Der letzte Freundschaftsdienst
Nicht tot zu sein, ist noch kein LebenIn dem Buch geht es um die Freundschaft zwischen Helena, einer Hausärztin und Palliativmedizinerin und Marlene, einer Journalistin. Die Freundschaft ist nicht immer einfach und einige Jahre lang gibt es ...
In dem Buch geht es um die Freundschaft zwischen Helena, einer Hausärztin und Palliativmedizinerin und Marlene, einer Journalistin. Die Freundschaft ist nicht immer einfach und einige Jahre lang gibt es nur wenig Kontakt zwischen den beiden Frauen. Dann bittet Marlene ihre Freundin Helena sie als Patientin aufzunehmen und ihr einen assistierten Suizid zu ermöglichen. Marlene leidet unter einer aggressiven Form von Brustkrebst und es gibt keine Hoffnung auf Genesung. Marlenes Schwester hatte damals Hilfe in der Schweiz gesucht, wo ein assistierter Suizid nicht strafbar ist. In dem Buch ändern sich dann gerade die Gesetze und Helena ist einer sehr interessanten Gruppe von Palliativmedizinern, die diese Gesetzesänderungen und die Auswirkungen auf das eigene Handeln kontrovers diskutieren. Das Buch ist auf der einen Seite sehr sachlich geschrieben und es gibt ein gutes Glossar am Ende des Buches, das medizinische Fachbegriffe erklärt. Auf der anderen Seite ist es der Autorin gelungen ein sehr einfühlsames Buch zu schreiben und ich konnte die innere Zerrissenheit von Helena spüren. Die Rechtsprechung über Suizidassistenz ist faktentreu dargestellt. Anders als in dem Werk Gott von Ferdinand von Schirach geht es hier aber um viel mehr als nur die Rechtslage und das hat mir sehr gut gefallen.