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Veröffentlicht am 01.07.2025

Die Bedeutung von Zuhause

Die Unbehausten
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„Nur unter Zwang lässt sich ein Wesen dazu bringen, unbehaust zu leben.“
„Unbehaust stehen wir im hellen Licht des Tages.“
„Unbehaust fühlen wir uns dem Tod ausgesetzt.“

Und genau das lese ich in diesem ...

„Nur unter Zwang lässt sich ein Wesen dazu bringen, unbehaust zu leben.“
„Unbehaust stehen wir im hellen Licht des Tages.“
„Unbehaust fühlen wir uns dem Tod ausgesetzt.“

Und genau das lese ich in diesem Buch. Wir alle suchen nach Schutz und Unterschlupf, einem Ort, an dem wir uns sicher und geborgen fühlen. Ein Zuhause. Gleich, ob wir uns mit Menschen umgeben, die uns nahe stehen oder das zuhause in einem Dach über dem Kopf sehen. Barbara Kingsolver hat diese Idee von „Zuhause“ anhand eines baufälligen Hauses dargestellt, zu zwei unterschiedlichen Zeiten, zwei beeindruckenden Persönlichkeiten Schutz bietend.

Worum geht es genau?
Um Willa Knox scheint alles zusammenzubrechen - samt ihres Hauses. Trotzdem versucht sie inmitten eines zänkischen, schwerkranken Schwiegervaters, eines Kleinkinds, eines trauernden Vaters und ihrer Tochter die Familie zusammenzuhalten. 150 Jahre zuvor kämpft Thatcher, Darwinist und Naturkundelehrer, für die Aufklärung und gegen die Engstirnigkeit der Menschen. An seiner Seite die eigenbrötlerische Naturforscherin Mary Treat, mit der er mehr und mehr Zeit verbringt.

Das ist mein zweiter Roman von Barbara Kingsolver, und er hat sich bei mir zum richtigen Pageturner entwickelt. Das war eine regelrechte Sogwirkung, dass das Buch - das Haus! - mit seinen knarrenden Dielen und seinem bröckelnden Putz auf mich ausgeübt hat. Ich wollte immer wieder zurück zu dem bunten Strauß an Menschen, denen es eine Heimat bot und zu deren Leben, die sie unter dem Dach (undicht!) führten. Eines verband sie - dieses viktorianische Haus und das dringende Bedürfnis nach einem soliden Zuhause. Danach streben die meisten Menschen, oder? Nach einem Ort, zu dem sie zurückkehren können. An dem sie sich sicher und geborgen fühlen können - und dieses Grundbedürfnis und gleichzeitig die fundamentale Angst hat die Autorein zum Thema von „Die Unbehausten“ gemacht - und in einer unglaublichen Art erzählt, die mir unter die Haut ging.

Ich bin Willa, Schwiegertochter, Mutter, Großmutter, Ehefrau, Pflegeperson, ebenso gerne und gespannt gefolgt wie Thatcher. Ihre Leben grundverschieden - und doch stimmen sie an einigen Punkten überein. Willa ist stark - und gleichzeitig schöpft sie Stärke aus ihrer Tochter Tig, die sie erst in ihrer gemeinsamen Notlage wirklich versteht. Gleichzeitig durchleuchtet Kingsolver das amerikanische Gesundheitssystem und die politische Ausrichtung. Ein Gespräch von Mutter und Tochter an einem sehr ungewöhnlichen Ort ist mir hierbei besonders im Gedächtnis geblieben - thematisch ging es um die sich verändernde Realität, der wir ins Auge blicken müssen. Unglaublich gut geschrieben und auf den Punkt gebracht.
Thatcher hat mit anderen Themen zu kämpfen (der sturen Religiosität an Schulen und der Angst vor der Wissenschaft, die wir heute als Alltäglichkeit wahrnehmen.)

Willa wie Thatcher leben in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit. Ich lege das Buch mit leichtem Unbehagen bei Seite. Denn wir leben in Willas Zeiten, in Zeiten von Umbruch und bröckelnder Sicherheit - das war ein sehr intensives Leseerlebnis, das mich durch die Seiten hat fliegen lassen. Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Wilde, queere Apokalypse

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
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Das Buch in wenigen Worten zusammengefasst? Die Suche nach Zusammenhalt und Familie in einer apokalyptischen Welt. Nach Freundschaft, nach freundlichen Worten und nach einem Zuhause, in dem man frei und ...

Das Buch in wenigen Worten zusammengefasst? Die Suche nach Zusammenhalt und Familie in einer apokalyptischen Welt. Nach Freundschaft, nach freundlichen Worten und nach einem Zuhause, in dem man frei und wirklich sein kann. Andrew Joseph White hat mit diesem Buch einen zutiefst wütende, queere Geschichte geschrieben. Auf der Suche nach dem Monster in uns allen. Und die Geschichte hat mich gepackt!

