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Veröffentlicht am 10.06.2025

Gelungene Geschichte

Adelindis
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Im Kloster Bochaugia leben einige Frauen. Auch wenn es ein Kloster ist, leben sie relativ frei und orientieren sich nur an den Benediktinerregeln. Adelindis ist ein Findelkind und niemand weiß, woher sie ...

Im Kloster Bochaugia leben einige Frauen. Auch wenn es ein Kloster ist, leben sie relativ frei und orientieren sich nur an den Benediktinerregeln. Adelindis ist ein Findelkind und niemand weiß, woher sie stammt. Ihr großes Interesse an Wissen und alten Schriften bringt sie dazu, unter Anleitung lesen und schreiben zu lernen und ebenfalls Latein. Damit ist sie zur damaligen Zeit etwas Besonderes. Gerade für eine Frau. Doch das Kloster ist bedroht und so wird Adelindis zusammen mit einer Klosterschwester auf die Insel Reichenau geschickt, um aus dem dortigen Kloster die Abschrift einer alten Urkunde zu holen, die die Rechte des Klosters bestätigt. Doch kaum dort angekommen, stirbt der Abt und bringt damit Adelindis in Gefahr…

Das Buch ist eine mehr als nur gelungene Mischung aus realen Begebenheiten und Fiktion. Im Anhang werden sowohl die realen Personen, wie reale Orte und Begebenheiten erklärt, so dass man problemlos auseinanderhalten kann, was erdacht ist und was nicht. Vom Stil her ist das Buch sehr gut lesbar. In der Ich-Form geschrieben hat man einen Eindruck von den Geschehnissen und Gedanken aus Sicht der Hauptperson. Mir haben besonders die alten Bezeichnungen heute noch vorhandener Orte gefallen. Die Story selbst wirkt auf mich sehr realistisch und trotzdem spannend. Vor allem das Ende birgt mehr als eine Überraschung und der Autorin gelingt es, die Geschichte nicht im Kitsch enden zu lassen, sondern mit der Hoffnung, dass es möglichst bald eine Fortsetzung folgt.

Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Vergessene Geschichte

Zypressensommer
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Julia lebt in Hamburg. Ihr Großvater ist Italiener und nach seinem Tod bekommt sie eine Art Zettel mit verschiedenen Aufgaben, die sie in die Toskana führen. Denn von dort stammt ihr Großvater und sie ...

Julia lebt in Hamburg. Ihr Großvater ist Italiener und nach seinem Tod bekommt sie eine Art Zettel mit verschiedenen Aufgaben, die sie in die Toskana führen. Denn von dort stammt ihr Großvater und sie weiß so gut wie nichts über die Familie. Bei ihrer Suche nach den Wurzeln lernt sie verschiedene Menschen kennen und erfährt viel über die 1940er Jahre und die Zeit der Nazis in der Toskana.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zum einen ist es wunderbar geschrieben und vermittelt sehr viel von dem Zauber der Toskana. Auf der anderen Seite ist durch den Wechsel in Gegenwart und Vergangenheit auch eine große Spannung vorhanden, zumal die Geschehnisse in den 1940er Jahren für mich völliges Neuland waren. Ich wusste nicht, dass italienische Soldaten in Deutschland interniert wurden und was sie erlebt haben. Neben der fiktiven Geschichte wird darüber im Anhang berichtet und auch das hat mir sehr gut gefallen. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Die Welt geht unter

Aschesommer
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Die Gruppe 4 muss erneut schwere Ermittlungen tätigen. Über eine Todesanzeige finden sie zwei eingefrorene Leichen. Dazu eine Botschaft: Das Sterben hat begonnen. Und es werden nach und nach weitere Leichen ...

Die Gruppe 4 muss erneut schwere Ermittlungen tätigen. Über eine Todesanzeige finden sie zwei eingefrorene Leichen. Dazu eine Botschaft: Das Sterben hat begonnen. Und es werden nach und nach weitere Leichen gefunden, offensichtlich umgebracht. Die Spur führt in eine geschlossene psychiatrische Anstalt. Doch der dort einsitzende Ex-Wissenschaftler kann die Taten nicht selbst vollbracht haben und der Gruppe 4 läuft die Zeit davon...

