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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Ein schicksalhafter Kessel

Die Kriegerin des Nordens
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Jütland um 100 v.Chr. Kriegerin Erkenhild will römische Söldner, die bei einem Nachbarstamm angeworben sind, vertreiben. Um das Gelingen des geplanten Angriffs zu sichern, beauftragt sie Diebin Katek ...

Jütland um 100 v.Chr. Kriegerin Erkenhild will römische Söldner, die bei einem Nachbarstamm angeworben sind, vertreiben. Um das Gelingen des geplanten Angriffs zu sichern, beauftragt sie Diebin Katek einen magischen Kessel aus einem Grab zu stellen. Bald scheint es, als liege ein Fluch auf diesem Kessel.

Die Kriegerin des Nordens von Charlotte Fondraz ist auf jeden Fall ein historischer Roman mit sehr starken Frauenfiguren, wie beispielsweise die schlagkräftige Kriegerin Erkenhilds; die junge, kecke, furchtlose Diebin Katek; die geachtete, manipulative Druidin Busla und auch Friya, die mutig ihren eigenen Weg finden muss. Frauen, die sehr unterschiedliche sind, aber trotzdem jede auf ihre Weise fasziniert. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der silberne Kessel von Gundestrup, der tatsächlich existiert und die verschiedenen Charaktere zueinander führt. Der Schreibstil des Buches ist gut zu lesen, mit spannenden und dramatischen Szenen. Tatsächlich überrascht auch die ein oder andere Wendung. Es gibt viele Figuren, mehrere Handlungsstränge und etliche Perspektivwechsel. Nach ein paar Kapiteln weiß man auch wer für die Geschichte wichtig ist. Ich habe mich insgesamt sehr gut in die nordische Eisenzeit versetzt gefühlt und kann dieses Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Die zerbrochene Tänzerin

A Dance of Lies
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Nach zwei Jahren im Kerker wird Vasalie vor eine Entscheidung gestellt. Entweder spioniert die Tänzerin auf einer Versammlung der Königreiche für König Illian und erlangt dafür Freiheit, oder sie muss ...

Nach zwei Jahren im Kerker wird Vasalie vor eine Entscheidung gestellt. Entweder spioniert die Tänzerin auf einer Versammlung der Königreiche für König Illian und erlangt dafür Freiheit, oder sie muss zurück in Haft. Doch die lange Gefangenschaft hat chronische Schmerzen und Schwäche hinterlassen. Nur mit Mühe erhält Vasalie die begehrte Anstellung und auch ihr Gewissen hat Probleme den Anweisungen König Illians Folge zu leisten.

Mir hat der Fantasy / Romantasyroman A Dance of Lies von Brittney Arena unglaublich gut gefallen. Das Buch ist aus Vasalies Ich-Perspektive geschrieben. Einige Kapitel habe ich schon gebraucht, um mich in sie hineinversetzen zu können. Insgesamt fand ich die zweite Hälfte des Buches daher besser. Bemerkenswert ist Vasalies Talent ihre Schwierigkeiten beim Tanzen durch Ideenreichtum auszugleichen und ihr Durchhaltevermögen. Das Setting rund um das Treffen der Königreiche hat mir zugesagt. Es ist gerade zu Ideal für politische Intrigen und um Könige zu stürzen. Der Spionagepart nimmt einen Großteil der Handlung ein. Das Buch bleibt daher durchgehend spannend. Besonders interessant war zu sehen, wie die Fäden die Illian in Hintergrund u.a. auch durch Vasalie spinnt, zum Ende hin zusammenlaufen. Es gibt auch eine Liebesgeschichte und einen Cliffhanger, der auf den zweiten Band neugierig macht. Tanz, Spionage, das Streben nach Macht, Rache, Liebe und Geheimnisse. Einfach ein mitreißendes Buch, das ich sehr empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Himmelslicht und gnadenlose Götter

To Tempt a God
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Aurora lebt in Silver City. Eine Stadt, deren oberste Ebenen vom Licht der Götter erhellt werden. Weiter unten und in den Randbezirken der Stadt herrscht Dunkelheit. Eigentlich würde Aurora lieber auf ...

Aurora lebt in Silver City. Eine Stadt, deren oberste Ebenen vom Licht der Götter erhellt werden. Weiter unten und in den Randbezirken der Stadt herrscht Dunkelheit. Eigentlich würde Aurora lieber auf schnelle und schmerzlose Art sterben, als zur Dienerin in den Distrikt der Götter berufen zu werden. Doch Aurora Bruder liegt im Koma. Um ihn zu retten trifft sie eine Abmachung mit einer Rebellenorganisation. Der Hof der Götter ist dann tatsächlich so grausam wie erwartet. Menschenleben sind dort nichts wert. Allerdings ist Colden, der Gott der sie gebunden hat und zu dem sie sich hingezogen fühlt, anders !

