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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2020

Anspruchsvoll und Komplex

Die Topeka Schule
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Die Komplexität des Romans reizte mich sofort, nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe bei Vorabblesen las. Dies wird auch durch die vielen Perspektivwechsel verstärkt. Eigentlich wäre es kein Problem ...

Die Komplexität des Romans reizte mich sofort, nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe bei Vorabblesen las. Dies wird auch durch die vielen Perspektivwechsel verstärkt. Eigentlich wäre es kein Problem ihnen zu Folgen, wenn dem Autor (Übersetzer?),auf Seite 19 unten ,nicht den Fehler unterlaufen wäre die falsche Person ( Darren) in die Szene zu bringen, obwohl es Adams Kapitel war. Dies war zunächst sehr irritierend. Manchmal waren die Gedanken und Mitteilungen von einzelnen Personen sehr ausschweifend und behinderte, auf der einen Seite, so den Fluß der Geschichte. Es war auch nicht leicht zu folgen, vor allem dann nicht, wenn man das Buch weg lag und erst an nächsten Tag wieder weiterlas. Dadurch ,dass die "Stimme " eines engen Familien Freundes ( Klaus,der Psychoanalytiker ist), bei allen auftauchte,schienen die Perspektiven manchmal auch zu verschwimmen ( beabsichtigt?). Auf der anderen Seite gelang es Ben Lerner dadurch die komplexen psychischen Befindlichkeiten seiner Protagonisten darzustellen und es war wahrscheinlich auch seine Möglichkeit alle seine gesellschaftskritischen Themen unterzubringen. Ein großes Thema war die verlorene, privilegierte amerikanische Jugend und die Krise des Weißen Mannes/ Wut des Weißen Mannes, die sich oft in Sexismus entlud, aber auch im Umgang mit schwächeren Jugendlichen ,was zu einem tragischen Vorfall führte. Obwohl Ben Lerner selbst Debattiermeister war, scheute er sich nicht auch die Kultur des Debattier Wettbewerbs zu kritisieren. Beim politischen Debattier Wettbewerb wird etwas verwendet, dass sich schnellsten nennt und dadurch zum bedeutungslosen ,aber manipulierendem Geplapper mutiert. Hierdurch hatte ich auch einen Hauch davon mitbekommen/ verstanden wie amerikanische Politik funktioniert.
Über allem liegt aber die Bedeutung der Sprache als soziales Medium und "Stimmen" ,einmal in physischer Sicht und wie sie aus perspektivischer Sicht in der Modernen Erzähltheorie verwendet werden.
Der Roman hat mich eher interessiert als berührt. Großartige Literatur kann auch Distanz schaffen und verhindern dass Emotionen vermittelt werden.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Senior Sunrise

The summer we kissed
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Eigentlich habe ich eine gute coming of age erwartet , jedoch handelt es sich hier um einen Liebesroman der sich an ein Lesepublikum richtet welches noch mittendrin in dieser Phase befindet. Der ...





Eigentlich habe ich eine gute coming of age erwartet , jedoch handelt es sich hier um einen Liebesroman der sich an ein Lesepublikum richtet welches noch mittendrin in dieser Phase befindet. Der Titelzusatz " Jedes Ende ist ein Neuanfang , jeder Kuß ist ein Versprechen" hätte mir dies eigentlich veraten können. Jedoch von der vom Verlag versprochenen sommerlichen Leichtigkeit keine Spur. Ich habe mich bemüht mich auf diese Art einzustellen ,aber es sind ein paar zu viele Dramen und Missverständnisse, man braucht nicht mit dem Holzhammer draufzuhauen um zu begreifen ,dass Alles durch fehlendes Vertrauen , zu wenig Kommunikation und geringes selbstgefühl hervorgerufen wird . Und gerade dadurch ,das zu viel an Dramen einen Großteil des Buches ausmachen ( Eindruck von Fanservice) geht das sensible Thema Panikattacken unter.
Gut fand ich die Idee , dass Natalia sich als Künstlerin ihre Gefühle mit Farben ausdrücken lässt .
In den ruhigeren Teilen , die leider zu selten waren lässt sie ihre Hauptprotagonisten miteinander verständnisvoll umgehen. Aber wie gesagt diese Szenen waren viel zu selten und mich hat das Buch persönlich gestresst. Da hat es das oberflächliche Happy End auch nicht mehr für mich retten können.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Verwirrend

Die Passagierin
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"......wie einen Film , in den ich mitten in der Handlung eingestiegen bin und dessen Sprache ich nicht verstehe " So kam ich mir mit diesem Roman vor, Ich habe relativ lange gebraucht bis ich Halbwegs ...

