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Veröffentlicht am 06.08.2023

Wichtiges Thema - aber zu viel ideologischer Aktivismus

Das Bee-Team - Marshals
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In diesem Jugendroman über den radikalen Klimawandel und dessen Auswirkungen auf unsere Erde, dominiert eine literarisch eher kindliche Sprache. Permanent werden die Vornamen der Protagonisten wiederholt, ...

In diesem Jugendroman über den radikalen Klimawandel und dessen Auswirkungen auf unsere Erde, dominiert eine literarisch eher kindliche Sprache. Permanent werden die Vornamen der Protagonisten wiederholt, anstatt sie einfach mal als „die Freunde“ oder „die Gruppe“ zu bezeichnen. Eltern wurden stets mit VATER Jörg und MUTTER Dani bezeichnet, das gleiche bei den Großeltern. In den ersten Kapiteln wird das Wort SCHEIẞE noch verschlüsselt (sch:&!?ße), am Ende des Buches aber ausgeschrieben und sogar FUCK YOU gesagt, was ich irgendwie unlogisch fand. Sprachlich war das Werk deshalb nichts für mich und ist m. E. eher für Kinder geeignet, denen ihre Eltern z. B. daraus vorlesen. Für unsere heutigen 12-jährigen, frühreifen Jugendlichen wird das eher nichts sein. ⁣

Während die Bee-Team-Marshalls versuchen, alle 195 Länder unserer Erde - gemeinsam mit den Tieren als Verbündete - vor Katastrophen zu schützen, fügt der Autor immer wieder sog. Live-Ticker Meldungen aus Wirtschaft und Wissenschaft ein, was ganz interessant war. Natürlich macht das Buch nachdenklich und bedrückt einen, besonders wenn es um die Szenen geht, in der die ausgestorbenen Tierarten in den Himmel aufsteigen. Sehr schön fand ich die Idee, eine neue „grüne Lunge“ zu pflanzen, die sich rund um den Globus ausbreiten soll. Sowas müsste doch nun wirklich realistisch machbar sein. Die „neue Welt“, in der alles nur noch durch Solar, Wind und Strom bewegt wird und fast jeder Fahrrad, Bahn und Bus fährt, klingt natürlich wunderschön.⁣

Dennoch bekam ich das Gefühl, dass mir auch hier - ähnlich wie bei den Klimakleber-Ideologen - eine Meinung zwanghaft aufgedrückt werden und an meinen Verstand appelliert werden soll, auf Fleisch, Autos und Urlaubsreisen zu verzichten. Sog. „Klimaleugner“ werden als höchst dumm und asozial dargestellt, was mir zu viel des Guten war. Von daher scheine ich hier weder literarisch, noch sprachlich, noch ideologisch die Zielgruppe zu sein.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Miscommunication Trope in Reinform und ein 21-Jähriger Rambo. Ernsthaft?

Insatiable
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Auch dieses Buch aus dem Vajona Verlag reiht sich leider in die Kategorie „Schlechte Dark Romance vom Fließband“ ein. Es ist IMMER das Gleiche: ein unlogisches Drama, ein unkreativer Plot, unsympathische ...

Auch dieses Buch aus dem Vajona Verlag reiht sich leider in die Kategorie „Schlechte Dark Romance vom Fließband“ ein. Es ist IMMER das Gleiche: ein unlogisches Drama, ein unkreativer Plot, unsympathische Protagonisten und natürlich viel Spice, der nicht mal sonderlich gut war.

Am meisten hat mich der „Miscommunication Trope“ aufgeregt, den die Autorin bis aufs Äußerste ausgereizt hat. Denn es geht in dieser Geschichte um Stacey Rhodes und Kade Mitchell, die sich bereits als Jugendliche extrem ineinander verliebt und ihre ersten sexuellen Erfahrungen gemacht haben.

