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Veröffentlicht am 30.07.2025

Gefährliche Aussicht mit fatalen Folgen

Gefährliche Aussicht
7

Gefährliche Aussicht von Julie Dubios ist ein weiterer Krimi mit viel Lokalkolorit, guten Essen, einem spannenden Kriminalfall und tiefen Einblicken in das Privatleben von Commissaire Marie Mercier.
Es ...

Gefährliche Aussicht von Julie Dubios ist ein weiterer Krimi mit viel Lokalkolorit, guten Essen, einem spannenden Kriminalfall und tiefen Einblicken in das Privatleben von Commissaire Marie Mercier.
Es ist der Autorin ein weiteres Mal vortrefflich gelungen französisches Flair zu vermitteln.
Der Kriminalfall kommt natürlich bei allem Anderen nicht zu kurz. Spannend wie immer und Julie Dubois lädt ihre Leser von Anfang an ein, selbst mit zu ermitteln. Natürlich gibt es die ein oder andere falsche Fährte, manche Spur endet in einer Sackgasse und es kommt zu überraschenden Wendungen. Am Ende ist der Fall aber absolut logisch aufgeklärt und lässt keine offenen Fragen zurück.
Julie Dubios verknüpft so geschickt das Privatleben ihrer Kommissarin mit dem Kriminalfall, dass man das Gefühl bekommt tatsächlich dabei zu sein, beim Spaziergang mit Maries Hund genau so wie bei der Befragung der Zeugen oder Verdächtigen. Im Hintergrund führt die Autorin die Geschichte um Marie und ihre Familie konsequent fort. Als Leser bekommt man das Gefühl mit jedem weiteren Buch eine engere Bindung zu den Protagonisten einzugehen. Es wird zu einem seltenen aber intensiven Treffen mit Freunden.
Gerade die ausführlichen Beschreibungen der Landschaft, des Dorflebens und des Familienlebens schaffen eine harmonische Grundstimmung, man fühlt sich bei der Lektüre einfach wohl. Die ruhige und Konsequnte Ermittlungsarbeit von Marie trägt ebenfalls zu dieser Grundstimmung bei.
Einmal angefangen möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich gebe diesem Band fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch von Julie Dubois. Ich bin zu neugierig, wie es mit Marie und ihren Lieben weiter geht und für einen spannenden Mordfall wird auch gesorgt sein.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 06.07.2025

Jurymitglieder leben gefährlich

Was früher blüht, ist länger tot
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Das Cover des Buches, Was früher blüht, ist länger tot, von Karen Finch, kommt erstmal recht fröhlich daher. Die beherrschende Farbe ist ein schönes Wiesengrün, im unteren Drittel des Covers sieht der ...

Das Cover des Buches, Was früher blüht, ist länger tot, von Karen Finch, kommt erstmal recht fröhlich daher. Die beherrschende Farbe ist ein schönes Wiesengrün, im unteren Drittel des Covers sieht der Betrachter ein Bauernhaus mit Schafen und über das Buch verteilt blühende Pflanzen. Erst dann sieht man die Handschellen, die Lupe, das Messer und die Fußspuren, es drängt sich dem Betrachter der Verdacht auf, dass es hier nicht nur um Idylle geht.

So ist es dann auch, schon im Prolog wird der Leser in einem ganz perfiden Mord hineingezogen. Im.weiteren Verlauf des Buches schafft Karen Fincher eine sehr idyllische Atmosphäre, die jäh endet, als der zweite Mord geschieht. War man als Leser gerade noch schlendernd im Dorf, mit seiner Blumenpracht und den bunten und pittoresken Häuschen unterwegs, holt einen spätestens jetzt die Wirklichkeit wieder ein. Der Wechsel zwischen Idylle, Lokalkolorit und Spannung ist der Autorin sehr gut gelungen.

Karen Finch hat für ihr Buch sehr unterschiedlich Charaktere geschaffen, die einem durchaus auch im wirklichen Leben begegnen könnten. Mit ihrer Protagonistin Helen, ehemals Mitglied der MET und nun aus familiären Gründen wieder in ihrem Heimatdorf bei ihrer Mutter hat sie einen Treffer gelandet. Helens Zerrissenheit und ihre Unzufriedenheit mit der jetzigen Lebenssituation hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet, ohne den Fluss der Geschichte zu stören oder aber die Spannung zu drücken. So wie sie diesen Mutter Tochter Konflikt aufgreift, lässt sie auch aktuelle Themen wie Zuwanderung, Abschiebung und Rassismus und nicht zuletzt Beziehungskrisen ganz selbstverständlich einfließen.

Zwei Morde, die unterschiedlich nicht sein könnten und auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben entwickelt Karen Finch zu einem sehr spannenden Krimi, der die Leser sehr lange Zeit im Dunkeln tappen lässt. Sie gibt immer wieder Informationen preis, es entstehen Thesen und Vermutungen, aber nie passten alle Fakten zusammen. Die von ihr gefundene Lösung ist absolut logisch. Sie klärt alle offenen Fragen und verknüpft alle losen Fäden.

