Ein genialer Auftakt zu einer neuen Urban Fantasy-Serie
Das vergessene MuseumEs war ein ganz gewöhnlicher Kurierauftrag für Liam. Ein nasser, winterkalter Abend in London, ein altmodisches Museum, einer angestaubter Kurator – und plötzlich findet sich Liam in einem Überfall wieder, ...
Es war ein ganz gewöhnlicher Kurierauftrag für Liam. Ein nasser, winterkalter Abend in London, ein altmodisches Museum, einer angestaubter Kurator – und plötzlich findet sich Liam in einem Überfall wieder, bei dem er am Ende mit einem sterbenden Kurator zurückbleibt. Schlimmer kann es nicht werden, denkt Liam, doch der Kurator überträgt ihm ein Symbol aus schwarzer Tinte und macht ihn damit zum neuen Siegelwahrer des Museums. Von da an kommt Liam kaum mehr zu Atem: Magische Artefakte, Geister, Magie – und nicht zuletzt die mysteriösen Attentäter, die noch lange nicht fertig sind stellen sein Leben gründlich auf den Kopf. Dass er dazu als Erbe des Museums für die Polizei der Hauptverdächtige in ihrem Mordfall ist, macht die Sache nicht einfacher. Zum Glück ist Liam nicht allein: Sein bester Freund Harry ist immer an seiner Seite und der Kurator ist zwar tot, aber als Geist immer noch in der Lage als Mentor zu agieren.
Ich war sehr gespannt auf Andreas Suchaneks neue Urban Fantasy-Serie und er hat alle Erwartungen, die ich hatte erfüllt! Von der ersten Seite an hat mich der temporeiche Erzählstil mitgerissen! Die unvergleichliche Mischung aus Action, Mystery und Humor hat mich wieder bestens unterhalten. Ich hab mein Herz sofort an die Hauptcharaktere verloren: der latent überforderte Liam, der trotzdem niemals seinen Humor verliert, der nerdige Harry, der immer noch eine Idee hat, wenn andere längst nicht mehr weiter wissen und der Geist von Mister Bradford, der seine Korrektheit und britische Erziehung auch im Tode nicht verloren hat. Eine besondere Note bekommt das Buch durch unterschiedlichste Anspielungen auf Geek-Wissen (TV-Serien, IT-Wissen), sowie die maischen Artefakte, die aus historischen Fakten und fiktiven Mysterien zusammengesetzt. Beides kann genießen, ob man Vorwissen hat oder nicht.
Der Leser wird wunderbar in die Welt des magischen Museumsnetzwerks und das komplexe Magiesystem eingeführt. Man erfährt viel in diesem ersten Band und weiß doch, dass dies nur der Anfang ist. Und wer den Autor kennt weiß, dass nicht sein muss wie es im ersten Band wirkt (oder im zweiten oder dritten). Auf überraschende Wendungen, fiese Cliffhanger und mysteriöse Andeutungen muss man gefasst sein. Mein bleibt aber nach einem heftigen Showdown durchaus zufrieden zurück. Die offenen Fragen machen neugierig auf mehr, frustrieren aber nicht.
Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und kann die Fortsetzung nicht erwarten!