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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Zwischen Anspruch und Gefühl

Der Vertraute
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Nachdem ich bisher alle Bücher von Leigh Bardugo geliebt habe, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Doch bald machte sich Ernüchterung breit. Der Einstieg war für mich verwirrend, insbesondere ...

Nachdem ich bisher alle Bücher von Leigh Bardugo geliebt habe, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Doch bald machte sich Ernüchterung breit. Der Einstieg war für mich verwirrend, insbesondere da ich den historischen Kontext Spaniens jener Zeit kaum kannte. Zudem erschwerten mir die Vielzahl der Figuren und ihre zahlreichen Namen und Titel das Verfolgen der Handlung. Leider konnte ich auch keinen Zugang zu den Figuren finden. Obwohl sie außergewöhnlich und vielschichtig gezeichnet sind (was ich an Figuren liebe) und mit ihren Charakterzügen das Thema des Buches „Streben nach Macht“ verkörpern, konnten sie mich emotional kaum berühren.

Vielleicht habe ich das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen, denn den flüssigen Schreibstil und die unterschwellig bedrohliche Atmosphäre mochte ich sehr. Allgemein bin ich auch ein großer Fan von Geschichten über Macht, Gier und Intrigen sowie der Verwebung von historischen Details mit magischen Elementen. Auch handelten die Figuren meiner Meinung nach plausibel und boten eine Vielzahl von Überraschungen und auch der rote Faden war erkennbar. Es hätte mein Highlight werden können, doch der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Bardugo hat ein Werk geschaffen, das historische Fiktion und Fantasy miteinander verknüpft – eine ungewöhnliche Geschichte über eine Frau, die so stark nach einem besseren Leben strebt, dass sie sich und andere in Gefahr bringt. Eine Leseempfehlung für die, die genau das anspricht.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert

Daughter of Ruin. Götterblut
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Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, ...

Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, denn sie kämpft nicht nur gegen äußere Einflüsse, sondern auch mit sich selbst und ihrer Überzeugung. Besonders spannend ist die authentische, langsam wachsende Beziehung zwischen ihr und Fenrir, dem Mann, den sie eigentlich vernichten soll. Insbesondere, da sie zur Abwechlung mal nicht den Fokus der Story einnimmt, sondern dieser sich auf die temporeiche Handlung fokussiert.

Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich, hätte für meinen Geschmack aber gelegentlich noch mehr atmosphärische Beschreibungen vertragen können, um die rauen Wikingerwelten lebendiger zu machen. Die Handlung ist temporeich, mit einigen Längen im Mittelteil, und das Ende wirkte etwas abrupt für mich, dennoch bleibt das Buch durchgängig fesselnd. Das Worldbuilding mit nordischer Mythologie mochte ich persönlich sehr gerne, hatte meiner Meinung jedoch noch einiges an ungenutzem Potenzial, vor allem die moderne Elemente und die Inselwelt hätten mehr Tiefe verdient.

Trotz kleiner Schwächen überzeugt „Daughter of Ruin“ durch interessante Charaktere, emotional aufgeladene Konflikte und eine nachdenkliche Botschaft: Wahre Stärke liegt darin zu sich selbst zu stehen.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Wenn man ein buch lieben möchte, aber der Funke einfach nicht überspringt

Silvercloak - Unter Feinden
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Es gibt Bücher, die möchte man lieben aber irgendwie will der FUnke nicht überspringen. So ging es mir leider bei „Silvercloak“. Das Buch hat eine starke Grundidee, ein spannendes Setting mit Magierakademie, ...

