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Veröffentlicht am 13.06.2025

Leider belanglos

Das Summen unter der Haut
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"Das Summen unter der Haut" habe ich dieses Jahr unbeabsichtigt ein zweites Mal gelesen. Es kam mir an einigen Stellen vage bekannt vor, aber nicht bekannt genug, um sofort zu realisieren, dass ich den ...

"Das Summen unter der Haut" habe ich dieses Jahr unbeabsichtigt ein zweites Mal gelesen. Es kam mir an einigen Stellen vage bekannt vor, aber nicht bekannt genug, um sofort zu realisieren, dass ich den Titel schonmal gelesen hatte.
Leider spricht es ja nicht gerade für ein Buch, wenn sowas passiert...
Tatsächlich ist es eine ziemlich belanglose und austauschbare Geschichte, wobei in den letzten Jahren zu ähnlich gearteten Thematiken bessere Bücher gab.
z.B. Arno Frank "Seemann vom Siebner" bringt dieses spezielle Sommerfeeling schöner rüber oder auch Ewald Arenz "Der große Sommer"!
Das einzig spezielle an diesem Buch war nur die sehr SEHR dezente queere Lovestory, wobei es da bei Andeutungen bleibt. Auch die Zeit der 70er Jahre erkennt man nur sehr dezent an der Nennung einer Markennamen.
Somit leider kein Must-Read, aber wer einfach nur ein bisschen Nebenbeiunterhaltung braucht, es ist auch nicht total furchtbar.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Ganz nett

Hier draußen
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"Hier draußen" wird gerne mit Mariana Lekys "Was man von hier aus sehen kann" verglichen, kommt aber für mich nicht ganz an dieses Buch heran.
Abgesehen davon, dass in beiden Bücher ein seltenes Tier ein ...

"Hier draußen" wird gerne mit Mariana Lekys "Was man von hier aus sehen kann" verglichen, kommt aber für mich nicht ganz an dieses Buch heran.
Abgesehen davon, dass in beiden Bücher ein seltenes Tier ein Vorzeichen für den Tod sein soll, habe ich jedenfalls keine Gemeinsamkeiten feststellen können.
Martina Behm fängt zwar nordische Schrulligkeiten ganz gut ein (z.B. die geschrumpfte und gealterte Öko-WG, die mir gut gefallen hat), jedoch waren mir einige Personen doch zu stereotyp (z.B. der völlig überarbeitete Städter, der schrecklich zu seiner Familie ist und dann mit dem Jäger einen neuen Best Buddy findet und seine Liebe zur Natur entdeckt). Und zwar wie man sieht sowohl in der ursprünglichen Charakterdarstellung als auch in der Charakterentwicklung. Das ist sehr schade, denn dadurch wird das Buch ziemlich vorhersehbar. Alles tritt genauso ein, wie man es sich denkt.
Kann man schon mal zur Unterhaltung zwischendurch lesen, aber es wird nicht so hängenbleiben, wie andere Titel, zu denen es als Referenz vermarktet wird.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Stark angefangen...

Flusslinien
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... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick ...

... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick über die verschiedenen Figuren und ihre Schicksalsschläge, was das Buch zu einem guten gesellschaftskritischen Roman macht.
Leider ist dann alles auch genauso plötzlich zu Ende, wie es begonnen hat. Man hat sich gerade so richtig schön eingelebt, da ist das Buch auch schon zu Ende und ich frage mich immer noch, was uns die Autorin jetzt vermitteln wollte, denn auf mich wirkt es so, als hätte irgendjemand beschlossen, dass es jetzt gut sei und das Buch beendet werden müsse, obwohl noch nicht alles erzählt war. Sowas kann ich gar nicht leiden, es fühlt sich danach immer so an, als wäre man zu dumm für die Lektüre gewesen, selbst wenn es - wie hier - ein Buch war, das einem eigentlich gefallen hatte.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Krimi für Politinteressierte

Echokammer
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Echokammer ist wahrscheinlich der perfekte Krimi für politisch interessierte Personen - Plottwist: Ich bin keine. Also ist das Buch gar nicht mein Beuteschema und entsprechend fand ich es auch nur mittelprächtig.
Für ...

Echokammer ist wahrscheinlich der perfekte Krimi für politisch interessierte Personen - Plottwist: Ich bin keine. Also ist das Buch gar nicht mein Beuteschema und entsprechend fand ich es auch nur mittelprächtig.
Für mich waren die verschiedenen Handlungsstränge leider ziemlich langatmig und verworren. Die eigentliche Haupthandlung mit dem Rizinanschlag ist zwar spannend, verkommt aber unter der Vielzahl an handelnden Personen und ihrer gegenseitigen politischen Intrigen eher zur Nebensache. Zwischendrin gibt es zwar immer mal wieder spannende Szenen rund um das Thema Terrorismus, aber dann muss man sofort wieder umdenken, wer in welcher Partei gerade mit wem aus welcher anderen Partei (oder noch schlimmer wer mit oder gegen wen in der gleichen Partei) Stress hat. Und das dann auch noch mit norwegischen Namen. Und - zugegeben - Protagonisten, die ich nicht wirklich sympathisch fand.
Es war für mich eine echte Herausforderung dranzubleiben, aber ich würde es trotzdem empfehlen, nur dann an die richtige Zielgruppe. Wer sich für politische Ränkespiele interessiert, wird mit diesem und den zwei Folgebänden sicherlich gut unterhalten werden. Aber man muss sich halt wirklich sehr für Politik interessieren!

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Warum?

Campion. Tödliches Erbe
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Um zuerst zu loben: "Campion" ist ein spannender Kriminalfall, der mir viel Freude hätte machen können.
Betonung auf Können, denn während der Lektüre bin ich immer wieder über Details gestöbert, die für ...

Um zuerst zu loben: "Campion" ist ein spannender Kriminalfall, der mir viel Freude hätte machen können.
Betonung auf Können, denn während der Lektüre bin ich immer wieder über Details gestöbert, die für mich nicht stimmig waren. Tatsächlich habe ich immer mal wieder zurückgeblättert, um zu schauen, ob ich nicht gegebenenfalls etwas überlesen habe. Habe ich aber nicht. Eine kurze Recherche nach der Lektüre (um Spoiler zu vermeiden) hat dann ergeben, dass dieses Buch der dritte Teil einer Reihe ist, was einiges erklärt.
So fehlte mir einiges an Vorgeschichte des namensgebenden Detektives, wozu es immer wieder Andeutungen gibt. Man merkt deutlich, dass einem Hintergrundwissen fehlt und deswegen frage ich mich, was den Verlag bewogen haben könnte, diesen Band als Erstes zu übersetzen? Mich hinterlässt die Lektüre jedenfalls ziemlich unbefriedigt, zumal es gegen Ende hin auch noch den ein oder anderen Fakt gab, der nicht ganz 100% mit Fakten gelöst wurde, sondern bei dem eher esoterische Erkläransätze hinzugezogen wurden.
An sich würde ich weitere Bücher der Autorin lesen wollen - denn wie gesagt, der Fall selbst war gut gemacht und ich sehe da einiges an Potential - aber nicht weiter in so einer wilden Reihenfolge. Hoffentlich beginnt die Reihe demnächst mit dem ersten Band, dann gebe ich dem Ganzen nochmal eine Chance.

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