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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2025

Geheimnisvolle Abenteuer einer sympathischen Truppe

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Die vierzehnjährige Irida fühlt sich schon von klein auf als Außenseiterin. Sie ist so anders als der Rest der Familie, vielleicht abgesehen von ihrem abenteuerlustigen Onkel, und durch ihr Hinken sowie ...

Die vierzehnjährige Irida fühlt sich schon von klein auf als Außenseiterin. Sie ist so anders als der Rest der Familie, vielleicht abgesehen von ihrem abenteuerlustigen Onkel, und durch ihr Hinken sowie Stottern ist sie im Alltag eingeschränkt. Die große Körperkraft des Mädchens ist da nur ein kleiner Trost. Aufgefangen wird Irida durch ihre Liebe zur Natur und die Freundschaft zu ihrer Clique. Zusammen mit den anderen „Furchtlosen“ wird sie in verschiedene geheimnisvolle Vorkommnisse rund um ihre Stadt verwickelt – es scheinen übersinnliche Mächte am Werk zu sein...

Irida ist eine sympathische Protagonistin und auch ihre Freunde wachsen dem Leser ans Herz. Für ein Schmunzeln sorgen etwa immer wieder die verwechselten Wörter des jüngsten Furchtlosen, der aus Rumänien stammt.
Viele urige Schauplätze und mystische Orte umgeben den Heimatort der Kinder, stellenweise wird es auch mal gruselig und actionreich.
Der Schreibstil ist flott und angenehm zu lesen.

Mir als erfahrenem Fantasy-Fan war recht bald in Grundzügen klar, was sich hinter Iridas Andersartigkeit verbirgt (was dem Spaß am Lesen aber keinen großen Abbruch tut), jüngere Leser können der Sache dann wohl eher zusammen mit der Heldin auf die Spur kommen.

Das Buch wird im nächsten Frühjahr eine Fortsetzung bekommen und es kündigen sich bereits weitere interessante Begebenheiten an. Ich werde die Reihe im Auge behalten.

Veröffentlicht am 21.07.2025

Von wasserscheuen Tauchern und geflügelten Pferden

Die Bestimmung der Mondsteinkinder
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Meelo soll eigentlich als Perlentaucher in die Fußstapfen, oder vielleicht eher Schwimmflossen, seiner Vorfahren treten, doch der Dreizehnjährige hat von klein auf panische Angst im tiefen Wasser. Liegt ...

Meelo soll eigentlich als Perlentaucher in die Fußstapfen, oder vielleicht eher Schwimmflossen, seiner Vorfahren treten, doch der Dreizehnjährige hat von klein auf panische Angst im tiefen Wasser. Liegt seine Bestimmung eventuell eher fern ab des Meeres? Als ein neuer kindlicher Herrscher des Landes gesucht wird, macht sich der Junge kurzentschlossen auf zum entsprechenden Auswahlverfahren und trifft verschiedene andere Anwärter, darunter Ria, die in verzweifelter Mission unterwegs ist – sie will ihre geliebten Flügelpferde retten.

Das Buch erzählt eine schöne und spannende Geschichte über Freundschaft und darüber, seinen eigenen Weg zu finden. Meelo und Ria sind sympathische Charaktere, die eine spürbare Entwicklung durchmachen und im Lauf der Geschichte noch Verstärkung durch einige andere interessante Figuren bekommen. Nicht nur absolute Pferdefans werden sich so bestimmt in ihren vierbeinigen und geflügelten Begleiter Sturm verlieben.

Die Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Handlung hält diverse Wendungen und Überraschungen bereit. Stellenweise wird es recht dramatisch und angesichts großer Ungerechtigkeit droht Verzweiflung, aber mit vereinten Kräften können die Kinder und ihre Verbündeten natürlich alles meistern. Ältere Leser finden in der Geschichte auch gesellschaftliche oder historische Themen wie etwa die Folgen von Industrialisierung und Ausbeutung der Natur.

Veröffentlicht am 01.06.2025

Das Erwachen der Windweberin

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
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Rhya ist in einem Land aufgewachsen, in dem Personen mit Fae-Abstammung wie sie mindestens ausgegrenzt, im schlimmsten Fall brutal ermordet werden. Nachdem ihre Heimat zerstört und ihr Ziehvater getötet ...

Rhya ist in einem Land aufgewachsen, in dem Personen mit Fae-Abstammung wie sie mindestens ausgegrenzt, im schlimmsten Fall brutal ermordet werden. Nachdem ihre Heimat zerstört und ihr Ziehvater getötet wurde, gerät die junge Frau nach tagelanger Flucht in die Fänge der feindlichen Soldaten und sieht der sicheren Hinrichtung entgegen. Doch ausgerechnet ein Kommandant der Feinde wendet sich gegen die Mörder und befreit Rhya. Was hat es mit dem abweisenden Fremden auf sich und welche Kräfte schlummern in dem seltsamen Mal, das die Protagonistin von Geburt an auf ihrer Haut trägt?

