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Veröffentlicht am 23.06.2019

Seelenpartner, Reinkarnation und die ganz große Liebe!

Sommersonnenwende
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Die 16-jährige Leila verlässt Berlin und zieht mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder nach Binz auf Rügen in die Villa „Bella Vista“. Das herrschaftliche Anwesen wurde von Leilas Familie gepachtet und ...

Die 16-jährige Leila verlässt Berlin und zieht mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder nach Binz auf Rügen in die Villa „Bella Vista“. Das herrschaftliche Anwesen wurde von Leilas Familie gepachtet und dient nun als Urlaubspension.

Kaum angekommen, lernt die Protagonistin Lennard kennen, der mit seinem amerikanischen Vater Gabriel, einem Angestellten der Villa, in einem Haus auf dem Gelände lebt. Die beiden sind nur vorübergehend in Binz, weil Gabriel seine deutschen Wurzeln ergründen möchte. Lennard ist halb Indianer mütterlicherseits, spirituell erzogen, zielstrebig, intelligent, Leader einer Band und …..“heiß“!
Zwischen Leila und Lennard besteht sofort eine starke Anziehungskraft, eine unterschwellige Vertrautheit, die unerklärbar erscheint. Aber auch Norma, Tochter einer auf dem Anwesen praktizierenden Therapeutin, ist hypnotisch dem Charme des jungen Amerikaners ausgeliefert.

Als sensible Seele fühlt sich Leila bereits kurz nach ihrer Ankunft in der Villa beobachtet, alles wirkt für sie unerklärlich vertraut, auch plagen sie seit dem Einzug Visionen über eine rothaarige Frau, die aus Eifersucht ihren Geliebten ermordet.
Was Leila, Lennard und Norma nicht wissen: Sie sind die Reinkarnationen dreier Seelen, die vor Jahrhunderten verflucht wurden und eine tragische, in Morden endende, Dreiecksbeziehung immer wieder durchleben müssen, bis eine(r) von Ihnen stark genug ist, die Situation zu erlösen.

Eines schönen Tages wird unsere Heldin kurzerhand erstmals durch die Berührung eines alten Türgriffes, später durch ein Lied, in die Vergangenheit katapultiert. Sie trifft dort ein Mädchen, das ihr irgendwie vertraut erscheint und ihr prophezeit, sie hätte die Macht die Morde zu verhindern.

Um diese Lebensaufgabe zu erfüllen, begibt sich Leila mit ihren Seelenpartnern auf eine spannende Reise, hin zu sich selbst, zur Vergebung, zur Heilung und zur Liebe.

Als ich den Klappentext gelesen habe, wollte ich das Buch unbedingt haben! Eine mystisch spannende Story, jugendlich frischer Witz, Verwicklungen, Romantik... was will man mehr? Und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Der Leser wird sofort mitten in das Leben von Leila geschubst, und an diese hibbelige Protagonistin muss man sich erst einmal gewöhnen! Dieser wortwitzige kleine Wirbelwind fegt einen durch die Kapitel.... Leute, anschnallen. Mir war das anfangs zu heftig, das relativiert sich aber nach und nach.

Schnell sind auch Freunde für Leila gefunden und zwar von der Sorte, die jeder gerne hätte. Da fühlt man sich gleich richtig wohl.

Dann kommt er: Lennard, ein karmischer Seelenpartner von Leila. Das wissen die beiden noch nicht, doch irgendwo ahnen sie, dass zwischen ihnen eine besondere Verbindung herrscht. Die Autorin hat das sehr gut beschrieben, man fühlt es zwischen den Zeilen.

Norma ist die dritte im Seelenpartner-Bunde, über Inkarnationen hinweg. Alle drei haben ähnliche Träume, die sich um einen Mord aus Eifersucht drehen. (Schön: Jeder aus einer anderen Sicht.) Jetzt kann die Geschichte an Fahrt aufnehmen. Und das tut sie.
Es gibt also ein wenig Gezerre um den heißen Typen, außerdem stimmungsvolle Lagerfeuerromanik und auch nur ganz normale Teenager-Probleme (ohne Kitsch), aber auch außergewöhnliche Einblicke in die spirituelle Welt. (Auflösung von Schattenanteilen aus früheren Inkarnationen, Chakra-und Energiearbeit, Heilsteine, usw....)
…. aber ich möchte nicht zu viel verraten.


Meiner Meinung nach webt Grete Donner unmerklich Feinheiten in die Handlung und in die Interaktionen ein, anhand deren man mehr Gefühle, Wissen und Persönlichkeit hinter den Figuren ahnen kann. Es muss nicht ausgesprochen werden. Auch beschreibt sie einzelne Szenen bildhaft schön und andere wiederum als eine stimmige Spiegelung der Innen- und Außenwelt der Protagonisten.

Ein lebendiges, rasantes Buch voller Geheimnisse und der Magie einer karmischen Liebe.
Lesenswert, vor allem für alle, die sich der spirituellen Welt öffnen möchten. Ein wunderbares Roman-Debüt!

Veröffentlicht am 15.06.2019

Tiefe Verbundenheit

Trust
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Edie Millen ist ein ganz normales 17-jähriges Mädchen, sie trifft sich gerne mit ihrer besten Freundin für gemeinsame Filmabende. Ausgehen ist nicht so ihr Ding, denn sie hat ein paar Pfunde zu viel und ...

Edie Millen ist ein ganz normales 17-jähriges Mädchen, sie trifft sich gerne mit ihrer besten Freundin für gemeinsame Filmabende. Ausgehen ist nicht so ihr Ding, denn sie hat ein paar Pfunde zu viel und fühlt sich deswegen unsicher. Als Edie für einen Mädelsabend in einem Drop Stop Süßigkeiten besorgen möchte, gerät sie in einen Raubüberfall, in dessen Verlauf ihr John Cole, ein Drogendealer, das Leben rettet. Durch dieses einschneidende Erlebnis entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft, sie vertrauen einander.

Der Schockmoment des Überfalls verändert Edie und John maßgeblich. Edie verliert sich ganz in der Überzeugung jeder Tag könnte der letzte sein, traut sich mehr zu und denkt nicht mehr über etwaige Konsequenzen ihrer Handlungen nach. Leider schießt sie immer wieder über das Ziel hinaus, was in den meisten Fällen Strafen nach sich zieht. Um zur Ruhe zu kommen wechselt unsere Heldin sogar die Schule, an der sie John wieder trifft. Dieser ist aufgewacht, er dealt nicht mehr und tut alles für einen guten Schulabschluss. Es scheint, als hätten die beiden eine Art Rollentausch vorgenommen: Fleißige ruhige Schülerin wird zur Rebellin, Rebell wird zum braven Schüler.
Im Verlauf der Handlung führt die freundschaftliche Beziehung der beiden durch Höhen und Tiefen und entwickelt sich zu einer ganz besonderen Liebesgeschichte.

Kylie Scott hat durch die Erschaffung der weiblichen Protagonistin wohl sehr viele junge Frauen angesprochen. Als durchaus hübsches und freundliches Mädchen hat Edie allerdings keine Modelfigur (perfekt unperfekt, scheinbar unscheinbar, Danke Kylie!). Sie ist ein Mensch mit dem man befreundet sein möchte, hat immer witzige und schlagfertige Antworten parat. Die Autorin belebt die Figur auch mit erfrischenden Gedankengängen, man fühlt mit, kann sich gut in sie hineinversetzen. Als Gegenpart erscheint John auf der Bildfläche. Er wirkt sehr geheimnisvoll, da er nicht viel von sich Preis gibt. Der Grund dafür ist seine Tätigkeit als Drogenhändler, womit er sich im Laufe der Zeit einen schlechten Ruf erworben hat. Sein gutes Aussehen und Unnahbarkeit vervollständigen das Bild des Bad Boys, an dem alle weiblichen Wesen interessiert sind. Schön fand ich, dass beide Hauptfiguren ganz authentisch und nicht überzogen wirken.

Die Autorin hat den Protagonisten zwei loyale und hilfreiche Freunde zur Seite gestellt, nämlich Anders und Hang, die ebenfalls die gleiche Schule besuchen. Die beiden wirken so natürlich in ihrem frech-witzigen Verhalten, dass ich manchmal schmunzeln musste.

Für mich war das anfänglich zarte Band bis hin zu einer tiefen Verbundenheit zwischen Edie und John sehr deutlich spürbar. Der Respekt, den sich die beiden entgegenbringen, ist meiner Meinung nach sehr gut herausgearbeitet. Kylie Scott lässt die Hauptfiguren bei Streit oder Unklarheiten immer wieder durch ein „wir müssen reden“ zueinander kommen. Dies gelingt nur, weil sich die beiden wirklich vertrauen und sich wichtig sind, egal was dafür getan werden muss. Eine klare Botschaft an den Leser, Unklarheiten offen anzusprechen und zu klären.
Ob „Freundschaft-Plus“ funktioniert, ist ebenfalls ein Thema mit dem sich Edie und John auseinandersetzen müssen. Beide fürchten um ihre freundschaftliche Beziehung, wenn sie miteinander intim werden.

