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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Wer hat die Gastgeberin ermordet?

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Inhalt:
Die 77jährige Mimi wird von ihrer Nachbarin Jane zu einer Zwaniziger-Jahre-Party eingeladen. Allerdings hat sie weder auf die Nachbarin noch auf die Party Lust. Doch absagen ist keine Option. Denn ...

Inhalt:
Die 77jährige Mimi wird von ihrer Nachbarin Jane zu einer Zwaniziger-Jahre-Party eingeladen. Allerdings hat sie weder auf die Nachbarin noch auf die Party Lust. Doch absagen ist keine Option. Denn sollte sie das tun, droht Jane Mimis Geheimnis auffliegen zu lassen. Da sie das unter allen Umständen verhindern will, geht Mimi mit ihrer Enkelin Addie zu der Party. Bald schon ist die Gastgeberin tot, ermordet. Zu allem Überfluss schneidet ein Schneesturm die Partygesellschaft vom Rest der Welt ab.
Cover:
Zunächst einmal überzeugt das Buch absolut mit seinem Cover. Hier stimmt einfach alles: Das hell erleuchtete Herrenhaus inmitten der Schneelandschaft auf schwarzem Hintergrund wirkt zauberhaft und einladend, was ja gut zum Titel passt. Die Goldschrift verleiht dem Ganzen noch zusätzlich eine vornehme Note, was zum einen schlichtweg toll aussieht und zum anderen auch gut zu der vornehmen Jane und ihrem Herrenhaus passt. Besonders hilfreich sind zudem die Kurzportraits der Gäste auf den Innenseiten des Umschlags. So kann der Leser sich vor allem am Anfang der Lektüre, wenn er die Personen noch nicht so gut kennt, immer wieder kurz orientieren, wenn er nicht mehr genau weiß, wer nochmal wer war.
Meine Meinung:
Das Buch konnte mich leider nicht so sehr überzeugen wie das Cover und die Aufmachung.
Die Idee, dass jede Figur ein Geheimnis hat, das natürlich nach und nach aufgedeckt wird, finde ich gut. An sich besteht die Partygesellschaft ja auch aus illustren, interessanten Personen. Die Charaktere zeigen aber insgesamt zu wenig Gefühle, was sie oberflächlich wirken lässt. Zwar ist die etwas sauertöpfische, sarkastische Mimi mit ihren schrägen Sprüchen echt gut angelegt, aber das war es dann auch schon. Ich hätte mir gewünscht, dass der Leser sie wie auch die anderen im Laufe des Buches besser kennen lernt und mehr in die Tiefe gegangen wird. So bin ich auch mit Mimi und Addie als Hauptpersonen leider nicht wirklich warm geworden.
Den mit witzigen Kommentaren gespickten Schreibstil mochte ich sehr gern.
Spannung kam bei mir zwischen durch immer mal wieder auf. Allerdings hat sie sich nicht konsequent gehalten. Zwar mag ich es sehr gern, wenn man als Leser miträtseln kann, was hier auf jeden Fall gegeben ist. Es stellt sich neben der Frage nach dem Mörder auch die Frage nach den zahlreichen Geheimnissen der Gäste. Allerdings werden viele Nebensächlichkeiten immer und immer wieder ausführlich beschrieben, was der Spannung abträglich ist.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Setting. Ich mag gerne Krimis, bei denen eine Gruppe vom Rest der Welt abgeschnitten ist und es somit eine feste Anzahl von Verdächtigen gibt. Das alte Haus an sich und vor allem die Geheimgänge fand ich richtig super. Und auch die Atmosphäre durch den Schneesturm wird prima vermittel wie ich finde.
Für meinen Geschmack wurden die vielen tollen Ideen mit Setting, schrägen Charakteren und Geheimnissen leider nicht ganz überzeugend umgesetzt.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

unblutiger, spannender Krimi

Bedroht
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Cover und Titel:
Das Cover passt auf jeden Fall zu dem Krimi. Es ist einerseits düster, andererseits aber auch peppig mit ein paar Farben, was mir gut gefällt. Allerdings finde ich es etwas überladen. ...