Gemeinsam mit der Heldin erfahren wir, dass es in der Welt des Buches auch Regionen gibt, in denen den Fae nicht so übel mitgespielt wird. Doch das berechtigte Misstrauen kann Rhya so schnell nicht ablegen, zumal ihr Befreier auch kein sonderlich charmantes Verhalten an den Tag legt. Genre-üblich ändert sich das natürlich im Lauf der Geschichte und die Hauptcharaktere raufen sich zusammen.
Der Weg dorthin ist unterhaltsam zu lesen, unter anderem, weil es einige Fantasy-Film-reife Gefahren zu überstehen gibt, so dass sich die Handlung stellenweise recht actionreich gestaltet.
Gut gefallen hat mir auch so manch humorvoller Dialog, in dem sich z.B. Rhyas Schlagfertigkeit oder die sympathische Persönlichkeit diverser Nebenfiguren bemerkbar machen.

Das Ende des ersten Bandes ist recht offen und lässt die Leserin neugierig auf die Fortsetzung zurück. Auch wenn manche Entwicklungen vielleicht etwas vorhersehbar erscheinen, habe ich die Geschichte gern gelesen und will wissen, wie es weitergeht.
Sehr ansprechend ist nebenbei bemerkt die Optik des Buches mit dem schicken Cover, dramatischen Farbschnitt und ein paar farbigen Illustrationen der Charaktere.

Veröffentlicht am 22.05.2025

Lustig und leicht zu lesen

Leserabe 1. Lesestufe - Pups-Alarm!
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Pups-Alarm befasst sich, wie der Titel schon unschwer erkennen lässt, mit einem für Kinder sehr interessanten Thema. Denn mit mehr oder unfreiwillig entweichenden Darmwinden hatte natürlich jeder schon ...


Pups-Alarm befasst sich, wie der Titel schon unschwer erkennen lässt, mit einem für Kinder sehr interessanten Thema. Denn mit mehr oder unfreiwillig entweichenden Darmwinden hatte natürlich jeder schon mal zu tun und vor allem der Nachwuchs sieht das Ganze gern mit Humor.

Die Kapitel schildern Situationen aus dem Leben einer Familie mit drei Kindern, stellenweise kommen auch noch Freunde ins Spiel.
Die Geschichte wird fröhlich und liebenswert erzählt. Besondere Sympathieträger sind das Baby und der Hund der Familie, die sich für ihre wilde Pupserei so gar nicht schämen.

Lustig sind allein schon die verschiedenen Pups-Geräusche, die kleine Leser hier entdecken können. Dank der großen und deutlichen Fibel-Schrift haben schon Erstklässler schnell ein Erfolgserlebnis und die Texte sind gut zu verstehen (lediglich die Namen der Personen sind für Rhöner Kinder etwas ungewohnt). Außerdem sind auch die bunten Illustrationen sympathisch gestaltet.

Als Extras gibt es hinten im Buch Sticker, die man jeweils ans Ende der geschafften Kapitel kleben kann, und Rätsel zum Textverständnis inklusive Gewinnspiel. Wobei ich persönlich schon als Kind eine Abneigung dagegen hatte, irgendwas in Bücher zu kleben oder zu schreiben. Aber das ist natürlich Geschmackssache und die Idee ist an sich nett :)

Veröffentlicht am 04.05.2025

Von vierbeinigen Lebenskünstlern und neuer Hoffnung

Hope
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Der Ire Niall hat von Jugend an Raubbau an seinem Körper und Geist betrieben – Depressionen und Ängste betäubte er mit Alkohol und Drogen, bis er durch all die Exzesse an der Schwelle des Todes stand. ...

Der Ire Niall hat von Jugend an Raubbau an seinem Körper und Geist betrieben – Depressionen und Ängste betäubte er mit Alkohol und Drogen, bis er durch all die Exzesse an der Schwelle des Todes stand. Erst in diesem düsteren Moment fand er die Kraft, sein Leben zu ändern. Den wohl wichtigsten Beitrag dazu leisteten die Straßenhunde in seiner neuen Heimat Thailand. Durch das Helfen wurde ihm selbst geholfen. Die wahre Geschichte dieser Rettung in letzter Sekunde erzählt der Autor in diesem Buch.

In der ersten Hälfte des Buches schildert Niall seine Entwicklung ab der Kindheit, beleuchtet Faktoren, die zur unglückseligen Alkohol-, Drogen- und Spielsucht-“Karriere“ beigetragen haben, und ihn z.B. auch fast unfähig machten, längere tiefgehende Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Trotz aller Abstürze konnte er aber schon in jungen Jahren immer wieder beachtliche Erfolge mit innovativen Ideen erzielen. Auch davon berichtet er in diesen Kapiteln. Es tut regelrecht weh, den jungen Mann wider besseren Wissens jedes Mal erneut abstürzen zu sehen.

In der zweiten Hälfte geht es dann um Nialls neues Leben auf Ko Samui und ganz besonders um seine Begegnungen mit den Straßenhunden sowie seine Bemühungen, bessere Lebensbedingungen für sie zu schaffen. Beispielhaft werden dabei die Schicksale verschiedener besonderer Hunde beleuchtet und ihre jeweiligen Persönlichkeiten liebenswert hervorgehoben. Es sind Geschichten von vierbeinigen Lebenskünstlern, Kämpfern und Familien – nicht immer mit Happy End, aber mit viel Hoffnung und wichtigen Botschaften für Nialls Leben und auch das der Leser. Hundefreunde werden nicht um das eine oder andere Tränchen herumkommen.
Während mir der Autor im ersten Teil eher fremd geblieben ist, weil ich eine derart destruktive Art und das Suchtverhalten noch nie recht nachvollziehen konnte, habe ich später mitgefiebert und ich wünsche ihm und seinen Mitstreitern weiter viel Erfolg mit ihrem Projekt.