"......wie einen Film , in den ich mitten in der Handlung eingestiegen bin und dessen Sprache ich nicht verstehe " So kam ich mir mit diesem Roman vor, Ich habe relativ lange gebraucht bis ich Halbwegs verstanden mit was sich die Handlung beschäftigt bis ich in der Geschichte drin war . Was eigentlich sehr schade ist , den ich fühlte mich wohl in der Welt der Kolchis. Auch die besonderen, sonderbaren Kinder fand ich toll. Ich mochte auch die Sprache und den Erzähstil . Den Roman hätte ich sehr gerne gemocht , da ich Dystopien liebe .Wenn, ja wenn ich wirklich das Buch verstanden hätte. Ich verstand von vielem der Geschehnisse und Gesprächen aber nur Bahnhof

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Experimente

Prometheus Highschool 1: Wie man ein Monster zum Leben erweckt
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Es ist eine geniale Idee eine magische Forscherschule auf einem alten Ocean Liner einzurichten. Dem Autor gelingt mit dem verblassten Glamour und mit der provisorischen Umgestaltung dessen einigen ...

Es ist eine geniale Idee eine magische Forscherschule auf einem alten Ocean Liner einzurichten. Dem Autor gelingt mit dem verblassten Glamour und mit der provisorischen Umgestaltung dessen einigen Charme hervorzurufen. Gerade auf einem Schiff entsteht ein eigener, abgeschlossener Kosmos , der meist zu einer Ruhe und Entscchleunigung führt. Es kann aber auch zu ein gruseligen beklemmenden Gefühlen führen gerade wenn wie hier ungute Dinge geschehen . Denn es geschieht ein " Mord" an einer Schöpfung und der Bösewicht ist an Bord. Ich bekam aber noch durch eine andere Sache ein beklemmendes zumindest ein ungutes Gefühl , da ich es sehr unpassend finde wenn 13, oder14 jährige Mädchen und Jungen menschliche Leichenteile im Untericht zu Übungszwecken zusammen nähen um später wieder Belebungungs/ schöpfungsversuche zu machen . Selbst wenn sie von den Spendern für die Forschung frei gegeben wurden , fand ich es nicht gut.
Es war eine spannende , leicht gruselige, geheimnisvolle und interessante Geschichte . Ich mochte sie aber von einem ethischen Aspekt her nicht, wobei jedoch zum Glück ein anderer ethischer Aspekt angesprochen wurde.
Und wenigstens zeigt die Geschichte Kindern was bei einem ungesunden Ehrgeiz und Alleingängen herauskommt, wie wichtig Zusammenarbeit ist.


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Veröffentlicht am 25.12.2023

Krimifahrt

Miss Merkel: Mord auf hoher See
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Ich freute mich sehr endlich Mal die Gelegenheit zu bekommen einen Miss Merkel Roman zu lesen. Dieser hier schien wie für mich gemacht , da ich Ende September auch auf hoher See, auf einer Kreuzfahrt war.

Der ...

Ich freute mich sehr endlich Mal die Gelegenheit zu bekommen einen Miss Merkel Roman zu lesen. Dieser hier schien wie für mich gemacht , da ich Ende September auch auf hoher See, auf einer Kreuzfahrt war.

Der Anfang war ein sehr vergnügliches turbulentes Ankommen mit viel Humor. Auch der Mordfall direkt am Beginn der Reise war interessant und spektakulär.

Da Miss Merkel einen Krimi schreiben wollte, nahm sie an dieser Krimi-Kreuzfahrt mit Krimiautoren teil, auf der auch ein Seminar über den Dectection Club ( Liebhaber von klassischen Krimis ) und deren Regeln für das Schreiben eines Krimis stattfand.

So stand dieser Roman ganz im Zeichen dieser Regeln. So weit ,so gut hätte Safier nicht bei der Regel das Opfer sollte mehrere Gründe für verschiedene Leute bieten es umzubringen , nicht übertrieben. Das hatte zur Folge , dass zu viele Verdächtige ( zwischenzeitlich 8) und Verdachtsmomente auftauchten. Da verlor man schon mal kurz den Überblick , zeitweise auch das Interesse und die Motivation zum weiterlesen. Die wichtigste Regel das der Leser die Chance hat den Fall zu lösen war so kaum zu verwirklichen.

Merkel und ihre Truppe bleiben jedoch bis zum Schluss charmant , man merkt wie sehr Safier seine Hauptcharaktere mag und konnte die Liebenswürdigkeit auch gut vermitteln. Im Gegenzug sind sämtliche andere Charaktere absolut unsympathisch .

Am Schluss versöhnte ein Agatha Christie Moment in dem Merkel alle zusammen ruft für eine Überführungsrede und sie nach und nach bis auf den Täter vom Haken lässt.

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