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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2025

Wohlfühlgeschichte mit übernatürlichem Touch

Love On Repeat
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Love on Repeat beginnt als klassische RomCom, entpuppt sich aber schnell als feinfühlige, kluge Geschichte mit übernatürlichem Touch.

Lara, Anfang 30, hat sich so sehr auf ihr Sabbatical nach dem Studium ...

Love on Repeat beginnt als klassische RomCom, entpuppt sich aber schnell als feinfühlige, kluge Geschichte mit übernatürlichem Touch.

Lara, Anfang 30, hat sich so sehr auf ihr Sabbatical nach dem Studium gefreut. Ein Jahr lang will sie endlich ihren Thriller schreiben. Die Tage sind durchgetaktet und alles ist genau geplant. Dann passiert das Unfassbare: Am Montag beginnt die vergangene Woche wieder von vorn. Und wieder. Und wieder. Lara steckt in einer Zeitschleife fest und begegnet immer wieder dem gutaussehenden Fremden namens Leo.

Angela Kirchner spielt das Zeitschleifen-Motiv charmant und clever, denn keine Wiederholung ist wie die andere und es kommt keine Langeweile auf. Dazu kommt, dass der Schreibstil angenehm leicht und erfrischend ist.

Es war spannend zu beobachten, wie Lara mit jeder neuen Schleife sich selbst besser kennenlernt und wie sich zwischen ihr und Leo langsam eine Liebesgeschichte anbahnt.

Leo ist nicht nur der Love Interest, sondern bringt auch seine eigene Geschichte mit.

Auch die Nebencharaktere sind Figuren mit Ecken und Kanten. Gerade Kurts Geschichte hat mich sehr bewegt und ich kann nur raten, Taschentücher bereit zu legen.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Balance aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit ist Kirchner richtig gut gelungen.

Fazit: Love on Repeat ist mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist ein kluges, mitreißendes Buch, eine echte Wohlfühlgeschichte mit Tiefe. Ich hoffe, wir dürfen noch mehr von Angela Kirchner lesen. 4/5 Sternen

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Gegensätze ziehen sich an

Pinguine fliegen nur im Wasser
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Durch das Cover bin ich auf „Pinguine fliegen nur im Wasser“ von Henriette Krohn aufmerksam geworden. Tatsächlich hätte ich hinter den Buchdeckeln eine andere Geschichte erwartet, aber ich wurde positiv ...

Durch das Cover bin ich auf „Pinguine fliegen nur im Wasser“ von Henriette Krohn aufmerksam geworden. Tatsächlich hätte ich hinter den Buchdeckeln eine andere Geschichte erwartet, aber ich wurde positiv überrascht!

Vincent führt ein strukturiertes Leben als Unternehmensberater, das alle Klischees erfüllt. Doch wie schnell dieses scheinbar perfekte Leben kippen kann, erfährt er ziemlich abrupt, denn er verliert seinen Job und seine Wohnung.

Durch Zufall trifft er auf die herzlich-chaotische Greta, die laut und bunt ist und als Lebenskünstlerin das Gegenteil von Vincent verkörpert. Sie macht ihm ein Angebot, das ihm sehr gelegen kommt: Er soll ihr beim Renovieren der alten Villa ihrer Großeltern helfen und darf im Gegenzug dort wohnen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Vincents Sicht erzählt. Parallel dazu erfahren wir durch Rückblenden mehr über Gretas Vergangenheit. Das hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist locker, leicht und erfrischend.

Neben Greta und Vincent tummelt sich ein kleines Universum an Nebenfiguren in der Villa und drumherum, das die Geschichte zu etwas ganz Besonderem macht.

Obwohl es ein Wohlfühlbuch ist, wird es mit Themen wie Einsamkeit, Ausgrenzung, Depression oder auch schwerer Kindheit zu einer tiefgründigen Geschichte ohne schwer zu werden.

Das Buch hat bis zum Ende Überraschungen bereitgehalten und ich hatte schöne Lesestunden damit.