In einer apokalyptischen Welt ist Benji auf der Flucht vor einer fanatischen Sekte, die ihn mit einem Virus infiziert hat, und nun in ihm die ultimative Waffe sieht. Zuflucht findet er bei einer queeren Gruppe Jugendlicher. Doch er wird unerbittlich gejagt - und das Virus verändert ihn immer mehr. Nick, der ihn aufgenommen hat, nimmt ihn auch unter seine Fittiche …

Hört sich eigentlich nach einer Kuschelapokalypse mit viel Foundfamily Vibes an, oder? Wer das denkt, liegt ein bisschen daneben.

Benjis Geschichte ist allem voran brutal und böse und wird begleitet von viel Blut, Gedärmen und Bodyhorror zur Genüge. Wer einen schwachen Magen hat, dem empfehle ich die Geschichte nur bedingt. Allen anderen? Macht euch auf eine wilde Fahrt gefasst!

Benji ist trans und flieht vor der fanatischen Sekte, zu der auch seine Familie gehört (hat). Er ist ein zerrissener, verletzter Charakter, der sich schon zu Beginn der Geschichte damit abfindet, dass der Virus mehr und mehr Besitz von ihm ergreift und er eher früher als später sterben wird. Das feuert natürlich seine widerstreitenden Gefühle mit Brennspiritus an. Er sehnt sich nach Halt und Akzeptanz, gleichzeitig will er Rache für all das, was mit ihm geschehen ist. An ihm geschehen viele Boddyhorror Aspekte - und da die Geschichte zum größten Teil aus seiner Perspektive erzählt wird, bekommt der Lesende auch viel davon mit. Schonungslos, aber für mich auch sehr nah am Geschehen.

Die Sekte, die ihn verfolgt, ist sehr fanatisch in ihrem Glauben. Immer wieder setzt sich der Autor mit dem Glauben auseinander, mit dem daraus resultierenden Regeln und Gesetzen und man spürt, dass die Feder mit berechtigter Wut geführt wurde. Wenn man die Geschichte losgelöst vom apokalyptischen Gedanken und dem Vurus betrachtet, liest man eine Geschichte über die Suche nach Akzeptanz und Zugehörigkeit.

Der FoundFamily Gedanke kommt hier auch nicht zu kurz. Die Gruppe, in die Benji aufgenommen wird, ist kunterbunt und hält zusammen wie Pech und Schwefel. Für mich hat diese zusammengewürfelte Familie das Buch abseits von Bodyhorror, Blut und Engeln so lesenswert gemacht.

Ich empfehle es allen, die keinen allzu schwachen Magen haben. Mich hat „Hell Followed with us“ ziemlich gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Ein Manga für Reisehungrige

Our Not-So-Lonely Planet Travel Guide 01
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„Wer auf Reisen geht, tut dies nie ohne Grund.“

Das war die perfekte Mischung zwischen herzerwärmenden Charakteren und gelebter Reiselust! Wenn ich beim Lesen eines Mangas und danach mir das Grinsen ...

„Wer auf Reisen geht, tut dies nie ohne Grund.“

Das war die perfekte Mischung zwischen herzerwärmenden Charakteren und gelebter Reiselust! Wenn ich beim Lesen eines Mangas und danach mir das Grinsen auf dem Gesicht festgetackert ist, dann hat mich der Manga berührt. Our not so lonely planet travel guide schlägt genau in die Kerbe und unterhält mich mit der Mischung aus zwei jungen Männern, die auf Weltreise gehen, um danach den nächsten Schritt in ihrer Beziehung zu machen, fremden Ländern, Kulturen, leckerem Essen und bereichernden Bekanntschaften einfach nur unglaublich gut.

Asahi und Mitsuki sind beide Ende Zwanzig und wir treffen sie das erste Mal auf dem Flughafen. Ziel? Thailand, danach Indien und Georgien. Die beiden sind recht unterschiedlich - Asahi hat immer einen Plan und Geht jeden Schritt lieber mit Bedacht, anstatt auf die Nase zu fallen. Mitsuki dagegen ist ein Sonnenschein und stürzt sich gern in den Trubel, streunt durch die Städte und erlebt Abenteuer. Immer dabei - seine Kamera - er ist Fotograf. Die beiden sind schon seit längerer Zeit ein Paar - es wird auch schnell klar, dass Asahi in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Was hat mir an Asahi und Mitsuki so gut gefallen? Sie verändern durch ihre gemeinsame Reise ihren Blickwinkel - auf sich selbst und auf den Partner. Ich habe gemerkt, wie sie Nuancen zu ihrem Freund hinzugefügt haben und sich gegenseitig manchmal überrascht haben - ohne ihren eigenen Charakter dabei zu verlieren. Die beiden dabei zu beobachten, hat mir einfach zu großen Spaß gemacht. Die beiden sind oft unterschiedlicher Meinung - und halten doch zusammen, wenns drauf ankommt. Dieser Kontrast macht die Beziehung der Beiden für mich so spannend. Auf explizite Szenen hat die Manga-Ka verzichtet (Danke!) - die Liebe, die die beiden Protagonisten füreinander empfinden wird auch so mehr als deutlich - meiner Meinung ist es doch viel schöner, wenn die beiden nebeneinander aufwachen oder bis spät in die Nacht miteinander reden.

