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Veröffentlicht am 14.08.2021

Porträt einer starken Persönlichkeit

Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe
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Dora Maar, geboren als Henriette Theodora Markovitch, kehrt in jungen Jahren nach Paris zurück, um Kunst zu studieren. Doch dies ist als Frau in dieser Zeit gar nicht so einfach und sie erfährt viel Ablehnung. ...

Dora Maar, geboren als Henriette Theodora Markovitch, kehrt in jungen Jahren nach Paris zurück, um Kunst zu studieren. Doch dies ist als Frau in dieser Zeit gar nicht so einfach und sie erfährt viel Ablehnung. Doch sie bekommt die Möglichkeit Malerei und Fotografie zu studieren und kommt ihrem Traum so näher. Von ihrem Vater Josip wird sie jederzeit unterstützt, sei dies moralisch oder auch in Form von Geld. Ihre Mutter Julie, findet den Weg von Dora überhaupt nicht gut und versucht ihr auch immer wieder Steine in den Weg zu legen. Nach dem Abschluss eröffnet sie ein eigenes Studio und fasst langsam Fuss in der Pariser Künstlerszene. Schon früh bewundert sie Pablo Picasso und seine Kunst, ist ihm jedoch noch nie persönlich begegnet. Durch ihren Freundschaftskreis ändert sich dies jedoch sehr bald und Dora wird die Geliebte Pablo. Dora gibt die Fotografie auf und rückt immer mehr in den Schatten von Picasso. Sie fängt an sich der Malerei zu widmen, kann sich dadurch jedoch auch nicht in den Vordergrund rücken und ihre Karriere als Künstlerin scheint stehen geblieben zu sein. Auch mit Pablo gibt es immer mehr Probleme und Dora hegt immer mehr Selbstzweifel.

Das Cover hat mich gleich von Beginn an angesprochen, jedoch hatte ich Mühe mich auf die Geschichte einzulassen. Erst gegen Schluss hat mich das Buch gepackt. Dora ist eine eindrückliche und starke Persönlichkeit, konnte mich aber als Hauptprotagonistin nicht so packen. Dies hat mir vermutlich auch den Einstieg in das Buch erschwert.

Ich konnte viel neues über Pablo Picasso erfahren, den bisher wusste ich einfach wer er war und was er gemacht hat, aber nicht was für eine Persönlichkeit er den wirklich war. Das wurde hier sehr gut vermittelt. Der Name Dora Maar hat mir bisher nichts gesagt und ich konnte viel über diese für mich sehr beeindruckende Persönlichkeit erfahren.

Das Buch ist Kunstliebhabern zu empfehlen, welche mehr über das Leben von Pablo Picasso und der starken Dora Maar erfahren möchten.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Fehlende Spannung und verwirrender Schreibstil

Britt-Marie war hier
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Britt-Marie verschwindet nach dem Seitensprung ihres Mannes aus dessen Leben und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Zuerst muss dafür ein Job her. Auf dem Arbeitsamt ist es für Britt-Marie fast nicht ...

Britt-Marie verschwindet nach dem Seitensprung ihres Mannes aus dessen Leben und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Zuerst muss dafür ein Job her. Auf dem Arbeitsamt ist es für Britt-Marie fast nicht aushaltbar. Bei ihr muss alles nach einem bestimmten Muster ablaufen und alles seine Richtigkeit haben. Die nette junge Frau auf dem Arbeitsamt braucht starke Nerven für Britt-Marie. Doch es gibt schlussendlich einen Job der in Frage kommt und so verschlägt es Britt-Marie nach Berg. Sie soll da in einem Jugendheim die Hauswartungs-Arbeiten übernehmen, obwohl es kurz vor der Schliessung steht. Sie als eher zurückhaltende Person, weckt schnell das Interesse der Dorfbewohner und macht schnell Bekanntschaften mit anderen Personen. Doch durch ihren Drang zur Perfektion, Sauberkeit und immer denselben Abläufen, eckt sie mancherorts an. Doch mit dem Trainieren der zusammengewürfelten Fussballmannschat scheint sie definitv in diesem Dorf angekommen zu sein.

‘Britt-Marie war hier’ kommt mit einem speziellen Schreibstil daher, an den man sich zuerst gewöhnen muss. Dadurch wird das Lesevergnügen leider getrübt und man kommt erst gegen Schluss richtig in die Geschichte. Das Leben im Dorf finde ich treffend beschrieben und ist für den Leser sehr gut greifbar. Nachdem ich bereits die beiden Bücher die sich um Ove und die Oma drehten gelesen haben, fehlte mir in diesem Buch total die Spannung und hat mich leider nicht so gut unterhalten, wie die beiden anderen Bücher.

