Leoni auf Föhr
Föhrer ZufluchtNach der Trennung von Marcel wird Leoni gestalkt, als letzten Ausweg flüchtet sie sich auf die Insel Föhr, von der aus ihre Freundin ihr einst eine hübsche Ansichtskarte geschickt hat. In Wyk sucht die ...
Nach der Trennung von Marcel wird Leoni gestalkt, als letzten Ausweg flüchtet sie sich auf die Insel Föhr, von der aus ihre Freundin ihr einst eine hübsche Ansichtskarte geschickt hat. In Wyk sucht die fünfundzwanzigjährige Hamburgerin Arbeit und Quartier, was aber gar nicht so einfach ist wie gedacht. Schließlich kommt ihr ein fescher Polizist zu Hilfe.
Eine malerische Insel, ein guter Grund zur Flucht, ein mutiger Neuanfang – bewährte Zutaten für einen Roman zum Abschalten und Träumen, auch wenn manche Szenen eher einem Alptraum gleichen. Gekonnt verknüpft Hanna Paulsen in dieser Geschichte die herrliche Landschaft mit fast kriminalistischen Elementen, setzt den hilfsbereiten Menschen auf Föhr eine Figur des Bösewichts in Form von Marcel entgegen. So entsteht eine abwechslungsreiche Handlung, während der wir sogar auf liebgewonnene Bekannte aus der Föhrer Jahreszeiten-Reihe „Neuanfang an der Nordsee“ treffen. Schwungvoll führt uns die Autorin durchs Geschehen, erzählt einfühlsam und liebevoll, was sich dieser Tage auf der kleinen Insel zuträgt, erklärt Brauchtum und typische landschaftliche Besonderheiten wie das Watt, sodass man sich auch von Ferne gut zurechtfinden kann. Die Kulinarik im Café Friesenstübchen hätte gerne noch etwas ausführlicher sein dürfen, da bekomme ich gleich Sehnsucht nach Friesentorte und Tee mit Kluntjes.
Ein herzlich gestalteter Roman mit vielen sympathischen Figuren für entspannte Lesestunden.