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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

bewegend

Am Meer ist es schön
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Mein erstes Buch von Barbara Leciejewski. Und sicher nicht mein letztes. Aber der Reihe nach.

Das Cover ist sehr ansprechend und passt hervorragent zum Inhalt des Buches. Und der Titel ist eher positiv, ...

Mein erstes Buch von Barbara Leciejewski. Und sicher nicht mein letztes. Aber der Reihe nach.

Das Cover ist sehr ansprechend und passt hervorragent zum Inhalt des Buches. Und der Titel ist eher positiv, das hat die Geschichte über weite Teile leider auch nötig.

Die Verschickung von Kindern in eine Art Heime zur Kur war mir nicht bekannt. Leider geht es den Kindern dort ähnlich wie auch in vielen echten Heimen. Die Härte und Kälte, die dort den Kleinen entgegengebracht wird, ist ebenso erschreckend, wie Programm. Auch Ende der 1960er Jahre herrscht noch die Meinung vor, dass Kinder nur mit Strenge und Strafe zu nützlichen Individuen der Gesellschaft werden. Wenn die Kinder nicht so viel innere Stärke und gemeinsamen Halt gehabt hätten, wäre alles noch viel schlimmer für sie gekommen.

In der zweiten Ebene erfährt man, wie eine Frau auch jahrzehnte später noch unter den Schickanen in der Vergangenheit leidet. Aber wie sie auch versucht, sich dem zu stellen, um daran gesund zu werden. Und dazu ist es ja nie zu spät.

Eine interessante Geschichte. Ich hätte die zweite Ebene nicht unbedingt gebraucht. Schön geschrieben.

Veröffentlicht am 15.06.2025

guter Nachkriegsroman

Eine Welt nur für uns
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Als der französische Arzt Vincent aus der deutschen Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, ist seine große Liebe Ariane verschollen. Verzweifelt sucht er nach ihr. Zu diesem Zweck schließt er sich sogar den ...

Als der französische Arzt Vincent aus der deutschen Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, ist seine große Liebe Ariane verschollen. Verzweifelt sucht er nach ihr. Zu diesem Zweck schließt er sich sogar den Minenräumern an. Er denkt, einer der zwangsweise verpflichteten deutschen Räumer wüsste mehr über ihr Verschwinden. Die Suche wird zu seinem Lebensinhalt, einer fixen Idee.

Um ihn herum schwankt die Bevölkerung noch zwischen der Aufarbeitung der erlittenen Verluste, den Verheerungen durch die Besatzer und der Hoffnung auf eine bessere leichtere Zukunft. Die Situation nach dem Weltkrieg ist für niemanden einfach und das wird gut beschrieben.

Die Geschichte wird aus einigen unterschiedlichen Perspektiven erzählt und manchmal scheint es, als hätte die Autorin ein wenig den Faden verloren. Aber irgendwie gehört doch alles zusammen und passt dann doch.

Ein Thema das mir sehr gefallen hat.

Veröffentlicht am 15.06.2025

unterhaltsam

Das Teufelshorn
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Die ehemalige spanische Kommissarin Isabel lebt jetzt auf Mallorca und ist eigentlich raus aus der Polizei. Aber als erst ein Mädchen verschwindet und dann ein Toter aufgefunden wird, hilft sie plötzlich ...

Die ehemalige spanische Kommissarin Isabel lebt jetzt auf Mallorca und ist eigentlich raus aus der Polizei. Aber als erst ein Mädchen verschwindet und dann ein Toter aufgefunden wird, hilft sie plötzlich doch bei den Ermittlungen und wie soll es anders sein, sie ist so gut und hat genau die richtigen Intentionen.

Dieser erste Band einer neuen Reihe lebt vor allem von seinen Figuren. Isabel ist ein sehr sympathischer Charakter. Sie hat eine ziemlich präsente Mutter, ein ungewöhnliches Haustier und eine hervorragende Spürnase.

Die Insel Mallorca ist ein interessanter Schauplatz, wird angenehm realistisch dargestellt. Das Urlaubsfeeling hält sich in Grenzen, das fand ich annehm. Die Ermittlungen waren manchmal etwas sprunghaft und vielleicht nicht immer ganz logisch aufgebaut. Da ist noch Luft nach oben. Und ein paar Überraschungen hätten mir auch gefallen. Trotzdem ein Buch, dass ich empfehlen möchte. Ich habe es gerne gelesen.

Veröffentlicht am 28.04.2025

hard boiled

Cape Diamond
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Mein erstes Buch von Ron Corbett. Die größte Stärke des Buches war für mich die Sprache. Manchmal derb und hart, aber auch einfühlsam und klug. Und auch der Mordfall ist interessant. Es geht um Diamanten, ...

Mein erstes Buch von Ron Corbett. Die größte Stärke des Buches war für mich die Sprache. Manchmal derb und hart, aber auch einfühlsam und klug. Und auch der Mordfall ist interessant. Es geht um Diamanten, Raub und Bandenkriminalität. Und das alles spielt in einem Kanada, dass sehr an den tiefen Westen der USA erinnert. In seiner düsteren Perspektivlosigkeit, den Tätern, die ebenso gnadenlos wie die Detektives hartnäckig und verbissen. Das bringt eine ganz eigene Stimmung und diese Art von Hard Boiled Story gefällt mir gut.

Veröffentlicht am 20.04.2025

solide

Das Licht in den Wellen
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"Das Licht in den Wellen" ist eine Lebensgeschichte. Inge Martensen ist die junge Frau, die von Föhr in die große weite Welt aufbricht und in New York landet. Und sie hat viel Glück und eine schier unerschöpfliche ...

"Das Licht in den Wellen" ist eine Lebensgeschichte. Inge Martensen ist die junge Frau, die von Föhr in die große weite Welt aufbricht und in New York landet. Und sie hat viel Glück und eine schier unerschöpfliche Energie und Zuversicht. Ihre positive Ausstrahlung kann man auf jeder Seite spüren und die verhilft ihr zu einer Karriere, zu einer glücklichen Beziehung, einem wunderbaren Sohn und einen prallen Leben, dass sie irgendwann doch wieder in die Heimat führt, denn wer Föhr im Blut hat, kann auch in der Fremde nicht vergessen, wo seine Wurzeln sind.

Das Buch liest sich schnell und hinterlässt eine gewisse Zufriedenheit. Ich hätte mir gewünscht, dass es auch ein paar Tiefpunkte und ein paar Ecken und Kanten gegeben hätte. Einfach, weil ich das Gefühl habe, das hätte der Story gut getan. So war es ein gutes Buch aber so richtig nachgehallt hat es irgendwie nicht bei mir.