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Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein märchenhaftes Fantasyabenteuer!

Gwin und das Herz des Drachen (Band 1)
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Die zehnjährige Gwin Erlstein lebt mit ihren Eltern in einem großen Herrenhaus, das im Inneren noch protziger ist als von außen. Der Boden ist aus Marmorfliesen, es gibt drei Kronleuchter, dreizehn beheizte ...

Die zehnjährige Gwin Erlstein lebt mit ihren Eltern in einem großen Herrenhaus, das im Inneren noch protziger ist als von außen. Der Boden ist aus Marmorfliesen, es gibt drei Kronleuchter, dreizehn beheizte Kloschüsseln und die Salatgabeln sind mit Diamanten besetzt. Herr und Frau Erlstein lieben alles, was funkelt und teuer ist und reisen daher viel um die Welt herum, um neue Dinge für ihre Sammlung zu kaufen. Immer, wenn sie auf Geschäftsreise gehen, laden sie ihre Tochter bei deren furchtbaren Tante Edith ab. Eines Tages hat Gwin genug und reißt aus. Als sie wenig später auf einen sprechenden schwarzen Kater namens Nerowitz trifft, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ehe sie es sich versieht, steht sie im geheimen Zauberladen der Hexe Madame Manou, ein absolut wundersamer Ort, wo man auf lebendige Flammen, singende Kessel und die verschiedensten magischen Wesen trifft. Die freundliche Madame Manou lädt Gwin dazu ein, eine Weile in ihrem Café zu bleiben, was diese dankend annimmt. Kurz darauf macht sie im Keller eine unglaubliche Entdeckung: Einen eingesperrten Drachen. Gwin befreit ihn aus seinem Gefängnis, obwohl der Kontakt zu Drachen streng verboten ist, da sie als herzlos und gefährlich gelten. Aber trifft dies auch auf den Drachen Jun zu?

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit man es mir auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt hat. Das Cover hat mich direkt verzaubert und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Dieses Buch musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Verena Maier legt hier einen vielversprechenden Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe vor, bei dem es sich zugleich um ihren Debütroman handelt. Mit viel Witz und Liebe zum Detail entführt uns die deutsche Autorin in eine magische Welt, die nicht nur junge Leser*innen zu fesseln vermag. Bereits die ersten Seiten, die noch in der Realität spielen, ziehen einen in den Bann und begeistern mit träumerischen Beschreibungen und einer leicht skurrilen Atmosphäre à la Lemony Snicket. Schon nach wenigen Kapiteln stolpert man mit der 10-jährigen Gwin mitten hinein ins Abenteuer und ab da gibt es erst recht kein halten mehr. Außergewöhnliche Orte und Gestalten erwarten einen hier, jede Menge Wunder und Geheimnisse, aber auch ganz viel Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen. Gwin ist eine starke und sympathische Protagonistin, die man gerne begleitet. Neugierig und mutig wächst sie gemeinsam mit ihren neuen Freunden über sich hinaus und zeigt uns, dass es sich lohnt auf sein Herz zu hören und an sich selbst zu glauben. Währenddessen gibt es auch allerhand zum Schmunzeln und zum Staunen. Allein der Zauberladen von Madame Manou ist ein kleines Highlight, der einen gewissen Studio-Ghibli-Charme aufkommen lässt. Auch die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und machen das Lesen zu einem echten Vergnügen, allen voran die hitzköpfige Flamme Ignatius und der gefräßige Drache Jun, deren Kabbeleien sich äußerst unterhaltsam lesen.

Die wunderschönen, verspielten schwarz-weiß Illustrationen von Indiana Acosta sind das Sahnehäubchen obendrauf und fangen die magische Atmosphäre perfekt ein. Mir persönlich hat trotz allem etwas gefehlt. Ich kann noch nicht mal sagen, was genau, irgendwie wollte der letzte Funken einfach nicht überspringen. Über weitere Bände würde ich mich aber dennoch sehr freuen! Zum Glück lässt das herzerwärmende Ende auf eine Fortsetzung hoffen.

Fazit: „Gwin und das Herz des Drachen“ ist eine spannende, fantasievolle und märchenhafte Geschichte ab 9 Jahren, die an den Wert von wahrer Freundschaft erinnert und Mut macht, an sich selbst zu glauben. Ein wunderbares Fantasyabenteuer zum Wohlfühlen voller Magie, Humor und Herz. Auch wenn es mir letztendlich doch nicht für die volle Sternenzahl gereicht hat, bin ich begeistert von Verena Maiers Debütroman und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Gwin und Co. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Ein außergewöhnliches Vorlesebuch für Jung und Alt!