Was früher blüht, ist länger tot, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Mir hat die Verknüpfung von Cozy Crime und den aktuellen Problemen sehr gefallen. Ich hatte einige sehr spannende Lesestunden fernab vom Alltag. Mich hat dieses Buch sehr angesprochen und ich gebe fünf Sterne. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Sehr zu empfehlen auch für Nichtstricker

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Mörderisch verstrickt, von Susanne Oswald ist ein Krimi, den man nicht so schnell wieder aus der Hand legt. Die Autorin macht uns nicht nur mit dem idyllischen Fleckchen Lüttjekoog an der Nordseeküste ...

Mörderisch verstrickt, von Susanne Oswald ist ein Krimi, den man nicht so schnell wieder aus der Hand legt. Die Autorin macht uns nicht nur mit dem idyllischen Fleckchen Lüttjekoog an der Nordseeküste bekannt, sondern auch mit dem Strickclub aus dem Strickschick. Hier treffen sich einmal in der Woche die Mitglieder des Clubs, um gemeinsam zu stricken und zu klönen. Unterschiedlicher könnten diese Menschen nicht sein, aber sie sind zu einhundert Prozent füreinander da und stehen füreinander ein.

Die Autorin hat diese Protagonisten so detailreich und liebevoll gezeichnet, dass man eigentlich sofort zu diesem Club dazu gehören möchte. Auch das Lädchen Strickschick hätte ich am liebsten sofort besucht und das obwohl ich gar nicht stricken kann. Ich wollte mich einfach nur in der bequemen Sofaecke niederlassen und den Mitgliedern beim Ermitteln zuhören. Vielleicht hätte ich es sogar mit Stricknadeln und Wolle probiert. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, Susanne Oswald hat eine derart heimelige Atmosphäre erschaffen, dass man sich in ihrem Buch verkriechen möchte, wie unter einer gemütlichen, flauschigen Decke und das bei einem Krimi.

Die Spannung hat hier definitiv nicht gefehlt. Das erste Kapitel befasst sich schon nach wenigen Seiten mit dem Leichenfund und dann gibt es erstmal eine Rückschau, wie alles begann. Meiner Meinung nach ein geschickter Zug der Autorin. Erst füttert sie ihre Leserschaft an, dann folgt die Vorstellung der einzelnen Protagonisten und zwischendurch immer wieder Krimi.

Die Kapitel sind den einzelnen Protagonisten gewidmet und auch aus ihrer Perspektive erzählt. Das erhöht meiner Ansicht nach die Spannung und macht die Geschichte sehr lebhaft. Der Leser erfährt so sehr viele Einzelheiten nicht nur aus dem Leben der Protagonisten sondern auch zum Fall.

Spuren wurden gelegt, Hinweise gestreut, Thesen aufgestellt und verworfen. Die ein oder andere Sackgasse war dabei. Ich hatte sehr große Freude beim Ermitteln und die Lösung hat sich mir erst am Ende offenbart. Der Fall wurde ohne offene Fragen oder lose Enden gelöst.

Ich gebe diesem Buch fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Susanne Oswald konnte mich mit ihrem Strickclub und den liebenswerten Protagonisten absolut in ihrem Bann ziehen. Eine schöne Auszeit in Mettes Strickschick an der Nordseeküste.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ermittlungen in der Bikerszene

Prost, auf den Doktor
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Prost, auf den Doktor ist nunmehr der elfte Teil der Reihe von Friedrich Kalpenstein um das Ermittlerduo Tischler und Fink. Wie erwartet war auch dieses Buch ein echter Pageturner. Alte Bekannte hatten ...

Prost, auf den Doktor ist nunmehr der elfte Teil der Reihe von Friedrich Kalpenstein um das Ermittlerduo Tischler und Fink. Wie erwartet war auch dieses Buch ein echter Pageturner. Alte Bekannte hatten ihren Auftritt und viele der Protagonisten haben sich weiterentwickelt. Es war wie ein Besuch bei Freunden, Hätte es nicht diesen Mord gegeben, der Tischler und Fink vor Rätsel gestellt hat; aber nicht nur die Polizisten haben gerätselt, nein auch die Leser.