Mir hat To Tempt a God von Anna Benning ausgesprochen gut gefallen. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Dystopie und Romantasy mit durchgehend hoher Spannung. Die Götter, die inzwischen auf der Erde regieren, haben nichts mit unseren Mythologien zutun. Ihr Hintergrund erschließt sich aber im Laufe des Buches. Auch Auroras Vergangenheit hat einen vielleicht nicht ganz unerwarteten Twist. Das Setting der gigantischen Stadt, die auf den unteren Ebene immer finsterer wird, im Kontrast zum lichtdurchfluteten göttlichen Bezirk, hat mir gut gefallen. Die Liebesgeschichte zwischen Aurora und Colden kommt erst im letzten Drittel richtig in Schwung. Die Anziehungskraft zwischen den beiden spürt man allerdings schon früher. Auf jeden Fall super geschrieben. Auch die Altersangabe ab 16 fand ich hinsichtlich der Grausamkeit der Götter und aufgrund einer spicy Szene gerechtfertigt. Das Buch endet mit einem Cliffhanger. Auf die Fortsetzung bin ich daher schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Seniorenquiz

Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen
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Bei "Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen" von Sybille Bullatschek (eigentlich Comedyautorin Ramona Schukraft) handel es sich bereits um das dritte Buch rund um das Seniorenheim Haus Sonnenuntergang ...

Bei "Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen" von Sybille Bullatschek (eigentlich Comedyautorin Ramona Schukraft) handel es sich bereits um das dritte Buch rund um das Seniorenheim Haus Sonnenuntergang und "Pflägerin" Sybille Bullatschek. Man muss die vorherigen Bände nicht kennen um sich hier beim Lesen wirklich köstlich zu amüsieren. Pflägerin Sybille hat ihr Heim heimlich für ein Seniorenquiz angemeldet. Nach der Zusage des Fernsehsenders muss sie sich mit aufgeregten Senioren und Kolleginnen, die ihr den Platz auf dem Ratestuhls streitig machen wollen, herumplagen. Außerdem scheint sie dem kurzzeitig eingezogenen, attraktiven, Untermieter Jean-Luc Unglück zu bringen. Ich fand das Buch richtig gut. Der Schreibstil ist locker und sehr lustig. Sybille ich richtig sympathisch mit ihrer leichten Schusseligkeit, dem schwäbischen Dialekt und ihrer großen Vorstellungskraft. Auch die Heimbewohner, mit ihren Eigenheiten, schließt man schnell ins Herz. Einzig Jean- Luc, der Untermieter der Nachbarn, ist tatsächlich etwas bedauernswert. Die Story bewegt sich irgendwo zwischen Arbeitsalltag, Sybilles Privatleben und dem angestrebten Quizauftritt. Alles herrlich überzogen. Zwischendurch habe ich wirklich Tränen gelacht. Von mir daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Die fast wahre Geschichte von Königin Jane

My Lady Jane
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Da ich mich unter anderem auch für englische Geschichte interessiere, war mir Königin Jane Grey keine Unbekannte. Leider war ihr tatsächliches Schicksal weitaus tragischer, als in diesem amüsanten Buch ...

Da ich mich unter anderem auch für englische Geschichte interessiere, war mir Königin Jane Grey keine Unbekannte. Leider war ihr tatsächliches Schicksal weitaus tragischer, als in diesem amüsanten Buch erzählt. Die drei Autorinnen Cynthia Hand, Brodi Ashton und Jodi Meadows schaffen es, aus den historischen Sachverhalten eine fantastische, lustige ( Liebes-) Geschichte zu machen. Die drei Protagonisten König Edward, Lady Jane und G(ifford) sind von Verschwörungen umgeben, die sie alle das Leben kosten könnten. Bemerkenswert ist, dass aus dem damals bestehenden Religionskonflikt etwas ganz fantastisches gemacht wurde. Teile der Bevölkerung, so auch G, der seine Tage als Pferd verbringt, sind Eðianer und können sich in Tiere verwandeln. Diese werden allerdings von Veritanern, wie Edwards Schwestern Mary Tudor, verfolgt. Der Schreibstil des Buches ist angenehm leicht zu lesen. Es gibt viele humorvolle Szenen. Man sollte die ganze Geschichte auch nicht zu ernst nehmen. Am liebsten möchte ich die Kapitel aus Janes Sicht, sowie die Anmerkungen der Autorinnen. Zum Abschluss kann ich sagen, das Fiktion tatsächlich besser als Realität ist und ich Jane ihr Happy Ende gewünscht hätte.

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