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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

sehr spannend

Maikäferjahre
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Vier junge Menschen werden im Frühjahr 1945 vom Krieg schwer gebeutelt. Wärhend Zwillingsbruder Tristan über England abgeschossen wird und in Kriegsgefangenschaft die Krankenschwester Rolasie kennen- und ...

Vier junge Menschen werden im Frühjahr 1945 vom Krieg schwer gebeutelt. Wärhend Zwillingsbruder Tristan über England abgeschossen wird und in Kriegsgefangenschaft die Krankenschwester Rolasie kennen- und liebenlern, muss Anni mit ihrer gerade geborenen Tochter aus dem bombadierten Dresden fliehen und hat als einzige Hilfe den halbjüdischen Geiger Adam.

Es war mein erstes Buch von Sarah Höflich und sicher nicht mein letztes. Sie erzählt mitreißend und sehr empathisch. Man schließt die Darsteller schnell ins Herz, bangt mit ihnen, weint mit ihnen, hofft mit ihnen.

In Zeiten, die hart und unmenschlich sind, gibt es dennoch Liebe und Vertrauen, Mut und Zuversicht und schön fand ich, dass eben die Liebe alle Vorurteile und allen Hass überwinden kann. Ein kluges Buch das ich allen nur wärmstens empfehlen kann. Diese Autorin werde ich mir merken.

Veröffentlicht am 01.06.2025

toller Erstling

Beeren pflücken
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Dieses Buch habe ich nur durch Zufall in die Hände bekommen und bin glücklich, denn es hat mich sehr berührt und mir eine wunderbare Geschichte erzählt.

Erzählt wird aus der Perspektive des jungen Indigenen ...

Dieses Buch habe ich nur durch Zufall in die Hände bekommen und bin glücklich, denn es hat mich sehr berührt und mir eine wunderbare Geschichte erzählt.

Erzählt wird aus der Perspektive des jungen Indigenen Joe und dem Mädchen Norma. Während Joe darunter leidet, dass seine jüngere Schwester Ruthie als vierjährige beim Beeren plücken verschwunden ist, spürt Norma, dass irgend etwas zwischen ihr und ihren Eltern falsch und fremd ist, ohne zu wissen, was. Normas Eltern lassen ihr wenig persönliche Freiheiten. Der Vater zeigt wenig Zuneidung, die Mutter beherrscht und behütet sie.

Der Leserschaft ist natürlich schnell klar, dass Norma Ruthie ist. Aber es wird viele Jahrzehnte dauern, bis Licht ins Dunkel kommt. Das Buch beschäftigt sich vor allem damit, was Verlust und Lüge mit Familiengemeinschaften machen und wie Kinder, die so etwas erleben, auch als Erwachsene daran scheitern können.

Was für ein toller Erstlings-Roman.

Veröffentlicht am 13.05.2025

perfekte Lektüre

Wie Risse in der Erde
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Warum greife ich zu einem Buch?
Da gibt es so einige Auslöser. Welche waren denn hier am Werk.
Das Cover. Genau mein Fall. Farblich wunderbar abgestimmt mit einem ganz ruhigen Blick auf eine Natur im Morgengrauen ...

Warum greife ich zu einem Buch?
Da gibt es so einige Auslöser. Welche waren denn hier am Werk.
Das Cover. Genau mein Fall. Farblich wunderbar abgestimmt mit einem ganz ruhigen Blick auf eine Natur im Morgengrauen oder Abendgold.
Der Titel. Wie Risse in der Erde, das klingt dramatisch und gleichzeitig literarisch anspruchsvoll. Und ein bisschen wie die guten alten amerikanischen Romane und Filme. Machtvoll.
Der Klappentext. Eine Liebe die nicht sein darf, Menschen zerrissen zwischen Gefühl und Verstand. Genau mein Beuteschema.
Und last but not least eine Empfehlung wie diese hier: „Mitreißend, poetisch und geheimnisvoll.“ Delia Owens, Autorin von „Der Gesang der Flusskrebse“

Okay das war's. Das Buch musste her und musste gelesen werden.

Und dann noch der glückliche Ausgang meiner Geschichte. Ich bin total begeistert. Was für ein wunderbares Buch. Meine Emotionen sind richtig hochgekocht, mein Sprachempfinden wurde vortrefflich angesprochen, mein Leseerlebnis war bis zum dramatischen Finale eines voller Überraschungen und zufriedener Gedanken. Perfekte Lektüre.

Veröffentlicht am 16.03.2025

besser geht nicht

Der Gott des Waldes
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Lange - fast zu lange - hat es gedauert, bis ein neuer Roman von Liz Moore erschienen ist. Aber das Warten hat sich absolut gelohnt. Man merkt, dass die Autorin sich die Zeit genommen hat die es eben ...


Lange - fast zu lange - hat es gedauert, bis ein neuer Roman von Liz Moore erschienen ist. Aber das Warten hat sich absolut gelohnt. Man merkt, dass die Autorin sich die Zeit genommen hat die es eben braucht, um einen großartigen spannenden Roman zu schreiben. Und herrlich umfangreich ist das Buch diesmal auch noch.

Das Buch spielt in den 70-ger Jahren. Ein Junge verschwindet und plötzlich stellt jederman sich die Frage, ob der Fall im Zusammenhang steht mit dem Vermisstenfall eines Mädchens vor 14 Jahren. Was ist damals passiert? Was ist heute passiert? Wer erkennt die Zusammenhänge? Wer war in beide Fälle involviert.

Ich möchte gar nicht zu viel erzählen, denn es war einfach ein so tolles Erlebnis, die ganzen Einzelheiten und Zusammenhänge zu erkennen, die Figuren so zu sehen, wie sie im inneren sind. Das gönne ich jedem Leser, jeder Leserin. Aber bitte, bald loslegen. Für mich ein Highlight.

Veröffentlicht am 16.03.2025

hervorragend gelungen

Ein ungezähmtes Tier
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Was mir schon immer an den Büchern von Joel Dicker gefallen hat ist, dass es zwar immer Gesellschaftsromane sind aber dass sehr oft eine Thriller- oder Krimihandlung in den Plot eingearbeitet ist. Also ...

Was mir schon immer an den Büchern von Joel Dicker gefallen hat ist, dass es zwar immer Gesellschaftsromane sind aber dass sehr oft eine Thriller- oder Krimihandlung in den Plot eingearbeitet ist. Also es geschieht ein Verbrechen und sowohl der Weg dorthin, als auch die Entlarvung des Täters werden beschrieben. Aber beides steht nur insoweit im Raum, wie es die Probleme der Protas erklärt und die Spannung des Lesers steigert. Denn meiner Meinung stehen andere Dinge im Mittelpunkt.

Hier ist es für mich die Frage, ob man sein Leben mit Geld wirklich verbessern kann, wie Armut und Neid einen Menschen in seinem Denken und tun beeinflussen, wie Menschen mit genug Geld aus den Augen verlieren, was um sie herum so wirklich wichtig und existenziell ist für andere.

Dicker versucht keine Partei zu ergreifen. Er ist ein begnadeter Erzähler. Das beweist er auch in diesem neuen Roman. Hervorragend gelungen.