Ein weiterer großer Aspekt an dem Manga ist das Reisen an sich: Fremde Länder, fremde (Ess)Kulturen und neue Bekanntschaften, die die beiden Touristen tiefer in das Leben des jeweiligen Landes mitnehmen. Übrigens, ich hätte gern mit am Tisch gesessen, als sie sich einmal durch die landestypische Gerichte gefuttert haben.

Der Artstyle hat mich total mitgenommen. Die Zeichnungen wirkten organisch und die Panels lebendig. Das Cover und die erste Seite sind in kräftigen Farben gehalten und ich habe schon auf dem Cover Mitsukis Fotografien erspäht - sehr liebevoll!

Ich kann diesen Slice-of-life Manga nur jedem ans Herz legen, dessen Herz für fremde Länder schlägt - ich hatte so viel Spaß mit den beiden. Ich hätte am liebsten schon Band zwei in den Händen. Es gibt so vieles, was in einem Gespräch kurz angerissen, aber nicht weiter ausgeführt wurde: Asahis Gesundheit, die Backstory der beiden …

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Found Family trifft Endzeit-Drama

Raiders
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Achtung! Hier kommt eine herzerwärmende Found Family gepaart mit viel Geister-Action!

„Haunted Hunters - Raiders“ ist der dritte Band und abschließende Band der dystopischen Haunted Hunters Reihe aus ...

Achtung! Hier kommt eine herzerwärmende Found Family gepaart mit viel Geister-Action!

„Haunted Hunters - Raiders“ ist der dritte Band und abschließende Band der dystopischen Haunted Hunters Reihe aus der Feder von Nadine Erdmann, die über die Ereignisse in einem Schottland berichtet nach einem Anschlag, der giftigen Regen und marodierende Banden und gehäufte Geistererscheinungen nach sich zog. Und Mitten drin die Hunters, die sich mittlerweile auf der kleinen autarken Insel Ciuineas eingelebt haben, und von dort aus aufbrechen, um Geister, Mutanten und Raiders zu jagen.

Ich habe mich wie zuhause gefühlt, inmitten der bunten Familie, die auf der Insel wohnt und gemeinsam den Alltag stemmt. Ich mag die Atmosphäre einfach sehr gerne, die aufkommt, wenn Ayden und Will zusammen sind, wenn Henry sich wie ein Äffchen an seinen Daddy klammert und wahlweise von seinem Tag oder von seinem Traum erzählt. Der Alltag auf Ciuineas gefällt mir einfach unglaublich gut. Und das ist es auch, was Nadine so gut kann. Szenen zu schreiben, die mir zu Herzen gehen oder die mich Lachen lassen oder anrühren. Sie schreibt einfach meinen Sternchenzucker, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann.

Natürlich entwickeln sich auch die Figuren. Ayden hat eine tolle Entwicklung gemacht und sich geöffnet. Auch Sam, Wills kleiner Bruder, hat seine Selbstzweifel abgelegt und mischt kräftig mit.

Die Actionszenen kommen in diesem Band definitiv nicht zu kurz. Geister bannen, gegen Mutanten vorgehen und Raiders, die organisierte brutale Plündererbande jagen - das alles steht auf ihrem Programm und ist wirklich cool und spannend zu verfolgen. Besonders spannend fand ich, dass der Fokus teilweise auf Riley und Sam lag und ihre Kraft genauer beleuchtet wurde.

Kritik? Ja, ich habe schon ein paar Sachen bemerkt, die für mich nicht ganz rund waren oder wo sich die Gespräche und die Gedanken ein bisschen in den eigenen Schwanz gebissen haben. Aber Perfektion ist nicht der Grund, aus dem ich Nadines Büchern so verfallen bin. Sie geben mir einfach einen so starken Foundfamily Vibe, sie lassen mir warm ums Herz werden und mich giggeln und lachen - einfach mit den Figuren fühlen. Und das ist für mich das, was die Bücher ausmacht.