Friedrich Kalpenstein hat es ein weiteres Mal verstanden einen Fall aufzubauen, der bis zum letzten Moment spannend blieb. Er hat seine Leser zum Mitraten eingeladen, er hat seine Hinweise gestreut, falsche Spuren gelegt und uns in Sackgassen geschickt. Bis zum Ende hatte ich nur eine Idee, aber keine belastbare Lösung. Ich liebe diese Krimis, nicht grausam und blutig, es gibt eine Leiche und ab da liegt der Focus auf den Ermittlungen. Es war sehr spannend Tischler und Fink zu begleiten, zu sehen, wie sich immer mehr Facetten des Mordopfers zeigen und wie sich immer mehr Spuren auftaten, je länger die beiden an diesem Fall arbeiteten. Ich habe mehrmals gedacht, ich hätte die Lösung, aber irgend eine Kleinigkeit passte nicht und auf den nächsten Seiten wurde auch klar warum. Der Twist am Ende war genial und damit wurden dann auch die offenen Fragen geklärt und das letzte Teilchen fiel an seinen Platz.

Sehr gefallen hat mir die Dynamik beim Stammpersonal, ich mag es sehr, wenn sich die Protagonisten vom ersten Kennenlernen bis zum letzte Buch weiterentwickeln. Der Autor macht das hier wirklich sehr gut, ich bin immer gespannt, wie die eine oder andere Geschichte, die er im aktuellen Band anstößt im nächsten Buch ihre Fortsetzung findet.

Alle Protagonisten, bis hin zum kleinen Nebendarsteller sind echt Charaktere und sehr gut vorstellbar. Friedrich Kalpenstein stattet sie alle mit reichlich Details aus, so dass sie man sie wiedererkennt. Niemand wird einfach nur erwähnt. Ich bin schon jetzt auf das nächste Buch dieser Reihe gespannt.

Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Freunde des intelligenten Krimis. Jedes Buch dieser Reihe ist abgeschlossen und steht für sich selbst. Alle Bücher gibt es auch als Hörbuch, gelesen von Helmfried von Lüttichau, auch sehr zu empfehlen. Durch die Modulation seiner Stimme weiß der Hörer immer sofort um welchen Protagonisten es geht, alle sind klar voneinander zu unterscheiden. Das Hören wird hier zum Genuß.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Frau Appeldorn zieht es an die Ostsee

Frau Appeldorn und der tote Kapitän
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Frau Appeldorn und der Tote Kapitän ist der dritte Teil dieser Reihe, geschrieben von Vera Nentwich. Vorausschicken möchte ich, dass dieses Buch in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den zwei anderen ...

Frau Appeldorn und der Tote Kapitän ist der dritte Teil dieser Reihe, geschrieben von Vera Nentwich. Vorausschicken möchte ich, dass dieses Buch in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den zwei anderen Fällen gelesen werden kann.

Frau Appeldorn, pensionierte Chefsekretärin ist es gewohnt, dass alles so läuft, wie sie es für richtig hält. Das bekommt auch ihr gutmütiger Nachbar Herr Büyüktürk zu spüren, als er sie nach einem Unfall mit einem Radfahrer an die Ostsee chauffieren soll. Die Dame mit dem roten Hut möchte dort den Mord an dem Mann aufklären, den sie kurz zuvor kennen und schätzen gelernt hat. Das Duo Frau Appeldorn und Herr Büyüktürk hat mich im Laufe der Lektüre immer wieder an Miss Marple und Mister Stringer erinnert.

Vera Nentwich hat mit Frau Appeldorn eine starke Protagonistin geschaffen. Nach außen ist Frau Appeldorn eine selbstbewusste Frau, die ihr Markenzeichen, den roten Hut, voller Stolz trägt. Sie steht zu den Menschen, die ihr etwas bedeuten und ist der Gerechtigkeit verhaftet. Selbst wenn es gefährlich wird bleibt sie hartnäckig am Ball. Ihren Nachbarn Herrn Büyüktürk mag sie mehr als sie zugibt, er wiederum ist ein ruhiger Mann, mit vielen Talenten. Nur eines kann er nicht, Frau Appeldorn auf ihrer Mission aufhalten. Die Autorin hat die Protagonisten sehr gut beschrieben und mit vielen Details ausgestattet. Die Ferienwohnung und der Ort Niendorf sind ebenfalls gut vorstellbar und es kommt schon allein durch das farbenfrohe Cover des Buches Urlaubsstimmung und Ostseefeeling auf.

Der Fall entwickelt sich von Seite zu Seite, es gibt erst kaum Verdächtige und dann ist fast jeder verdächtig. Vera Nentwich nimmt ihre Leser mit auf Spurensuche und streut ihre Hinweise geschickt. Die ein oder andere Sackgasse ist natürlich dabei. Der Twist am Ende, der dann zur Auflösung führt, hat es in sich. Auf einmal sortieren sich die Puzzleteilchen und fallen an den richtigen Platz. Das was ich vorher bemüht zusammengeführt habe und auch das, was nicht richtig passen wollte ergibt nach dem richtigen Hinweis Sinn und die Lösung des Falles ist somit rund und logisch. Man hätte die Verbindungen erkennen können, die Hinweise waren alle da.

Ein sehr unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Protagonisten, die auch nach der Lektüre im Gedächtnis bleiben.

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