Doch dann geschieht ein schlimmes Ereignis, an dem Stacey keine Schuld trägt, aber das Kades Vertrauen in sie von jetzt auf gleich komplett zerstört. Sie versucht ihm alles zu erklären, aber er will es überhaupt nicht hören. Und anstatt weiter zu insistieren, erträgt sie lieber jahrelang seinen Hass.

Kade, dessen Vater übrigens in einer Psychiatrie eingeschlossen ist, entwickelt sich nun im Laufe der Zeit zu einer wahren Tötungsmaschine einer mafiösen Organisation und ist nebenbei zum Auftragskiller und Toyboy geworden. Und das alles mit 21 Jahren. Ernsthaft jetzt?

Die beiden leben ihre Hassliebe nun also dergestalt aus, dass Kade sie permanent als Schlampe bezeichnet, sie aber trotzdem f*cken und von jeglichen anderen Männern fernhalten will. Zwischendurch muss er Stacey natürlich auch vor seinen Feinden beschützen. Es gibt also wie immer Mord und Totschlag.

Stacey hingegen ist verletzt und wütend. Da hilft nur eins: ihm einen Blowjob verpassen und sich danach weiter beschimpfen lassen. Ihr merkt also, dass der Plot einfach nur unterirdisch ist und mal wieder jedes schlechte Klischee im Dark Romance Bereich erfüllt wird.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Ein sehr schwacher und belangloser Roman mit Miminaldosen an Spice.

Das Mauerblümchen und der Duke - Zweiter Band der Sündhafte Lords-Reihe
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Den 2. Band der „Sündhafte Lords“ Reihe fand ich leider ziemlich schwach und langweilig. Es gibt so gut wie keinen Spice, aber dafür banale und langweilige Szenarien, wie unsere Hauptprotagonistin Lady ...

Den 2. Band der „Sündhafte Lords“ Reihe fand ich leider ziemlich schwach und langweilig. Es gibt so gut wie keinen Spice, aber dafür banale und langweilige Szenarien, wie unsere Hauptprotagonistin Lady Chastity in die Gesellschaft eingeführt wird, um einen Ehemann zu finden.

Es gibt Tanzbälle, Spiele, Ausritte etc., die einen zum Gähnen bringen. An ihrer Seite ist der beste Freund ihres Bruders, Lucien Duke of Luhst, der mit ihr eine Wette am Laufen hat: Wenn sie es schafft in 30 Tagen einen heiratswilligen Verehrer zu finden, bleibt Lucien 30 Tage lang abstinent.

Allein dieser Umstand ist schon absurd und zum Augenrollen. Aber sei es drum. Obwohl der Duke of Luhst Gefühle für Chastity entwickelt, hilft er ihr dabei, vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan zu werden und schafft es kaum, seine Eifersucht unter Kontrolle zu bringen.

Doch er selbst kommt als Heiratskandidat aus bestimmen Gründen nicht in Frage und zusätzlich erschüttert ein Skandal seinen ohnehin nicht sehr glanzvollen Ruf.

Das Ende ist natürlich vorhersehbar, aber bis dahin passiert einfach NICHTS. Lucien und Chastity hatten auch nicht die Tension wie das Pärchen aus Band 1, was natürlich an den nicht stattfindenden, fehlenden leidenschaftlichen Szenen lag.

Band 3 kann ja nur besser werden. Ich bleibe an der Reihe erst mal dran, da Teil 1 ganz in Ordnung und unterhaltsam war.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Etikettenschwindel. Hat nichts mit "Die Schöne und das Biest" zu tun. Reiner BDSM Roman.

Moonlit Thorns
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Den Roman als modernes „Beauty & The Beast“ Retelling zu bezeichnen, ist nichts anderes als eine Mogelpackung. Nur weil die 4 Voss-Brüder auf einem abgeschotteten Anwesen leben, das nicht mal düster oder ...

Den Roman als modernes „Beauty & The Beast“ Retelling zu bezeichnen, ist nichts anderes als eine Mogelpackung. Nur weil die 4 Voss-Brüder auf einem abgeschotteten Anwesen leben, das nicht mal düster oder atmosphärisch ist? Ansonsten gibt es gar keine Gemeinsamkeiten.