Krakadu
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Der Krakadu ist ein etwas ungeschickter, aber sehr sympathischer Krake. Mit acht Armen durchs Leben zu schwimmen, kann ja auch manchmal ziemlich knifflig sein. Ständig bleibt man irgendwo hängen. Zum ...

Der Krakadu ist ein etwas ungeschickter, aber sehr sympathischer Krake. Mit acht Armen durchs Leben zu schwimmen, kann ja auch manchmal ziemlich knifflig sein. Ständig bleibt man irgendwo hängen. Zum Glück hat er Dr. Prof, seinen besten Freund. Dieser (ober-) schlaue Seestern darf mietfrei auf dem Krakadu wohnen und klebt 24/7 an ihm. Das ist manchmal schön, manchmal aber auch etwas lästig. Die beiden sind völlig verschieden und kabbeln sich gerne (und zwar sehr oft!), aber im Grunde sind sie ein Herz und eine Seele. Gemeinsam schlittern sie von einem verrückten Abenteuern ins nächste, sehr zum Unmut des Profs. Aber wie heißt es so schön: Mitgeklebt – was erlebt!

Als mir der Krakadu zum ersten Mal begegnete, wusste ich sofort, dass ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover verzauberte mich auf Anhieb, dieser flauschige Krake mit den treuherzigen Kulleraugen sieht einfach zu knuffig aus. Von Britta Sabbag habe ich bereits einige Bücher gelesen und war jedes Mal begeistert. Ihr neues Kinderbuch jedoch hat mich im ersten Moment ein wenig enttäuscht zurückgelassen. Optisch ist es ein echtes Highlight, aber den Inhalt musste ich mir erst einmal durch den Kopf gehen lassen. Mit dem Humor war ich anfangs irgendwie nicht so glücklich. Der Text enthält viele Wortwitze und Anspielungen, die fünfjährige Kindern alleine nicht verstehen können und eher auf Erwachsene zugeschnitten sind. Vielleicht unterschätze ich die Zielgruppe auch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Begriffe wie „Fischfluencer“ und „Grönehaier“ für das empfohlene Lesealter nachvollziehbar sind. Nachdem ich aber darüber gedacht habe, sehe ich diesen Aspekt eigentlich nicht mehr als einen Nachteil an. „Krakadu“ ist ein Buch, das Jung und Alt anspricht. Auch wenn die kleinen Zuhörer*innen nicht jeden Gag erfassen können, werden sie der liebenswert-chaotischen Geschichte dennoch mit Vergnügen lauschen. Als Erwachsener wiederum erfreut man sich an den feinen Zwischentönen und Sprachspielereien und hat richtig Spaß am Vorlesen.

Mit einer sehr lebendigen und modernen Sprache wird man als Leser in eine fantasievolle Unterwasserwelt entführt, in der man seine Einkäufe bei „Algi“ erledigt und abends um 20 Uhr das „Meeresspiegel-Magazin“ einschaltet.
In sechs kurzen episodenhaften Kapiteln, die ein großes Ganzes ergeben, begleiten wir den Krakadu und seinen treuen Begleiter Prof, den Seestern, auf ihren kunterbunten (Unterwasser-)Abenteuern. Die beiden ergeben ein hinreißendes Gespann – während der Krakadu sehr neugierig und tollpatschig ist, kommt der Prof ziemlich gelehrt und besserwisserisch daher. Die Dialoge zwischen den beiden lesen sich herrlich schlagfertig und unterhaltsam – wie von einem alten Ehepaar – und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Gemeinsam mit den beiden erlebt man hier allerhand Abenteuerliches und Kurioses, lernt gleichzeitig aber auch etwas dabei: Es ist vollkommen okay, anders zu sein und nicht überall reinzupassen. Du musst dich nicht verbiegen, um richtig zu sein. Sei du selbst, ganz egal was andere sagen. Eine wunderbare Botschaft, die uns der Krakadu auf eine spielerische Weise mitgibt.

Lisa Nollenberger hat die Geschichte mit ihren großartigen Illustrationen zum Leben erweckt. Ihre Bilder sind farbenfroh und detailreich und genauso witzig und kreativ wie der Text. Mal ganz- und mal doppelseitig setzen sie das Erzählte gekonnt in Szene und laden zum Verweilen und Staunen ein.

