Gelungene Geschichte
AdelindisIm Kloster Bochaugia leben einige Frauen. Auch wenn es ein Kloster ist, leben sie relativ frei und orientieren sich nur an den Benediktinerregeln. Adelindis ist ein Findelkind und niemand weiß, woher sie ...
Im Kloster Bochaugia leben einige Frauen. Auch wenn es ein Kloster ist, leben sie relativ frei und orientieren sich nur an den Benediktinerregeln. Adelindis ist ein Findelkind und niemand weiß, woher sie stammt. Ihr großes Interesse an Wissen und alten Schriften bringt sie dazu, unter Anleitung lesen und schreiben zu lernen und ebenfalls Latein. Damit ist sie zur damaligen Zeit etwas Besonderes. Gerade für eine Frau. Doch das Kloster ist bedroht und so wird Adelindis zusammen mit einer Klosterschwester auf die Insel Reichenau geschickt, um aus dem dortigen Kloster die Abschrift einer alten Urkunde zu holen, die die Rechte des Klosters bestätigt. Doch kaum dort angekommen, stirbt der Abt und bringt damit Adelindis in Gefahr…
Das Buch ist eine mehr als nur gelungene Mischung aus realen Begebenheiten und Fiktion. Im Anhang werden sowohl die realen Personen, wie reale Orte und Begebenheiten erklärt, so dass man problemlos auseinanderhalten kann, was erdacht ist und was nicht. Vom Stil her ist das Buch sehr gut lesbar. In der Ich-Form geschrieben hat man einen Eindruck von den Geschehnissen und Gedanken aus Sicht der Hauptperson. Mir haben besonders die alten Bezeichnungen heute noch vorhandener Orte gefallen. Die Story selbst wirkt auf mich sehr realistisch und trotzdem spannend. Vor allem das Ende birgt mehr als eine Überraschung und der Autorin gelingt es, die Geschichte nicht im Kitsch enden zu lassen, sondern mit der Hoffnung, dass es möglichst bald eine Fortsetzung folgt.
Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung