Wunderschön traurig… und irgendwie doch voller Hoffnung 🥰
Die WindmacherinWas habe ich mich auf dieses Buch gefreut - die bewegenden Zeichnungen von Lisa Aisato zu den ergreifenden Worten von Maja Lunde haben mich in „Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“ nachhaltig ...
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut - die bewegenden Zeichnungen von Lisa Aisato zu den ergreifenden Worten von Maja Lunde haben mich in „Die Schneeschwester“ und „Die Sonnenwächterin“ nachhaltig beeindruckt. Nach Winter und Frühling gibt es also eine Sommergeschichte, mit dem elfjährigen Tobias als Hauptperson. Während der schwierigen Nachkriegszeit wird er aus der Stadt, wo es stets zu wenig Essen gibt, für den Sommer auf das Land geschickt. Einen unvergesslichen Sommer kündigen ihm die Eltern an… welche Tobias schon im Zug vermisst. Unvergesslich wird dieser Sommer auch - aber natürlich anders als es die Eltern für ihr einziges Kind vorgesehen hatten! Wir lernen, wie wichtig es ist, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.. diese mit all ihren Schicksalsschlägen hinter sich zu lassen und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken … und echte Freundschaft!
Wie auch in den vorherigen Büchern muss man beim Lesen so einige Male schlucken und auch die Illustrationen sind zwar alle wunderschön, aber spiegeln oft Traurigkeit wider! Daher halte ich es trotz des kindlichen Protagonisten nicht unbedingt für ein Kinderbuch… und wenn, dann zum Lesen in Begleitung eines Erwachsenen, damit über die angesprochenen Traumata geredet werden kann.
Dieser Hinweis soll jedoch das Buch keineswegs kritisieren; im Gegenteil - ich finde es einfach wunderschön und möchte es in meinem Regal nicht missen!! Denn es gibt Hoffnung… Hoffnung auf Heilung! ❤️🩹