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Veröffentlicht am 27.07.2025

Schwieriges Thema emotional angegangen

Eden
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Sofie ist ein ganz normaler Teenager. Zusammen mit ihrem Vater hilft sie ihrem Schulfreund Toby bei einem Referat. Sofie wächst in einem liebevollen Zuhause auf. Anders als Toby, dessen Mutter trinkt und ...

Sofie ist ein ganz normaler Teenager. Zusammen mit ihrem Vater hilft sie ihrem Schulfreund Toby bei einem Referat. Sofie wächst in einem liebevollen Zuhause auf. Anders als Toby, dessen Mutter trinkt und dessen Vater sich in rechtsextremen Verschwörungstheorien wiederfindet.
Doch das gewohnte Leben findet ein radikales Ende durch einen Terroranschlag, bei dem Sofie stirbt, die Eltern gehen grundverschieden damit um. Während Vater Markus jedes Detail an Informationen aufsaugt, schweigt Mutter Kerstin. Markus sucht dabei auch nach Details zum Attentäter. Die Familie droht zu zerbrechen, doch Toby scheint in seiner Trauer gleichzeitig auch der Familie zu helfen.

Die Geschichte ist so tragisch, wie sie wahr sein könnte. Anschläge bestimmen seit Jahren in aller Regelmäßigkeit die Nachrichten und lassen immer wieder Fassungslosigkeit zurück. Die Geschichte versucht den Spagat aufzugreifen zwischen dem tragischen Verlust völlig zufälliger Opfer und dem Hintergrund des Attentäters. Die Opfer entkommen hier aus der Anonymität und ein konkretes Schicksal wird gezeigt. Aber auch der Attentäter hat Familie, die damit umgehen muss. Kann es hier eine Mitschuld geben? Hätten die Angehörigen etwas erkennen müssen? Ein schwieriges Thema. Verpackt in diese tragische Geschichte wird ein Thema greifbar, welches sonst schnell wieder vom Alltag verdrängt wird. Fesselnd und gefühlvoll geschrieben, absolut nachvollziehbar, menschlich, emotional.
Trauer, Verlust und Terror sind hier Thema. .

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Spannende Familiendynamik

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Svea hat vor Jahren ihre Heimat verlassen und wollte nie zurück. Der Grund lag damals in dem Verschwinden ihrer besten Freundin nach einem gemeinsamen Fest. Nun jedoch wird die Leiche der Freundin nach ...

Svea hat vor Jahren ihre Heimat verlassen und wollte nie zurück. Der Grund lag damals in dem Verschwinden ihrer besten Freundin nach einem gemeinsamen Fest. Nun jedoch wird die Leiche der Freundin nach über 20 Jahren gefunden und Svea erbt von ihrem Onkel sein altes Haus. Nicht überall stößt Sveas Rückkehr auf Freude. Zumal das Verbrechen von damals noch immer nicht aufgeklärt ist. Steckt ihr Schwager dahinter, der seit jeher zur Gewalt neigte und inzwischen mit Sveas Schwester abgeschieden im Wald lebt?
Jana Stieler zeichnet hier eine Welt, die mir völlig fremd ist. Ihre Schwester, die mit ihrem Schwager, als eine Art Kommune oder Einsiedler lebt, führt ein völlig anderes Leben als Svea bisher. Die Autorin schafft es aber, dass im Kopf sehr genaue Bilder entstehen und ich mich sehr gut in die Welt und die Beziehungsgeflechte reindenken konnte. Spannung, Überraschung, bewegende Momente und Familie bringt dieser Thriller mit sich. Eine tolle Leseerfahrung, die teilweise auch an den Nerven gezerrt hat.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Spannung mit Inselfeeling

Inselnächte
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In den Norderneyer Dünen wird ein Kind verschüttet. Der Vater des Kindes, Anwalt, lässt sich jedoch nicht belehren und droht eher noch der Polizei. Kurz darauf wird eine Leiche in den Dünen gefunden von ...