Es gibt Bücher, die möchte man lieben aber irgendwie will der FUnke nicht überspringen. So ging es mir leider bei „Silvercloak“. Das Buch hat eine starke Grundidee, ein spannendes Setting mit Magierakademie, einem simplen, aber originellen Magiesystem und packenden Plot-Twists.
Leider verlor sich jedoch die Sogwirkung der Geschichte für mich durch einige Schwächen. Das Worldbuilding wirkte auf mich unausgereift, wichtige Details blieben nur angerissen. Die Logik des Magiesystems wird an entscheidenden Stellen gebrochen, sodass ich immer wieder aus der Story gerissen wurde. Auch die Liebesgeschichte zwischen Saffron und dem Sohn des Bloodmoon-Anführers konnte mich nicht überzeugen – weder als Slow Burn noch als „Enemies to Lovers“. Die Chemie fehlte meiner Meinung nach komplett, und die romantische Entwicklung wirkte auf mich erzwungen.
Das Tempo ist eher gemächlich, und die Figuren bleiben oft blass, was dem Buch leider zudem an Spannung nimmt. So hat sich „Silvercloak“ für mich wie eine gute Idee angefühlt, die leider nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen konnte
Für Fans von High Fantasy mit düsterem Touch und moralischer Ambivalenz könnte das Buch durchaus interessant sein, wer jedoch auf tiefgründiges Worldbuilding und authentische Liebesgeschichten Wert legt, wird hier eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ganz anders als erwartet

Faebound
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„Faebound: Divided by Blood“ hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Einerseits empfand ich das Worldbuinding mit seinen unterschiedlichen Völkern und Kulturen sehr spannend, andererseits mochte ich ...

„Faebound: Divided by Blood“ hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Einerseits empfand ich das Worldbuinding mit seinen unterschiedlichen Völkern und Kulturen sehr spannend, andererseits mochte ich das originelle Magiesystem, das ich so noch nie gelesen habe sehr und wollte unbedingt mehr darüber erfahren. Zudem empfand ich es sehr erfrischend, wie die Autorin das Thema Diversität in vielerlei Formen fortlaufend aufgreift und in die Geschichte einwebt. Auch die Handlung ist spannend durch ihre Kontraste und thematisiert wichtige gesellschaftliche Fragestellungen, die auch unsere moderne Welt betreffen. Und obwohl dadurch die Geschichte schon wirklich viel Potenzial mit sich brachte, konnte mich die Story nicht ganz überzeugen. Durch die Erzählerperspektive konnte ich nie wirklich eine Verbindung zu den Figuren aufbauen. Ihre Handlungen und Gedanken blieben mir weitgehend fremd und so verlor sich für mich die Geschichte immer wieder. Auch die Liebesgeschichte hatte sehr viel Potenzial aber auch hier hätte ich mir mehr Tiefe und Intensität gewünscht.

Insgesamt handelt es sich um ein wirklich spannendes Werk mit vielen kreativen Ideen, das jedoch bedauerlicherweise nicht die Verbindung zu mir herstellen konnte, die ich mir gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Es hatte so viel Potenzial

Coven of Bones - Mein Verrat ist dein Schicksal
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Der Schreibstil der Fortsetzung ist ebenso atmosphärisch und fesselnd wie im ersten Band. Die faszinierende Welt der Hexen und Dämonen hat mich erneut begeistert. Besonders die Protagonistin Willow ist ...

Der Schreibstil der Fortsetzung ist ebenso atmosphärisch und fesselnd wie im ersten Band. Die faszinierende Welt der Hexen und Dämonen hat mich erneut begeistert. Besonders die Protagonistin Willow ist mir ans Herz gewachsen. Sie ist stark, zielstrebig und entwickelt sich im zweiten Band zu einer richtig tollen Heldin, die mit Entschlossenheit für ihre Überzeugungen einsteht. Als begeisterter Leser des ersten Bandes kann man sich auf diese packende Weiterentwicklung regelrecht freuen.

Aber leider setzte sich in diesem Buch auch das fort, was bereits im Vorgängerband zu erkennen war: Die fehlende Handlung. Es gibt zwar eine Story, doch das Potenzial, das sie hatte, wurde bei weitem nicht genutzt. Zu viele offene Handlungsstränge und eine oft inkonsistente Charakterentwicklung waren für mich zudem enttäuschend. Dabei hätte die faszinierende Welt mit ihren unterschiedlichen Hexencoven und deren Herausforderungen das Potenzial für eine aufregende Geschichte gehabt. Auch der Anteil an Spice war mir persönlich zu hoch, was leider zulasten der Handlung und der Charaktere ging. Versteht mich bitte nicht falsch – ich schätze leidenschaftliche Szenen, doch sie sollten die Handlung bereichern und nicht dominieren.

Ein unterhaltsamer Abschluss, aber mit zu vielen ungelösten Fragen und sehr viel Spice.

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