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Veröffentlicht am 30.06.2025

Ein lesenswertes Buch zum Nachdenken und Genießen!

Umlaufbahnen
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Mit Blick auf unsere Erde, auf die sie umgebende Sternenwelt, auf die 16 Auf- und Untergänge der Sonne in 24 Stunden in Abwechslung mit dem Mond, auf all das wird in schwärmerischem Schreibstil eingegangen ...

Mit Blick auf unsere Erde, auf die sie umgebende Sternenwelt, auf die 16 Auf- und Untergänge der Sonne in 24 Stunden in Abwechslung mit dem Mond, auf all das wird in schwärmerischem Schreibstil eingegangen neben den täglichen, streng einzuhaltenden Verrichtungen von 6 Astronauten während ihrer 6-monatigen Reise durchs All. Nicht nur die Raumfahrtgeschichte und die jeweiligen Experimente der Wissenschaftler sind aufbereitet, auch deren private Gedanken- und Traumwelt findet Erwähnung. Wichtige, teils philosophische Überlegungen zum Menschsein schwirren zwischen Mutter Erde und Vater Weltall dahin in sprachlich erlesener Pracht. Auf die Verletzlichkeit der Erde wird hingewiesen, ob nun hervorgerufen durch kriegerisch motivierte Politik der Erdbevölkerung oder durch eventuelle Veränderungen im Planetensystem.
Sehr poetisch beschriebenes Agieren und Reflektieren in einer Raumstation im Weltraum.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Einforderung von Frauenrechten findet hier kein Echo

Das Haus in der Gasse
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1921 veröffentlicht, entfaltet dieser Roman eine Ödnis, Leere, Hass und Traurigkeit im Leben der jungen Frauen Antonietta und der jüngeren Schwester Nicolina. Die bedrückende Szenerie spielt in einem unscheinbaren ...

1921 veröffentlicht, entfaltet dieser Roman eine Ödnis, Leere, Hass und Traurigkeit im Leben der jungen Frauen Antonietta und der jüngeren Schwester Nicolina. Die bedrückende Szenerie spielt in einem unscheinbaren Haus in einer dunklen Gasse einer sizilianischen Kleinstadt. Der strenge Patriarch Don Lucio Carmine hält starrsinnig an seinen egoistischen Gewohnheiten fest, dabei seine Ehefrau und deren jüngere Schwester quasi wie Dienstmägde behandelt und sie abschottet. Neben Nicolina als unglückliche, vergewaltigte Geliebte des Schwagers entkommt auch der Sohn Alessio kaum dem Hass, der Gefühlskälte des Vaters und den heimlichen Streitereien im Haus. Am Meer nur findet er seine Freiheit, seinen inneren Frieden. Das hier vorgestellte Frauenbild ist weder kämpferisch noch selbstbewusst, sondern fügsam, unterdrückt, eingeschüchtert und unter Angst in der Eintönigkeit in ihrem Alltag, mit Flucht in den Irrsinn, vom Leben betrogen. Die Rolle der Männer ist hier zwiegespalten: der wortkarge Patriarch als Tyrann, der auch seine Töchter nach seinem Gutdünken formen will und daneben sein sensibler, feinsinniger, mädchenhafte Sohn ein Schwächling. Der handlungsarme Roman lebt besonders von den inneren Monologen der Frauen. Thematisiert werden auch Verarmung, die Wahrung des Scheins in diesem kleinbürgerlichen Milieu , Schuld und Sühne, mit nur angerissenen Überlegungen zu Entfaltungsmöglichkeiten für Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Beschreibung von Identitätskrisen nach dem Tod des Sohnes ist eindringlich: Antonietta überlässt sich dem Wahn, Nicolina leidet unter den Vergewaltigungen und Don Lucio geht zur Tagesordnung über, jeder in seiner Einsamkeit im schwelenden Nebel im Haus. Diese bedrückende Welt, in der sich alle Konflikte nach innen entladen, ist sprachlich überzeugend gelungen.
Das Leid der Frauen, zaghaft und leise karikiert, berührt.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Der harte Alltag als Pferdetrainerin – lebendig und klar umrissen

Boxenstart
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Wie im Nachwort erklärt, basiert dieses Buch auf über drei Jahre aufgenommenen Telefongesprächen mit der Hauptfigur Sonia. Auf dieser Grundlage bewegt sich das fiktionale Werk über deren gefährliches, ...

