Unterhaltsam und überraschend modern erzählt
Lasset die Kinder zu mir kommenInhalt:
Nicht nur das Wetter schlägt Brunetti in diesem Spätsommer aufs Gemüt, auch das Schicksal eines Babys lässt ihn nicht los. Undurchsichtige Machtspiele, illegale Adoption, gefälschte ärztliche Rezepte ...
Inhalt:
Nicht nur das Wetter schlägt Brunetti in diesem Spätsommer aufs Gemüt, auch das Schicksal eines Babys lässt ihn nicht los. Undurchsichtige Machtspiele, illegale Adoption, gefälschte ärztliche Rezepte und Berichte, umgangene Dienstwege...in diesem Fall ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Immerhin kann sich Brunetti auf den Rückhalt seines Teams und seiner Familie verlassen.
Meine Meinung:
Dieser Fall hat sehr spannend gestartet und immer wieder für Überraschungen gesorgt. Auch wenn ich bald einen Verdacht hatte, der sich dann auch bewahrheitete, bleibt bis zum Schluss noch einiges im Dunkeln. Gegen Ende wurde mir die Geschichte allerdings ein wenig zu ausschweifend. Ich habe mich aber trotzdem über sehr viele andere Dinge in diesem Buch gefreut. Einerseits werden die Lega-Partei und deren Rassismus heftig kritisiert, andererseits positioniert sich Brunetti in Bezug auf Abtreibungen und den Machtmissbrauch von Politikern deutlich liberal und feministisch und ist damit - einmal mehr - seiner Zeit voraus. Die Figur des Commissario wird mit jedem Roman vielschichtiger und moderner, Brunetti behält aber seinen Charme, die Liebe zum Essen, zu historischen Romanen und vor allem natürlich zu seiner Familie bei, was mir sehr gut gefällt.
Meine Empfehlung:
"Lasset die Kinder zu mir kommen" ist ein spannender, wenn auch gegen Ende ein wenig ausufernder Fall, der aber modern und hochaktuell daherkommt und einmal mehr die wundervollen Seiten der Serenissima ins beste Licht rückt.