist schon ein Kunststück. Bei say you'll remember me fand ich den Anfang, also das Kennenlernen zwischen Samantha und Xavier besonders witzig und spannend. Diese Spannung konnte meiner Meinung nach jedoch im weiteren Verlauf der Geschichte nicht so ganz aufrechterhalten werden. Dieses ganze Hin und Her zwischen den beiden, die zwar absolute Seelenverwandte sind, aber aufgrund der Distanz nicht zusammen sein können, fand ich ermüdend. Auch blieb der Humor dadurch mehr und mehr auf der Strecke. Es hat mir insgesamt nicht so gut gefallen wie die bisherigen Bücher von Abby Jimenez, obwohl es schon sehr emotional zuging.

Aufgrund der ernsten Themen gebe ich jedoch gerne noch vier Sterne.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Great big beautiful life

Great Big Beautiful Life
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Ich kenne bereits mehrere Bücher von Emily Henry und da hatte ich bisher von 3 bis 5 Sterne alles dabei. Weil es bei den Hautfiguren in Great big beautiful life um Autoren handelt, war ich gleich dafür, ...

Ich kenne bereits mehrere Bücher von Emily Henry und da hatte ich bisher von 3 bis 5 Sterne alles dabei. Weil es bei den Hautfiguren in Great big beautiful life um Autoren handelt, war ich gleich dafür, ein weiteres Mal zu einem Buch von Emily Henry zu greifen.

Bei dem Buchinhalt handelt es sich um einen Mix aus der Erarbeitung einer Biografie von Margaret Ives und um eine sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Hayden und Alice.

Den Einstieg in die Geschichte fand ich spannend und interessant. Der Mittelteil zieht sich meiner Meinung nach etwas zu sehr in die Länge. Zum Ende hin konnte mich die Geschichte wieder mehr fesseln, da auch endlich etwas mehr zwischen Hayden und Alice passiert. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht die Gedanken von Hayden zu erfahren. Da das Buch aber nur aus der Ich-Perspektive von Alice erzählt wird, ist das nicht möglich. Obwohl die Aufarbeitung der spektakulären Lebensgeschichte von Margaret schon sehr spannend ist, hat mich aber eigentlich die Liebesanbandlung mehr interessiert. Knappe 4 Sterne bekommt das Buch von mir.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Toller Schreibstil

Der letzte erste Blick
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Emery hat sich zum Studieren ein College weit weg von ihrer Heimat ausgesucht, um ihre fatale Schulzeit hinter sich zu lassen. Eigentlich ist sie absolut nicht auf neue Freunde und schon gar nicht auf ...

Emery hat sich zum Studieren ein College weit weg von ihrer Heimat ausgesucht, um ihre fatale Schulzeit hinter sich zu lassen. Eigentlich ist sie absolut nicht auf neue Freunde und schon gar nicht auf Good Guys wie Dylan aus.

Dylan hat neben dem Studium, den Jobs und der Pflege seiner alten Nachbarin eigentlich keine Zeit für Liebeleien. Aber als er Emery das erste Mal sieht, ist er sehr stark von ihr beeindruckt und will sie näher kennenlernen.

Ich habe bereits viele Bücher von Bianca Iosivoni gelesen und liebe ihren Schreibstil. Auch "Der letzte erste Blick" liest sich unglaublich flüssig. Das Buch ist ursprünglich aus dem Jahr 2015 und wurde nun mit einem wunderschönen neuen Cover neu aufgelegt.

Die Autorin scheut sich nie davor, schwierige Themen zu behandeln. In dem aktuellen Fall geht es unter anderem um Mobbing und Ausgrenzung in der Schule, Vertrauensbruch, um ein schwieriges Elternhaus und Geldprobleme. Das Buch ist zudem von emotionaler Tiefe geprägt. Besonders gut hat mir das authentische College-Setting sowie der Zusammenhalt in der Clique gefallen. Zum Ende hin gibt es noch einen für mich unerwarteten Plottwist, jedoch fand ich die Auflösung dazu etwas weit hergeholt.

