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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2025

Sommerliche Lektüre

Der Duft des tiefblauen Meeres
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Beim Lesen dieses Romans habe ich mich gefühlt, als würde ich barfuß durch die warmen Gassen einer kroatischen Insel schlendern. Die Autorin hat es geschafft, mich mit wenigen Worten direkt nach Cres zu ...

Beim Lesen dieses Romans habe ich mich gefühlt, als würde ich barfuß durch die warmen Gassen einer kroatischen Insel schlendern. Die Autorin hat es geschafft, mich mit wenigen Worten direkt nach Cres zu versetzen. Das Meer, die salzige Luft, das Flirren der Sonne auf den alten Steinmauern, all das ist für mich beim Lesen lebendig geworden.

Die Geschichte rund um Pia hat mich mal mitgerissen, mal zum Nachdenken gebracht. Ihre Reise war nicht immer leicht zu greifen, manches habe ich nicht direkt nachvollziehen können, aber genau das hat sie mir menschlich näher gebracht. Es ist eben nicht alles glatt und logisch im echten Leben, und das spiegelt sich auch in ihrem Verhalten wider. Die Zeitsprünge fand ich spannend, vor allem, weil sie nicht nur Nebenschauplätze sind, sondern die Vergangenheit wie eine zweite Geschichte mitschwingt. Gerade die Abschnitte in den 60ern haben mich überrascht. Sie sind atmosphärisch dicht und voller leiser Tragik.

Was ich besonders mochte, war der ‚Ton‘ des Buches. Die Autorin schreibt klar und bildhaft, ohne unnötigen Schnickschnack. Manchmal sind die Sätze kürzer, fast abgehackt, aber das hat mich beim Lesen nicht gestört. Im Gegenteil, es hat das Tempo der Geschichte gut unterstützt. Ich musste nicht ewig um den Kern der Szene herumschleichen, sondern war sofort mittendrin.

Emotionen gibt es reichlich, aber nicht kitschig verpackt. Kein unnötiges Drama, sondern feine Zwischentöne, die besonders in den Familienmomenten aufblitzen. Die Nebenfiguren – vor allem Gorans Cousine – haben mir oft das Gefühl gegeben, dass ich als Leserin willkommen bin in dieser Welt.

Insgesamt ist Der Duft des tiefblauen Meeres für mich ein sommerlicher Roman mit Tiefgang. Kein schneller Pageturner, sondern eher ein Buch, das man mit an den See nimmt, um es zwischendurch zuzuklappen und einfach nachzuspüren. Wer Fernweh liebt, wird hier ganz schnell ankommen.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Viel Gefühl

Looking for Alaska
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Ein Buch, das sich wie ein bittersüßer Roadtrip durch die Jugend liest – ohne Auto, aber mit ganz viel Gefühl.

Wir begleiten Miles “Pudge”, einen schüchternen Jungen mit einer Vorliebe für letzte Worte, ...

Ein Buch, das sich wie ein bittersüßer Roadtrip durch die Jugend liest – ohne Auto, aber mit ganz viel Gefühl.

Wir begleiten Miles “Pudge”, einen schüchternen Jungen mit einer Vorliebe für letzte Worte, der sich auf ein Internat begibt, um das „große Vielleicht“ zu finden. Dort trifft er auf Alaska Young – klug, chaotisch, unberechenbar, herzzerreißend faszinierend. Sie ist der Typ Mensch, der gleichzeitig Licht und Schatten ist. Und genau das macht sie so unwiderstehlich.

Der Autor schafft es, diese typische Coming-of-Age-Geschichte mit so viel Wärme, Humor und Herz zu erzählen, dass man sich schnell selbst wieder in diese Zwischenwelt zurückversetzt fühlt – irgendwo zwischen Jugend und Erwachsenwerden, zwischen Schwärmereien und echten Gefühlen, zwischen Unsicherheiten und großen Lebensfragen.

Besonders berührend ist, wie das Buch mit Trauer, Verlust und der Frage nach dem Warum umgeht. Es wird nicht künstlich dramatisch, sondern ehrlich, leise, echt. Und genau das trifft einen mitten ins Herz. Manche Sätze bleiben hängen wie ein Zitat, das man sich ins Notizbuch schreibt, nur um später darin Trost zu finden.

Es ist mehr als nur eine Liebesgeschichte – es ist ein Stück Leben, das man beim Lesen ein kleines bisschen besser versteht. Ein Roman, der einem zeigt, dass man manchmal erst zerbrechen muss, um sich selbst zu finden.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

toller Start in dark Romance für mich

Hooked
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Das war mein erstes Buch im Dark Romance Genre, und ich hätte mir dafür keinen besseren Einstieg wünschen können. Die Geschichte war spannend, emotional und hatte genau das richtige Maß an düsteren Elementen, ...

