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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2025

Potential verschenkt

Der Sommer am Ende der Welt
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Verschickungskinder, ein Thema, das selten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Eva Völler hat dieses Thema, vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen ihrer Geschwister, in einen Roman eingebettet. ...

Verschickungskinder, ein Thema, das selten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Eva Völler hat dieses Thema, vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen ihrer Geschwister, in einen Roman eingebettet. Der Klappentext des Buches vermittelt die Erwartung, dass es hier in der Hauptsache um die Schicksale und Erfahrungen der Verschickungskinder geht.

Die Journalistin Hanna reist mit ihrer Tochter nach Borkum, um weitere Recherchen zu diesem Thema zu betreiben, da auch ihre Mutter eins dieser Kinder in 60er Jahren war.

Der Aufbau des Buches ist insgesamt gut gestaltet. Die Erzählung wird unterbrochen durch Gespräche mit einer Betroffenen und ein altes Tagebuch.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Jetzt kommt das große Aber. Eva Völler verliert schnell den Fokus auf das wesentliche Thema. Eingerahmt von Liebesbeziehungen, konstruierten Handlungen, merkwürdigen Déjà-vus und weiteren Handlungsfäden, die alle keinen Mehrwert für das Thema bieten, geraten die Verschickungskinder in den Hintergrund.

In ihrem Nachwort weist sie darauf hin, dass das Buch keinen dokumentarischen Anspruch hat und es ein Unterhaltungsroman nach wahren Begebenheiten ist.

Das Buch konnte leider meine Erwartungen an das Thema nicht erfüllen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Leider sehr vorhersehbar

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Eine Wanderung auf dem Kungsledenweg in Schweden. Was für eine Überraschung zum Junggesellinnenabschied von Nicki für Julia.
Die beiden waren sehr gute Freundinnen, allerdings hat der Kontakt stark nachgelassen.
Auf ...

Eine Wanderung auf dem Kungsledenweg in Schweden. Was für eine Überraschung zum Junggesellinnenabschied von Nicki für Julia.
Die beiden waren sehr gute Freundinnen, allerdings hat der Kontakt stark nachgelassen.
Auf der Wanderung geschieht das Unglaubliche, Nicki verschwindet. Wird Julia die Freundin finden und die Wanderung überstehen?
Die Landschaft und die Atmosphäre hat die Autorin gut getroffen, aber bei der Handlung weiß man leider sehr schnell, wo diese Reise enden wird. Die kursiven Abschnitte aus der Vergangenheit unterstützen das zusätzlich.
Die Idee des Buches ist gut, obwohl es auch nichts Neues ist. Die Umsetzung ist nicht ganz so gut gelungen, es fehlt an wirklichen Überraschungen. Der Schreibstil ist flüssig und man ist schnell durch, da das Buch auch nicht sehr umfangreich ist. Mein Fazit, eine unterhaltsame Lektüre, der es aber an Aha-Effekten gefehlt hat.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Mehr erhofft

Die Rettung
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Eine Insel mit verlassener Forschungsstation. Nur Dominique und seine drei Kinder sind noch dort. Verpacken das Saatgut, das im Katastrophenfall das Überleben der Menschheit sichern soll, und warten auf ...

Eine Insel mit verlassener Forschungsstation. Nur Dominique und seine drei Kinder sind noch dort. Verpacken das Saatgut, das im Katastrophenfall das Überleben der Menschheit sichern soll, und warten auf das Schiff, das sie abholen soll.
Bleiben können sie nicht, da die Insel aufgrund des steigenden Meeresspiegels untergehen wird.
Schon in den Anfängen wird deutlich, dass es in diesem Natur - und Familienidyll heftig knirscht.
In dieser Situation wird eine Frau verletzt angespült. Es ist Rowan, die auf der Suche nach ihrem Mann auf Shearwater gestrandet ist.
Jetzt beginnt die Handlung in Teilen unglaubwürdig zu werden. Viele Fragen werden aufgeworfen, der Leser wird von einer Vermutung zur nächsten getrieben. Viele Handlungen und Begründungen wirken einfach nicht realistisch. Das zentrale Thema Klimawandel wird eigentlich nur rudimentär behandelt. Der Fokus liegt mehr auf dramatischen Handlungen und Ereignissen. Es gibt durchaus sehr schöne Passagen, auch was Flora und Fauna betrifft. Aber insgesamt hatte ich mir nach den Vorschusslorbeeren mehr erhofft. Zurück bleibt ein Buch, das unterhalten hat, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Wechselbad

Standing Ovations
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Ich war extrem neugierig auf das Buch, da der Klappentext vielversprechend klang.
Die Spannbreite der angesprochenen Themen ist weit gefasst. Das Verhältnis zwischen Kunst und Kritik, die Kritik, die mit ...

Ich war extrem neugierig auf das Buch, da der Klappentext vielversprechend klang.
Die Spannbreite der angesprochenen Themen ist weit gefasst. Das Verhältnis zwischen Kunst und Kritik, die Kritik, die mit einem Satz zerstören kann oder jubeln lässt. Die Beziehung zwischen Männer und Frauen, klassisch bzw. innerhalb der Metoo Thematik. Und dazu noch die Rache einer Künstlerin, einer Frau, die zurückschlägt. Hier stellt sich die Frage, wie weit darf auch Rache gehen?
Der Erzählstil ist durchaus interessant , da man der Handlung aus der Sicht von Sophie folgt. Kollegin, junge Mutter mit angedeuteten Eheproblemen. Sie ist eine gute Beobachterin, aber zerrissen zwischen Loyalität und eigener Meinungsäußerung.
Jetzt kommt das Aber. Für mich verliert sich der Roman immer wieder in mehr oder weniger schleppender Handlung. Es gibt viele gute Abschnitte, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht so fesseln und beeindrucken, wie ich erwartet hatte

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Schuldig oder nicht - Ein Countdown

Sieben letzte Tage
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Der Vater von Alice und Fiona soll hingerichtet werden. Ein Vater, der nie da war und zu dem kein Kontakt mehr besteht. Nachdem berechtigte Zweifel auftauchen, gibt Alice dem Drängen der Schwester nach ...

Der Vater von Alice und Fiona soll hingerichtet werden. Ein Vater, der nie da war und zu dem kein Kontakt mehr besteht. Nachdem berechtigte Zweifel auftauchen, gibt Alice dem Drängen der Schwester nach und versucht, die Hinrichtung aufzuhalten. Die Anwältin in ihr siegt über die enttäuschte und verletzte Tochter.

Eine tolle Grundidee, ein Countdown zum Tag der Hinrichtung und viel Raum für Spekulationen über Wahrheit, Lüge und Vertrauen. Ist Jim Sharp schuldig? Die Frage begleitet den Leser über sieben Tage.

Leider ist die Umsetzung für mich nicht ganz so gut gelungen. In den sieben Tagen passiert so viel, vor allem von Alice aus, das ist einfach nicht möglich. Ohne zu spoilern, kann man auch sagen, dass einiges doch sehr konstruiert wirkt. Die letztliche Auflösung war verwirrend in Bezug auf das Motiv und wie es dazu kommen konnte.

Das Buch war für mich eine Mischung aus Spannung und dem Gefühl “ was soll das denn jetzt”.

Die Charaktere hätten noch etwas ausgefeilter sein können, aber dadurch, dass so viel Handlung in sieben Tage gepresst wurde, blieb wohl kein Raum dafür. Schade auch, dass einige der doch wichtigen Nebenfiguren einfach aus der Handlung verschwinden.

Insgesamt hat der Thriller unterhalten, aber nicht beeindruckt

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