Insgesamt habe ich mich wieder sehr gut in die Geschichte reinfühlen können, auch wenn ich an manchen Stellen das Agieren der Hauptfiguren nicht wirklich befürworten konnte.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Spannende und nachvollziehbare Handlung

How To Save A Life
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Cassie wird ungewollt Zeugin eines Mordanschlags und wird daraufhin ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Vincent ist zufällig an dem Abend des Geschehens derjenige, den Cassie zuerst begegnet und ihr ...

Cassie wird ungewollt Zeugin eines Mordanschlags und wird daraufhin ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Vincent ist zufällig an dem Abend des Geschehens derjenige, den Cassie zuerst begegnet und ihr die nötige Sicherheit bietet. Er begleitet daher das gesamte Programm bis zur Gerichtsverhandlung. Dabei kommen sich Cassie und Vincent näher als es dieser professionellen Aufgabe gut tut.

Der Mix aus Thriller und Romance hat mir gut gefallen. Ich lese selten Thriller, doch dieser konnte mich die ganze Zeit über fesseln. Die Geschichte wird im Wechsel aus Sicht von Vincent und Cassie erzählt, so dass ich Einblick in beide Gefühlswelten nehmen konnte. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass es in einem Zeugenschutzprogramm tatsächlich so vorgeht. Die Handlung hat mich durchweg in Atem gehalten. Die Dynamik in der Truppe der Personenschützer finde ich toll. Bis alles den Bach runtergeht.

"Es kann nicht sein, was nicht sein darf" S.250

Mir gefällt der Schreibstil wirklich gut. Die Formulierungen sind wunderschön und irgendwie besonders. Der Schreibstil wirkt nicht gestelzt oder abgehoben, sondern ist sehr angenehm beim Lesen. Zudem erzeugt er für mein Befinden viel Spannung. Wenn da nicht folgende Kleinigkeiten wären, die meinen Lesefluss gestört haben. Es gibt vermehrt kleine Fehler, zum Beispiel steht da einmal Neal statt Niall. Ab und zu fehlt mal ein Wort in einem Satz oder es ist ein Wort zuviel vorhanden. Außerdem gibt es drei Doppelseiten, die doppelt drin. Mir sind die Fehler schon recht deutlich aufgefallen. Das Korrektorat hätte da besser arbeiten können.
Auch habe ich noch nie das Wort "anmuten" so oft in einem Buch gelesen wie hier. Ich gebe daher nur 4 statt 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Alltäglicher Wahnsinn in einer Rettungsstelle

Staying Alive
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Das Buch handelt von Nicki, die über ihre ersten Arbeitstage und -wochen auf einer Berliner Rettungsstelle erzählt. Die Geschichte ist rasant, witzig und spritzig. Ich bin schnell durch das Buch gekommen, ...

Das Buch handelt von Nicki, die über ihre ersten Arbeitstage und -wochen auf einer Berliner Rettungsstelle erzählt. Die Geschichte ist rasant, witzig und spritzig. Ich bin schnell durch das Buch gekommen, denn der Schreibstil ist gut, leicht und kurzweilig. Die Autorin ist selbst Ärztin und wie es scheint, kann sie aus eigener Erfahrung sprechen. Auch wenn ich selbst nicht aus dem medizinischen Bereich komme (oder vielleicht gerade deshalb), macht das Lesen des Buches viel Spaß.

Ich war zunächst etwas irritiert wegen dem Untertitel "kein Arztroman". Diese Aussage zielt meiner Meinung nach darauf ab, dass es sich bei der Hauptfigur um eine Ärztin handelt und nicht um einen männlichen Kollegen. Hier und da kommen nämlich Anmerkungen und Spitzen wegen des Geschlechts. Es scheint, als traue man Frauen den Beruf des Arztes nicht so recht zu. Natürlich kommt da auch die Frage nach Kindern auf, die den Frauen stehst Steine in den Karriereweg legt.

Insgesamt fand ich diese satirische Geschichte lesenswert.

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