Fazit: Bei diesem Buch habe ich ein wenig gebraucht, bis ich mich inhaltlich damit anfreunden konnte, aber nun finde ich es zauberhaft. „Krakadu“ ist ein sehr charmantes und humorvolles Vorlesebuch ab 5 Jahren, das durch seine wunderschönen Illustrationen besticht und beim Zuhören und Vorlesen gleichermaßen Freude macht. Ungewöhnlich, anspruchsvoll, etwas schräg und mit ganz viel Herz. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Warmherzig, ziemlich verrückt, dabei auch sehr klug. Ein außergewöhnliches Kinderbuch.

Der Sommer der unmöglichen Dinge
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Die Sommerferien haben begonnen und die zehnjährige Ferris hat ganz schön viel um die Ohren. Da ist ihre kleine eigensinnige Schwester, die es sich in den Kopf gesetzt hat, eine Verbrecherin zu werden ...

Die Sommerferien haben begonnen und die zehnjährige Ferris hat ganz schön viel um die Ohren. Da ist ihre kleine eigensinnige Schwester, die es sich in den Kopf gesetzt hat, eine Verbrecherin zu werden und dafür allerhand abgedrehte Versuche unternimmt. Ihr Vater geht auf dem Dachboden auf Waschbären-Jagd, ihr Onkel Ted lebt zurzeit in ihrem Keller, ihre Tante verpasst ihr eine schreckliche Dauerwellenfrisur und dann ist da noch ihre Oma, der es gesundheitlich immer schlechter geht - und die behauptet, einen Geist gesehen zu haben, der sie darum bittet, den Kronleuchter im Esszimmer zum Erstrahlen zu bringen. Ein sehr merkwürdiger Auftrag, aber Ferris möchte ihn unbedingt für ihre Oma erfüllen. Zum Glück hat sie ihren besten Freund Billy Jackson an ihrer Seite, auf den sie sich immer verlassen kann.

Die Bücher von Kate DiCamillo begleiten und begeistern mich seit meiner Kindheit. Jedes neue Buch von ihr darf blind bei mir einziehen – und „Der Sommer der unmöglichen Dinge“ bildet da natürlich keine Ausnahme. Schon das Cover, das die Regina Kehn entworfen hat, verzauberte mich mit seiner verträumten Stimmung auf Anhieb. Die Geschichte dahinter konnte mich anfangs jedoch nicht komplett überzeugen. Und auch jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich etwas hin und her gerissen, wie ich es bewerten soll. Mir, als Erwachsene, hat es sehr gut gefallen, auch wenn ich ein wenig gebraucht habe um hineinzufinden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie es bei der Zielgruppe ankommen wird. Für fortgeschrittene Leser*innen, die es gerne ruhig und anspruchsvoll mögen, wird das Buch sicherlich etwas sein, genauso wie für kinderbuchliebende Erwachsene. Es ist jedoch fraglich, ob es Kinder ab 10 Jahren zu fesseln vermag. Die Handlung wird sehr unaufgeregt erzählt und wirkt bisweilen etwas verworren. Vermutlich wird der Großteil der jungen Leserschaft schnell die Lust am Lesen verlieren, da ihnen zu wenig Spannendes passiert.

Kate DiCamillo hat definitiv mal wieder einen Kinderroman geschrieben, der sich von der Masse abhebt. Was optisch wie eine locker-leichte Sommerlektüre daherkommt, entpuppt sich nur kurz darauf als so viel mehr. Mit ihrem gewohnt wunderschönen Schreibstil (übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn) erzählt Kate DiCamillo hier eine bewegende Geschichte voller Emotionen und Tiefgang. Neben Familie, Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt werden hier auch ernste Themen angesprochen wie Angst, Verlust und Trauer. Dank der sehr behutsamen und humorvollen Erzählweise erscheint die Handlung aber zu keiner Zeit bedrückend. Ganz im Gegenteil, sie ist sogar sehr oft ziemlich lustig und erzeugt ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch. In kleinen Episoden, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben, begleiten wir die 10-jährige Ferris und ihre schräge Familie durch den Alltag und erleben dabei allerhand Kurioses. Ferris ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man mit ihrer einfühlsamen und fürsorglichen Art direkt ins Herz schließt. Generell sind die Charaktere mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Kate DiCamillo weiß, wie man einzigartige Figuren erschafft, die man mit all ihren Macken einfach gernhaben muss. Vor allem Ferris' kleine Schwester Pinky ist eine recht spezielle und unvergessliche Persönlichkeit.
Ganz nebenbei lernt man auch die Bedeutung von einigen nicht ganz so alltäglichen Begrifflichkeiten, Ferris’ sogenannte Mielk-Wörter, benannt nach ihrer wörterbesessenen Lehrerin. Das Ende ist überraschend, aber passend und rundet das Ganze perfekt ab.