Das war mein erstes Buch im Dark Romance Genre, und ich hätte mir dafür keinen besseren Einstieg wünschen können. Die Geschichte war spannend, emotional und hatte genau das richtige Maß an düsteren Elementen, ohne ins Extreme abzurutschen. Hook als Protagonist war intensiv, kontrollierend, aber gleichzeitig gebrochen – was ihn menschlicher und greifbarer gemacht hat.
Wendy hat mich überrascht, weil sie nicht in der Rolle eines typischen Opfers geblieben ist, sondern eigene Stärke gezeigt hat.

Die Anlehnungen a Peter Pan haben für mich eher als stilistische Spielerei funktioniert – das Buch steht komplett für sich und braucht keine Märchenvorlage, um zu wirken. Trotzdem haben mir die Anspielungen super gefallen.

Das Ende war rund und hat sich wirklich stimmig angefühlt. Nur die Epiloge haben das Ganze für mich ein Stück weit kaputt gemacht. Sie waren meiner Meinung nach echt überzogen und haben nicht zur Stimmung des restlichen Buchs gepasst. Ohne sie wäre mein Gesamteindruck von dem Buch besser gewesen.

Trotzdem ein starker Auftakt in ein neues Genre für mich – atmosphärisch, intensiv, aber nicht überladen.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

tolle Fortsetzung

ONE OF US IS NEXT
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Der zweite Band knüpft richtig gut an die Stimmung von Teil eins an, ohne sich wie ein Abklatsch anzufühlen. Es gibt neue Charaktere, eine neue Story – aber man merkt trotzdem, dass alles im gleichen Universum ...

Der zweite Band knüpft richtig gut an die Stimmung von Teil eins an, ohne sich wie ein Abklatsch anzufühlen. Es gibt neue Charaktere, eine neue Story – aber man merkt trotzdem, dass alles im gleichen Universum spielt. Das fühlt sich vertraut an, bringt aber frischen Wind mit rein.

Auch hier haben mir die Figuren echt gut gefallen. Sie sind nicht perfekt, sondern haben ihre Macken und Unsicherheiten, was sie super authentisch macht. Die Handlung bleibt spannend und bietet genug zum Mitfiebern, aber es ist nicht alles nur Drama – es geht auch um Freundschaft, Druck, Identität.

Ich finde, das Buch hat eine richtig gute Balance aus Spannung, Humor und Tiefe. Wer den ersten Teil mochte, wird hier sicher auch nicht enttäuscht.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

wenn aus Altem Neues entsteht

Das Versprechen eines Sommertags
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Schon nach den ersten Seiten war mir klar: Das ist kein seichter Liebesroman, sondern eine Geschichte mit Herz, Tiefe und echten Fragen ans Leben. Isabell steckt mitten in einem Leben, das von außen funktioniert, ...

Schon nach den ersten Seiten war mir klar: Das ist kein seichter Liebesroman, sondern eine Geschichte mit Herz, Tiefe und echten Fragen ans Leben. Isabell steckt mitten in einem Leben, das von außen funktioniert, aber innerlich bröckelt. Ehe am Ende, Träume auf Eis gelegt – und doch hält sie tapfer die Fassade aufrecht, zumindest bis nach dem großen Familienfest. Diese Mischung aus Verdrängung, Hoffnung und innerer Zerrissenheit hat mich sehr berührt.

Das Versprechen eines Sommertags ist eine berührende Geschichte über zweite Chancen, über alte und neue Lieben und darüber, dass es nie zu spät ist, sein Herz noch einmal weit zu öffnen. Die Figuren wirken so nahbar, dass man sich schnell wie mitten im Geschehen fühlt. Besonders schön fand ich die Mischung aus Wärme, Sehnsucht und Hoffnung, die durch die ganze Geschichte schwingt – ohne kitschig zu sein.

Was mich besonders gefesselt hat: Isabells Entwicklung. Man merkt richtig, wie sie Schritt für Schritt wieder zu sich selbst findet. Wie sie merkt, dass sie nicht nur Mutter und Ehefrau ist, sondern auch eine Frau mit eigenen Wünschen. Die Begegnung mit ihrer Jugendliebe bringt natürlich ordentlich Herzklopfen rein, aber es geht um mehr als nur eine neue Romanze. Es geht um Mut – zum Neuanfang, zum Loslassen, zum Selberfühlen.

Und ja, das Cover schreit Sommer, Sonne, Sehnsucht – total passend. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, selbst auf der Finca zu sein, barfuß, mit einem Glas Wein in der Hand, während das Leben sich leise neu sortiert.

Ein rundum schönes Buch, das einen nachdenklich zurücklässt – aber auch hoffnungsvoll. Wer Lust auf echte Gefühle, gute Figuren und ein bisschen mediterranes Fernweh hat, liegt hier genau richtig. Es ist eines dieser Bücher, das man am liebsten draußen in der Sonne lesen möchte, mit einem kalten Getränk in der Hand und dem Gefühl, dass gerade alles möglich ist. Für mich ein rundum gelungenes Sommerbuch – leicht, emotional und mit genau der richtigen Prise Tiefgang.

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