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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Interessanter Roman

Auf Flügeln getragen
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Geneva Ashcroft lebt ein Leben unter der kalten und berechnenden Herrschaft ihres manipulativen Vaters. Um ihrer kränklichen Schwester ein freieres Leben zu ermöglichen, erklärt sie sich bereit, eine arrangierte ...

Geneva Ashcroft lebt ein Leben unter der kalten und berechnenden Herrschaft ihres manipulativen Vaters. Um ihrer kränklichen Schwester ein freieres Leben zu ermöglichen, erklärt sie sich bereit, eine arrangierte Ehe einzugehen – mit Warren Hayes, einem Zeitungsverleger, der die politischen Ambitionen ihres Vaters unterstützen soll.

Doch entgegen aller Erwartungen verliebt sich Warren in Geneva – und schon bald scheint das Glück vollkommen. Bis ein tragisches Unglück alles verändert.

Unter falschem Namen begibt sich Geneva auf eine Reise durch das ländliche New York, fest entschlossen, den Mörder ihres Mannes auf eigene Faust zu entlarven.

Der Schreibstil der Autorin ist klar, fesselnd und voller Spannung. Die Handlung entwickelt sich rasant und hält den Leser durchweg in Atem. Besonders beeindruckt hat mich Warren Hayes, der sich nicht von anderen – nicht einmal von Genevas Vater – manipulieren lässt. Er zeigt Geneva, was wahre Liebe wirklich bedeutet.

Neben der packenden Liebesgeschichte vermittelt der Roman auch interessante Einblicke in die frühe Luftfahrt. Es handelt sich um einen christlichen Roman, wobei ich mir persönlich gewünscht hätte, dass der Glaube noch etwas stärker thematisiert worden wäre.

Die Erzählweise springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch sich die Ereignisse Stück für Stück entfalten und ein vielschichtiges Bild ergeben.

Ich kann den Roman „Auf Flügeln getragen“ von Rachel Scott McDaniel wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Der Wahrheit auf der Spur

Die unsichtbare Hand
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Kalifornien, Sommer 1975: Die Kleinstadt Ojai wird von einem grausamen Doppelmord erschüttert – die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny werden erstochen im Elternhaus aufgefunden. Bald gerät ihr ...

Kalifornien, Sommer 1975: Die Kleinstadt Ojai wird von einem grausamen Doppelmord erschüttert – die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny werden erstochen im Elternhaus aufgefunden. Bald gerät ihr eigener Bruder Vince unter Verdacht. Hat er etwas mit dem Verbrechen zu tun?

Kalifornien, 2024: Als die Ghostwriterin Olivia Dumont den Auftrag erhält, für ihren Vater – den berühmten Schriftsteller Vince Taylor – ein Buch zu schreiben, ist sie alles andere als begeistert. Denn seit Jahren haben die beiden keinen Kontakt mehr. Doch Olivia merkt bald, dass dies ihre einzige Chance sein könnte, das dunkelste Geheimnis ihrer Familie zu lüften. Sie muss tief in die Vergangenheit eintauchen und versuchen, ihrem Vater die Wahrheit zu entlocken.

„Die unsichtbare Hand“ stammt aus der Feder von Julie Clark, die mich mit ihren Thrillern "Der Plan" und "Der Tausch" sehr begeistert hat – entsprechend groß war meine Vorfreude. Die Grundidee des Buches ist stark: zwei Zeitebenen, düstere Familiengeheimnisse, eine interessante Vater-Tochter-Dynamik sowie die Frage, was wirklich hinter dem Mord an Poppy und Danny steckt.

Olivia als Protagonistin in der Gegenwart hat mir gut gefallen. Ich habe sie gerne auf ihrer Suche nach Antworten begleitet – besonders, weil sie selbst wissen will, was damals wirklich geschah. Doch kann sie einem demenzkranken Vater überhaupt noch vertrauen?

So spannend die Ausgangslage auch ist, leider entwickelte sich die Geschichte für meinen Geschmack zu langsam. Im zweiten Teil fehlte mir deutlich das Tempo. Die Handlung zog sich, sodass die Spannung, die der Anfang aufgebaut hatte, nicht durchgängig gehalten werden konnte.

Fazit: Eine solide, gut konstruierte Geschichte mit starker Grundidee, aber leider Längen im Mittelteil.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Spionage und Liebe

Die tausend Farben von Paris
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Der Roman "Die tausend Farben von Paris", geschrieben von Catherine Durand (Pseudonym von Petra Mattfeldt), entführt uns ins Paris des Jahres 1951.

Jack King, ein amerikanischer Ex-Soldat des Zweiten ...

Der Roman "Die tausend Farben von Paris", geschrieben von Catherine Durand (Pseudonym von Petra Mattfeldt), entführt uns ins Paris des Jahres 1951.