Wie im Nachwort erklärt, basiert dieses Buch auf über drei Jahre aufgenommenen Telefongesprächen mit der Hauptfigur Sonia. Auf dieser Grundlage bewegt sich das fiktionale Werk über deren gefährliches, raues Leben vor allem als Pferdetrainerin. In 12 Kapiteln entwickelt die aus ärmlichen Verhältnissen kommende Ich-Erzählerin Sonia ein lebendiges Bild ihrer hartnäckigen Tierliebe zu Pferden von frühester Jugend an. Die teils katastrophalen Zustände für Mensch und Tier im Pferderennsport in den USA erschüttern. Informatives über den Umgang und die Pflege ihrer teils sehr wertvollen Schützlinge wird bereichert durch Erläuterungen über karge Arbeits- und Lebensbedingungen der sie betreuenden Menschen, was gesellschaftskritische Fragen auch zur Tierquälerei , zu Alkoholmissbrauch und Doping aufwirft. Wie Sonia als Frau im männerdominierten Reitrennsport klarkommt, wird in kurzen Kapiteln in direktem, schnörkellosem, klarem Sprachstil wiedergegeben. Neben einer Vergewaltigung trotz sie auch den späteren tätlichen Angriffen ihres gewalttätigen Mannes, betont ihre rechtliche Machtlosigkeit. Dieser Mikrokosmos des Rennsports mit positiven wie negativen Momenten fasziniert trotz der ganzen Härte, aber auch Menschlichkeit im Leben dieser starken Frau.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Literarisch weise verpackte Missstände der USA in Sachen Rassismus und mehr

Miss Muriel
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In dieser letzten größeren Buchpublikation aus 1971 geht es um das realistisch dargestellte Leben von dunkelhäutigen wie weißen Menschen, in elendem bis in vornehmem Ambiente. Die Szenerie der ersten drei ...

In dieser letzten größeren Buchpublikation aus 1971 geht es um das realistisch dargestellte Leben von dunkelhäutigen wie weißen Menschen, in elendem bis in vornehmem Ambiente. Die Szenerie der ersten drei Erzählungen spielt in der Kleinstadtidylle von Wheeling, New York und geht über in das Großstadtmilieu rund um Harlem. Der besondere Fokus liegt auf Rassismus und Gewalt gegen Frauen, beschrieben in feinen Facetten, auch rund um Ängste innerhalb der schwarzen Community mit biographischen Übereinstimmungen mit der Autorin. Anfänglich heitere Geschichten aus ihrer Kindheitsperspektive wechseln zu einem härteren, erwachsenen Blick auf diverse Lebensumstände mit Milieukenntnis. Alle Figuren werden in ihrer Eigenart lebendig gezeichnet.
Erzählungen zum Nachdenken.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ein politischer Plot um Medizinalhanf mit finalem genialem Coup

Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste
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Es geht in diesem humorvollen Roman mit langem Buchtitel um eine unterhaltsame Geschichtsschreibung deutsch-deutscher Verhältnisse in den 80-er Jahren mit Unterwanderung des Kapitalismus durch den ...

Es geht in diesem humorvollen Roman mit langem Buchtitel um eine unterhaltsame Geschichtsschreibung deutsch-deutscher Verhältnisse in den 80-er Jahren mit Unterwanderung des Kapitalismus durch den Verkauf von Medizinalhanf, besser bekannt als Cannabis. im ostdeutschen Grenzgebiet eines Grenzübergangs in Ostberlin. Die liebevoll und pointiert gezeichnete Hauptfigur Grischa, Jungaktivist der Abteilung für Afghanistan bei der Plako, der staatlichen Planungskommission, ein Kinofilm-Nerd, agiert kreativ aus Überzeugung und Naivität. Diese Satire über die Probleme des Sozialismus, über die Doppelmoral der DDR besonders bezüglich der notwendig gebrauchten Devisen, mit Seitenblicken auf das politische Zeitgeschehen in der BRD regt auch zum Nachdenken an.
Insgesamt ein respektvoller Umgang mit ehemals komplexen deutsch-deutschen Beziehungen.

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