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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2025

Tolle Verknüpfung von Fakten und Geschichte

Wir sehen uns wieder am Meer
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Mein erstes Buch von Trude Teige und das dritte aus ihrer Reihe um Großmutter, ihren Ehemann und ihre Freundinnen. Es lässt sich auf jeden Fall unabhängig von den anderen Büchern lesen.
Es spielt in der ...

Mein erstes Buch von Trude Teige und das dritte aus ihrer Reihe um Großmutter, ihren Ehemann und ihre Freundinnen. Es lässt sich auf jeden Fall unabhängig von den anderen Büchern lesen.
Es spielt in der Zeit von 1944 bis 1953. Norwegen ist von den Deutschen besetzt. Wir tauchen ein in die Geschichte der sowjetischen Zwangsarbeiter, der norwegischen Widerstandskämpfer und den Spionagetätigkeiten auf allen Ebenen. Hautnah lässt uns Trude Teige die katastrophalen Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter erleben, die Gewaltexzesse der Gestapo, die falschen Lebensentscheidungen, die getroffen werden. Die Hauptfigur ist diesmal Birgit, die während dieser Zeit mehrfach durch die Hölle geht, aber nie ihren Lebensmut verliert und immer für ihre Freundinnen da ist.
Trude Teige zeigt uns, wie man diese Zeit in Romanform verpacken kann, ohne kitschig zu werden.
Es ist ein starker Roman über eine starke Frau, die einen als Leser zwischen Wut, Trauer, Fassungslosigkeit, aber auch der Erkenntnis, dass wir aktuell wieder auf ähnliche Verhältnisse zusteuern, schwanken lässt.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Geschichte, toll verpackt

Zypressensommer
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Zypressensommer erzählt von einer Spurensuche in der Toskana. Ein Zettel ihres verstorbenen Großvaters ist der Grund, warum Julia sich in die Toskana begibt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. ...

Zypressensommer erzählt von einer Spurensuche in der Toskana. Ein Zettel ihres verstorbenen Großvaters ist der Grund, warum Julia sich in die Toskana begibt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. 1943-1945, die dunkle Seite Italiens. Die Zeit des Faschismus und der Widerstandskämpfer. Und 1998, ein Italien, wie wir es kennen. Der Zauber der Toskana ist auf jeder Seite präsent.
Julia trifft auf Matteo und seine Familie, die ihr bei der Spurensuche helfen.
Das Buch verbindet auf tolle Art und Weise eine Liebesgeschichte, historische Fakten und eine bezaubernde Landschaft. Die historischen Fakten sind gut recherchiert und haben einige Wissenslücken bei mir gefüllt. Die Personen wirken alle sehr authentisch und der Schreibstil ist emotional und lässt Bilder im Kopf entstehen.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Abgerundet wird das ganze durch ein erklärendes Nachwort und eine kleine Rezeptsammlung. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Zufall, Schicksal oder Humbug?

Vorsehung
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Liane Moriarty, eine mir bisher unbekannte Autorin, hat sich ein ungewöhnliches Thema ausgesucht. Auf einem Flug nach Sydney steht eine alte Dame auf und prophezeit jedem Passagier Lebenserwartung und ...

Liane Moriarty, eine mir bisher unbekannte Autorin, hat sich ein ungewöhnliches Thema ausgesucht. Auf einem Flug nach Sydney steht eine alte Dame auf und prophezeit jedem Passagier Lebenserwartung und Todesursache. Was macht das mit den Menschen? Glaubt man an Schicksal oder Hellseherei? Ist es Schwindel oder Wahrheit?

So unterschiedlich wie die Vorhersagen, sind auch die Reaktionen der Passagiere. Wir erleben die ganze Bandbreite möglicher Reaktionen von Angst, sinnlosen Vorkehrungen oder ignorieren ist alles dabei. Der Focus liegt dabei auf sechs ausgewählten Passagieren. In ganz kurzen Kapiteln begleiten wir diese Personen und ihr Umfeld. Und immer wieder ertappt man sich bei der Frage, wie man selbst damit umgehen würde. Der Verstand sagt Blödsinn, der Bauch sagt vielleicht stimmt es ja.

