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Veröffentlicht am 02.06.2025

Ein Buch und ein Dorf zum Wohlfühlen

Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby
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Dies ist mein erstes Buch der Kirkby-Reihe, aber da jedes für sich abgeschlossen ist, war das für mich kein Problem. Ich finde, dass die Personen gut eingeführt werden und dass auch die, die in den vergangenen ...

Dies ist mein erstes Buch der Kirkby-Reihe, aber da jedes für sich abgeschlossen ist, war das für mich kein Problem. Ich finde, dass die Personen gut eingeführt werden und dass auch die, die in den vergangenen Bänden wohl größere Rollen gespielt haben, gut erklärt werden. Trotzdem lobe ich sehr das ausführliche Personenverzeichnis am Schluss des Buches, um notfalls nachschlagen zu können.

Das Cover finde ich hübsch gestaltet, sehr romantisch, aber meiner Meinung nach authentisch, vom Gebäudestil her, dem Fachwerk, den Steinen, dem Wald. Wirklich wunderschön finde ich den Buchrücken in dem Karomuster in Violetttönen. Da stelle ich mir alle Bücher der Reihe nebeneinander vor, wahrscheinlich jedes in einer anderen Farbe - eine schöne Idee!

Das geschilderte Dorf ist einfach herrlich, man möchte sofort dort wohnen, mit all den netten und interessanten Menschen, die trotzdem ihre Geheimnisse und Macken haben. Ein richtiger Wunsch-Ort....

Die Geschichte ist lebendig geschrieben und liest sich flüssig und spannend. Eine gelungene Mischung aus Liebe, Neuanfang, Selbstbehauptung, Sich-Zusammenraufen, Leben.

Hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Erschütternd, mit ein paar Längen

Das Nachtfräuleinspiel
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Ich habe gerade vorher den "Kaiserwald" und die "Sonnenwende" von Anja Jonuleit gelesen und war davon begeistert.

Dieses Buch, das ja älter ist, hat mich dagegen nicht so sehr ergriffen, auch wenn die ...

Ich habe gerade vorher den "Kaiserwald" und die "Sonnenwende" von Anja Jonuleit gelesen und war davon begeistert.

Dieses Buch, das ja älter ist, hat mich dagegen nicht so sehr ergriffen, auch wenn die Thematik und die Handlung hochinteressant und sehr brisant ist, aber natürlich will ich nicht viel davon verraten.

Es ist eine düstere Familienstory, in der es um Methoden der Kindererziehung bis hin zum Missbrauch geht, dazu um gefährliche und teils verlogene Medienwirksamkeit, also eigentlich mit hochaktuellem politischen und gesellschaftlichen Hintergrund.

Das Ganze wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, hochspannend und lebendig, sehr emotional und bewegend.

Dennoch hat mich bei diesem Buch gestört, dass nach meinem Empfinden zu oft / zu viel zwischen den Zeitebenen gesprungen wird und dass das Ganze stellenweise etwas zu langatmig geworden ist.

Ein bedrückendes Gefühl der Erschütterung ist dennoch zurück geblieben.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Keine leichte Kost, aber lesenswert

Eine Welt nur für uns
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Das Cover vom schönen romantischen französischen Strand führt einen in die Irre. Wenn man daraufhin einen Wohlfühlroman erwartet und den Klappentext nicht ausführlich liest, wird man enttäuscht sein.

Die ...

Das Cover vom schönen romantischen französischen Strand führt einen in die Irre. Wenn man daraufhin einen Wohlfühlroman erwartet und den Klappentext nicht ausführlich liest, wird man enttäuscht sein.

Die Autorin ist für mich ganz neu.

Ich hatte anfänglich Probleme, mich in das Buch hinein zu finden. Auch wenn die einzelnen Charaktere gut eingeführt und geschildert werden, sind sie mir zunächst fremd geblieben.

Es herrscht zunächst eine beklemmende Atmosphäre, voller Unverständnis, Distanz und sogar Hass.

Erst im Verlauf der Geschichte werden Emotionen und Annäherungen deutlich, eine Liebesgeschichte wird eingewoben, und es schimmert Hoffnung zwischen den Zeilen auf.

Auch wenn ich so viele Details über das Minenräumen gar nicht wirklich wissen wollte, so hat mich das Buch vor allem nach der zweiten Hälfte gepackt, und ich fand es insgesamt wertvoll zu lesen.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Lesens- und nachdenkenswert

Trost
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Mir gefällt das Cover supergut, ich liebe dieses üppige Blumenarrangement, aus dem das Wort "Trost" ganz schlicht und glatt heraus ragt oder aufsteigt. Ich finde, es hat viel Symbolcharakter. Witzigerweise ...