** Achtung Spoiler **
Das Ende des Buches empfand ich wie eine Spiegelung des Anfangs. Eine ähnliche Situation, Schockmoment, und alles wird wieder zurecht gerückt. Edie ist plötzlich gar nichts mehr egal, sie möchte leben mit allem was dazugehört. Hier ist sie unsere Heldin und rettet ihrem Freund das Leben. Fand ich toll!

Dieses Buch würde ich jedem, der dieses Genre gerne liest, empfehlen. Auch, wenn ich das Ende doch etwas zu kurz fand und ich persönlich auf diverse Kraftausdrücke verzichten würde, sind die durch die Autorin vermittelten Botschaften beachtenswert. Flüssiger Schreibstil, ein direkter Einstieg in die Geschichte und flotte Dialoge machten das Buch für mich zu einem Pageturner.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Plastik kann weg!

#Einfach plastikfrei leben
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Kürzlich habe ich „Einfach plastikfrei leben“ von Charlotte Schüler aus dem Südwest-Verlag in der Erstauflage (2019) als Rezensionsexemplar erhalten.
Dieses Buch gibt umfassende Tipps zur Plastikreduzierung ...

Kürzlich habe ich „Einfach plastikfrei leben“ von Charlotte Schüler aus dem Südwest-Verlag in der Erstauflage (2019) als Rezensionsexemplar erhalten.
Dieses Buch gibt umfassende Tipps zur Plastikreduzierung im Alltag. Außerdem beantwortet die Autorin häufig gestellte Fragen zum Thema und klärt über die verschiedenen chemischen Komponenten des Plastiks und deren Auswirkungen auf die Umwelt auf.

Das Thema „Plastikmüll“ beschäftigt mich schon länger. Ich habe mir daher bereits selbst Gedanken gemacht, bzw. im Internet nach Lösungen recherchiert. Nun ist dieses Thema durch entsprechende Literatur, Fernsehen und die sozialen Medien endlich auch massentauglich geworden, was ich sehr begrüße. Mit Freude habe ich dieses Buch erwartet und war gespannt, ob es mich trotz meines Vorwissens bereichern würde.

Als ich das Werk von Charlotte Schüler das erste Mal in den Händen hielt, kamen mir gleich die Wörter „jung“, „modern“, „verspielt“ in den Sinn. Es ist ein auf biologisch abbaubares Apfelpapier gedrucktes Taschenbuch, was die Nachdrücklichkeit des Themas und die Nachhaltigkeit unterstreicht. Der erste Eindruck vermittelt eine Leichtigkeit und nach dem Lesen der Zusammenfassung auf der Innenseite des Umschlags, hatte ich direkt Lust `reinzulesen.
Die Autorin hat das Buch in drei Hauptbereiche gegliedert: Die Basics (Fragen und Infos rund um`s Plastik), das Vier-Schritte-Programm (Hauptteil, hier gibt`s konkrete Tipps) und einen Teil bestehend aus FAQ. Die Kapitel sind übersichtlich und durch Schaubilder und Zeichnungen verdeutlicht, bzw. aufgelockert. Frau Schüler erzählt von eigenen Erfahrungen und überwundenen Hindernissen, die das Buch lebendig werden lassen. Der Leser wird ermutigt, den „großen Schritt“ zur Plastikreduzierung zu wagen, in dem empfohlen wird, dass jeder einzelne dieses Thema in eigenem Tempo angehen sollte. Die Umstellung zur Müllreduzierung ist ein Prozess, der Zeit benötigt.
Ein großes Plus sind für mich die DIY-Rezepte, die in verschiedenen Kapiteln abgedruckt sind, beispielsweise die Herstellung von Zahnpulver oder Bienenwachstücher.

Ein tolles Buch für Einsteiger, da die Autorin ganz konkrete Schritte zur Vorgehensweise anbietet. Aber auch für Leser mit Vorwissen finde ich das Buch bereichernd, auch ich habe hier doch erstaunlich viele neue Informationen erhalten.
Meiner Meinung nach eignet sich das Buch auch als sinnvolles Geschenk!

Veröffentlicht am 10.06.2025

Hat mir gut gefallen

Signalrot
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Mit „Signalrot“ habe ich zum ersten Mal zu einem Werk des Autors gegriffen und damit gleich einen Kracher gelandet. Mit Thrill wird hier nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Zu Anfang dieses ersten Bandes ...