Der Hauptprotagonist Asher ist auch kein hässliches Monster, das sich verwandelt, sondern ganz einfach ein reicher CEO, der seine Vorliebe für BDSM in einem elitären Sexclub auslebt.

Annabelles Familie betreibt eine Farm und Destillerie in der Nähe von „Midnight Manor“. Als ihr Vater plötzlich auf dem Anwesen durch einen Unfall stirbt und hohe Schulden hinterlässt, versucht Annabelle Asher zu überreden, ihr das Geld zu erlassen. Sie würde alles tun, um die Schulden abzuarbeiten.

Asher nimmt an. Sie darf keinerlei Fragen stellen und muss fortan 1 Jahr in seinem Haus leben. Dann beginnt eine klassische Bully-Romance, in der Annabelle ihre devote Seite kennenlernt und diese mit ihm in seinem Club ausleben will.

Es folgen relativ gut geschriebene Spice- Szenen, aber ansonsten hat die Geschichte keine Substanz. Es gibt zwar eine kleine Rache-Szene mit anschließender Gefahrenlage, aber nichts, was man nicht schon tausend Mal gelesen oder vorausgesehen hätte.

Es war durchweg nicht spannend und die meiste Zeit zum Augenrollen. Annabelle als Charakter empfand ich als nervig, Asher hingegen eigentlich authentisch in seiner Rolle.

In jedem Teil der MIDNIGHT MANOR Reihe geht es dann um einen anderen Bruder und der nächste Band soll dann ein Rapunzel-Retelling sein. Ich werde diesen Band dann wohl nochmal ausprobieren, vielleicht wird er ja besser als der erste.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Extrem langweilig, permanentes sich im Kreis drehen, ständige Wiederholungen. Das war überhaupt nicht mein Fall.

Das Lied des Wolfes
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Mein 1. Roman von T. J. Klune und dann gleich so ein Flop. Schade. Ich habe mich wirklich extrem gelangweilt, zumindest ab der Hälfte des Buches. Ich hatte das Gefühl, wir drehen uns nur noch im Kreis ...

Mein 1. Roman von T. J. Klune und dann gleich so ein Flop. Schade. Ich habe mich wirklich extrem gelangweilt, zumindest ab der Hälfte des Buches. Ich hatte das Gefühl, wir drehen uns nur noch im Kreis und alles, was gesagt wurde, schon zig mal zuvor gehört zu haben.

Der Plot wird sehr langsam aufgebaut, ohne dass viel passiert. Es gibt zwar einen dramatischen Kampf zwischen verschiedenen Wolfsrudeln und dadurch auch Verluste und Trauer, aber all das hätte man ohne Probleme auch auf 400 statt auf knapp 700 (!) Seiten erzählen können.

Es geht hier um den jungen Oxnard Matheson, der sich immer schon als Außenseiter in dem kleinen Ort Green Creek gefühlt hat. Als sein Vater die Familie verlässt, findet Ox Trost bei Gordo, der eine Werkstatt besitzt und in der er anfängt zu arbeiten und Freunde zu finden.

Eines Tages zieht die seltsame Familie Bennett gegenüber ein und Ox empfindet eine unerklärliche Anziehungskraft für die Neuankömmlinge, die auf Gegenseitigkeit beruht. Vor allem der junge Joe scheint etwas ganz Besonderes zu sein.

Die Bennetts sind Wölfe und nehmen Ox, obwohl er nur ein Mensch ist, in ihr Rudel auf. Sie beschützen und lieben ihn. Jedoch wird ihm diese Verbindung irgendwann zum Verhängnis und geliebte Menschen werden bedroht und getötet.

Wenn ich nochmal die Wörter Alpha, Rudel, Familie höre, drehe ich durch, ernsthaft. Diese Begriffe kamen gefühlt in JEDEM Satz vor. Ich werde diese Reihe nicht weiter verfolgen und vermutlich auch nichts anderes mehr von diesem Autor lesen.

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