Mir gefällt das Cover supergut, ich liebe dieses üppige Blumenarrangement, aus dem das Wort "Trost" ganz schlicht und glatt heraus ragt oder aufsteigt. Ich finde, es hat viel Symbolcharakter. Witzigerweise habe ich gerade eine Krimi ausgelesen mit einem ganz ähnlichen Cover, "The Florist" von C.L. Patterson, da habe ich mit den Blumen automatisch etwas Bedrohliches assoziiert....Interessant, was die Erwartungshaltung im Kopf so rum spielt...

Das Buch hat mich insgesamt sehr berührt und ergriffen. Die Autorin versteht es auf sehr gute Weise, ihre eigene "trostlose" Situation nach der Krebsdiagnose zu beschreiben, das Vorher-Nachher-Gefühl, die oft hilflosen Kommentare von Freunden und Familie, die Situation, dass man vor lauter Organisieren-Müssen gar nicht dazu kommt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Sie wechselt aber auch von dieser persönlichen Situation zu allgemeineren trosterfordernden Themen.

Neben den sehr persönlichen Erzählungen der Autorin, Beschreibung ihrer Therapie, Reaktionen von Freunden und Familie, berichtet sie auch viel über alle möglichen Formen des Trostes, die Menschen finden können, weit gefächert, Kulinarisches, Sinnliches, Komisch-Lächerliches, Musik, politisches Engagement, Arbeit... Besonders gut hat mir der Abschnitt gefallen mit den hilflosen Kommentaren, Sätze, die lächerlich bis grotesk wirken, obwohl sie gut gemeint sind. Und auch schön, dass sie schreibt, was SIE sich statt dessen gewünscht hätte.

Ich wollte, ich hätte dieses Buch schon gehabt, als letzes Jahr eine liebe Freundin von mir durch die letzten Monate ihrer - leider unheilbaren - Krebserkrankung ging. Ich wusste oft nicht, was ich sagen oder tun soll, und ein paar Antworten hätte ich hier gefunden.

Auch gut geschildert, dass nicht jede Art von Trost für jeden gut ist - z.B. das Schminken nach oder während der Chemo. Dass eben jeder auch seinen eigenen Weg finden muss. Oder dss sich ganz Unerwartetes auftut, was man gar nicht gesucht hat.

Trost über Religion ist hier ebenfalls ein Thema. Aber hochinteressant finde ich den Aspekt der psychologisch fundierten Seelsorge. Dass es da inzwischen sogar Master Studiengänge gibt, wusste ich nicht. Es ist sicher auch sehr sinnvoll, dass diese Absolventen das abdecken könnten, was Ärzte und Pflegepersonal aufgrund ihrer ohnehin völligen Überlastung und auch mangels entsprechender Ausbildung nicht leisten können. Und für das es auch nicht genug ausgebildete Psychologen gibt.

Fazit für mich ist, dass das Buch einerseits ein sehr berührender Erfahrungsbericht ist, andererseits auch viele gute Anregungen enthält, die aus den Erfahrungen der Autorin resultieren, sich aber auch mit allgemeinen gesellschaftlichen, Trost fordernden Situationen und eventuellen Möglichkeiten, damit umzugehen, beschäftigt.

Für mich sehr lesens- und nachdenkenswert.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Spannend, klug und verwirrend

Der Psychologe
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Ich hatte vorher noch nie etwas von Gabriel Rolón gelesen. Zum ersten zog mich mein Faible für Argentinien zu diesem Buch, zum zweiten mein Interesse für Psychologie, das sich seit dem entsprechenden Studium ...

Ich hatte vorher noch nie etwas von Gabriel Rolón gelesen. Zum ersten zog mich mein Faible für Argentinien zu diesem Buch, zum zweiten mein Interesse für Psychologie, das sich seit dem entsprechenden Studium meines Sohnes noch vergrößert hat.

Dieser Krimi oder Thriller hat mich nicht enttäuscht. Der Protagonist, gleichermaßen Psychologe wie Ermittler, kommt sukzessive mit Hilfe seines etherapeutischen Wissens einem Verbrechen auf die Spur.

Dabei werden die Leser gekonnt und spannedn auf verschiedene falsche Fährten geschickt, bis es zur Auflösung kommt.

Die Charaktere finde ich gut geschildert, die Sprache / Übersetzung ist flüssig, die Auflösung schlüssig.

Leseempfehlung!

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