Fazit: „Der Sommer der unmöglichen Dinge“ ist eine leise und kraftvolle Geschichte über einen unvergesslichen Sommer, in dem alles Unmögliche möglich ist. Ein ganz besonderer Kinderroman, der berührt, überrascht und nachdenklich stimmt. Warmherzig, ziemlich verrückt, dabei auch sehr klug. Auch wenn ich mit der Altersangabe etwas hadere, kann ich das neue Buch von Kate DiCamillo sehr empfehlen, mir hat die US-amerikanische Autorin mal wieder wunderbare Lesestunden bereiten können. Wer gerne Kinderbücher liest, die sich abseits des Mainstreams bewegen, sollte an Ferris und ihrer liebevoll-chaotischen Familie auf keinen Fall vorbeigehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Ein tierisch schöner Vorlesespaß!

Hat hier wer gelacht?
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Als großer Fan von Jim Field bin ich bei dem hier vorliegenden Witze-Bilderbuch sofort hellhörig geworden. Schon das Cover verzauberte mich auf Anhieb, dieser grimmig dreinblickende Hund im Anzug ist ...

Als großer Fan von Jim Field bin ich bei dem hier vorliegenden Witze-Bilderbuch sofort hellhörig geworden. Schon das Cover verzauberte mich auf Anhieb, dieser grimmig dreinblickende Hund im Anzug ist einfach der Knaller! Der Inhalt klang aber ebenfalls sehr vielversprechend – Training für die Lachmuskeln kann man doch immer gut gebrauchen. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Für mich, als Erwachsene, waren die Witze zwar nicht so der Brüller, aber die Zielgruppe wird sie garantiert lieben. Auf jeder Seite gibt es mindestens eine Frage, auf die eine meist recht unsinnige, für Kinder aber sehr lustige Antwort folgt. So wird man zum Beispiel gefragt, was der gefährlichste Beruf ist. Antwort: Der Krokodil-Zahnarzt. Oder man darf herumrätseln, warum der Koala einen Strohhalm mit ans Meer genommen hat (hier müsst ihr die Lösung schon selbst herausfinden).
Der Humor ist eindeutig auf die Zielgruppe zugeschnitten, aber in Kombination mit den großflächigen Zeichnungen überzeugen sogar die flachsten Witze (die allesamt gekonnt von Anna Taube übersetzt wurden.)

Die unverwechselbaren Illustrationen von Jim Field sind wie gewohnt der reinste Augenschmaus. Köstlich-humorvoll, kunterbunt und ausdrucksstark und mit viel Liebe zum Detail. Sie sind so gut gelungen, dass es eigentlich gar keine Worte braucht. Aber das Zusammenspiel von Bild und Text ist schon ziemlich genial und sorgt für ein unterhaltsames Vorleseerlebnis für die ganze Familie. Die kurzen Scherzfragen laden zum Weitererzählen ein und werden die kleinen Zuhörer*innen sicherlich auch nach mehrmaligen Lesen ein Kichern entlocken. Für Kinder ab 3 Jahren ist das Buch gut geeignet. Vermutlich wird nicht jeder Witz ohne Hilfe verstanden werden, was dem Vorlesevergnügen jedoch keinen Abbruch tun sollte. Jim Fields urkomische Kunstwerke machen das allemal wieder wett.

Fazit: „Hat hier wer gelacht?“ ist ein tierisch schönes Bilderbuch ab 3 Jahren mit herrlichen Illustrationen und charmanten Witzen, die Kinder zum Lachen bringen. Ein toller Vorlesespaß für Jung und Alt. Ich bin begeistert von diesem kleinen Büchlein, das das Autor-Illustrator-Duo Sean Hegarty und Jim Field hier geschaffen hat. Vor allem optisch ist es für mich ein Highlight. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Eine tolle Fortsetzung!

