Bewegend, bildgewaltig und durch und durch besonders
Roter Stern - Nebel und AscheEin Roman, der leise beginnt und dann wie ein Sturm in Herz und Kopf einschlägt.
Avery Parker hat mit Roter Stern: Nebel und Asche einen Roman geschaffen, der nicht nur durch seine dichte Atmosphäre überzeugt, ...
Ein Roman, der leise beginnt und dann wie ein Sturm in Herz und Kopf einschlägt.
Avery Parker hat mit Roter Stern: Nebel und Asche einen Roman geschaffen, der nicht nur durch seine dichte Atmosphäre überzeugt, sondern vor allem durch seine starken, authentischen Figuren. Die Geschichte von Rey und Will entwickelt sich von einer anfänglichen Neugier auf das Geheimnis eines alten Hauses hin zu einer epischen Erzählung über Freundschaft, Widerstand und das Erwachsenwerden unter extremen Bedingungen.
Die Sprache ist feinfühlig und gleichzeitig kraftvoll. Besonders gelungen fand ich, wie die Handlung sich langsam entfaltet, dabei aber nie an Spannung verliert. Der Alltag in Bingen, das Verhältnis zu Tante Em, die unterschwellige Bedrohung durch das Jarl-Regime – all das wird so lebendig und real geschildert, dass man als Leser völlig in die Welt abtaucht.
Rey als Protagonistin ist grandios. Eigensinnig, mutig, aber auch verletzlich. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und nachvollziehbar. Will ergänzt sie perfekt, mit seiner vorsichtigen, oft innerlich zerrissenen Art. Die Dynamik zwischen den beiden ist ehrlich und niemals kitschig.
Wer gerne tief in Charaktere eintaucht, emotionale Reifeprozesse miterleben will und eine Geschichte sucht, die weit über schwarz-weißes Heldentum hinausgeht, sollte diesen Roman unbedingt lesen. Absolute Empfehlung!