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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Zaunkönig

The Wren in the Holly Library – Der Kuss des Zaunkönigs
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Dieses Buch ist ein absoluter Eycatcher und war für mich ein klassischer Coverkauf. Der Klappentext klang zwar nicht schlecht, aber auch ein bisschen nichtssagend. Die Geschichte selbst hat mir dann aber ...

Dieses Buch ist ein absoluter Eycatcher und war für mich ein klassischer Coverkauf. Der Klappentext klang zwar nicht schlecht, aber auch ein bisschen nichtssagend. Die Geschichte selbst hat mir dann aber aber doch auch gut gefallen, auch wenn sie mich jetzt nicht völlig umgehauen hat.

Ich mochte die Verstrickung von Fantasy und irischem Folklore und mir haben die Anspielungen auf die Geschichten aus Graves Büchern gefallen. Die Figuren sind alle recht undurchsichtig, mit meterdicken Schutzwällen umgeben und offenbaren immer nur wenig von sich selbst. So dauert es auch bis zum Ende des Buches um das Magiekonzept zu durchsteigen, das Kierse umgibt.

Vieles um den Krieg zwischen Menschen und magischen Wesen wird mur angedeutet, ebenso wie alles, was die Reviere, die jeweiligen Interessengruppen und ihr Konflikte angeht. Das hätte für meinen Geschmack gerne vertieft werden könnten.

Es wird sich viel auf die Beziehung zwischen Kierse und Grave konzentriert, aber so richtig kam das alles nicht in Gänge, stattdessen kamen Ex-Liebeleien und kleinere Hinternisse aufs Tableau, die aber alle zumindest in diesem Band noch nicht so richtig irgendwo hinführten.

Insgesamt kein schlechter Start, aber an vielen Stelle noch ausbaufähig bzw. mir etwas zu oberflächlich. Hat sich aber schön und unkompliziert lesen lassen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Der Traum von den Sternen

Das zweite Gedächtnis
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Ken Follett hat mit „das zweite Gedächtnis“ einen soliden Roman zwischen Raumfahrtsgeschichte und Agententhriller vorgelegt. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei die Passagen aus der Studentenzeit ...

Ken Follett hat mit „das zweite Gedächtnis“ einen soliden Roman zwischen Raumfahrtsgeschichte und Agententhriller vorgelegt. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei die Passagen aus der Studentenzeit der Hauptfiguren mehr sie Charakterbildung unterstützen als die Handlung vorabtreiben.

Luke, Protagonist und gedächtnisloser Held der Geschichte, war für mich der einzige, der tatsächlich plastisch und greifbar dargestellt wird, seine Freunde und Wegbegleiter sind eher blasse Gestalten, deren Gedanken und Motive nur oberflächlich abgebildet werden. Dadurch war zumindest für mich auch relativ schnell klar, wer hier zu den Guten gehört und wer nicht. Ein bisschen mehr Komplexität hätte mir gut gefallen.

Luke legt auf der Suche nach seinem Gedächtnis und damit auch ein Stück weit nach sich selbst einiges an Strecke zurück, dadurch ist die Handlung durchgängig von neuen Erkenntnissen durchzogen. Das Spannungslevel liegt für mich im soliden Mittelfeld und auch wenn es gegen Ende zunehmend knapper wird, kommt echter Nervenkitzel hier eher nicht auf. Dafür passiert zwischenmenschlich super viel und Luke wird gezwungen seine Beziehungen zu hinterfragen.

Das Buch liest sich auch wie eine ziemlich Hetzjagd, hat mich aber einfach nicht so 100% abgeholt. Ich fand jetzt nicht schlecht, aber mir hat einfach das gewisse Etwas gefehlt. Reicht für mich nicht an die historischen Romane des Autors heran. Ic h schwanke zwischen 3 und 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Dieses Mal ein eher seichter Krimi

Ihr werdet sie nicht finden
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Ich hatte so Bock auf dieses Buch, da ich die letzten Thriller von Winkelmann wirklich stark fand. Thematisch fand ich, dass dieses Buch weniger von der aktuellen Brisanz seiner letzter Thriller hatte, ...

Ich hatte so Bock auf dieses Buch, da ich die letzten Thriller von Winkelmann wirklich stark fand. Thematisch fand ich, dass dieses Buch weniger von der aktuellen Brisanz seiner letzter Thriller hatte, aber trotzdem interessant klang. Leider hat es mich aber eher nicht mitreißen können. Das soll nicht heißen, dass das Buch schlecht war, aber es war für mich eher ein ruhiger Krimi.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und verknüpft einen aktuellen Vermisstenfall mit einem Cold Case von vor sieben Jahren. Die Idee selbst fand ich ziemlich stimmig. Und es wird viel klassische Ermittlungsarbeit betrieben, was ich sehr authentisch fand. Aber so richtig kommt dabei keine Spannung auf, einfach weil generell eher wenig passiert.