Das Buch ist die mehr als gelungene Fortsetzung des ersten Teils. Wiederum ist das Team sehr unterschiedlich, aber die verschiedenen Fähigkeiten ergänzen sich. Das Ganze ist sehr spannend, weil man bis zum Ende nicht weiß, wer die Taten ausgeführt hat. Besonders gefallen hat mir die Verbindung zu den geologischen wissenschaftlichen Erklärungen und dem mehrmaligen Sterben der fast gesamten Welt. Hier habe ich ganz nebenbei viel gelernt. Alles in allem gibt es von mir eine Leseempfehlung und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Was stimmt wirklich?

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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Isak und Madde leben ein eher einfaches Leben. Bis eines Tages der Anruf von Isaks Vater kommt, den er schon sehr viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Er lädt sie nach Gotland ein: Dort angekommen erfahren ...

Isak und Madde leben ein eher einfaches Leben. Bis eines Tages der Anruf von Isaks Vater kommt, den er schon sehr viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Er lädt sie nach Gotland ein: Dort angekommen erfahren sie, dass er schwer krank ist. Trotzdem versucht der Vater, Isak zu manipulieren und mit viel Geld, Feiern, Drogen, teuren Autos und ähnlichem zu beeindrucken. Das ist nur der Anfang...

Das Buch ist eigentlich sehr ruhig und erzählt die Geschichte mit kurzen Rückblicken und einem Anfang, bei dem man das Ende zu kennen scheint. Doch dazwischen fragt man sich immer wieder. wer ist der Gute und der Böse? Ist wirklich alles so, wie es scheint? Oder sind Drogen bzw. Medikamente schuld, dass vieles von den Geschehnissen nur Einbildung ist? Als Leser schwankt immer wieder mit und wird am Ende doch ziemlich überrascht. Das alles ist auf eine mehr unterschwellige Art sehr spannend und das Buch ist eins der wenigen Bücher, dass ich in letzter Zeit an einem Tag hintereinander ausgelesen habe. Freue mich, hoffentlich bald mehr von dem Auto lesen zu dürfen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Frauenpower

Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen
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Die altehrwürdige Hamburger Reederei Kurt Johansen und Söhne steht kurz vor dem Ruin. Dahin gebracht haben das in erster Linie der Geschäftsführer und gleichzeitig Schwiegersohn des alten Johansen und ...

Die altehrwürdige Hamburger Reederei Kurt Johansen und Söhne steht kurz vor dem Ruin. Dahin gebracht haben das in erster Linie der Geschäftsführer und gleichzeitig Schwiegersohn des alten Johansen und dessen Sohn. Allerdings erfahren das die beiden Miteigentümerinnen Luise und Johanne mehr zufällig, als Luises Mann - der besagte Schwiegersohn - durch einen Unfall ins Koma fällt und so herauskommt, dass er sowohl länger eine Freundin hat, als auch die Geschäfts- und Privatkonten zum Teil geplündert worden sind. Doch Aufgeben ist keine Option und jetzt versuchen die drei Miteigentümer, die Reederei zu retten.

Das Buch ist typisch Dora Heldt, also sehr gut lesbar und interessant. Hier kommen allerdings die meisten der Herren überhaupt nicht gut weg und es geht richtig um Frauenpower. Das finde ich an sich aber gar nicht schlecht, denn zum einen macht es unheimlich viel Mut und zum anderen können es Frauen wirklich genauso gut und das wird in diesem Buch gezeigt. Auch wenn es einige Rückschläge gibt und einige Überraschungen und alles nicht einfach leicht ist, es macht Spaß, die Hauptpersonen bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Jede dieser Frauen hat auch eigene Ecken und Kanten und erst im Zusammenspiel stellt sich heraus, dass das richtig und gut ist und wunderbar klappt. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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