Fazit: Wer eine herzerwärmende, humorvolle und unaufgeregt tiefgründige Geschichte sucht, dem lege ich dieses Buch ans Herz. 4/5 Sternen

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Die Macht der Sprache

Die Sprache der Drachen
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Ich liebe Bücher mit Drachen und bin so auf das Buch „Die Sprache der Drachen“ aufmerksam geworden.

Die Geschichte spielt in einem London der 1920er Jahre, allerdings in einer Welt, in der Menschen und ...

Ich liebe Bücher mit Drachen und bin so auf das Buch „Die Sprache der Drachen“ aufmerksam geworden.

Die Geschichte spielt in einem London der 1920er Jahre, allerdings in einer Welt, in der Menschen und Drachen unter strengen Regeln koexistieren. Nach dem Krieg leben die Menschen in einem starren Drei-Klassen-System und wer nicht in der dritten Klasse landen möchte, muss Leistung zeigen.

Im Mittelpunkt steht die Jugendliche Vivien, deren Welt auseinanderbricht, als ihre Eltern als Aufständische verhaftet werden. Zurück bleibt sie mit ihrer kleinen Schwester Ursa und ihrem Cousin Marquis. Um ihre Familie zu retten, nimmt Vivien an einem geheimen Regierungsprojekt teil und soll dort die Sprache der Drachen entschlüsseln.

Die Autorin S. F. Williamson hat eine detailreiche Welt erschaffen, die so vielschichtig ist, dass man sie kaum in ein Genre pressen kann. „Fantasy“, „Dystopie“ und „Coming of Age“: alles passt. Sie schreibt schreibt klar, atmosphärisch und poetisch.

Die Sprache der Drachen selbst ist komplex und voller Bedeutung und hat mich absolut beeindruckt. Ich liebe Bücher, die mit Sprache als Werkzeug (oder Waffe) spielen und hier wird das auf so kluge Weise getan, dass ich viel Freude beim Lesen hatte.

Vivien ist eine Figur, die sich in mein Herz geschlichen hat. Sie ist mutig und entschlossen, allerdings verständlicherweise auch etwas überfordert. Sie entwickelt sich auf eine sehr nachvollziehbare, ruhige Weise.

Auch die Nebenfiguren sind sehr interessante Charaktere. Dadurch, dass das Buch nur aus Viviens Perspektive geschrieben wurde, fehlte mir allerdings teilweise die Nähe zu ihnen.

Eine Liebesgeschichte gibt es auch, sie bleibt jedoch eher im Hintergrund. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Besonders gelungen fand ich die gesellschaftskritischen Untertöne, die mich nachdenklich gestimmt haben.

Gegen Ende nimmt die Spannung spürbar zu und es wurde sogar richtig traurig.

Mein Fazit: Die Sprache der Drachen ist ein starkes Debüt! Für alle, die es gern atmosphärisch, klug und mit einem Hauch Magie mögen: Lest es. 4/5 Sternen

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Originell, schräg und lustig

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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Tine Dreyer legt mit „Morden in der Menopause – Mit dem richtigen Mindset“ den zweiten Band ihrer humorvollen Krimi-Reihe rund um Liv vor, die mit Ende vierzig nicht nur mit den Hormonen, sondern auch ...