Also - Wer einen coolen, bunten Cast in den Büchern sucht und FoundFamily-Vibes genauso mag wie ich, sollte diese Reihe auf jeden Fall ausprobieren. Sie ist in drei Bänden abgeschlossen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Ein düsterer Spaß

The Devils
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„Es war der Fünfzehnte im Tugendmonat Treue; und Bruder Diaz verspätete sich auf dem Weg zu seiner Audienz bei Ihrer Heiligkeit der Päpstin.“

Moment - Päpstin? Das deutet auf unsere Welt hin, auf unseren ...

„Es war der Fünfzehnte im Tugendmonat Treue; und Bruder Diaz verspätete sich auf dem Weg zu seiner Audienz bei Ihrer Heiligkeit der Päpstin.“

Moment - Päpstin? Das deutet auf unsere Welt hin, auf unseren Realismus - aber war das gesamte Papsttum nicht immer Männerdomäne? Korrekt, Joe Abercrombie schert sich aber nicht darum. Er hat unsere Welt, unsere Geschichte herrlich böse auseinandergezupft, in Augenschein genommen und die Filetstückchen noch mal extra in einer Schmutzpanade gewälzt, um ein düsteres, beinahe makaberes Europa zu kreieren, bevölkert mit blutrünstigen Elfen, Dämonen, rachsüchtigen Kirchenmännern und Werwölfen - und er hat das gesamte Gemisch noch einmal kräftig gewürzt und umgerührt - und ich hatte einen Wahnsinnsspaß daran, die auf den Kopf gestellte Welt mit all seiner Düsternis zu erkunden - oder mir vorlesen zu lassen (Danke, David Nathan!).

Worum gehts?
Der Krieg gegen die Elfen ist gewonnen, eine neue Kaiserin muss auf den Thron gehoben werden - und die Kaiserin kommt aus der Gosse. Alex traut ihren Ohren nicht, als Herzog Michael ihr ihre wahre Abstammung enthüllt - und sie von Rom nach Troja schaffen will. An ihrer Seite ein Orden, der nur aus Monstern besteht, angeführt von Bruder Diaz (einem Kirchenmann, der kein Monster ist und der die Welt nicht mehr versteht. Gemeinsam müssen sie sich einen Weg durch Dreck, Blut und Gedärme und neben noch an der halben adriatischen Küste entlang bahnen nach Troja.

Wer jetzt glaubt, er hat einen Grimdark Fantasy Roman vor sich, der liegt gar nicht mal so falsch. Viele Elemente, die dieses Genre auszeichnen, finden sich hier wieder. Die Figuren haben schon einiges hinter sich. (Ehrlich, ich möchte nicht wissen, was schon alles auf Viggas Speisekarte stand. Vigga ist die Werwölfin im Bunde). Es ist düster, Abercrombie schont seine Figuren nicht und die Story ist intrigenreich und komplex. Aber der sarkastische, nachtschwarze Humor spielt in diesem Buch eine tragende Rolle. Hier werden nicht nur große Reden geschwungen, sondern auch herzhaft geflucht und der düstere Witz lauert an jeder Ecke. Den unvorsichtigen Leser kann er auch schon mal in die Wade beißen und schütteln, sodass es ihm zu viel des Guten wird. Mir hat es großen Spaß gemacht! Über manche Szenen habe ich mich gekringelt vor Lachen.

Die Figuren waren komplex und streitbar, und so verschieden, dass eigentlich für jeden etwas dabei ist. Ich bin normalerweise eher der Typ, der liebe Nerds mag. Da es hier keine lieben Charaktere gab, musste ich mit dem Vorlieb nehmen, was in der Farbpalette war - und ich wurde fündig. Alex, die unerwartete Erbin, war reich an Entwicklungspotential und ich hatte Spaß daran, die Straßengöre (keine Beleidigung, so nennt sie sich selbst voller Stolz!) auf ihrem Weg zu verfolgen. Auch Sunny, die Elfe, taute auf, je weiter die Gemeinschaft zog. Wenn sie gemeinsam die Papierbühne betraten, hatte ich besonderen Spaß. Ich mochte die Vibes! Auch an dem heillos überforderten Bruder Diaz, der die Gemeinschaft zusammenhalten sollte, hatte ich meine Freude.

Die Geschichte war actiongeladen. Die Figuren stolperten von einer Misere in den nächsten Kampf und wurden des Fluchens nicht müde. Vielleicht hätte Joe Abercrombie die Geschichte nicht ganz so arg überspitzen müssen. Aber alles in allem hat mich der Roman sehr gut unterhalten und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

Und das von einer Leserin, die den ersten Band seiner Klingensaga entnervt in die Ecke geworfen hat, weil sie mit der Charakterisierung einer Figur überhaupt nicht klar kam. Das sind Bücher, das sind Geschichten und ich bin so froh, dass der Autor mich mit seinem neuen Werk so abholen konnte.

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