Mit „Signalrot“ habe ich zum ersten Mal zu einem Werk des Autors gegriffen und damit gleich einen Kracher gelandet. Mit Thrill wird hier nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Zu Anfang dieses ersten Bandes der neuen Buchreihe wurden die Ermittler vorgestellt, die einerseits unaufdringlich und bodenständig wirkten, aber auch spürbar Geheimnisse, bzw. ein wenig rätselhafte Vorgeschichten zu haben schienen. Doch die atmosphärisch dargestellten Tagebucheinträge des Killers, dessen Ansichten vom Autor gruselig in kindliche Unschuld verpackt wurden, stellten alles andere erst einmal in den Hintergrund. Zudem ließ Elias Haller die Leser lange Zeit im Ungewissen, und fordert so zu Spekulationen über die Person des Killers auf. Verdächtige wurden im Laufe der Handlung fast zu viele präsentiert und die gnadenlose und grausame Lust am Töten sukzessiv weiter aufgedeckt.

Auch verfolgte man einige Fährten, vor allem durch die kluge Ermittlerin Tara, welche die vielen Puzzleteile des Falls im Auge behielt – im Backoffice unterstützt vom charismatischen Gabriel, der meiner Meinung nach sein Potenzial in diesem Band aber noch lange nicht gezeigt hatte. Hier erwartete ich wesentlich mehr, vor allem fehlten mir Informationen über seine Erlebnisse vor dieser Spezialeinheit. Im Großen und Ganzen wurden die Protagonisten Tara und Gabriel aus meiner Sicht sehr stiefmütterlich behandelt. Denn in der Ausarbeitung der Protagonisten-Rollen und den Hauptcharakteren selbst fand sich nach meinem Ermessen leider nicht genug Tiefe.

Final wurde ein Täter präsentiert, mit dem ich ganz und gar nicht gerechnet hätte! Eine großartige Wende auf den letzten Seiten des Thrillers, fast unscheinbar, aber von Wucht geprägt. Nach meinem Geschmack hervorragend konstruiert.

Letztlich kann ich diesen Auftakt der Reihe empfehlen. Ein Thriller mit Überraschungen, Einblicken in die Psyche des Täters, vielen Fährten und Verdächtigen, jedoch einem Ermittler-Duo, das viel zu wenig von sich preisgab und so durchaus austauschbar wirkte. Wer die Buchreihe künftig weiter verfolgt, darf sich hoffentlich über mehr Hintergründe über die Protagonisten freuen. / 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Hat mir sehr gut gefallen

Der Viscount und das unerwartete Glück
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Freda MacBride präsentierte auch in diesem Band ihrer wundervollen Reihe, für die Epoche moderne Protagonisten und eine ausgewogene Mischung an prickelnden Momenten und schelmischem Humor. Für mich bedeutete ...

Freda MacBride präsentierte auch in diesem Band ihrer wundervollen Reihe, für die Epoche moderne Protagonisten und eine ausgewogene Mischung an prickelnden Momenten und schelmischem Humor. Für mich bedeutete dies ein überaus unterhaltsames Lesevergnügen.

Die Idee, die Protagonisten durch eine gemeinsame Mission zusammen zu bringen, fand ich anfangs zwar etwas langweilig, doch mit jedem Kapitel gefiel mir die Handlung besser. Die Begegnungen und Entwicklungen zwischen den Liebenden wurden immer interessanter und lockten bald meine romantische Ader aus der Reserve.

Die kluge, bodenständige Charlotte ließ sich nämlich nicht die Butter vom Brot nehmen und zeigte mehr als deutlich, was sie wollte. Das tat sie allerdings auf eine sympathische Art und Weise. Man musste sie einfach gern haben. Timothy konnte sich demnach dieser starken Frau nur anpassen. Mir gefiel diese Beziehungs-Konstellation in diesem Buch außerordentlich gut, das Zueinanderfinden fühlte sich sehr natürlich an.

Vor allem mochte ich die Reaktionen der Hauptfiguren, als diese sich in der Kennenlernphase begegneten. Die witzigen Dialoge und die prickelnden Szenen ergänzten sich unwahrscheinlich gut!

Das Ende war mir allerdings gefühlt ein wenig zu abrupt, jedoch im Grunde ausreichend. Ich hatte aber trotzdem herrliche Lesestunden und freue mich daher auf den kommenden Band der Reihe. / 4,5 Sterne

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