Tine Dreyer legt mit „Morden in der Menopause – Mit dem richtigen Mindset“ den zweiten Band ihrer humorvollen Krimi-Reihe rund um Liv vor, die mit Ende vierzig nicht nur mit den Hormonen, sondern auch mit der einen oder anderen Leiche aus dem ersten Teil und ihrer finalen Beseitigung zu kämpfen hat. Auch wenn ich den ersten Teil nicht gelesen hatte, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Allerdings wurde an der einen oder anderen Stelle deutlich, dass einige Hintergrundinfos sicher hilfreich gewesen wären. Der Lesefreude tat das allerdings keinen Abbruch.
Schnell entwickelt sich die Geschichte zu einer wunderbar schrägen Komödie, bei der man nie so recht weiß, was auf der nächsten Seite passiert. Zu Beginn fand ich den Humor gewöhnungsbedürftig und etwas klamaukig, doch je weiter ich las, desto mehr entfaltete sich der ganz eigene Charme dieses Romans, mit Figuren, die gleichzeitig überzeichnet und herzerwärmend sind.
Liv erlebt zusammen mit ihrer Schwiegermutter Marlies und deren Pflegerin Iza ein mörderisches Abenteuer. Den moralischen Kompass muss man bei dem Lese-„Stoff“ definitiv ausstellen, dann wird man mit einer lustigen Geschichte belohnt.
Wer gerade viele eher ernste oder literarische Werke gelesen hat, wird es vielleicht wie ich genießen, hier einfach mal abzutauchen, zu lachen und mitzufiebern. Ganz nebenbei ist die Geschichte aktueller, als man zunächst meint, denn Wechseljahre sind längst kein Nischenthema mehr und es ist gut, dass wir darüber sprechen.
Neben der Situationskomik blitzen immer wieder ernste Töne über weibliche Unsichtbarkeit, medizinische Schieflagen und die Realität der Wechseljahre auf, davon hätte es gerne noch ein bisschen mehr sein dürfen.

Fazit:
„Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset“ ist ein origineller, lustiger und schräger Roman, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich auf Band 3 – ganz ohne hormonelle Ausbrüche, aber mit großer Vorfreude. 4/5 Sternen

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Spannung und Humor

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Dass Volker Klüpfel nicht nur ein Teil des Kluftinger-Duos ist, sondern auch solo unterhalten kann, beweist er mit diesem Reihenauftakt ganz locker – und ziemlich charmant. „Wenn Ende gut, dann alles“ ...

Dass Volker Klüpfel nicht nur ein Teil des Kluftinger-Duos ist, sondern auch solo unterhalten kann, beweist er mit diesem Reihenauftakt ganz locker – und ziemlich charmant. „Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein Cozy Crime, der weiß, was er kann: unterhalten, warmherzig erzählen und dabei nie belanglos werden.

Im Zentrum steht ein Ermittlerduo, wie man es so schnell nicht vergisst: Svetlana, ukrainische Haushälterin mit Hang zu Dostojewski, Direktheit und überraschend detektivischer Intuition – und Tommi, Anfang dreißig, Möchtegern-Bestsellerautor, der gerade eher in seiner alten Hymer lebt als an seinem großen Durchbruch schreibt. Die beiden geraten durch Zufall – oder Schicksal? – in eine kriminalistische Verstrickung, die mit einem kleinen Mädchen am Waldrand beginnt und bald schon viel größere Kreise zieht.

Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, ist sein Ton. Klüpfel gelingt es, mit feinem Gespür für Situationskomik, liebevoll gezeichneten Figuren und einem Augenzwinkern über das Leben (und das Scheitern) zu erzählen. Ohne sich je lustig zu machen. Stattdessen: ein sehr genauer, fast zärtlicher Blick auf menschliche Schwächen, Macken, Vorurteile – und das, was Menschen antreibt.

Tommis Autoren-Dasein wird dabei so ironisch wie ehrlich beleuchtet – eine kleine Hommage an das Schreiben selbst, irgendwo zwischen Selbstzweifel und Größenwahn, Satzbau und Plotkrise. Dass der Fall dazu noch spannend, unvorhersehbar und wohltuend unklamaukig erzählt wird, macht das Buch rund.

„Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein kurzweiliger, wunderbar erzählter Einstieg in eine neue Krimireihe mit Herz und Humor. Für alle, die gern miträtseln, sich an schrägen Figuren freuen und Cozy Crime mögen, der nicht weichgespült, sondern einfach gut gemacht ist. Ich bin gespannt auf Band zwei – und bis dahin vergebe ich 4/5 liebevollen Sternen.

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