In den Norderneyer Dünen wird ein Kind verschüttet. Der Vater des Kindes, Anwalt, lässt sich jedoch nicht belehren und droht eher noch der Polizei. Kurz darauf wird eine Leiche in den Dünen gefunden von einem auf der Insel bekannten jungen Mann, der sich insbesondere durch Alkohol und Drogenkonsum hervortut. Doch er ist auch Sohn einer sehr reichen Familie und damit einer von 5 Geschwistern, die jedoch alle gegenseitig zerstritten sind. So richtig kommt der Kommissar Martin nicht voran.
Ein Wiedersehen mit alten Bekannten, dieses Mal waren mir die Namen und Zugehörigkeiten schon weitaus vertrauter. Ich empfehle aber dennoch, mindestens ein Buch der Reihe vorab gelesen zu haben. Mit dabei war auch wieder die gute Marthe – entweder man liebt sie oder eben nicht. Sie spaltet wahrscheinlich die Fangemeinde. Unterhaltsam geschrieben und spannend wartet „Inselnächste“ als toller Krimi mit einem Touch zu Cosy auf die Leserschaft. Persönlich nahm mir der private teil an manchen Stellen zu viel Raum ein, aber dafür hat mich das Buch ein Stück näher an Norderney gebracht.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Portrait einer amerikanischen Kleinstadt

Von guten Eltern
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Die amerikanische Kleinstadt North Bath soll eingemeindet werden, entsprechend wird auch das Polizeirevier zusammengelegt und der aktuelle Chief quittiert seinen Dienst. Seine bisherige Mitarbeiterin und ...

Die amerikanische Kleinstadt North Bath soll eingemeindet werden, entsprechend wird auch das Polizeirevier zusammengelegt und der aktuelle Chief quittiert seinen Dienst. Seine bisherige Mitarbeiterin und Partnerin Charice übernimmt die neue Leitung. Doch just in dieser Übergangszeit wird eine Leiche gefunden und der alte Chief ist als erster am Tatort und unterstützt. Begleitet wird er dabei von seinen privaten Problemen. Und dann ist da noch Peter, der nach dem Tod seines Vaters eher unfreiwillig in die Kleinstadt zurückkehrte und nun das Haus auf Vordermann bringt.
Wie in einer Kleinstadt üblich, kreuzen sich die Wege der Familien häufig, man weiß Bescheid, man trifft sich im Diner. Und so kommen auch hier nach und nach Sorgen und Probleme auf den Tisch, Beziehungen werden klar, und die Entwicklungen setzen bei einigen neue Denkprozesse in Gang.
Polizeigewalt, Rassismus, Familienprobleme spielen hier eine Rolle und werden geschickt miteinander verknüpft. Es ist ein tolles Portrait des Lebens in einer Kleinstadt mit einer handvoll zentralen Akteuren, die dafür umso tiefgründiger dargestellt sind. An manchen Stellen hatte das Buch ein paar Längen. Aber ich habe es sehr gern gelesen und kann daher auch gut darüber hinweg sehen.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Kein klassischer Kriminalroman

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Eine Insel umgeben von Nebel. Die Bewohner, 122 an der Zahl, gehen täglich einem geregelten Ablauf nach – Aufstehen, Essen, Arbeiten, Dienst an der Gemeinschaft und abends Feiern. Zu einer festen Zeit ...

Eine Insel umgeben von Nebel. Die Bewohner, 122 an der Zahl, gehen täglich einem geregelten Ablauf nach – Aufstehen, Essen, Arbeiten, Dienst an der Gemeinschaft und abends Feiern. Zu einer festen Zeit gehen alle schlafen. Lediglich den Ältesten wird eine etwas andere Rolle zuteil. Man weiß genau, wann man stirbt und wann neues Leben nachrückt. Für die Elternschaft muss man sich bewerben. Und jeder begleitet eine Tätigkeit, die der Gemeinde hilft, wenige Auserwählte können Entdecker werden. Nur Emory schlägt ein wenig aus der Art. Zweifel und Misstrauen lassen sie zu viele Fragen stellen. Als die Bewohner jedoch eines Tages erwachen und mehrere Bewohner tot auffinden, kommt Emory genau diese Eigenschaft zu gute. Sie kann Aufklären, was passiert ist.
Ich habe mich im ersten Moment schwer getan in das Buch hineinzufinden. Doch ich habe nicht bereut, mich durchgebissen zu haben. Eine dystopische Kulisse, die jedoch viele moralische und ethische Fragen der Menschheit aufgreift. Und das hat mich wirklich gepackt, da ich bei einigen Punkten absolut ins Nachdenken gekommen bin. Die „neue“ Welt wurde detailliert aufgebaut, manchmal etwas verworren. Aber da ich keine Erfahrungen mit Dystopien habe, ist sicherlich mein Eindruck kein Maßstab. Tolle Charaktere, Spannung und ein einnehmender Schreibstil. Ein interessantes Buch, welches ich sehr lesenswert fand.

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