Cover und Titel:
Das Cover passt auf jeden Fall zu dem Krimi. Es ist einerseits düster, andererseits aber auch peppig mit ein paar Farben, was mir gut gefällt. Allerdings finde ich es etwas überladen. Ich hätte nicht soviele Elemente reingepackt, sondern mich lieber auf eines beschränkt. Der Titel passt ebenfalls gut.
Inhalt:
Die Familien der Zwillingsschwestern Nora und Helene sowie die ihres Halbbruders Michael werden bedroht, zunächst nur mit Fotos ihrer Kinder ohne ein Begleitschreiben. Doch der Täter steigert sich, die Lage spitzt sich immer weiter zu.
Es handelt sich um Band vier der Serie um die Familie. Zwar kann man das Buch problemlos lesen ohne die Vorgängerbände zu kennen. Sollte man aber die anderen Bücher der Reihe auch noch lesen wollen, muss man sie auf jeden Fall vor diesem lesen, denn hier wird ordentlich gespoilert.
Meine Meinung:
Der Handlungsstrang ist gut zu verfolgen und Längen gibt es nicht. Vor allem am Anfang ist die Bedrohung eher subtil, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Der Schluss war für mich überraschend und leider nicht so ganz einleuchtend, etwas weit hergeholt. Es werden auch nicht alle Fragen beantwortet, oder aber ich habe es nicht richtig mitgekriegt.
Der Schreibstil wirkt etwas holprig, vermutlich weil die Familienbeziehungen sehr oft erwähnt werden und viel über Nebensächlichkeiten geschrieben wird.
Die Figuren bleiben für mich alle etwas farblos. Bis auf den Stiefvater der Zwillinge, der durchaus interessant ist, sticht keiner durch einen besonderen Charakter heraus. Die anderen sind alle irgendwie gleich, was ich schade finde.
Der Krimi kommt ohne jegliche Art von Blutvergießen und Gewaltszenen aus, ist aber trotzdem spannend. Für jemanden wie mich, die die grausamen Details in anderen Büchern meist nur überfliegt, ist das sehr angenehm.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

für Horror- und Filmfans bestimmt toll

Silberne Geister
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Cover und Titel:
Das Cover mit der Filmrolle finde ich sehr originell und der Farbschnitt ist wunderschön. Beides passt gut zum Thema des Buches. Der Titel klingt interessant und passt ebenfalls, ohne ...

Cover und Titel:
Das Cover mit der Filmrolle finde ich sehr originell und der Farbschnitt ist wunderschön. Beides passt gut zum Thema des Buches. Der Titel klingt interessant und passt ebenfalls, ohne zu viel zu verraten.
Darum geht es:
Montserrat arbeitet in der mexikanischen Filmindustrie und braucht ebenso wie ihr Jugendfreund Tristan, ein ehemaliger Soapdarsteller, dringend neue Aufträge. Durch einen Zufall lernen sie einen berühmten Regisseur kennen, von dem sie große Fans sind, und bekommen die Chance dessen unvollendeten Horrorfilm fertig zu stellen. Doch der Film soll mit einem bösen Fluch belegt sein.
Meine Meinung
Eigentlich wollte ich nur mal in das Buch reinlesen und habe mir dreißig Seiten vorgenommen. Und schwupps war ich auf Seite 120. Was mich so in den Bann gezogen hat, sind vor allem die interessanten und tiefgründigen Figuren.
Ein Buch zu lesen, das in Mexiko handelt, war eine ganz neue Erfahrung für mich. Und hier geht es eben nicht um ein verklärtes Dschungelabenteuer. Dass die Autorin selbst in Mexiko geboren wurde lässt das Ganze sehr authentisch erscheinen.
Wer sich mit Filmen, insbesondere Horrorstreifen aus Mexiko, gut auskennt wird wahrscheinlich seine helle Freude an dem Thriller haben, da viele Titel erwähnt werden. Weil ich mich damit nicht auskenne, hatte es für mich jetzt keinen Mehrwert, hat aber auch nicht geschadet. Ebenso gibt viele geschichtliche Hintergründe, was auch nicht unbedingt mein Fall ist. Aber für die, die da Interesse haben, ist es sicher ein Pluspunkt.
Was die Handlung angeht bin ich sehr zwiegespalten: Die zugrunde liegende Idee finde ich gut. Und einerseits gibt es durchaus einige Gänsehautmomente. Ich habe mich noch tagelang nach dem Lesen lieber einmal zu viel umgedreht, wenn ich alleine in einem Raum war. Insofern kann man getrost sagen: Ziel erreicht. Andererseits kommen viele Effekte nicht so gut rüber. Ich habe etwas gelesen und gedacht: „Aha, okay“ ohne mich in irgendeiner Weise zu gruseln. Ich denke, wenn ich den Thriller als Film gesehen hätte, wären die Effekte besser rübergekommen und das Ganze hätte mich mehr angesprochen. Allerdings bin ich wohl nicht das Maß der Dinge. Denn ich bin einfach kein Fan von Paranormalem und Horror. Vielleicht hat mich die Handlung deshalb nicht so vom Hocker gerissen.
Alles in allem gibt es vor allem im Mittelteil leider einige Längen und ich musste mich manchmal richtig dazu aufraffen weiterzulesen. Vielleicht hätte man das Ganze auf etwas weniger Seiten spannender darstellen können. Fast 500 Seiten sind ja auch recht viel. Deshalb gibt es von mir nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