Nothing but Spies 2: Erinnere dich!
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Seit die 15-jährige Celia herausgefunden hat, dass ihr schnieker Nachbarsjunge Vincent ein echter Geheimagent ist, hat sich ihr bisher recht langweiliges Leben komplett verändert. Endlich ist mal was ...

Seit die 15-jährige Celia herausgefunden hat, dass ihr schnieker Nachbarsjunge Vincent ein echter Geheimagent ist, hat sich ihr bisher recht langweiliges Leben komplett verändert. Endlich ist mal was los in dem Spießerkaff Trockenstedt! Und Vincent hat sich als gar nicht mal so übel herausgestellt. Er ist sogar ziemlich nett. Na ja, zumindest war er das bis vor kurzem noch. Denn Vincent kann sich nicht mehr daran erinnern, was er gemeinsam mit Celia erlebt hat und hält sie wieder für das nervige Mädchen von nebenan. Was hat nur dazu geführt, dass er sein eigenes Gedächtnis gelöscht hat? Als der smarte Topagent Shane Everfold nach Trockenstedt geschickt wird, um Vincents Fall zu übernehmen, wird die Luft für Vincent dünn. Ob es Celia wohl gelingen wird, die Erinnerungen in ihm wachzurütteln?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der „Nothing but Spies“ – Reihe und der Vorgänger sollte bekannt sein, da die Bände aufeinander aufbauen.
Nachdem mich der erste Teil so begeistert zurückgelassen hat, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Nach gut einem Jahr Wartezeit war es endlich soweit, allerdings hat sich die relativ lange Zeitspanne bei mir leider bemerkbar gemacht. Das Buch knüpft nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse an und obwohl es ein paar kleine Rückblenden gibt, ist mir etwas schwer gefallen, in die Geschichte zurückzufinden. Zudem musste ich feststellen, dass mich die Handlung nicht so mitreißen konnte wie im ersten Band. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, keine Ahnung, aber irgendwie hat mir dieses Mal der letzte Pfiff gefehlt.

Nichtsdestotrotz hat es wieder viel Spaß gemacht in die Welt von Celia und Vincent einzutauchen. Mario Fesler hat ein weiteres sehr abwechslungsreiches Spionage-Abenteuer geschaffen, das mit vielen witzigen Dialogen und fancy Agententechnik punktet und eine genau richtige Portion Romantik enthält. Die Geschichte startet mit einem ähnlich rätselhaften Prolog wie im ersten Buch und wird anschließend abwechselnd aus dem Blickwinkel von Celia und Vincent geschildert, was durch kleine Bildchen (beigesteuert von Helder Oliveira) erneut gut kenntlich gemacht ist. Doch auch ohne die grafische Hilfe weiß man immer sofort, wer gerade am erzählen ist, da Cecilas Passagen abermals aus der Ich-Perspektive geschrieben sind und die von Vincent in der dritten Person. Die Sichtwechsel sind erneut wunderbar gelungen. Celia und Vincent sind zwei herrlich gegensätzliche Protagonistinnen, die für eine großartige Dynamik sorgen. Vor allem Celias Kapitel lesen sich immer äußert erfrischend und amüsant – ihre selbstbewusste und humorvolle Art muss man einfach lieben. Mario Fesler hat definitiv ein Händchen für liebenswert-spezielle Charaktere, was er hier mal wieder unter Beweis stellt.
Gemeinsam mit den beiden Teenagern begibt man sich als Leser
in auf eine neue aufregende Mission, die zwar weniger actionreich ist als die vorherige, aber dennoch zu keiner Zeit langweilig wird. Man kann wieder richtig schön beim Lesen mitfiebern und fliegt nur so durch die Seiten.
Das Ende kommt diesmal recht cliffhangerisch daher, was die Neugier auf den dritten Band schürt. Leider heißt da aber wieder ein Weilchen warten, denn das nächste Abenteuer wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2026 erscheinen.

Fazit: Endlich geht es mit der „Nothing but Spies“ – Reihe weiter! Auch „Erinnere dich!“ ist eine spannende und unterhaltsame Geheimagenten-Story voller einmaliger Charaktere, originellen Ideen und coolen Spionage-Gadgets. Ein toller Lesespaß für alle ab 10 Jahren! Ich persönlich fand diesen Band ein wenig schwächer als den Vorgänger, bin aber dennoch begeistert und schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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