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Veröffentlicht am 20.07.2025

Trotz Allem Liebe

Searching for Sunshine – Based on Kevin's True Story
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"Searching for Sunshine" von Cassidy Cane war mein erstes Buch aus der {heartlines}-Reihe – und es hat mich berührt. Die Geschichte von Emilian und Vienna basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Leben ...

"Searching for Sunshine" von Cassidy Cane war mein erstes Buch aus der {heartlines}-Reihe – und es hat mich berührt. Die Geschichte von Emilian und Vienna basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Leben von Kevin, was dem Roman eine besondere Tiefe verleiht.

Emilian ist ein durch und durch sympathischer Mensch – das sieht eigentlich jeder so, nur seine Vorgesetzte Vienna nicht. Sie begegnet ihm zunächst mit Skepsis und kontert seinen Charme regelmäßig mit spitzen Bemerkungen. Ausgerechnet mit ihr soll Emilian nun eine neue Dating-App testen und vermarkten.

Was zunächst nach einer rein beruflichen Zweckgemeinschaft aussieht, entwickelt sich langsam zu einer Geschichte des Vertrauens und der Annäherung. Emilian beginnt, sich Vienna zu öffnen – und gibt Einblicke in seine schmerzhafte Kindheit. Doch als sich zwischen den beiden zarte Gefühle entwickeln, wird Emilians Vergangenheit plötzlich wieder sehr real. Können die beiden trotzdem einen Weg zueinander finden?

Die Handlung entwickelt sich stellenweise etwas langsam – das ist mein einziger kleiner Kritikpunkt. Insgesamt aber fand ich die Geschichte unterhaltsam, berührend und mitfühlend erzählt. Ich empfehle das Buch gerne weiter, besonders an alle, die emotionale Liebesgeschichten mit Tiefe mögen.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Freundschaften sind wertvoll

Tage wie Buchstabensuppe
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Die Goldschmiedin Kayla flieht vor ihrem alten Leben und sucht im Ostallgäu einen Neuanfang. Dort findet sie in einer lebendigen Wohngemeinschaft nicht nur ein Zuhause, sondern auch neue Freunde, die sie ...

Die Goldschmiedin Kayla flieht vor ihrem alten Leben und sucht im Ostallgäu einen Neuanfang. Dort findet sie in einer lebendigen Wohngemeinschaft nicht nur ein Zuhause, sondern auch neue Freunde, die sie herzlich aufnehmen. Besonders Josch, Freund der Mitbewohner, berührt ihr Herz auf besondere Weise.

Eines Tages begegnet Kayla der Obdachlosen Lio, eine älteren Frau, die am beginnende Demenz leidet. Kayla ist tief bewegt von der Begegnung und bringt sie mit in die WG. Dort sind sich alle schnell einig: Lio soll bei ihnen wohnen. Von Beginn an wächst sie allen ans Herz - und ganz besonders Kayla entwickelt eine innige Verbindung zu ihr.

Lio besitzt eine erstaunliche Gabe: Sie erkennt, was hinter den Fassaden der Menschen vor sich geht. Jeder in der WG trägt seine eigenen Sorgen und Kämpfe mit sich, und Lio vermag es, ihnen mit ihren Worten wertvolle Impulse zu schenken.
Im Zentrum dieser Geschichte stehen Themen wie Glaube, Freundschaft, Demenz und Liebe.
Jeder einzelne der Freunde ist auf seine Weise wunderbar, und ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Besonders Lio hat mich tief bewegt – und es tut mir leid, dass sie am Ende ihres Lebens so oft von einer „Buchstabensuppe im Kopf“ heimgesucht wurde.

Ein Vers aus dem Buch, der zugleich ein Bibelwort ist, hat mich besonders berührt:

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue.“
– Galater 5,22

Mir hat das Buch "Tage wie Buchstabensuppe" von Elisabeth Büchle sehr gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Interessanter Roman

Auf Flügeln getragen
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Geneva Ashcroft lebt ein Leben unter der kalten und berechnenden Herrschaft ihres manipulativen Vaters. Um ihrer kränklichen Schwester ein freieres Leben zu ermöglichen, erklärt sie sich bereit, eine arrangierte ...

Geneva Ashcroft lebt ein Leben unter der kalten und berechnenden Herrschaft ihres manipulativen Vaters. Um ihrer kränklichen Schwester ein freieres Leben zu ermöglichen, erklärt sie sich bereit, eine arrangierte Ehe einzugehen – mit Warren Hayes, einem Zeitungsverleger, der die politischen Ambitionen ihres Vaters unterstützen soll.

Doch entgegen aller Erwartungen verliebt sich Warren in Geneva – und schon bald scheint das Glück vollkommen. Bis ein tragisches Unglück alles verändert.

Unter falschem Namen begibt sich Geneva auf eine Reise durch das ländliche New York, fest entschlossen, den Mörder ihres Mannes auf eigene Faust zu entlarven.

