Wenn die eigene Erinnerung vielleicht trügt...
Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …Jana Stielers Psychothriller-Debüt überzeugt: Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Das Cover wirkt neben der erahnten Idylle etwas unheimlich und düster. Zurecht! Die Protagonistin Svea ...
Jana Stielers Psychothriller-Debüt überzeugt: Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Das Cover wirkt neben der erahnten Idylle etwas unheimlich und düster. Zurecht! Die Protagonistin Svea beschäftigt sich nach ihrer Rückkehr in die Heimat mit dem frühen Tod ihrer ehemals besten Freundin Julia, mit dem ihr Onkel zu tun haben sollte. Ihr Onkel kann ihr darüber nichts mehr sagem, denn er selbst hat sich umgebracht. Er hat Svea sein Haus hinterlassen.
Stück für Stück versucht Svea, dem Geheimnis um das, was damals passiert ist, auf die Spur zu kommen. Hinderlich ist dabei, dass sie einen Filmriss hatte und sich selber gar nicht mehr an all zu viele Details erinnern kann.
Besonders hervorzuheben an diesem Thriller ist der Wechsel der verschiedenen Perspektiven: Nicht nur Svea erzählt aus ihrer Sicht sondern auch zwei weitere Personen. Dieser Schreibstil sorgt definitiv dafür, dass die Geschichte noch einen Tick spannender wird, als sie es eh schon ist. Ich habe das Buch tatsächlich in nicht einmal 24 Stunden durchgelesen, da es ohne viel Blutvergießen auskommt, dafür aber tief in die Psyche der Menschen führt. Eigene Emotionen, Erfahrungen, Schlussfolgerungen und Teilwissen sorgen dafür, dass vieles falsch verstanden oder interpretiert wird. Kurzum: Von mir gibt es für den Thriller eine absolute Lesempfehlung und volle fünf Sterne! Ich freue mich auf das nächste Werk von Jana Stieler.