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Lenas_Buecher

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Wikinger-Romance mit historischen Bezügen

Yrsa. Die Liebe der Wikingerin
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"Yrsa – die Liebe der Wikingerin" hat mich mit dem Cover, Klappentext und dem Thema Wikinger angesprochen. Mir war erst nicht bewusst, dass es ein Folgeband ist und ich habe den ersten nicht gelesen.

Meine ...

"Yrsa – die Liebe der Wikingerin" hat mich mit dem Cover, Klappentext und dem Thema Wikinger angesprochen. Mir war erst nicht bewusst, dass es ein Folgeband ist und ich habe den ersten nicht gelesen.

Meine Angst, daher nicht in die Geschichte zu kommen hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Man kann durchaus gut auch einzeln diesen Teil lesen. Die Handlung setzt zwar nahtlos an den ersten Band an, die wichtigsten Details werden aber erklärt und nach und nach erwähnt. Hätte ich den ersten Band gelesen, wäre es mir sogar etwas viel gewesen denke ich. Grundsätzlich gab es immer wieder Passagen, die etwas wiederholend oder sehr ausschweifend beschrieben wurden, hier hätte man an Umfang sparen können oder die Seiten für andere Stellen nutzen, die dafür etwas kurz gefasst waren. So wurden zum Beispiel Kampfszenen nicht weiter ausgeführt oder Probleme zum Teil dann recht plötzlich in einem Gespräch gelöst. Auch der mystische Faktor hätte für meinen Geschmack mehr Raum einnehmen dürfen.

Der Schreibstil war aber gut zu lesen, sehr beschreibend und atmosphärisch. Die Perspektive aus der Gegenwart und in der dritten Person war leider auch nicht ganz vorteilhaft. Der Historische Faktor war spürbar, das war recht neu und spannend für mich, wirkte aber leider dann im Zusammenspiel mit den Dialogen, die dafür dann wieder zu "modern" wirkten leider nicht ganz stimmig, auch wenn ich eher moderne Sprache lieber mag.

Das Setting wirkt sehr passend und ist gut beschrieben, die Atmosphäre war toll! Das passte unheimlich gut zur Wikingerwelt, wie ich es mir vorgestellt hätte.

Die Protagonistin Yrsa hat mir sehr gut gefallen, ich mag starke weibliche Hauptfiguren. Ihre Konflikte vor allem als Frau im Umgang mit den Männern an Board des Schiffes und auch als Kämpferin waren nachvollziehbare und spannende Herausforderungen.

Die Liebesgeschichte mit Avidh ist bodenständig und ohne viel Kitsch erzählt, was gut zur Zeit passt, für mich als Romantasy-Girl, darf es aber auch etwas mehr Romance-Anteil sein.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, aber kleine Schwächen in Stil und Tempo trüben das Lesevergnügen ein wenig. Wer historische Romane mit starken Frauenfiguren und viel Atmosphäre mag, kann ruhig zugreifen – ich würde gute 3,5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Kommt seichter daher als die Story vermuten lässt

Dreams Lie Beneath
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Die Autorin ist bekannt, das Cover ist wunderschön und der Klappentext klang sehr vielversprechend!

Ich fand die Idee mit wahrgewordenen Albträumen, die mittels Magie bekämpft werden müssen und einem ...

Die Autorin ist bekannt, das Cover ist wunderschön und der Klappentext klang sehr vielversprechend!

Ich fand die Idee mit wahrgewordenen Albträumen, die mittels Magie bekämpft werden müssen und einem Fluch, der sie hervorbringt sehr spannend, doch leider fehlte mir gerade die Spannung in vielen Teilen des Buches.

Die Einführung in den Heimatort von Clementine und ihrem Vater fand ich gut verständlich. Wir lernen sie kennen und auch nach und nach was es mit dem Fluch und den Albträumen sowie ihrem Job als Hüter auf sich hat.
Zudem ergibt sich mit der mysteriösen Einwohnerin Mazarine direkt ein gewisser Thrill.
Dann tauchen relativ schnell die Brüder Phelan und Lennox auf, die ihnen die Hüterposition streitig machen. Dieser Teil ging mir irgendwie schon zu schnell, Clems Gefühle waren direkt bei Verzweiflung und Hass, ihr Vater war noch dazu krank, aber keiner redete so wirklich mit den Konkurrenten darüber. Deren Plan war auch unbekannt und Clem schwor schnell Rache. Ihren starken Gefühlen konnte ich da noch nicht folgen bzw waren sie zwar verständlich aber kamen nicht bei mir als Leserin an.
Ihr ganzer Racheplan zunächst an einem der Brüder stand somit auf recht wackligen Beinen, ein konkretes Ziel außer irgendwie zu schaden, damit es sich ebenfalls schlecht fühlt, gab es auch nicht. An vielen Stellen kam das Gefühl auf, sie könnte auffliegen, was dann erst recht spät passierte. Die Gefühle die dann schon vorherrschten zwischen den Beiden waren schon etwas präsenter aber die richtige Romance kam hier auch nicht rüber.