Jack King, ein amerikanischer Ex-Soldat des Zweiten Weltkriegs, sucht in der faszinierenden Stadt Paris nach seiner Freiheit und einem neuen Leben als Maler. Eines Morgens, als er den Sonnenaufgang an der Seine malt, begegnet er zufällig der charmanten Fotografin Rose. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch schon bald wird diese durch das Auftauchen von Russell, einem alten Bekannten aus Jacks Militärzeit, überschattet. Jack soll plötzlich Künstler ausspionieren – doch welchen Preis hat das für seine Beziehung zu Rose? Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Auch Frank Levant, ein talentierter und in Paris gefeierter Sänger, spielt eine wichtige Rolle. Er ist Jacks enger Freund aus Amerika – und trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.

Der Roman ist eine Mischung aus Liebesgeschichte und Spionagekrimi. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, die zahlreichen Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet. Besonders erwähnenswert ist das Nachwort, das viele interessante Hintergründe und Erklärungen zum historischen Kontext des Romans bietet.

Insgesamt fand ich die Geschichte unterhaltsam, auch wenn mir persönlich der Spionageanteil nicht ganz zusagte. An einigen Stellen empfand ich den Erzählfluss zudem als etwas langatmig.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein schöner Roman

Wir zwei im Dezember
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Der Roman "Wir zwei im Dezember" von Catherine Walsh ist unterhaltsam und weihnachtlich zugleich. Seit Megan vor fünf Jahren kurz vor ihrer Hochzeit die Flucht ergriffen hat, war sie nicht mehr in ihrer ...

Der Roman "Wir zwei im Dezember" von Catherine Walsh ist unterhaltsam und weihnachtlich zugleich. Seit Megan vor fünf Jahren kurz vor ihrer Hochzeit die Flucht ergriffen hat, war sie nicht mehr in ihrer irischen Heimat. Doch in diesem Jahr beschließt sie, Weihnachten mit ihrer Familie zu verbringen und ihre Mutter wiederzusehen. Auch Christian, den sie noch aus ihrer Schulzeit kennt und der ebenfalls in Dublin lebt, ist Single. Kurzerhand fassen die beiden den Entschluss, sich als Fake-Paar auszugeben und die Feiertage gemeinsam zu verbringen.

Megan und Christian ergänzen sich hervorragend und meistern einige unerwartete Situationen, in denen sie aufeinander angewiesen sind. Besonders spannend fand ich die Familiencharaktere beider Seiten sowie die Enthüllungen über Megans Vergangenheit – insbesondere den Grund für ihr plötzliches Verschwinden damals.

Der Roman war durchweg fesselnd, unterhaltsam und mit einer romantischen Note versehen – eine perfekte Lektüre für die Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Die Tiefe der Verbundenheit

Das Leuchten der Berge
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Der berührende Roman "Das Leuchten der Berge" von Katie Powner erschließt dem Leser auf einfühlsame Weise über eine hinreißende Story das Thema der Trauerbewältigung über den Glauben an Gott.

Nach dem ...

Der berührende Roman "Das Leuchten der Berge" von Katie Powner erschließt dem Leser auf einfühlsame Weise über eine hinreißende Story das Thema der Trauerbewältigung über den Glauben an Gott.

Nach dem Tod ihrer Mutter Caroline verlässt Beatrice ihre Heimat Moose Creek, um zu studieren. Inzwischen ist sie mit Jeremy verheiratet, doch das Leben stellt ganz andere Weichen für sie und so kehren sie schließlich in Beas Heimat zurück. Ihre mittlerweile hochbetagte Großmutter June leidet zunehmend unter Vergesslichkeit. Bevor der Schleier des Vergessens ein Geheimnis, das sie über so lange Jahre gehütet hat, endgültig verlöschen lässt, möchte sie dieses ihrer Familie anvertrauen.

Beatrice sehnt sich nach Versöhnung mit ihrem Vater Mitch, der sich nach Carolines Tod völlig zurückgezogen hat. Sie möchte sich mit ihm über die längst vergangenen Umstände aussprechen – obwohl es ihr schwerfällt, zumal sie selbst damals dringend Unterstützung gebraucht hätte. Randolf, Junes Ehemann, steht ihr stets liebevoll zur Seite, auch wenn ihre Erinnerungen, dem hohen Alter geschuldet, langsam verblassen.

Besonders berührt hat mich Junes Gedanke, dass das Gefühl, allein die Hand ihres Ehemanns in ihrer zu spüren, zu den wertvollsten Erinnerungen ihres Lebens zählt. Diese Worte verdeutlichen eindrucksvoll, wie tief die Liebe eines Partners sein kann.

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: der von Mitch, seiner Tochter Bea und seiner Mutter June.

Die Figuren des Romans sind mir sehr ans Herz gewachsen, und ich konnte mit ihnen mitfühlen. Die Erzählweise ist ruhig und stellenweise etwas langatmig, doch wenn man sich auf die inneren Konflikte der Charaktere einlässt, entfaltet die Geschichte ihre besondere, emotionale Tiefe und berührt zu tiefst über ihre Feinfühligkeit.

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