schillernde Charaktere

Dienstage & Silvester
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Ein anonymer Anrufer gesteht einen Mord. Allerdings fehlt zunächst die Leiche dazu und die Stuttgarter Kommissarin Anita Schenk und ihr Team müssen ihre ungelösten Fälle darauf prüfen, ob einer zur Aussage ...

Ein anonymer Anrufer gesteht einen Mord. Allerdings fehlt zunächst die Leiche dazu und die Stuttgarter Kommissarin Anita Schenk und ihr Team müssen ihre ungelösten Fälle darauf prüfen, ob einer zur Aussage des vermeintlichen Mörders passt. Und dann geht die Suche nach dem Mörder los!

In dem kurzweiligen Krimi wimmelt es nur so von Verdächtigen und man kann fleißig mitraten. Das hat mir viel Spaß gemacht. Die Figuren sind alle sehr schillernde Charaktere. Jeder hat irgendwelche Macken und Eigenheiten. Einerseits fand ich das sehr interessant, aber andererseits bin ich mit keiner Figur so richtig warm geworden. Ich vermute, das liegt daran, dass bei den Charakteren- trotz diverser Macken- nicht wirklich in die Tiefe gegangen wurde. So konnte ich mich bei keiner wirklich in ihre Denk- und Fühlweise hineinversetzen.

Sehr gut gefallen hat mir die detaillierte Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten, da ich in der Nähe von Stuttgart wohne.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

schüchternes Mädchen und Bad Boy

I'll look for you, Everywhere
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Magdalen und Theo sehen sich nach Jahren wieder. Beide kommen wegen der Hochzeit von Magdalens Schwester eher widerwillig zurück in ihr Heimatdorf Chivasso in Italien. Es knistert gewaltig zwischen ihnen, ...

Magdalen und Theo sehen sich nach Jahren wieder. Beide kommen wegen der Hochzeit von Magdalens Schwester eher widerwillig zurück in ihr Heimatdorf Chivasso in Italien. Es knistert gewaltig zwischen ihnen, aber die Liebe darf nicht sein.

Zunächst einmal hat mir das Cover gefallen, passend zur Story mit romantischem Sonnenuntergang, italienischem Szenario und Glitzer.

Das Buch ist leichte Kost mit der klassischen Story um das schüchternes Mädchen und den Bad Boy. Was mich bis zum Schluss rätseln ließ: Die Familien von Magdalen und Theo sind eng befreundet. Sie ist die beste Freundin seiner Schwester, er der beste Freund ihres Bruders. Und trotzdem kannten sich die beiden bisher angeblich kaum. Wie kann das sein? Auch habe ich nicht so wirklich verstanden, warum die Liebe zwischen den beiden nicht sein darf. Die Rede ist von Familiengeheimnissen, die dann am Schluss leider ziemlich hoppla hopp aufgeklärt werden und nicht so spektakulär sind wie ich dachte. Und ein Grund dafür, dass Magdalen und Theo keine Beziehung eingehen könnten, sind sie meiner Meinung nach nicht.

Magdalen mochte ich ganz gern, auch wenn ich sie oft hätte schütteln können, weil sie Theo sein wirklich unmögliches Verhalten ständig verziehen hat- meiner Meinung nach doch recht unrealistisch. Theo mochte ich abgesehen von seinem doch recht zweifelhaften Verhalten Magdalen gegenüber auch. Immerhin hat er Charakter. Die Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack noch mehr ausgearbeitet sein können. Allgemein konnte ich das Handeln der Figuren nicht immer nachvollziehen. Und oft war mir das Verhalten auch zu extrem. So würde meiner Meinung nach keiner in der entsprechenden Situation handeln.

Den Schreibstil empfand ich als flüssig, die Sprache allerdings als zu derb. Die Personen haben regelrecht mit Ausdrücken um sich geworfen.

Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen und die vielen Gefühle und den Herzschmerz genossen.

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