Das Setting bzw die Orte und auch die Festung fand ich gut beschrieben, beim Lesen konnte ich mir ein klares Bild davon machen. Das kam auch besser rüber, als die teilweise zu schnellen emotionalen Begebenheiten.

Spannend fand ich den Teil mit den letztlich mehr versteckten Identitäten als ursprünglich gedacht und das große Bankett bei der Herzogin - dies waren mit die spannendsten Szenen, die mich auch überraschen konnten.
Der Showdown war dann aber leider wieder etwas langgezogen und der eigentlich spannende Ausgang ging darin irgendwie unter.
Ich mochte das Ende sehr, fand aber insgesamt dennoch, dass die Story viel mehr hergegeben hätte und die Spannungskurve eher seicht verlief.
Wer vielleicht eine eher unaufgeregte Romantasy mit wenig Romance und nur leichter Spannung testen mag, dem könnte es gefallen.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Überraschend anders, neu und wirklich gut!

The Deer and the Dragon
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Ich hatte zuvor noch nichts zu dem Titel gehört und konnte daher ganz unvoreingenommen an das Buch herangehen. Der Klappentext klang spannend und passte inhaltlich.
Das Cover fand ich ebenfalls ansprechend ...

Ich hatte zuvor noch nichts zu dem Titel gehört und konnte daher ganz unvoreingenommen an das Buch herangehen. Der Klappentext klang spannend und passte inhaltlich.
Das Cover fand ich ebenfalls ansprechend für eine düster wirkende Romantasy.

Der Schreibstil war das erste, was mir positiv aufgefallen ist. ich kam richtig schnell in die Story und sie ließ sich angenehm flüssig lesen.
Ansonsten weiß ich gar nicht worauf ich hier zuerst eingehen soll, es gibt wirklich viel zu entdecken.

Fangen wir bei den Charakteren an. Die Hauptfigur Marlow gefiel mir richtig gut. Sie ist ein super detailliert ausgearbeiteter Charakter, hat wahnsinnig viel erlebt und ihre Geschichte ist total spannend, wahrscheinlich hätte jeder ihrer Lebensabschnitte ein Buch füllen können. Von ihren fanatisch religiösen Eltern geprägt, ging sie nicht davon aus, dass die Dinge und Personen die sie sieht real sind, bis diese Denkweise bröckelt. Ich mochte ihre Entwicklung in diese Richtung und die Tatsache, dass sie sich quasi 3 Persönlichkeiten im Leben erarbeitet hat war auch spannend und neu für mich zu lesen.
Von den Nebenfiguren habe ich Fauna geliebt! Wahnsinnig sympathisch, überdreht und lustig und teilweise zu ehrlich (irgendwann hatte Marlow denke ich verstanden, dass sie nicht die schlauesten Entscheidungen immer getroffen hatte). Dennoch war die Dynamik der beiden toll zu lesen.
Der mysteriöse Engel und seine Beweggründe finde ich bis zum Schluss spannend, Caliban ist ohnehin großartig hingebungsvoll und der hotte Azrames dazu - eine tolle Kombi.

So richtig Fahrt aufgenommen hat die Story zwar erst nach der ersten Hälfte, aber dann so richtig. Ich fand die Sichtweise auf die Religionen und Himmel und Hölle wirklich interessant und gerade mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.
Auch dass Marlow eine Queere FreundIn hatte fand ich interessant zu lesen, muss nur sagen, wenn man es nicht gewohnt ist fand ich die Formulierungen mit "sieer" super schwer flüssig zu lesen, da stockte mein Lesefluss extrem und man muss ehrlich sagen, dass viele Parts grade an Vorgeschichte aber auch Ausführungen zur Religion abschweifend waren und massiv gekürzt werden könnten.
Mich hat das Buch dennoch gut unterhalten, hatte viel neues und ich würde Band 2 auch gern lesen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Tolles Thema etwas flach behandelt

Spielend aufwachsen
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Ich fand das Thema und Cover des Buches sehr ansprechend, da ich mich schon länger mit Themen der Entwicklungspsychologie und Bindungstheorien sowie Erziehungsratgebern befasse.

Die Bewertung in Sternen ...

Ich fand das Thema und Cover des Buches sehr ansprechend, da ich mich schon länger mit Themen der Entwicklungspsychologie und Bindungstheorien sowie Erziehungsratgebern befasse.