Der Schreibstil der Autorin ist klar, fesselnd und voller Spannung. Die Handlung entwickelt sich rasant und hält den Leser durchweg in Atem. Besonders beeindruckt hat mich Warren Hayes, der sich nicht von anderen – nicht einmal von Genevas Vater – manipulieren lässt. Er zeigt Geneva, was wahre Liebe wirklich bedeutet.

Neben der packenden Liebesgeschichte vermittelt der Roman auch interessante Einblicke in die frühe Luftfahrt. Es handelt sich um einen christlichen Roman, wobei ich mir persönlich gewünscht hätte, dass der Glaube noch etwas stärker thematisiert worden wäre.

Die Erzählweise springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch sich die Ereignisse Stück für Stück entfalten und ein vielschichtiges Bild ergeben.

Ich kann den Roman „Auf Flügeln getragen“ von Rachel Scott McDaniel wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Der Wahrheit auf der Spur

Die unsichtbare Hand
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Kalifornien, Sommer 1975: Die Kleinstadt Ojai wird von einem grausamen Doppelmord erschüttert – die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny werden erstochen im Elternhaus aufgefunden. Bald gerät ihr ...

Kalifornien, Sommer 1975: Die Kleinstadt Ojai wird von einem grausamen Doppelmord erschüttert – die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny werden erstochen im Elternhaus aufgefunden. Bald gerät ihr eigener Bruder Vince unter Verdacht. Hat er etwas mit dem Verbrechen zu tun?

Kalifornien, 2024: Als die Ghostwriterin Olivia Dumont den Auftrag erhält, für ihren Vater – den berühmten Schriftsteller Vince Taylor – ein Buch zu schreiben, ist sie alles andere als begeistert. Denn seit Jahren haben die beiden keinen Kontakt mehr. Doch Olivia merkt bald, dass dies ihre einzige Chance sein könnte, das dunkelste Geheimnis ihrer Familie zu lüften. Sie muss tief in die Vergangenheit eintauchen und versuchen, ihrem Vater die Wahrheit zu entlocken.

„Die unsichtbare Hand“ stammt aus der Feder von Julie Clark, die mich mit ihren Thrillern "Der Plan" und "Der Tausch" sehr begeistert hat – entsprechend groß war meine Vorfreude. Die Grundidee des Buches ist stark: zwei Zeitebenen, düstere Familiengeheimnisse, eine interessante Vater-Tochter-Dynamik sowie die Frage, was wirklich hinter dem Mord an Poppy und Danny steckt.

Olivia als Protagonistin in der Gegenwart hat mir gut gefallen. Ich habe sie gerne auf ihrer Suche nach Antworten begleitet – besonders, weil sie selbst wissen will, was damals wirklich geschah. Doch kann sie einem demenzkranken Vater überhaupt noch vertrauen?

So spannend die Ausgangslage auch ist, leider entwickelte sich die Geschichte für meinen Geschmack zu langsam. Im zweiten Teil fehlte mir deutlich das Tempo. Die Handlung zog sich, sodass die Spannung, die der Anfang aufgebaut hatte, nicht durchgängig gehalten werden konnte.

Fazit: Eine solide, gut konstruierte Geschichte mit starker Grundidee, aber leider Längen im Mittelteil.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Spionage und Liebe

Die tausend Farben von Paris
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Der Roman "Die tausend Farben von Paris", geschrieben von Catherine Durand (Pseudonym von Petra Mattfeldt), entführt uns ins Paris des Jahres 1951.

Jack King, ein amerikanischer Ex-Soldat des Zweiten ...

Der Roman "Die tausend Farben von Paris", geschrieben von Catherine Durand (Pseudonym von Petra Mattfeldt), entführt uns ins Paris des Jahres 1951.

Jack King, ein amerikanischer Ex-Soldat des Zweiten Weltkriegs, sucht in der faszinierenden Stadt Paris nach seiner Freiheit und einem neuen Leben als Maler. Eines Morgens, als er den Sonnenaufgang an der Seine malt, begegnet er zufällig der charmanten Fotografin Rose. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch schon bald wird diese durch das Auftauchen von Russell, einem alten Bekannten aus Jacks Militärzeit, überschattet. Jack soll plötzlich Künstler ausspionieren – doch welchen Preis hat das für seine Beziehung zu Rose? Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Auch Frank Levant, ein talentierter und in Paris gefeierter Sänger, spielt eine wichtige Rolle. Er ist Jacks enger Freund aus Amerika – und trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.

Der Roman ist eine Mischung aus Liebesgeschichte und Spionagekrimi. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, die zahlreichen Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet. Besonders erwähnenswert ist das Nachwort, das viele interessante Hintergründe und Erklärungen zum historischen Kontext des Romans bietet.

Insgesamt fand ich die Geschichte unterhaltsam, auch wenn mir persönlich der Spionageanteil nicht ganz zusagte. An einigen Stellen empfand ich den Erzählfluss zudem als etwas langatmig.

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