Die Rückblenden zum Verschwinden von Jonas Tochter fand ich unterm Strich interessanter und spannender als die aktuelle Ermittlung, die eher schleppend in Gang kommt und dann auch relativ schnell eine andere Richtung annimmt.

Die Entdeckungen und Enthüllungen innerhalb der Ermittlung fand ich teilweise etwas unglaubwürdig, ohne genau festmachen zu können, woran das genau lag. Aber irgendwie kam mir die Auflösung ziemlich übertrieben vor. Die Charaktere bleiben auch alle einfach sehr blass und das Ende fand ich einfach nicht so 100% zufriedenstellend.

Es ist schon gut geplottet und liest sich auch locker weg, aber mir hat hier dieses gewisse Etwas gefehlt. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

klassischer Thriller

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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„Jigsaw Man- Im Zeichen des Killers“ ist genau die Art von blutigem Thriller, dir ich früher total gern gelesen: temporeich, brutal, kurzweilig. Obwohl es Teil einer Reihe ist muss man weder den Band davor ...

„Jigsaw Man- Im Zeichen des Killers“ ist genau die Art von blutigem Thriller, dir ich früher total gern gelesen: temporeich, brutal, kurzweilig. Obwohl es Teil einer Reihe ist muss man weder den Band davor gelesen haben, da alles ausreichend aufgegriffen wird, noch habe ich nach Beendigung des Buche das dringende Bedürfnis einen Folgeband zu lesen, da der Fall uns sich zum größten Teil abgeschlossen ist.

Der Fall war auch total solide, es gibt quasi nonstop neue Opfer, dir brutal abgeschlachtet werden und es beginnt eine atemlose Jagd nach dem Täter. Warum bin ich also nicht angefixt genug um weiterlesen zu wollen? Weil das ganze ziemlich oberflächlich ist. Ein Buch im Stile beliebter Crime-Formate wie Criminal Minds oder CSI: kurzweilig, aber schnell erzählt mit wenig Tiefe oder Charakterentwicklung. Schnell gelesen und schnell vergessen.

Für mich war sowas früher perfekte Urlaubslektüre, irgendwas für zwischendurch, was man auch gut mal weglegen konnte.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

trügerischer Schein

Snowglobe
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Ich mag ja diese Art dystopischer Romane und vor allem die Klimathematik dahinter ist ja auch nicht ganz abwegig, sodass ich solche Szenarien immer super spannend finde. Konzentrisch ist es eine interessante ...

Ich mag ja diese Art dystopischer Romane und vor allem die Klimathematik dahinter ist ja auch nicht ganz abwegig, sodass ich solche Szenarien immer super spannend finde. Konzentrisch ist es eine interessante Mischung aus Reality behind the scenes und Suspense. Fand ich eigentlich ganz cool gemacht. Ich fand das Buch auch an sich unterhaltsam, aber so ganz überzeugt hat es als Gesamtkonstrukt dann eben nicht.

Das Worldbuilding ist eher simpel gehalten, reicht aber aus um Atmosphäre zu erzeugen. Die unwägbaren Lebensbedingungen außerhalb der Kuppel und die Snowglobe als Ort fadenscheiniger Hoffnung, das streben nach einem Platz innerhalb dieser Reihen. Ich fands spannend, dass das Leben innerhalb der Kuppel als Reality Show nach außen gestreamt wurde, daraus ergeben sich aber auch Fragen, die ich nicht immer so 100% schlüssig aufgearbeitet fand. Das ganze Konstrukt ist ein bisschen wackelig.

Chobahm wirkt häufiger wie ein Schaf, das sich willig zur Schlachtbank führen lässt und dafür auch noch dankbar ist. Zu groß sind die scheinbaren Verlockungen. Erst eggen Ende findet da eine spürbare Charakterentwicklung statt. Viele der Interaktionen wirken gestelzt, wobei nicht ganz klar ist ob es daran liegt, dass alles fake ist oder die Figuren einfach hölzern konstruiert sind- ich konnte es zumindest nicht sagen. Im letzten Drittel wird es dann thematisch nochmal ganz wild, hier wollte die Geschichte für meinen Geschmack einfach zu viel und gleitet ins Abstruse ab. Das fand ich einfach nicht mehr glaubwürdig.

Ich muss sagen, es gab innerhalb der Geschichte einige interessante Figuren, für mich viel interessanter als Chobahm und Haeri, auf die aber gar nicht weiter eingegangen wurde. Das ende fand ich tatsächlich ziemlich enttäuschend.
Mein Fazit: Idee gut, Konzept ein bisschen unausgefeilt und von der Charakterentwicklung her, wäre auf jeden fall mehr möglich gewesen.

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