Britt-Marie hat einen ganz eigenen Charakter, an den man sich zuerst gewöhnen muss. Sie begibt sich aus ihrer Komfortzone, bleibt aber immer noch sehr unsicher. Ihr Putzfimmel und ihre durchgetakteten Tage, stellen sie vor Herausforderungen und kommt nicht bei jedem gleich gut an. Die Kinder der Fussballmannschaft versuchen sie zu knacken und begegnen ihr als wäre sie ein Mensch wie alle andern auch. Zusammen verfolgen sie ein Ziel.

Das Buch konnte mich nicht überzeugen und konnte mir keine spannenden Lesestunden bescheren.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Langwieriger Einstieg, Spannung kommt erst gegen Schluss

Oxen. Pilgrim
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Niels Oxen sucht nach seiner Gefangenschaft auf einer Pilgerreise Ruhe und Frieden. Dabei wird er auch von seinem Sohn begleitet und die beiden können endlich Zeit miteinander verbringen. Doch die Ruhe ...

Niels Oxen sucht nach seiner Gefangenschaft auf einer Pilgerreise Ruhe und Frieden. Dabei wird er auch von seinem Sohn begleitet und die beiden können endlich Zeit miteinander verbringen. Doch die Ruhe ist kurz, denn er wird von Axel Moosmann zusammen mit seiner Kollegin Margarethe Franck beauftragt, die Übergabe von geheimen Finanzdaten zu koordinieren und zu überwachen. Dies stellt sich als grosse Herausforderung heraus, da sie einige Feinde haben, welche ihnen das Leben schwer machen. Margarethe hatte zuvor noch an einem anderen Fall gearbeitet, doch die Ermittlungen wurden eingestellt und sie von ihren Aufgaben freigestellt. Doch es lässt ich alles keine Ruhe. Will hier jemand etwas verbergen und sie steht mit ihren Nachforschungen im Weg? Bei der Überwachung der Übergabe der Finanzdaten begeben sich die beiden selbst in grosse Gefahr und versuchen ihre Widersacher auszutricksen. Dabei werden sie von Sally einer Polizistin unterstützt. Die drei haben aber noch ein anderes grosses Ziel, den sie möchten herausfinden wer sich hinter der Mandarill-Maske befindet. Je weiter sie mit ihren Nachforschungen kommen, umso mehr kommt ihnen der Verdacht dass die Mandarill-Maske auch etwas mit den heiklen Finanzdaten zu tun hat und ihre Widersacher alles versuchen, um sämtliche Beweise und Hinweise zu eliminieren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Leider gestaltet sich der Einstieg in dieses Buch sehr langwierig und verwirrend. Die Spannung kommt erst mit der Zeit. Ich habe mehrmals überlegt, ob ich das Buch wirklich zu Ende lesen soll oder ich es abbrechen soll. Ich habe ihm glücklicherweise eine Chance gegeben, den gegen Schluss kommt immer mehr Spannung auf und man fliegt durch die Seiten. Auch wenn es für mich das erste Buch dieser Reihe ist, hatte ich nicht immer das Gefühl irgendwas zu vermissen, denn es wurde immer wieder kurz erwähnt was vorher geschehen ist, so dass man die benötigten Informationen für gewisse Passagen hatte. Doch es würde vermutlich durchaus Sinn machen, die Vorgänger-Bücher zu kennen um allem Folgen zu können.

Niels Oxen, Margarethe Franck, Sally Finnsen und Axel Moosmann sind die Hauptfiguren, welche den Leser durch das Buch begleiten. Alle Figuren haben ihre Eigenheiten, scheinen jedoch auf den ersten Blick gut miteinander zu arbeiten. Doch mit der Zeit ist nicht mehr klar, was für ein Spiel das Axel spielt und ob wirklich alle mit offenen Karten spielen. Doch alle lassen sich nicht unterkriegen und tun alles um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Der langwierige Einstieg und die anfangs fehlende Spannung beeinflussen das Lesevergnügen eher negativ.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Ein Dinner von dem mehr erwartet wurde

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Vor fünf Jahren ist die gemeinsame Freundin Maria auf einem Festival verschwunden. Seit dann haben sie die verbleibenden fünf Freunde nicht mehr getroffen. Doch nun endlich ist es wieder Zeit ein Krimidinner ...