Die Bewertung in Sternen viel mir letztendlich recht schwer. Ich würde es eher zwischen 3 und 4 Sternen sehen, hier sind 3,5 nur nicht einzugeben gewesen.

Den Anfang mit dem Theoretischen Teil fand ich noch interessant, der Schreibstil war gut zu lesen und wertschätzend. Ich empfand es aber recht schnell von vielen Wiederholungen gespickt, was mir nicht so zusagte. Ich bevorzuge es einfach, wenn Themen in die Tiefe gehen und hatte auch vielen schon oft gelesen oder gehört.

Gut gefallen haben mir dann die Veranschaulichungen, wie den Bindungsbaum.

Am besten gefallen hat mir der Praxisteil mit den Tipps das Spielen in den Alltag auch bei Stress einzubauen. Es hätten nur gern mehr konkrete Beispiele bzw Spielideen sein dürfen. Aber allein der Hinweis den Fokus vielleicht mal anzupassen und auch Haushalt als Spiel zu sehen oder gestalten finde ich wertvoll. Eventuell fühlen sich in dem Teil auch Eltern von noch kleineren Kindern noch mehr aufgehoben, da einiges auch auf Babys eingeht, was mich nicht mehr betrifft bei meinen Kindern.

Den Teil zu Geschwistern und auch den Hinweis, dass Konflikte oder Themen, die Kinder beschäftigen vielleicht in einem Spiel aufgearbeitet oder zu Sprache kommen könnten haben mir mit am besten gefallen.

Zuletzt fand ich gut, dass auch auf Kinder mit besonderem Anspruch eingegangen wurde, auch wenn man sagen muss dass das Thema neurodivergenz viel zu groß ist, um es in einem so kurzen Kapitel angemessen unterzubringen.

Insgesamt kann ich das Buch eher "Anfängern" in den Themenbereichen empfehlen, da man sonst mit wenig Tiefe und vielen Wiederholungen etwas enttäuscht werden könnte.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Etwas schwächerer zweiter Band

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Nachdem Band 1 der Diologie ein wahres Highlight für mich war, habe ich mich mit hohen Erwartungen sehr auf diesen Teil gefreut.
Äußerlich ist das Buch, wie auch das erste wirklich wunderschön, das Bild ...

Nachdem Band 1 der Diologie ein wahres Highlight für mich war, habe ich mich mit hohen Erwartungen sehr auf diesen Teil gefreut.
Äußerlich ist das Buch, wie auch das erste wirklich wunderschön, das Bild mitsamt Farbschnitt ist wie gemalt, sie passen auch toll zusammen.

Der Schreibstil war wie im ersten Band richtig angenehm zu lesen. Jennifer schreibt mit einer Leichtigkeit und doch emotional, das liest sich wirklich schön.
Das Setting war wieder im kleinen Küstenort Ferley - hier ist wirklich ein Wohlfühl-Setting entstanden. Man fühlte sich ähnlich wie Hazel, die zurückkehrt. Auch die Beschreibungen der einzelnen Orte, wie die Bücherei konnte man sich gut vorstellen.
Die Charaktere und vor allem Damian und seine Freundesclique kannte man bereits aus dem ersten Teil, es war schön endlich auch Hazel kennenzulernen, die ich ersten Band immer wieder genannt wurde. Dass selbst Summer wieder mitspielt fand ich ebenso schön.
Einblicke in Damians Vergangenheit zu bekommen hat mir wirklich geholfen, ihn besser zu verstehen. Auch Hazel war eigentlich recht sympathisch, hier hatte es für mich aber immer wieder einen faden Beigeschmack wie sie handelte, auch nach scheinbarer Charakterentwicklung und dann doch wieder in alte Muster verfiel. Dadurch entstand leider auch eine Dynamik aus hin und her, was auch die ganze Story etwas zog. Gerade im Mittelteil gab es einige Längen oder Fakten, die dann doch zum Ende keine Rolle mehr spielte.
Die ganze Story konnte mich leider nicht so abholen, wie Band 1. Die Gründe für die Handlungen konnte ich nur teilweise nachvollziehen, manches wiederholte sich und während einzelne Rückblicke halfen, die Beziehung oder Charaktere besser zu verstehen, kamen andere eher unnötig vor nur um frühzeitig Spice-Szenen einzubauen.
Das Ende kam dann recht plötzlich und kurzgefasst daher, hier hätte ich mir einen langsameren Ausgang gewünscht statt der Länge im Mittelteil.

Insgesamt war das Buch und die Story nicht schlecht, kann aber für mich gar nicht mit Teil 1 mithalten und landet eher bei 3,5-4 Sternen.

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