Am Anfang verwirren einen die Vielzahl von Personen und Vorhersagen, aber durch die kurzen Kapitel und die Fokussierung auf sechs Personen, entzerrt sich das schnell (eine Liste der Personen anzulegen hat sich dabei auch als hilfreich erwiesen).

Die Gedanken und die Lebensgeschichte der älteren Dame werden in der Ich-Form erzählt. Das schafft direkt eine gewisse Nähe zu ihr.

Die letztliche Auflösung der Frage nach Zufall, Schicksal oder Humbug ist für mich stimmig.

Das Buch ist eine wunderbare Kombination aus Emotionen und Spannung, mit einer guten Prise unterschwelligem Humor. Ich habe es sehr bedauert, als ich auf der letzten Seite angekommen bin. Viele Dinge in diesem Buch wirken nach und regen zum Nachdenken an.

Das Schlusswort im Buch, dass man jeden Tag so leben soll, als wäre es letzte, ist etwas , dass wohl jeder von uns ein bisschen mehr beherzigen sollte.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Erstklassiges Debüt

Teddy
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1969, ein Sommer in Rom. Teddy Huntley Carlyle, frisch verheiratete Diplomatengattin, trifft in Rom auf Intrigen, oberflächliche Beziehungen, dominante Männer und eine Zeit, in der die Rolle der Frau von ...

1969, ein Sommer in Rom. Teddy Huntley Carlyle, frisch verheiratete Diplomatengattin, trifft in Rom auf Intrigen, oberflächliche Beziehungen, dominante Männer und eine Zeit, in der die Rolle der Frau von diesen sehr genau definiert wurde.
Teddy ist eine Frau, die ihre Rolle in der Gesellschaft weder in ihrem bisherigen amerikanischen Leben noch in Rom findet. Sehr bedacht darauf, was andere von ihr denken, dabei stets im Zwiespalt mit der Frau, die sie gerne wäre und der Frau, die sie sein soll.
Das Buch ist fantastisch erzählt. Teddy erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive,nach dem Ereignis, das ihr Leben im 180° drehen sollte.
Gekonnt fängt Emily Dunlay die Stimmung dieses Sommers in Rom ein. Die Partys, die Menschen und die toxische Beziehung zu ihrem Mann. Rückblicke in ihre Vergangenheit runden die Story ab.
Mir hat dieses Debüt ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Tigliobianco, ein Dorf mit Herz und Charme

Erdbeersommer mit Aussicht
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Priscilla Verdebosco steckt in einer Schreibkrise. Außerdem hat sie keine Lust mehr auf die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Umgebung.
Sie sucht Ruhe und Inspiration im kleinen Dörfchen Tigliobianco, ...

Priscilla Verdebosco steckt in einer Schreibkrise. Außerdem hat sie keine Lust mehr auf die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Umgebung.
Sie sucht Ruhe und Inspiration im kleinen Dörfchen Tigliobianco, in dem die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist.
Skurrile Bewohner, kleine Straßen, Buchclub, Kirche, Dorfladen. Ein Dorf, in dem man sich achtet und auch noch aufeinander achtet. Die kleinen persönlichen Dorfstreitigkeiten dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Priscilla landet mitten im Dorf und ist auch schnell mittendrin, inklusive der Bekanntschaft mit einem charmanten Schönheitschirurgen namens Cesare. Ein lange verschollenes Erdbeerkuchenrezept “Die Suprema” sorgt für den kleinen Spannungsfaden. Ob es wohl wieder auftaucht?
Für die Bücherverliebten unter den Lesern sorgt eine Schatzsuche für das besondere Feeling.
Die richtige Portion Kitsch, ein bisschen Liebe, ein wenig Drama, Sommer, Sonne , ein toller Schreibstil und viel Humor. Das Buch hat alles, was man manchmal braucht.

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