Vor fünf Jahren ist die gemeinsame Freundin Maria auf einem Festival verschwunden. Seit dann haben sie die verbleibenden fünf Freunde nicht mehr getroffen. Doch nun endlich ist es wieder Zeit ein Krimidinner zu veranstalten. Zusammen mit seiner Verlobten Lotta empfänt Jonathan alle in seinem Restaurant in der Abgeschiedenheit. Doch etwas stimmt mit den Unterlagen des Dinners nicht. Die Geschehnisse scheinen immer mehr Ähnlichkeit zum Festivalbesuch vor fünf Jahren zu bekommen. Ist doch einer der verbleibenden fünf Freunde für das Verschwinden von Maria verantwortlich? Jeder am Tisch frägt sich ob er gerade neben einem potenziellen Mörder sitzt. Und jeder frägt sich ob jemand von ihnen mehr weiss, als er zugeben möchte. Je mehr auf den Tisch kommt, umso mehr spitzt sich die ganze Situation zu und droht zu explodieren.

‘Das Dinner’ packte mich leider nicht. Die Geschichte zieht sich nach einem spannenden Anfang dahin. Vieles ist vorhersehbar und nimmt die Spannung bereits sehr früh raus. Die Rückblenden zum Festival passen gut, um zu verstehen wie die sechs Freunde miteinander harmonierten und was dazumals überhaupt geschehen ist. Verwirrend und dem lesefluss nicht dienlich waren die Perspektiven aus den verschiedenen Charakteren. Da es viele Charakteren sind, führt dies eher zu Verwirrung. Eine Erzählperspektive von nur zwei, drei Charakteren wäre ausreichend gewesen und würden nicht immer wieder zur Frage führen, welche Sicht man gerade liest.

Die vielen Charaktere waren mir alle eher unsympathisch. Jeder hat sein eigenes Ding durchgezogen und hat geschaut das es für ihn passend ist. Dadurch entsteht viel Leid, Eifersucht und Blutvergiessen, das unter echten Freunden nicht sein sollte.

Ein Psychothriller von dem ich mehr erwartet hätte und der mir leider wenig Lesevergnügen beschert hat.

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Veröffentlicht am 23.11.2024

Fehlende Spannung – kein typischer Elsberg

°C – Celsius
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In Celsius wird eine Zukunft gezeichnet, in der die Klimakrise eskaliert und radikale Lösungen in den Fokus rücken. Mithilfe von Geoengineering wollen einflussreiche Akteure die globale Erwärmung bekämpfen. ...

In Celsius wird eine Zukunft gezeichnet, in der die Klimakrise eskaliert und radikale Lösungen in den Fokus rücken. Mithilfe von Geoengineering wollen einflussreiche Akteure die globale Erwärmung bekämpfen. Ihr Plan: Riesige Drohnenschwärme starten von China aus, um Schwefeldioxid in die Atmosphäre zu bringen und so das Klima künstlich abzukühlen. Dieses riskante Projekt sorgt weltweit für Spannungen und wirft ethische wie politische Fragen auf. Im Zentrum steht die Aktivistin Fay, die versucht, die gefährlichen Machenschaften hinter den Experimenten aufzudecken, und dabei ins Visier mächtiger Organisationen gerät. Parallel dazu reist der Journalist Pat in den Himalaya, wo er von den Initiatoren eingeladen wurde, die umstrittene Aktion vor Ort zu beobachten. Während die Welt gebannt auf die Ereignisse blickt, bleibt die Frage: Ist Geoengineering die Lösung – oder eine neue, unkontrollierbare Gefahr und akzeptieren die anderen Ländern das Vorpreschen von China?

Anders als Marc Elsbergs frühere Bücher wie Blackout, konnte mich Celsius nicht packen. Ich fand es schwierig zu unterscheiden was nun zur Geschichte gehört, was nur im Film vorkommt. Dies hat mich immer wieder verwirrt und ich konnte nicht komplett in die Geschichte abtauchen. Zwar ist die Idee hinter dem Thriller faszinierend, aber die Umsetzung lässt zu wünschen übrig und bringt zu wenig Spannung auf. Man vermisst den Sog, den Elsbergs frühere Bücher erzeugten.

Es gibt sehr viele Charaktere und es ist schwierig sich zurechtzufinden. Neben den ständigen Wechseln zwischen der realen Geschichte und den Filmsequenzen, stören diese vielen Charaktere das Leseerlebnis. Fay ist die Hauptprotagonistin, welche dem Leser im Gedächtnis bleibt. Sie als Expertin ist immer wieder in der Geschichte enthalten. Sie lässt ihre Familie oft alleine zu Hause und lebt für ihren Beruf. Der Journalist Pat möchte der Geschichte rund um die chinesischen Mega-Drohnen nachgehen, begibt sich dadurch aber in grosse Gefahr.

Ein spannendes Thema, das Buch konnte mich jedoch nicht überzeugen und die vielen Charakteren und Perspektiven-Wechsel beeinflussen das Leseerlebnis leider negativ.

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